Auepodcast

Florian Dawin, Martin van Elten

Folge 0: Saisonrückblick 2019/20

09.09.2020 131 min Florian Dawin, Tobias Düsterdick, Martin van Elten

Zusammenfassung & Show Notes

Boom!
Das ist sie, die Pilotfolge unseres neuen Formats "Zwei Gekreuzte Mikros - Der Auepodcast".
Um die Technik zu testen, haben wir uns für den Piloten einmal das Thema "Rückblick auf die Saison 2019/20" ausgesucht. Dazu gibt es eine kurze Vorstellungsrunde von uns (Martin, Tobias und Thomas) und als Highlight den emotionalen Ausbruch von Tobias zum Ende des 4:3 gegen Nürnberg aus dem Herbst 2019. Es wird lustig…
Hört gerne mal rein! Wir freuen uns auf euer Feedback.
In diesem Sinne: Immer wieder Wismut Aue!
Links:

Transkript

Hallo und herzlich willkommen zur Pilotfolge des neuen und bisher namenlosen Podcasts über Wismut Aue und Erzgebirge Aue. Hinter dem Projekt stecken Martin. Hallo. Tobias. Hallo. Und ich. Ich bin Thomas. Hi. Das Ganze ist für uns und sicher auch für euch jetzt erst einmal eine Probe. Wir wollen versuchen, das Medium Podcast auszuprobieren, ob es für uns Aue-Fans auch funktioniert, hierüber in Austausch zu kommen, gewisse Dinge unseres Lieblingsvereins zu diskutieren. Und wir sind da selbst auch schon ganz gespannt, wie das so funktioniert und sind natürlich auch ganz gespannt, welches Feedback ihr uns jetzt gerade hauptsächlich über diese Pilotfolge gebt. Eins vorweg, bevor wir uns dann näher vorstellen: Ihr kennt sicherlich den Steigerfunk von Sören Schneider. Ist ja jetzt auch der erste Podcast, der vor wenigen Wochen aktiv geworden ist. Sören selbst ist ja sehr aktiv und ein bekannter Hund in Aue, kommentiert zum Beispiel beim Blindenradio und hat auch noch eine ganze Menge an weiteren Aktionen im Verein und für den Verein gemacht. Und ich habe mich auch im Vorfeld mit ihm einfach abgestimmt und auch etwas diskutiert, ob wir vielleicht unsere Ideen zum Thema Podcast miteinander kombinieren wollen und merken jetzt aber, wir wollen das Ganze erst einmal testen. Also auch gerade wir wollen versuchen, mal auszuprobieren, ob das Format Podcast überhaupt funktioniert. Erst einmal vielleicht auch technisch oder auch zwischen uns dreien, ob wir das regelmäßig hinbekommen, einen Podcast über Aue aufzunehmen. Und mit Sören gemeinsam haben wir dann auch gemerkt, dass die Konzepte tatsächlich unterschiedlich sind und sich aber inhaltlich ganz gut ergänzen und wir eigentlich keine Konkurrenz in dem Sinne zueinander sind. Deswegen ist alles gut und wir wollen, wie gesagt, erst einmal testen und sehen, was die Zukunft bringt. Vielleicht gibt es auch in Zukunft einmal eine Möglichkeit, gemeinsam etwas aufzunehmen. Und wir sind uns sicher, die Aue-Fanszene ist echt groß genug, dass sie auch zwei Podcasts nebeneinander verträgt, dadurch, dass sie auch unterschiedliche Inhalte sicherlich beinhalten wird. Und wenn ihr es noch nicht gemacht habt, kann ich auf jeden Fall empfehlen, mal in die Folgen vom Steigerfunk reinzuhören. Das ist schon echt gut, was Sören da mal wieder auf die Beine gestellt hat. Aber jetzt zu uns: Vielleicht sollten wir mal ein paar Sätze am Anfang zu uns sagen. Ja, Jungs, wie das sonst normalerweise auch im Podcast geschieht. Martin, wer bist du? Wo kommst du her und wie und wieso bist du zum Aue-Fan geworden? Ja, ich bin Martin. Ich komme aus Potsdam, also ich wohne in Potsdam, komme aber ursprünglich aus NRW, Region Niederrhein. Und es ist so ein bisschen so: Für mich gilt der Satz von Nick Hornby „Man sucht sich den Verein nicht aus, sondern der Verein sucht dich aus.“ Also ich bin dann mehr oder weniger mit dem Studium hineingewachsen, dadurch, dass ich auch ein paar Kontakte hatte, die regelmäßig nach Aue gefahren sind und mir hat das Stadion sehr gut gefallen. Das Stadionerlebnis finde ich schon auch einzigartig, auch im Vergleich zu anderen Vereinen in Deutschland und vielleicht Vereine, wo man früher häufiger war. Aber mein erstes Aue-Erlebnis ist so 2008 gewesen, zweite Liga damals. Und war das schon der beste Aue-Moment, wo du das erste Mal ins Erzgebirgsstadion gekommen bist? Oder was war dein bester Aue-Moment? Also ich würde sagen, auf jeden Fall ein sehr guter Aue-Moment war das erste Auswärtsspiel auf Sankt Pauli, aber der allerbeste Aue-Moment ist natürlich die Relegation gegen Karlsruhe gewesen, wo Sören Bertram unseren Alleingang dann zum Klassenhalt schießt und eigentlich sich unsterblich macht in Aue. Natürlich auch mit seinem Abgang jetzt ein bisschen, hat man ihm dann das Denkmal da nicht gebaut, was er eigentlich verdient hätte. Wobei er natürlich auch heute noch sehr gut auf Aue zu sprechen ist. Wie ich letztens in einem Podcast gehört habe, hat er Helge Leonhardt sehr gelobt. Ja, aber Denkmäler baut man ja auch erst, wenn man ins Zweifelsfall auch ablebt oder bei einem Fußballspieler vielleicht nach der Karriere. Also ist ja noch alles dran. Ja, spannend. Und Sankt-Pauli-Spiele sind natürlich immer super. Das muss man natürlich auch dazu sagen. Ja, der Dritte im Bunde, Tobias. Wer bist du? Wo kommst du her? Wann und wie bist du Aue-Fan geworden? Hi, also wie gesagt, ich bin Tobias. Ich bin 32 Jahre jung, wohne aktuell im Raum Dresden. Ich arbeite hier auch gerade in der Klinik und komme aber ursprünglich aus der Region Leipzig und ich bin schon früher als Schüler zu Aue immer gefahren, noch zu Zeiten von Gerd Schädlich, teilweise durch den tiefsten Aue-Winter. Und das Studium hat mich dann erst mal in den Thüringer und finnischen Raum verschlagen und hat mich dann wieder zurück nach Dresden geführt. Und so richtig fest dazugekommen zu Aue bin ich in der letzten Abstiegsaison 2014/2015. Das war ein Fiebern die ganze zweite Halbserie und das DFB zwei ein einziges Fiebern, ein einziges Auf und Ab und hat da seinen traurigen Höhepunkt im Heidenheim-Spiel gefunden, wo wir abgestiegen sind. Und ja, was ist mein bester Aue-Moment? Da gibt es irgendwie ganz viele und da kann ich mich auch ganz schwer festlegen. Also einerseits der Aufstieg die Saison drauf, also 2015/2016, insbesondere das Spiel in Köln, der Klassenhalt unter Domenico Tedesco, insbesondere dort das Nürnberg-Spiel oder auch natürlich das Relegationsrückspiel gegen Karlsruhe. Das war ein großartiger Tag und ein Spiel, wo ich aber nicht persönlich im Stadion war, war auch das Aue-Frankfurt-Spiel und natürlich auch ganz viele Spiele auch gegen Dynamo Dresden. Also es gibt ganz viele tolle Spiele, an die ich mich bei Aue einfach gerne zurückerinnere. Und ich bin auch wirklich sehr gerne im Erzgebirge, weil ich einfach die Stimmung dort mag, weil ich die Menschen dort mag, weil es dort auch egal ist, woher du kommst oder wer du bist, sondern du bist dort einfach ein Teil von Wismut Aue oder von Erzgebirge Aue. Und dieses Underdog-Sein, das finde ich eigentlich richtig cool und richtig schön. Deswegen komme ich auch immer wieder gerne her. Und das wollen wir ja auch so ein bisschen über den Podcast rüberbringen. Und ja, liebe Hörer, ihr habt es vielleicht schon gehört, jetzt Potsdam, Dresden. Ich bin Thomas, geboren und aufgewachsen im Vogtland, dann umgezogen, elf Jahre in Frankfurt gelebt, jetzt seit sechs Jahren sehr glücklich hier in Hamburg. Potsdam, Dresden, Hamburg. Es ist tatsächlich eine Zusammensetzung und ihr zwei, wir drei, so gut kennen wir uns tatsächlich auch nicht und haben uns über den Fußball kennengelernt und haben uns regelmäßig geschrieben in WhatsApp-Gruppen und dann auch ab und zu mal bei Auswärtsspielen auch mal im Heimspiel getroffen. Aber ich glaube, wir drei, das ist so eine spannende Konstellation, können tatsächlich auch mal den Blick von außen auf den Verein legen und das ist eigentlich auch so der Hauptpunkt, was wir im Podcast machen wollen. Einfach mal etwas von außen, vielleicht auch gerade nicht aus dem Erzgebirge heraus, den Verein betrachten, vielleicht auch gewisse Dinge etwas zu erklären, weil ganz häufig auch in meinem Freundeskreis, Kollegenkreis wird man schon recht häufig auf Aue angesprochen. Ganz oft positiv, was das für ein toller Verein ist, kleine Stadt, alles, was man ja auch mehrfach jetzt schon gehört hat und was irgendwie schon etwas ausgelutscht ist, aber wie der kleine Verein Erzgebirge Aue sich in der zweiten Liga hält und die großen Vereine im Osten steigen alle ab. Grüße nach Dresden. Und Aue schafft es halt irgendwie Jahr für Jahr dann, sich dann doch zu halten und wenn sie mal absteigen, dann steigen sie sofort wieder auf. Plus die Fanszene, die glaube ich auch so ein eigenes Standing hat und auch eine eigene Wahrnehmung hat, wenn man zu Auswärtsspielen kommt. Gerade hier, du hast ja vorhin schon gesagt, ich bin, weil ich in Hamburg lebe, halt ganz oft bei diesen norddeutschen Spielen dabei und Sankt Pauli ist halt jedes Jahr irgendwie so ein Highlight, weil sich da irgendwie auch schon ein paar Freundschaften aufgebaut haben. Ich glaube, jeder von uns, Martin, Tobias, waren auch schon im Millerntoren-Podcast irgendwie eingeladen und haben da die Spielvorbetrachtung, Nachbetrachtung mit den Jungs da gemacht. Ja, und das wollen wir so ein bisschen hier aufnehmen. Unser Konzept ist dann etwas anders, aber kommen wir gleich dann noch drauf zu sprechen. Ja, dann würde ich sagen auch legen wir los und zeigen den oder werden den Hörerinnen und Hörern einfach mal unser Konzept nahebringen. Wie ihr am Anfang schon gehört habt, wir haben bisher noch gar keinen Namen. Da werden wir am Ende der Folge, der Pilotfolge, noch mal euch gern was mitgeben und noch mal auf unseren Namen zu sprechen kommen, den es so bisher noch nicht gibt. Aber vielleicht, Tobias, kannst du mal unseren Hörer aufzeigen, welches Konzept wir mit dem Podcast verfolgen oder vielleicht auch gerade mit der ersten Testfolge, mit der ersten Pilotfolge, die wir jetzt aufnehmen. Genau, also zum Allgemeinkonzept kannst du dann gerne was sagen und ich würde jetzt etwas zur ersten Folge sagen wollen. Und zwar, wir wollen heute einen Rückblick wagen auf die abgelaufene Saison. Wir wollen die Spiele im Schnelldurchlauf Revue passieren lassen und gerade auf jene insbesondere eingehen, wo wir einfach selber dabei waren. Wir wollen aber auch so ein bisschen gucken, wie hat es vor dieser Saison ausgesehen, also vor der Saison 2019, 2020, wollen entsprechend neuen Abgänge bewerten und wollen natürlich auch über den Weggang von Andre Meyer sprechen sowie über die Arbeit unseres jetzigen Cheftrainers Dirk Schuster. Aber Thomas, was ist denn jetzt das Konzept unseres Podcasts? Was soll uns denn besonders machen? Wir mit unserer gewissen Entfernung, glaube ich, können gewisse Dinge schon etwas nüchterner einschätzen. Ich glaube, wir sind recht gut vernetzt, auch in Freundeskreise, Bekanntenkreise, die auch in anderen Fan-Szenen irgendwie aktiv sind. Sind selbst, glaube ich, auch oft bei anderen Spielen von anderen Vereinen mit dabei. Nichtsdestotrotz hängt ja trotzdem bei uns dreien das große Herz an Wismut Aue und wir sind immer mit dabei. Also ihr gerade hauptsächlich auch bei vielen Heimspielen und Auswärtsspielen. Ich, wie gesagt, durch Familie und Beruf dann eher nur bei den norddeutschen Spielen mit dabei oder wenn ich mal zu Hause im Vogtland bin, dann vielleicht auch mal ein Heimspiel. Aber wir wollen, weil ich es vorhin so gesagt hatte, auch für Außenstehende, die vielleicht weniger Kontakt mit dem Verein haben, das Ganze einordnen. Das ist nicht mal so der Fokus. Also das wollen wir mitmachen und das ist auch uns wichtig, aber wir wollen natürlich in erster Linie euch Aue-Fans ansprechen und einfach da ein Medium bieten über eine gewisse kontinuierliche Sendung. Wir können uns vorstellen, so alle zwei, drei Wochen eine Sendung aufzunehmen. Die wird sicherlich auch nicht so lang wie diese erste Pilotfolge. Habt ihr schon gehört, Tobias hat es gesagt, wir wollen uns in dieser Pilotfolge mal der kompletten letzten Saison widmen, versuchen das auch schon etwas zu straffen, aber das wird sicherlich eine etwas längere Folge. Zukünftig können wir uns gut vorstellen, über eine halbe Stunde, dreiviertel Stunde, eine Stunde maximal, alle drei Wochen ungefähr mal auf die letzten Spiele zurückzublicken. Was ist passiert? Was ist rund um den Verein geschehen? Wo waren wir bei Spielen mit dabei und können vor Ort etwas berichten? Und entsprechend auch dann noch mal einen kleinen Ausblick auf die kommenden Spiele, die dann immer bei uns vor der Tür stehen, um da irgendwie noch mal ein Augenmerk drauf zu legen. Aber ich würde sagen, Jungs, lasst uns loslegen mit dem Saisonrückblick. Ich habe jetzt gar nicht auf die Uhr geguckt. Wir haben ja schon jetzt gerade die Anfangsrede einige Minuten gebraucht. Aber Hauptthema heute: Saisonrückblick 2019, 2020. Also ich glaube unverhohlen eine ganz besondere Saison, natürlich auch während Corona. Auf der anderen Seite auch für uns als Wismut-Fans eine ganz tolle und auch sehr zufriedenstellende Saison mit Platz sieben. Das hätte man vor der Saison gar nicht gedacht. Ich habe mir noch mal die Daten rausgesucht, wie wir die Saison zu '18 und '19 beendet haben. Wer sich noch erinnert, unter Daniel Meyer haben wir dort mit Platz 14, sagen wir mal, um einiges schlechter abgeschnitten als in dieser Saison. Kann mich aber auch noch erinnern, dass wir jetzt dennoch frühzeitig den Klassenerhalt damals gesichert haben. Also mussten nicht weder in die Relegation noch irgendwie am letzten Tag zittern. Das hat mit 40 Punkten dann schon ganz gut geklappt. Ich glaube, am vorletzten Spieltag waren wir dann auf jeden Fall gesichert. Abgestiegen ist ja mit Magdeburg ein großer ostdeutscher Traditionsverein, aber ansonsten noch Duisburg und Ingolstadt in der Relegation dann auch abgestiegen. Ich habe es mir noch aufgeschrieben, 32. Spieltag war irgendwie so sinnbildlich wie dieses Jahr. 32. Spieltag, drittletzter Spieltag haben wir in Regensburg gespielt und da haben wir vorletzte Saison 3:1 gewonnen. Testroet hat dann eines seiner 15 Tore gemacht, der auch so gefühlt der Mann der Saison zu '18 und '19 war und wir, denke ich, als Aue-Fans dann auch zufrieden in die Sommerpause gegangen sind. Zufrieden, weil für uns Aue-Fans ja erst mal immer der Klassenerhalt das Wichtigste ist. Das haben wir in dieser Saison auch gut geschafft mit Platz 14 und sind dann in die Sommerpause gegangen, die ja immer gekennzeichnet ist von Abgängen und Zugängen. Diesmal sogar auch eine gewisse Ergänzung auf der Trainerbank Mit dem Bruder von Daniel Meyer, Andre Meyer, haben wir ein Familienmitglied der Meyers mit in den Verein geholt, der, ich glaube, vorher in Luckenwalde war. Das ist doch eigentlich dein Metier, Martin, oder? Wo war Andre Meyer vorher? Andre Meyer war vorher bei Fürstenwalde. Bei Fürstenwalde. Fürstenwalde ist östlich von Berlin, Luckenwalde ist südlich von Berlin. Siehst du? Es ist sogar ein Geografie-Podcast jetzt hier mit dabei. Wir decken so viele Sachen ab. Genau, das ist, glaube ich, eine ganz spannende Geschichte, dass man hier den Bruder des Chefcoaches mit auf die Bank holt. Was dann danach in der Saison passiert, da werden wir kurz noch mal darauf eingehen. Aber Tobias, du hast dir die Zu- und Abgänge in der Sommerpause mal angeschaut. Genau, also sicherlich der teuerste Zugang kam von Dynamo Dresden, das war Sören Gonther. Man hatte ihn da ein bisschen mehr oder minder vom Hof gejagt. Er hatte dort bei den Fans in Iubbenstetten ein sehr gutes Standing, wurde immer als der zweite Pressesprecher so leicht verächtlich bezeichnet. Hat sich dann aber, glaube ich, ganz gut etabliert, auch in der Innenverteidigung. Auch geholt hatten wir den Nicolás Cesar, das ist ein Deutsch-Argentinier, der kam vom VfR Aalen, der, glaube ich, damals in der Regionalliga Südwest war. Offensiver Mittelfeldspieler, der sich aber nicht durchsetzen konnte. Also der, glaube ich, so gut wie gar nicht gespielt hat. Auch geholt hatten wir den Eric Majetschak von RB Leipzig U19 und er war aber eine Zeit verletzt und auch schon bei seiner Vorstellung hat man gesagt, dass es eher jemand für die Zukunft ist, weil er auch erst 19 Jahre alt ist. Ein ganz wichtiger Transfer, den aber praktisch der Präsident selber getätigt hat, das war Marco Mihajlović. Den haben sie sich vom PAOK Saloniki geholt und er ist für mich auch einer der entscheidenden Spieler der Saison. Er ist ein unglaublich starker Zweikämpfer, hat da unglaublich viel Ordnung, unglaublich viel Ruhe reingebracht und ich denke, dass wir gerade dem Marco Mihajlović ganz viele Punkte zu verdanken haben. Und der kam auch, glaube ich, gar nicht erst am Anfang der Saison, sondern so ein kleines bisschen später. Dann hatten wir auch noch den Hikmet Ciftci geholt. Das ist ein Deutsch-Türke, den hat Meyer geholt von der Kaderspieler Köln. Kam von Köln zwei aus der Regionalliga West und das hat am Ende auch nicht so durchsetzen können, hat den Verein dann ja auch wieder verlassen. Auch ein ganz wichtiger Transfer war der Däne Jacob Rasmussen, der kam vom AC Florenz, kam zur Halbserie und hat da auch seine Sache richtig gut gemacht in der Innenverteidigung. Es wäre schön, wenn wir den für ein Stück weit für die neue Saison noch mal binden könnten. Also das ist wirklich ein Qualitätsspieler für Aue-Verhältnisse gewesen, der auch wirklich diesen Glamour des internationalen Fußballs nach Aue gebracht hat. Auch mitgenommen hatten wir, glaube ich, den Christoph Daferner vom SC Freiburg. Der wurde gerne eingewechselt und das ist ein Stürmer, 21 Jahre jung und ist, glaube ich, etwas schon noch unter den Erwartungen geblieben. Nicht zu vergessen ist Nećas Kupusović, ein 18-jähriger Stürmer. Hat einmal getroffen, wenn ich mich recht entsinne, ist eine Laie von Roter Stern gewesen und ist dann aber auch wieder aus der Aue-Versenkung verschwunden. Nicht zu vergessen sind natürlich die Neuzugänge aus der eigenen Jugend, nämlich Niklas Jack und der Paul Horschig, jeweils aus der U19 und natürlich auch der Sascha Härtel, der natürlich wiedergekommen war vom SV Lotte, der aber direkt nach Zwickau weiter verborgt worden ist. Luke Hemmerich kam auch zurück, aber der ist direkt dann wieder verkauft worden nach Würzburg. Spannender sind eigentlich fast schon die Abgänge, würde ich sagen. Und zwar, wie gesagt, Hikmet Ciftci hat uns wieder zur Halbserie verlassen. Robert Herrmann, das ist ein ganz spannender Mann, den hatten unsere Würzburger Kickers ausgeliehen. Hat dort eine bombenstarke Drittligasaison gespielt, glaube ich mit drei Toren und sieben Vorlagen und der wird auch wieder zurückkommen und wird sicherlich da auch seinen Platz als linker Außenbahnspieler finden. Genau, endgültig weggegangen ist der Luke Hemmerich und der Maximilian Schlosser, der zum VfB Auerbach gegangen ist. Genau, selbiges gilt natürlich auch für Paul Horschig, der ist auch zum VfB Auerbach gegangen. Persönlich schade fand ich, dass uns Mario Quasitch verlassen hatte. Der ist zum Magdeburg gegangen in die dritte Liga, war dort aber viel verletzt und konnte die dort in ihn gesetzten Erwartungen eigentlich nie so wirklich ganz erfüllen. Genau, verlassen hat uns eben- Alles richtig gemacht, oder? Tobias. Wie meinst du das? Na ja. Sagen wir mal, natürlich schon eine persönliche Beziehung und er hat auch schon gute Spiele in Aue gemacht. Tatsächlich, für mich war es natürlich, er war ein Zweitligaspieler, aber hat natürlich bei uns auch immer so zwischen Bank und erster Elf hin- und hergeschwankt. Und jetzt so rückblickend, man wünscht ihm natürlich nur das Beste, aber jetzt rückblickend kann man ja als Verein schon sagen, in dieser Saison hätte er uns wahrscheinlich sehr wenig geholfen und dann ja auch gut, dass er dann die Chance in Magdeburg bekommen hat, sich leider verletzt hat, aber als Verein würde ich jetzt mal sagen, haben wir da schon alles richtig gemacht. Auch insgesamt würde ich ganz gerne noch mal auf die Transferpolitik eingehen. Ich glaube, das war doch letzte Sommerpause, wo auch von Helge Leonhard so etwas die Devise ausgegeben wurde, wir versuchen taktisch jetzt so vorzugehen bei Spielerkäufen, dass wir weniger auf einen tatsächlichen Kauf gehen, sondern viele Spieler ausleihen. Und das war ja gekennzeichnet. Du hast ja jetzt einige Minuten 18-, 19-, 20-Jährige aufgezählt, die im Zweifel dann mal insgesamt zehn Minuten in der Saison gespielt haben. Ich muss sagen, vor der Saison hat mir das Konzept eigentlich ganz gut gefallen. Also die Idee, Spieler auszuleihen, im besten Fall noch eine Kaufoption mit dabei zu haben. Natürlich hat man bei einer Vielzahl von Spielern dann auch die Gehälter zu zahlen, aber mit 18-, 19-, 20-Jährigen, glaube ich, ist es noch überschaubar und finde ich immer noch eine gute Taktik, da zu sagen, okay, wenn von den drei, vier, fünf Nachwuchsspielern irgendwie ein, zwei einschlagen und man noch eine Kaufoption hat, ist das eigentlich ganz gut gelaufen. Ich glaube, dieses Jahr wird es anders, weil Corona einfach den ganzen Transfermarkt durcheinanderwirbelt. Aber in der letzten Saison, in der letzten Sommerpause fand ich das eigentlich einen ganz guten Zug von Helge. Das stimmt. Letztlich gesehen, das ist mir auch in der Analyse noch einmal aufgefallen, haben von den Neuzugängen, die gekommen sind, kaum welche eingeschlagen. Wir hatten natürlich den Sören Gontar, wir hatten den Jakob Rasmussen und wir hatten den Marco Mihajlović, die wirklich ihre Sache sehr gut gemacht hatten, aber gerade solche Nedjisk Kupusiewicz oder der Ferner, die sind einfach ein Stück weit auch unter den Erwartungen geblieben. Aber das sind ja genau diese 18, 19, 20-Jährigen, wo du sagst, wenn es klappt, dann klappt es und wenn nicht, dann nicht. Ich finde, gerade in der Defensive, jetzt mit Ausfall von Breitkreutz, war es schon wichtig, sich in der Defensive zu verstärken und auch da muss man natürlich erst einmal das Glück und Geschick haben, da geeignete Leute zu holen. Und ich glaube, das kann man mal wieder sagen, das hatte der Verein tatsächlich, mit Mihajlović, glaube ich, einen Top-Mann zu holen. Kommen wir vielleicht am Ende der Saison, wenn wir die Spieler uns noch einmal angucken, darauf, warum er nicht gespielt hat oder einfach, dass er nicht mehr gespielt hat. Aber ich fand ihn überragend in der Hinserie und ich glaube, der wird auch seinen Weg machen, wenn er verletzungsfrei ist, in welcher europäischen Liga auch immer. Ist wahrscheinlich kein Top-Mann, aber trotzdem ist es, glaube ich, ein Defensivspezialist, den man sicher bei dem einen oder anderen europäischen Verein dann noch sehen wird. Ich fand ihn gerade echt super und Gontar ist auch jemand, wo du eben sagst, das ist eben gerade kein 18, 19-Jähriger und den kannst du gut holen, weil du dir einfach sicher bist, der bringt eine gewisse Konstanz hinein. Der kennt die zweite Liga, der ist gewitzt und getrickst, der kann sich hineinstellen, kennt die Gegenspieler und das ist absolut kein Risiko gewesen, diesen Typen zu holen und natürlich ein bisschen Glück gehabt dann, dass er sich jetzt nicht irgendwie groß verletzt hat. Und natürlich hat er auch ein paar Schnitzer dann im Laufe der Saison darin gehabt, aber wir sind nun mal das Mut Aue und kein HSV, die um den Aufstieg mitspielen. Ja, das stimmt. Also Sören Gontar hat wirklich sehr gute Spiele gemacht und ich glaube, der hat relativ viele Elfmeter auch verursacht. Ich glaube, so fünf. Also wenn ich jetzt mal ganz roundabout zähle, aber da war ja auch nur das Ende von einer Fehlerkette. Aber es gibt einen Abgang, um den ich persönlich sehr getrauert habe, und zwar das ist Emmanuel Iyoha. Das ist der, der Saison davor wirklich bombenmäßig sich entwickelt hatte, der einfach superschnell war, der superschnell über die Außenbahn kommen konnte, der ein super Stellungsspiel hatte, der auch ein bisschen Bums im Schuss hatte. Das ist schade, aber ich weiß schon, was du meinst. Du hoffst natürlich immer, dass du ein paar Emmanuel Iyohas dabei hast, aber die Trefferwahrscheinlichkeit ist halt auch nur gegeben, weil wenn ich mal weiter aufzähle, wer auch dann noch den Verein verlassen hat, ist zum Beispiel der Ole Käuper, der mit ganz vielen Vorschusslorbeeren von Dada Prem gekommen ist, der sich aber überhaupt nicht mit dem Verein so wirklich identifizieren konnte anscheinend und dann auch wieder sehr früh gegangen ist und dann glaube ich zu Jena gegangen ist und dort abgestiegen ist. Genau. Und nicht zu vergessen- Vor allen Dingen wurde er da suspendiert, durfte in der zweiten Mannschaft spielen und dann wurde er vom neuen Trainer wieder ins Profiteam geholt. Also er hat in Jena auch keine große Rolle gespielt. Das ist richtig. Ich kenne jetzt den Ole Käuper nicht, aber das hört sich so von der Ferne eher so nach einem leichten Einstellungsproblem an. Nicht unterschlagen möchte ich übrigens bei den Abgängen noch den Jan Kral, der seine Sache in der Rückrunde in der Saison davor eigentlich ganz gut gemacht hatte. Auch immer wieder mit Schnitzern, aber hey, der war damals 19, 20. Wer macht mit 19, 20 keine Fehler? Genau. Das stimmt. Ja gut. Das heißt aber, wenn ich mich jetzt noch mal zurückerinnere, ich war recht zufrieden mit dem Transfergeschehen. Ich hatte gehofft, dass die Mannschaft gut verstärkt wurde und habe mich tatsächlich schon wieder sehr auf die neue Saison gefreut. Wie ging es euch damals? Könnt ihr euch noch erinnern? Ja, ich hätte mich auch sehr gefreut. Ich hatte sie auch bei einem ganz kleinen Testspiel gesehen. Das war so ein ganz kleiner Waldplatz. Also das war so richtig Fußball von früher. Du hast irgendwie auf dem Moos gesessen und du hast dir mal die ganzen neuen Spieler angeguckt und hast sie gesehen und warst dann auch guter Dinge, aber ich bin natürlich immer, wenn bei Aue eine Saison startet, super nervös und super aufgeregt und gucke immer, wie so der Start dann einfach auch ist. War gegen Auerbach in Neustadt, oder? Wenn es nach einem Moosplatz klingt. Nein, das war noch kleiner. Also das war das allererste Spiel. Ich recherchiere noch mal ganz kurz nebenbei, wie es war, aber es war ein ganz kleiner Platz. Ach so, die Testspiele stehen hier gar nicht mit bei. Aber es war ein ganz kleiner Platz und Aue hat doch immer diese schöne Eigenschaft, also in der Vor-Corona-Zeit immer zu einem ganz kleinen Dorfverein zu fahren. Ja. Und dieser Verein hatte gewonnen und das war wirklich großartig und dann läuft er danach immer noch über das Spiel und redet noch mal mit den Spielern, soweit es eben möglich ist. Und da habe ich sie gesehen und dachte- Das war Blau-Weiß Olbernhau. Olbernhau, genau. Sehr gut. Danke Martin. Genau, Olbernhau. Das war wirklich mitten im Wald und da habe ich die Mannschaft gesehen und habe gedacht: „Okay, das könnte was werden.“ Wer Olbernhau schlägt, der schlägt auch den HSV. Genau. Und bei mir war es so, ich war in Cottbus in der Vorbereitung und habe mir das Spiel bei Energie Cottbus angesehen. Es waren so anderthalb tausend Zuschauer. Schöner Sommerkick. Nachdem ich auch das letzte Spiel in Regensburg mir angeguckt hatte, wo dann der Klassenerhalt ja auch klar gemacht wurde und irgendwie so die Saison schön ausgeklungen ist. Also ich kann schon sagen- Wie ging das Spiel gegen Cottbus aus? In Cottbus hat Aue drei zu zwei gewonnen und es war ein munteres Spiel. Testroð hat ein super Tor gemacht und es war schon so ein bisschen auch sinnbildlich, wie die Saison dann zu erwarten war. Viel Kampf, aber munter. Ja, egal wie es ausgeht, wir schießen vorne ein Tor mehr als der Gegner bei uns. Genau. Ja, dann starten wir in der Saison. Ich habe mal geguckt, Ende Juli ging es damals schon los, Juli 2019. Niemand hätte erwartet, wie die Saison endet und vor allen Dingen, wann sie endet. Ich glaube, 28. Juli sind wir zum ersten Spiel nach Fürth gefahren. Sag doch mal, wie das Spiel ausging. Nein, ich sage es dir. Aue hat natürlich gewonnen, das weiß ja jeder, weil es eines der zwei Auswärtssiege war. Aber ich glaube, du hast das Spiel vorbereitet. Wir haben die Spiele etwas unter uns aufgeteilt. Ja, erster Spieltag gegen Greuther Fürth auswärts zwei zu null gewonnen. Dazu gibt es aber zu sagen, dass der Spielverlauf gar nicht so eindeutig war, wie das Ergebnis klingt. Greuther Fürth hatte auch seine Chancen, eigentlich am Anfang sogar die besseren Chancen und Aue geht dann in der 25. Minute durch Nazarov in Führung und hangelt sich dann so ein bisschen bis zur 90. Minute durch, wo Hochscheit dann mit einem Konter für die Entscheidung sorgt. In der Nachspielzeit hatte man sogar noch die Chance, das drei zu null zu machen und zum Spiel muss man dazu sagen, dass das Ergebnis schon verdient ist, aber Aue natürlich auch sehr stark davon profitiert hat, dass Martin Männel sehr stark war auf der Linie und er dann auch das zu null so ein bisschen festgehalten hat und am Ende ist es dann trotzdem ein verdienter Sieg. Natürlich auch wieder in Fürth mit vielen Aue-Zuschauern. Über anderthalb Tausend Aue von den fast 10.000 Zuschauern aus Aue, also auch immer ein starker Support auf dem Rang. Das nächste Spiel war dann gegen Wehen Wiesbaden. Da konnte man den Schwung auf jeden Fall mitnehmen. Da war ich auch vor Ort. Da gab es eine sehr schöne Choreo am Anfang. Die Leute werden sich vielleicht erinnern, es war ein Schal vor der ganzen Westtribüne, der auch dann als Poster oder so etwas verkauft wurde oder auch Teil von so einer Kampagne war, von der Kumpelverein-Kampagne. Spielerisch auf jeden Fall kein Leckerbissen, sondern sehr kampfbetontes Spiel. Man hatte natürlich auch den Aufsteiger Wehen Wiesbaden zu Gast, die sich auch sehr gut geschlagen haben, vielleicht sogar auch besser waren, aber die Zweitliga-Erfahrung hat sich schon durchgesetzt. Also der Spielverlauf ist da auch ein bisschen tückisch gewesen. Man hat zwei zu null geführt nach 35 Minuten, kassiert dann kurz vor der Pause das zwei zu eins und das drei zu eins fällt dann aber erst acht Minuten vor Schluss. Und schließlich kommt dann Wehen noch mal mit einem Konter ganz kurz vor Schluss noch mal daran. Entschuldigung, mit einem Anschlusstreffer noch mal ganz kurz vor Schluss daran. Aber trotzdem auch schon wieder systematisch. Also einfach diese zwei Spiele, so wie du es gesagt hast, so haben es glaube ich viele von uns wahrgenommen. Du gewinnst schon etwas glücklich in Fürth, bist aber froh, dann auch am ersten Spieltag gerade mal mit einem Auswärtssieg dann gleich zu starten. Dann hast du einen Aufsteiger zu Hause, wo du auch auf dem Blatt Papier eher klar gewinnst, aber wenn du dabei warst oder das Spiel gesehen hast, ist es eher doch auch jetzt nicht so überzeugend, aber im Endeffekt hast du nach zwei Spielen halt sechs Punkte und ich glaube, das macht viel auch mit den Spielern oder mit dem Verein insgesamt, auch mit den Fans, wenn du einfach mit so einem Flow mit zwei Siegen in so eine Saison gehst und jetzt ist es vielleicht Küchenpsychologie oder Tobias, du kannst es vielleicht dann trotzdem sagen, aber insgesamt glaube ich schon, dass man es vielleicht anhand dieser zwei Spiele vielleicht schon festmachen kann, dass du, wenn du merkst, am Anfang der Saison, das läuft irgendwie und selbst wenn du irgendwie spielerisch dann doch ein paar Defizite hast, du mit Einzelspielern von hinten Männel bis nach vorne dann irgendwie Hochscheit, Testroet, Krüger Leute hast, die super drauf sind, glaube ich, kannst du auf dieser Welle dann einfach schon reiten und man sieht es ja so am Tabellenverlauf. Das kann man jetzt schon mal vorwegnehmen. Da ist Aue Zweiter gewesen. Genau. Genau. Ich glaube, das hat schon viel dann für die Mannschaft getan, dass man da ein Selbstbewusstsein schon bei diesen ersten Spielen aufbaut, um dann so durch die Saison durchzugehen. Und man kann das natürlich immer so erst nachträglich dann irgendwie so sehen, ob es wirklich so stimmt, sei mal dahingestellt, aber irgendwie schon allein diese zwei ersten Spiele finde ich ganz symptomatisch für die restliche Saison, wo es zwar ein Auf und Ab war, aber man doch immer da war, wenn man irgendwie Punkte gebraucht hat und fast immer in der oberen Hälfte war. Ich glaube, das Heimspiel ist ja fast exemplarisch für die ganze Saison. Selbst wenn man schlechter ist spielerisch, man holt es einfach über den Kampf oder auch über den Willen, die Keilschneuzigkeit. Und dazu, zu dem Heimspiel gibt es ja auch noch zu sagen, gegen Wehen, dass Daniel Meyer schon gar nicht mehr auf der Bank saß, sondern sein Bruder da übernommen hatte und ja dann auch schon die Spekulationen begannen, was da los ist. Ja, und das hat sich ja dann auch in der nächsten Woche im DFB-Pokal fortgesetzt. Da hat Aue, ja, eins zu vier gewonnen bei Wacker Nordhausen und da war der Kommentar in der Sportschau dann dazu: „Daniel Meyer zurück an der Seitenlinie. Meyer fehlte wegen eines tragischen Todesfalls in seiner Familie." Wie sich dann ja später auch herausstellte, ein anderer Kommentar dazu war dann, es gab Differenzen zwischen Präsidenten und Meyer. Wir brauchen jetzt an der Stelle auch nicht spekulieren, wo dann wirklich die Ursachen liegen. Aber wie auch immer, der Saisonstart war ja schon auch von der Trainerfrage sehr stark überlagert. Genau. Zum Spiel kann man sagen, auch eigentlich nicht untypisch, der Underdog geht in Führung. In der ersten Halbzeit ist er eigentlich auch besser. Kurz vor der Pause fällt dann der Ausgleich durch Baumgart, der auch einen sehr starken Saisonstart gemacht hat, der Tom Baumgart. Und in der zweiten Halbzeit dreht dann Aue einfach auf, also Hochscheit und Testroet hervorragend im Spiel. Nordhausen hatten auch noch das Problem, dass der Kapitän mit einer gelb-roten Karte vom Platz geflogen ist nach einem schon ziemlich harten Einstieg da an der- Im Mittelfeld. Das ist dann aber auch die Kaltschnäuzigkeit, die diese Saison dann da war. In früheren Zeiten wäre man da wahrscheinlich ausgeschieden. Wir haben ja viele Erstrunden-Spiele schon mitgemacht und da ist Aue ja auch oft gegen die unterklassigen Vereine rausgeflogen, Osnabrück oder Wehen. Eigentlich hat man in der ersten Runde ja selten geglänzt. Tobias und ich, wir waren auch da. Es war auch ein sehr schöner Samstag. Also 15:30 Uhr, hat man ja auch selten, dass man mal 15:30 Uhr spielt und nicht schon um 13:00 Uhr am Samstag. Wir haben noch eine Geburtstagsfeier gefeiert und es war schon ein sehr runder Auswärtstag und auch ein ziemlich starker Auftritt vom Spielerischen, aber auch von den Fans. Da waren bestimmt 1.000 Aue im Gästeblock oder so. Das war schon auch ein guter Auftritt. An das Spiel kann ich mich erst erinnern, stimmt, weil wir deinen Geburtstag gefeiert hatten, aber auch zum Beispiel, weil es unglaublich heiß an diesem Tag war und einigen war auch am Ende des Spiels, einigen Fans aber auch das ganze Bier und die ganze Sonne auf den Kopf irgendwie nicht so ganz bekommen. Es ist dann zu einer größeren Auseinandersetzung zwischen den Aue-Fans gekommen. Da kann ich mich noch ganz gut daran erinnern. Und als wir jetzt praktisch zurücklaufen wollten, konnten wir den Weg nicht mehr zurücklaufen, weil da 1.000 gewaltbereite Fans gestanden sind. Und wir sind dann, glaube ich, durch den Wald zurückgelaufen und haben dann irgendwie unseren Zug verpasst und sind einmal quer durch Nordhausen gelaufen, an dieser Schnapsfabrik unter anderem vorbei und haben dann, glaube ich, den letzten Zug dann noch mal zurückgenommen. Daran kann ich mich noch gut erinnern. Durch den Wald gejagt von Nordhäuser Hooligans. Beziehungsweise die Nordhäuser Hooligans in Anführungszeichen wurden praktisch von der Polizei ferngehalten. Wir mussten dann durch den Wald gehen, wo eben gerade keine Polizei war, um irgendwie zu diesem Bahnhof zu kommen. Ja. Aber unterm Strich gewonnen, zwei Siege in der Liga und im Pokal weiter. Alles top. Und dann kann ich mich noch daran erinnern, kommt es jetzt nach dem Spiel, Martin, oder war es jetzt vor dem Spiel, diese Trainerdiskussion, die ja schon lief. Du hast es ja angesprochen. Sie kommt eigentlich mit dem Spiel. Daniel Meyer ist dann wieder zurück in Bielefeld auf der Bank, saß dann wieder auf der Bank und wir dachten, es geht auf eine Trennung hinaus. Ich habe es auch damals dann so geschrieben. Ich war auch vor Ort, irgendwie war die Stimmung ein bisschen komisch, weil eigentlich hat man an dem Tag die Chance, in die Tabellenführung zu springen und trotzdem alles ein bisschen merkwürdig, auch unter dem Eindruck, dass Daniel Meyer dann vielleicht gehen muss. Interessant noch: Es war Bielefelds erster Sieg in der Saison. Die haben die ersten beiden Spiele nicht gewonnen. Da habe ich ein-, zweimal unentschieden gespielt und trotzdem vor dem Spiel schon die Diskussion geführt. Also ich jetzt, ob sie nicht vielleicht dieses Jahr aufsteigen, weil sie hatten schon eine bockstarke Mannschaft und haben jetzt über mehrere Jahre die Mannschaft aufgebaut, wie sie sich zusammengestellt hat. Und im Spielverlauf sieht man ja auch, Voglsammer und Klos haben natürlich beide auch getroffen. So ein bisschen das geniale Duo im Bielefelder Angriff. Zum Spielverlauf gibt es eigentlich relativ wenig zu sagen. Es gab am Anfang zwei Chancen von Aue und dann geht Arminia 2:0 in Führung. 60. Minute, kurz vor Schluss kommt Aue noch mal ran durch Daferner, viertel Stunde vor Schluss und am Ende gibt es dann noch mal einen selten dämlichen Foulelfmeter, der dann den Zwei-Tore-Abstand auch wieder herstellt. Klos auf jeden Fall auch Spieler des Spiels. Wenn man so sagen will, den typischen oder würde ich fast sogar sagen, die beste Mannschaft der Saison, weil sie auch Erster geworden sind. So klar war es dann tatsächlich gegen uns auch nicht, gerade auswärts. Dann 76. Minute 2:1, kann ich mich auch noch erinnern. Da war dann schon natürlich das Spiel auch wieder offen und dann mit einem Foulelfmeter das dann doch kurz vor Schluss dann irgendwie zu entscheiden. So überzeugend war das dann von Bielefeld so nicht. Nichtsdestotrotz haben sich dann doch etwas die weiteren Saisonverläufe voneinander entfernt, aber auch da konnte man tatsächlich ja auch eher zufrieden als Aue-Fan herausgehen, zu sagen, irgendwann verlierst du mal das erste Spiel. Ich war sogar eher enttäuscht, muss ich zugeben. Ich dachte schon so, jetzt muss eigentlich mal dieser Traumstart weitergehen und dann reitet man diese Welle und dann war ja auch schon absehbar, nächste Woche spielst du noch gegen Stuttgart und willst jetzt nicht wieder die nächste Delle haben nach den ersten drei Spielen. Für mich war das fast zu wenig, dass du da nicht einen Punkt holst, auch wenn Bielefeld natürlich jetzt im Nachhinein, also aus der heutigen Perspektive, eine Bombensaison gespielt hat und ich damals auch schon zum Kollegen, der mit war, gesagt habe, die können dieses Jahr aufsteigen, weil die zweite Liga ist halt einfach ausgeglichen und Stuttgart und HSV sind halt Stuttgart und HSV und da ist ja klar, dass nicht beide das ziehen. Es war ja schon auch im Aufstiegsrennen eine ziemlich erwartbare Saison. Man sieht Martin, schon der Fußballexperte und hat vorher gesehen, dass Bielefeld nicht aufsteigen wird. Ja und das nächste Spiel von Aue war dann ja auch gegen Stuttgart und das ist eigentlich 0:0, hervorragendes Ergebnis. Rote Karte für Borna Sosa in der 67. Minute. Könnte man jetzt argumentieren, da hätte man vielleicht sogar noch in Überzahl mehr holen können. Aber natürlich, die Gäste hatten 74 % Ballbesitz und Martin Männel war der beste Spieler. Das ist wirklich Auer Beton gewesen gegen VfB-Abwehr und Männel hat auch noch hervorragend gegen Klement, zum Beispiel Philipp Klement, der von Paderborn kam, geklärt und an Chancen gab es jetzt auf unserer Seite nicht viel. Und dazu muss man natürlich auch sagen, dass da schon wieder der nächste Trainer an der Linie stand, nämlich Marc Hensel interimsweise und der Sohn hat dann kommentiert: „Leonhard lässt erst mal den Trainer austauschen. Nach internen Differenzen mit Daniel Meyer steht Marc Hensel an der Linie.“ So viel zu dem Thema. Das heißt, da war Schuster auch noch nicht da beim Stuttgart-Spiel, sondern kam dann erst zum nächsten Spiel, oder? Richtig, Schuster wurde vor dem Spiel bei Holstein Kiel vorgestellt. Holstein Kiel, das Spiel endete 1:1. Dazu muss man zum Spielverlauf aber eigentlich sagen, da war das 1:1 ein bisschen zu wenig, weil Aue hat nach der Halbzeit die Führung erzielt und dann ist aber weiter noch einen Elfmeter verschossen in der 54. Minute. Dann kassierst du eine Viertelstunde vor Schluss den Ausgleich und machst noch in der letzten Minute der Nachspielzeit noch ein Abseitstor und wo dann der Videoassistent das abpfeift und sonst wäre es natürlich noch mal ein besserer Saisonstart oder noch ein besserer Einstand für die Schuster gewesen. Wobei man aber auch sagen muss, dass Illua in der 60. Minute den Innenpfosten trifft und Kiel also auch einige Chancen hatte und das 1:1 dann wahrscheinlich unter dem Strich schon in Ordnung geht. Ja, kann ich mich auch noch ganz gut erinnern, weil das mich schon doppelt genervt hat. A, weil man tatsächlich drauf und dran war, auch in Kiel zu gewinnen und dann sich wirklich echt obendran festzubeißen und zum anderen, dass ich bei dem Spiel leider nicht dabei war, obwohl es jetzt in Kiel war und ich aber leider so nicht hinfahren konnte. Auch mit dem Hinblick, da kommen ja einige andere Spiele hier in Norddeutschland noch auf mich zu, was dann vielleicht in der Rückrunde dann so auch nicht mehr der Fall war. Jetzt rückblickend echt ärgerlich, dass ich da nicht mit dabei war. Ich glaube, Martin, du findest ja das Stadion nicht so dolle und aktuell wird es ja auch umgebaut. Ich kenne Kiel so ganz gut, auch so von der Stadt her. War da oft auch unterwegs und habe auch ein paar Freunde und auch schon im Stadion mit denen gewesen. Ich finde Kiel immer so ganz cool, so mit Ostsee-Atmosphäre und so ein bisschen Touri-Atmosphäre, finde ich es immer irgendwie ganz nett, aber auch in meiner Sozialisation, wo ich ja nicht so viele Spiele tatsächlich besuchen kann. Tobias, warst du schon mal in Kiel? Ja, ich war auch schon mal in Kiel und zwar in der Saison davor, als glaube ich Kakuta Allure irgendwie binnen von zwei Minuten dann erst das 2:1 und dann spielt das 2:2 mal und da kann ich mich noch gut daran erinnern, weil die Gästetribüne einfach so ganz furchtbar ist und du irgendwie komplett im Regen stehst und komplett im Wind stehst und auch kein Dach damals hattest und das fand ich alles immer super unangenehm in Kiel, obwohl Kiel an für sich eine schöne Stadt ist. Das ist ja jetzt neu gemacht. Es regnet auch regelmäßig in Kiel. Es stürmt regelmäßig in Kiel, ganz egal, ob du, wie jetzt hier Anfang September, 1. September spielst oder im November oder im Frühjahr spielst. Es ist einfach immer das gleiche Regenwetter und Wind und Sturm. Aber auf der einen Seite, wir wollten ja mitunter auch manch traditionellen Fußball zurück haben und früher stand man dann eben gerade als Gästefan in dieser halbrunden Kurve im Regen und hat sich dann das Spiel angeguckt. Heute wurde das Stadion umgebaut, ich glaube auch komplett überdacht, was es ja heutzutage auch sein muss. Bei dem 2:2, was du ansprachst, war ich auch da und jetzt letzte Saison, wo wir, glaube ich, 4:1, 5:1 verloren haben, war ich auch da. Da sind schon die Gästefans in die Gegengerade unter die Dachfläche gedrückt worden oder reingepresst worden. Jetzt hat man halt im Zweifel wieder so einen Betonbau wie alle anderen. Finde ich tatsächlich schon ein bisschen schade, aber mal gucken, wie es nächstes Jahr ist. Wie ging es denn weiter in der Saison, Martin? Machen wir weiter mit Aue gegen Osnabrück. Das war auch ein überragendes 1:0. Tom Baumgart schießt in der 40. Minute die Führung. Aue natürlich eine erste gute Halbzeit, klare Feldvorteile, hat dann aber das Problem, dass Rizutto auch in der 75. Minute vom Platz fliegt mit Gelb-Rot und Osnabrück schafft es dann in der Folge nicht, aus der Dominanz und auch aus der Überzahl etwas zu machen. Am Ende steht dann, ist ja schon fast ein klassischer Aue-Sieg mit einem 1:0. Der Rizutto, ich bezeichne den aber gerne als unseren italienischen Terrier. Irgendwie fallen mir, glaube ich, ganz wenig Spiele ein, wo Rizutto keine gelbe Karte gesehen hat. Also der ist halt immer so ein kleiner Wadenbeißer, der ist immer so ein bisschen hinten dran noch mit und ich glaube, der ist die Saison zwei oder drei Mal vom Platz geflogen. Ich weiß es gerade nicht ganz genau, aber trotzdem ist es ein wichtiger Spieler, weil es auch so ein richtiger Mentalitätsspieler irgendwie auch ist, der vielleicht aber dann mal so spielerische Defizite einfach auch durch Kampf und Leidenschaft immer ganz gut kompensieren kann. Nächstes Spiel war dann HSV gegen Aue. 44.000 Zuschauer, also auch deutlich weniger Zuschauer als im Jahr davor, wo ja auch der Gästeblock, glaube ich, 8.000 Zuschauer hatte. Und ja, HSV hatte vorher das Derby verloren gegen Sankt Pauli und das klingt natürlich ein 4:0 auch überragender, als es dann wirklich war. Ich habe mir das Spiel noch mal in der Zusammenfassung angeguckt und der HSV hat wirklich seine ersten drei bis vier Chancen auch genutzt. Also das Ergebnis ist deutlich klarer als der HSV gespielt hat. Natürlich Vom Ballbesitz HSV auch komplett überlegen, aber ich weiß, dass das Spiel auch oft HSV-Seiten oft dazu benutzt wird, so eine Dominanzvorstellung zu diskutieren, aber das war es dann im Großen und Ganzen eigentlich nicht. Sie waren weniger dominant, als das Ergebnis vermuten lässt oder auch weniger überzeugend, sollen wir mal so sagen, weil viele HSV-Tore fielen einfach auch nach langen Bällen von Rick van Drongelen. Und eigentlich ist so die Frage, ob dann man mit dem Anspruch vom HSV auch so das Spiel aufziehen muss, müsste. Ich weiß nicht, ob jemand von euch vor Ort war. Ja, ich war natürlich dabei. Hamburger Spiele sind natürlich Pflicht. Ich war dabei, wie im Vorjahr auch schon. Genau, Martin, du warst nicht dabei. Tobias, du auch nicht, oder? Ich auch nicht dabei, nein. Genau, immer natürlich ein Highlight, auch gerade, wenn man sich so vorstellt, dass ich jetzt schon seit ein paar Jahren hier in Hamburg bin und natürlich auch viele Kollegen, Kolleginnen habe, die HSV-Fans sind. Das heißt, schon irgendwie die Woche davor haut man sich dann die Sprüche in den Kopf und mit Aue zum großen HSV in den Volkspark zu fahren, die immer noch gedanklich eher Champions League spielen als zweite Liga spielen. Immer super. Natürlich auch super, mit vielen Gästefans dann in diesem Gästeblock zu stehen. Im letzten Jahr, also vorletzte Saison, ein super eins eins geholt. Vielleicht spielerisch gar nicht mal so anders wie jetzt in dieser Saison, aber da sieht man mal wieder, wie der Fußball läuft. Du musst mit etwas Glück hinten verteidigen und vielleicht mit Glück etwas vorne auch mal reinhauen. Dann holst du auch mal einen Punkt wie letztes Jahr, wo ich mich danach an nicht mehr viel erinnern kann. Dieses Jahr war es dann schon ein bisschen anders, weil, Manu hast du gesagt, relativ schnell klar war, in welche Richtung es geht und tatsächlich dieses Jahr der HSV einfach seine Chancen genutzt hat und wirklich Aue wenig Chancen dann hatte, aber im Endeffekt das ja eigentlich das Ergebnis war, was man im Zweifel erwartet, wenn man als Erzgebirge Aue zum HSV fährt. Gerade da auch, ich glaube, Aue beziehungsweise der HSV in der Zeit auch ganz oben war in der Tabelle, Platz zwei. Stuttgart war noch einen Punkt weiter vorne, aber da war halt auch schon klar, okay, das kann man auch abhaken und kann trotzdem das Spiel genießen, was dann auch super war. Kann mich nur noch an eine Szene erinnern. Beim Rausgehen bin ich irgendwie von so einem Typen im Torsteiner-T-Shirt angemacht worden, dass ich ihn irgendwie angerempelt hätte. Das kann ich mich irgendwie noch etwas bildhaft erinnern. Aber danach ist man nach Hause gefahren und war etwas gefrustet über die doch hohe Niederlage und hat sich den einen oder anderen Spruch dann im Büro anhören müssen, aber das hat man dann halt eher mit einem Schulterzucken dann in den Ohren genommen. Dafür ging es mit einem weiteren ab auf jeden Fall weiter. Es stand nämlich das Sachsen-Derby an. Schon eine Woche später am Sonntag. Dynamo Dresden geht früh in Führung durch Kone. Kone hat schon seinen fünften Treffer erzielt am achten Spieltag und hätte auch fast noch ein zweites Tor erzielt. Also Dynamo zu der Zeit auf jeden Fall noch top in Form. Also gar nicht absehbar, dass sie irgendwie so tief in den Schlamassel reinrutschen. 100. Zweitliga-Sieg von Aue und natürlich mit dem vier eins ein prestigeträchtiger Sieg. Also vom Spielverlauf, Nazarov macht das eins eins durch einen Elfmeter. Kurz vor der Halbzeit gibt von Nazarov das zwei zu eins in der Nachspielzeit von Testroet, auch ehemaliger Dynamo, durch einen Kopfball das drei zu eins und Testroet hat dann auch den Deckel drauf gemacht mit dem vier zu eins in der 70. Minute. Und ich glaube, das war spielerisch auf jeden Fall eines der besten Spiele von Aue in den letzten Jahren, aber auch von Dynamo. Wir haben ja schon viele Derbys gesehen, die sehr kampfbetont waren, die eigentlich auch spielerisch schlecht waren und in der Klarheit trotzdem verwunderlich, weil Dynamo viel Ballbesitz hatte. Und natürlich, ich war auch im Stadion, die Stimmung, die war Weltklasse. Also ich glaube, diese Saison wird es in der Hinrunde kein stimmungsvolleres Spiel gegeben haben. Ich weiß nicht, ob es das stimmungsvollste Spiel der ganzen Saison ist. Gibt ja noch die Überraschung in der Rückrunde, aber ich denke, das ist auf jeden Fall eines der besten Saisonspiele von Aue gewesen. Da möchte ich aber schon noch ein Stück weit kurz einhaken, dass man praktisch Dresden halt auch ein berechtigtes Tor auch aberkannt hat. Das muss man fairerweise auch dazu sagen. Das bedeutet, ich glaube, das war durch Hartmann und das da war ja durch Video-Assist-Referee ist das aberkannt worden. Keiner weiß so wirklich, warum und das hätte dann auch noch mal eine andere Wendung nehmen können. Und für mich ist es, glaube ich, wenn ich mich mit Dresdner Kollegen unterhalte, auch so ein bisschen der Wendepunkt für Dresden gewesen, weil es ab diesem Spiel kontinuierlich bergab gegangen ist. Aber trotzdem auch wichtig für uns war nicht in der Vorsaison, dass Dynamo bei uns gerade in der Rückserie im Frühjahr sozusagen 2019 auch vier eins bei uns gewonnen hatte. Richtig, das war so ein Spiel unter der Woche. Genau. Genau, ich glaube, so ein Montagabendspiel. Deswegen fand ich es halt auch ganz wichtig, so irgendwie in der Höhe einfach noch mal so ein Zeichen zu setzen. Das war eine einmalige Sache und wir schießen euch hier aus dem Gebirge heraus. Ja, vielleicht kurze Zusammenfassung: Wir sind in dem Moment, achter Spieltag, Platz vier und einen Punkt hinter Platz drei, den Bielefeld einnimmt. Also tatsächlich immer noch oben dran und kann mich noch an die Diskussion erinnern, Aufstieg, was macht es aus dem Verein, wenn tatsächlich Aue aufsteigen sollte diese Saison? Ich glaube, die Diskussion von uns hat jeder irgendwie geführt und keiner konnte es sich irgendwie tatsächlich nicht vorstellen. Deswegen konnte man auch gut und gerne die Diskussion führen. Weil man wusste irgendwie, das zieht man nicht durch. Aber wir sind am neunten Spieltag. Es folgte der nächste Dämpfer mit einem zwei zu zwei in Sandhausen, wo man früh in Führung geht durch ein Eigentor und Sandhausen gleicht dann in der 16. Minute aus, führt dann nach der 26. Minute und hat eigentlich zwischen der 30. und 60. Minute so viele Chancen, dass sie da aufs 3:1, 4:1 drängen müssen. Und Männel hält dann mehrmals überragend, reaktionsschnell und hält Aue im Spiel. Und am Ende kommt es durch einen schmeichelhaften Elfmeter dann von Testroet zum zwei zu zwei. Ich glaube, moralisch für Sandhausen auch ein guter Punkt. Natürlich, weil sie vorher nicht so erfolgreich gespielt haben, aber eigentlich auch zu wenig. Also aus Sandhäuser Sicht und aus unserer Sicht ist man da mit einem Punkt auf jeden Fall sehr gut bedient. Aber da sieht man mal wieder, ich mache es dann immer echt fest an so einer Psyche, was eine Mannschaft so in den letzten Wochen erlebt hat, dadurch, dass sie einfach auf dieser Erfolgswelle schwammen, ist es einfach so, dass man solche Punkte dann einfach holt. Also die holst du nur, wenn du einfach so eine Motivation aus den letzten Spielen hast, dass dir ganz egal ist, wie der Gegner dich anrennt und vielleicht auch überrennt. Wenn du weißt, du hast immer noch gute Spieler vorne, die mal ein Ding reinhauen und du hast mit Martin Männel hinten einen Torwart, der ja, das kann man ja auch schon vorwegnehmen, eine überragende Saison spielt und am Ende, wir sprechen ja auch noch mal über den Spieler der Saison, wo man, glaube ich, auch an ihm nicht vorbeikommt, was Martin Männel diese Saison wieder gehalten hat und wie viele Punkte er uns geholt hat. Und ich kann mich jetzt tatsächlich nicht an einen echten Fehler, den er sonst ja ab und zu auch mal drin hatte, erinnern, dass er diese Saison uns tatsächlich mal irgendwie Punkte gekostet hat. Das würde ich fast mal so mit als perfekte Saison für Martin Männel irgendwie jetzt schon mal herausheben, weil er gerade hier in dem Moment, weil du es gesagt hattest, uns mal wieder mindestens einen Punkt gerettet hat. Weiter ging es dann mit einem Heimspiel am Freitagabend gegen Nürnberg. Langweilige erste Hälfte, aber natürlich eine zweite Hälfte, die, glaube ich, in die Geschichtsbücher eingehen wird. Ich kann mal kurz den Spielverlauf rekapitulieren. 51. Minute, null zu eins, Michael Frey heißt er, glaube ich. 61. Minute, Sörensen von Nürnberg hält auf der Linie mit der Hand, klärt er da und dadurch gibt es einen Foulelfmeter für Aue. Den macht Nazarov zum eins zu eins. 75. Minute, Hochscheid zum zwei zu eins. 78. Minute, Greis zum zwei zu zwei. 86. Minute, Miovici zum drei zu zwei. 90. plus zwei, Geist zum drei zu drei. 90. plus vier, Krüger zum vier zu drei per Kopfball. Ja, Tobias, wie war denn die 90. Minute für dich? Es war Herzalarm, weil glaube ich, in der 96. Minute gab es dann noch mal Elfmeter, noch mal für Nürnberg. Also nachdem es da vorher schon Nürnberg gab und ich habe gedacht: „Alter, was ist hier los? Ich breche ins Essen.“ Und das war wirklich so ein totales Entsetzen in diesem Stadion und dann läuft der Frey, glaube ich, an und Martin Männel hält das Ding. Und ich weiß nicht, wer früher von euch den Fußballmanager gespielt hat in diesem Textmodus und da gab es bei diesen Spielen immer so, wenn was ganz Außergewöhnliches passiert ist, wildfremde Menschen liegen sich in den Armen und so war das auch. Also als er das gehalten hat und dieses total krasse Spiel dann doch noch am Ende gewonnen wird, das war großartig. Ist für mich persönlich auch das Spiel der Saison gewesen. Also fast schon eins der krassesten Spiele, die ich mit Aue jemals erlebt habe. Dass man immer wieder zurückkommt, dass man auch nicht aufsteckt und dass Martin Männel auch, glaube ich, seinen ersten Elfmeter gehalten hat als Profi, meines Wissens zu dem Zeitpunkt, das war großartig. Das war ein absolut großartiges Spiel und du warst aber auch die nächsten Stunden komplett fertig. Also du warst komplett fertig, du warst komplett am Ende, aber auch total glückselig. Elfmeter gehalten! Sein erster in der Karriere. Unglaublich, was für ein Spiel! Auf jeden Fall Martin Männel, Spieler des Spiels und der Elfmeter war sogar in der 90. plus zehn. Ach, 90. plus zehn, genau, weil da hatte sich, glaube ich, noch jemand verletzt. Also es war unglaublich. Es war ein unglaubliches Spiel und für mich persönlich einfach auch ein Jahrhundertspiel. Auch wenn es vielleicht übertrieben ist, aber für mich war es ein Jahrhundertspiel. Jungs, soll ich euch jetzt etwas verraten? Ratet, wer beim Stand von zwei zu zwei ins Bett gegangen ist. Du? Also das war ja ein Freitagabendspiel und ich lag dann im Bett, aber eher, weil ich meinen kleinen Sohn ins Bett bringen musste und das wirklich eher schon echt über der Zeit war und ich habe mit ihm dann die zweite Halbzeit irgendwie geguckt und da war er echt dann schon so weit, dass er einfach ins Bett musste und dann habe ich gedacht, nach zwei zu zwei, es ist jetzt schon echt so viel passiert, da wird jetzt nichts mehr groß passieren und ich bin echt tatsächlich mit ihm kurz vor acht oder kurz nach acht mit ihm ins Bett gegangen, habe ihm noch vorgelesen, dann hat es noch ein Stück gedauert, dann ist er irgendwann eingeschlafen und ich merke nur, wie ich dieses lautlose Handy vibrieren höre, immer in meiner Hosentasche sozusagen und wusste, okay, irgendetwas ist passiert, aber dann halt nicht in dem Moment darauf geguckt. Ich bin dann halt wieder aus dem Zimmer heraus, als er eingeschlafen ist, was ja auch dann nur irgendwie zehn Minuten waren. Es ist ja nicht irgendwie, dass ich da eine Stunde dann drin war, sondern zehn Minuten später gucke aufs Handy und sehe Schlusspfiff vier drei erst mal, das so ein Wow-Effekt, um dann danach im Ticker nachzulesen, dass du sogar noch in der 90. plus zehn einen Elfmeter gegen dich bekommen hast, den Männel noch hält. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen In welchem Gefühlschaos ich da war. Es sei mir eine Lehre: Entweder Voranpfiff wird er jetzt zukünftig ins Bett gebracht oder er guckt einfach mit bis zum bitteren Schluss. Aber weiter ging es dann in Darmstadt mit einem 1:0 für Darmstadt 98 gegen Aue, wo Dumic in der 87. Minute nach einer Ecke glaube ich trifft und zu dem Spiel lässt sich eigentlich sagen, dass es ein klassisches 0:0 Spiel ist und Darmstadt da auch relativ unverdient gewinnt. Wobei natürlich das auch in die Geschichte so passt, dass man kurz vor Schluss in Darmstadt ein Tor kassiert. Ist ja leider in der jüngeren Auer Geschichte ein bekanntes Gefühl. Das ist richtig. Das ist richtig. Also gerade Dresden, Aue und Darmstadt, gerade die Auswärtsspiele in Darmstadt, das geht für Aue eigentlich nie gut aus. Es ging ja schon am Mittwoch weiter mit einem Spiel bei Fortuna Düsseldorf in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Dazu lässt sich sagen, dass der 14. der ersten Liga Fortuna gegen den vierten der zweiten Liga spielte. Man rechnete sich also eigentlich was aus auch. Nur 20.000 Zuschauer waren da. Also auf der Fortuna-Seite gab es keine besonders große Pokaleuphorie und vom Spielverlauf war es dann so, dass Aue in der zwölften Minute 1:0 in Führung geht und in der 20. Minute sogar die Chance hat, das 2:0 zu machen und Testroës Schuss auf der Linie halt geklärt werden muss. Kurz vor der Pause gibt es einen schmeichelhaften Elfmeter für Fortuna Düsseldorf, den Ruben Hennings dann verwandelt und schließlich in der 75. Minute das 2:1 durch Adams. Und dazu lässt sich sagen, dass weder Fortuna noch Aue besonders viel spielerischen Esprit hatten. Es gab ein geringes spielerisches Niveau und Friedhelm Funkel hatte seine halbe Mannschaft vorher ausgetauscht und ist mit einer halben B11 angetreten. Insgesamt stand also das erwartete oder nicht Erwartete, sondern fast schon obligatorische Pokal-Aus dann zu Buche. Ich weiß nicht, wie es euch geht, Jungs, aber das nervt mich halt immer jedes Jahr, diese Pokal-Lethargie. Du hast ja gesagt, ich hätte mir schon etwas ausgerechnet, wenn du gegen eine Mannschaft spielst, die in der Bundesliga unten dran ist, man selbst irgendwie auf Platz vier ist, ja auch über die Auswärtsspiele noch nicht so mies drauf war, wie man es dann über die restliche Zweitliga-Saison war, sondern mit einem Auswärtssieg und jetzt auch dann irgendwie noch mal vorher einen Punkt auswärts geholt. Da war man jetzt nicht so auswärtsschwach auf jeden Fall gefühlt und auch da wieder in dieser Saison, dass man einfach nicht die Chance nutzt, im Pokal einfach mal weiterzukommen. Also wie klasse wäre es doch, wenn wir mal über die dritte Pokalrunde mal hinauskommen würden. Keiner redet irgendwie von Berlin oder einem Pokalsieg, aber dass man irgendwie mal Viertelfinale und vielleicht mal mit Glück dann irgendwie Wismut Aue im Pokalhalbfinale vielleicht auch hat, wenn man Glück hat irgendwie zu Hause und man spielt um den Einzug ins Pokalfinale. Das wären doch ganz egal, wie die Spiele ausgehen, das wären doch echt Highlights, wo man auch ein bisschen Geld einnehmen könnte und mich nervt einfach, dass es irgendwie die Mannschaft dann Jahr für Jahr nicht hinbekommt, irgendwie mal über die ersten, zweiten Pokalrunden hinauszukommen. Das nervt mich kolossal. Also nächstes Jahr habe ich dann tatsächlich wieder Hoffnung, dass wir es nächstes Jahr schaffen, weil es ja dennoch jede Saison irgendwie so ein paar Überraschungsmannschaften gibt, die es ja tatsächlich schaffen. Es ist ja nicht immer so, dass immer nur die Bundesligisten das unter sich ausmachen, sondern es gibt ja tatsächlich die zwei, drei, jetzt Saarbrücken Viertligisten, die es schaffen. Das müssen wir auch irgendwie mal hinbekommen. Genau. Ich glaube einfach so ein bisschen, dass Aue, denen fehlt so ein bisschen das Pokalgen. Ich glaube, das Weiteste und Weiterste sind wir mal gekommen gegen Heidenheim in der dritten Liga. Da waren wir in der dritten Runde, hatten wir vorher Furth geschlagen, da war ich auch da. Dann war das legendäre Frankfurt-Spiel und sind dann gegen Heidenheim, unseren Angstgegner, praktisch auch wieder rausgeflogen. Aber zumindest nächste Saison sind wir wieder im Profitopf und da können wir uns vielleicht wieder einen schönen Amateur in der ersten Runde angeln. Schauen wir mal. Wie geht es in der Liga weiter? Genau, jetzt geht es in der Liga weiter. Wo sind wir? Zwölfter Spieltag, glaube ich, oder? Genau, zwölfter Spieltag. Da sind wir nämlich Aue Heidenheim. Da haben wir sie nämlich schon wieder. Heidenheim ist ja unser absoluter Angstgegner. Das heißt, wir haben zehn Spiele gegen sie gespielt und praktisch nur eins gewonnen. Und das war Samstag, der 02.11. und wir sind durch Riese in der 54. Minute in Führung gegangen und Heidenheim hat das gemacht, was sie eben mit Vorliebe gegen uns machen, spät gegen uns treffen, so wie auch in diesem Fall in der 88. Minute durch Schimmer. Und es war ein sehr von Taktik geprägtes Spiel, war überhaupt nichts fürs Auge und letztlich gesehen ist es für Aue aber ein gutes Unentschieden gegen eine Mannschaft gewesen, die Werder Bremen an der Grenze zur zweiten Liga hatte. Also Heidenheim ist einfach ein Gegner, der liegt uns einfach so gut wie gar nicht. Nach dem Spieltag war wirklich Heidenheim zwei Punkte noch hinter Aue. Also Aue Vierter nach dem Spieltag und Heidenheim Sechster mit zwei Punkten weniger als Aue. Dann kam am 13. Spieltag Karlsruhe gegen Aue. Das ist ein Gegner, der Aue einfach super liegt. Unvergessen natürlich das Relegationsspiel in 2017, 2018. Es war, glaube ich, das einzige Montagsspiel und das haben wir ausgetragen am 11.11. im Wildparkstadion. Und es begann auch ganz grandios für uns, dass wir durch Jan Hochscheidt in der siebten Minute nach Vorlage von Krüger in Führung gegangen sind. Und leider sah Jan Hochscheidt, nicht ganz zu Unrecht, kurz danach die rote Karte, weil er Tide von hinten in die Hacken getreten ist. Und das sah am Anfang auch gar nicht so super schlimm aus. Dann wurde es aber noch einmal angeguckt durch den Videoassistenten und dann gab es auch leider vollkommen zu Recht rot. Eins zu eins ist es am Ende ausgegangen, weil Anton Fink dann noch den Ausgleich geschossen hat. Die guten Hörer von uns werden sich sicherlich daran erinnern, der war lange Zeit in Chemnitz unterwegs. Es war aber trotzdem, finde ich, ein total gewonnener Punkt, weil wir einfach total lang in Unterzahl gespielt haben, wir uns aber mit Leidenschaft ein Unentschieden erkämpft haben. Und ich glaube, Karlsruhe hat am Ende dann circa 70 % Ballbesitz, haben aber am Ende gar nichts daraus gemacht. Und so bin ich dann relativ beruhigt zum 14. Spieltag gefahren. Das war nämlich Aue gegen Sankt Pauli. Ist nämlich praktisch unser Lieblingsgegner. Wir haben 18 Spiele gegen sie und haben zehn gewonnen und war auch vor 14.000 Zuschauern im Erzgebirgsstadion. Es war ein sehr stimmungsvolles Spiel. Wir haben am Ende drei zu eins gewonnen. Getroffen haben Krüger, Nazarov und Testro und zum zwei zu eins hatte aber der Sankt Paulianer Fährmann getroffen. Und das ist eigentlich ein Riese von einem Herrn. Ich habe noch selten so einen großen Menschen gesehen, der aber dafür unglaublich wendig ist und einen recht satten Schuss hat. Und es war, glaube ich, so, dass nach dem frühen eins zu null hatte Aue die Partie eigentlich ganz gut im Griff und Pauli hatte lange Zeit, wie so häufig gegen Aue, einfach nicht ins Spiel gefunden. Und nach dem drei zu eins durch den Testro in der 62. Minute war aber die Souveränität wieder zurück. Es war ein schönes Spiel, es war ein ansehnliches Spiel, es war gut umkämpft, wobei Aue auch das notwendige Spielglück hatte und hier auch einen überragenden Marco Mihajlović auf seiner Seite hatte, der glaube ich 100 % Zweikampfquote hatte, was Wahnsinn ist, weil da kam ja auch nicht irgendeine Wald- und Wiesentruppe, sondern da kam halt auch tatsächlich Sankt Pauli. Vielleicht kurz, Tobias, Fun Fact zu dem Spiel. Ich habe das Spiel in einer Fankneipe angeguckt mit anderen Sankt-Pauli-Fans. Trotzdem gute Stimmung bei mir, weniger gute Stimmung bei Sankt Pauli, aber das Spiel geguckt neben König Boris, seines Zeichens Sänger und Rapper bei Fettes Brot. Mit dem habe ich das Spiel geguckt. Er war weniger amüsiert. Ich fand das Spiel gut. Aber wie du gesagt hast, es war ja vorhersehbar. Dass Sankt Pauli in Aue nichts holt, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, genau. Wisst ihr, was noch so sicher ist wie das Amen in der Kirche? Dass wir in Bochum verlieren. Genau. In Bochum verlieren wir immer. Es ist eine Mannschaft, die Aue irgendwie so gar nicht liegt und in Bochum sind das auch immer ganz gruselige Spiele, obwohl wir da meistens nicht die schlechtere Mannschaft sind. Wie auch hier, wir haben hier zwei zu null verloren. Losilla hat in der 61. Minute das eins zu null gemacht und in der 64. hat Mihajlović auch noch die rote Karte gesehen und zu allem Überschuss oder zu allem Unglück hat dann praktisch auch noch Samson in der 90. Minute ein Eigentor gemacht. Aber da muss man auch sagen, in dem Spiel war auch überhaupt nichts zu holen. Also ich glaube Ballbesitz 65, 35. Bochum hat sechs Chancen gehabt, Aue nur eine. Und Aue hat es äußerst defensiv probiert und hat auch lange gegengehalten, aber Bochum hatte da auch, glaube ich, die erste entscheidende Lücke durch den ehemaligen Trainer Losilla genutzt und Aue war einfach nicht in der Lage, Bochum ernsthaft in Gefahr zu bringen. Es war leider ein typisches Aue-Auswärtsspiel. Ich fand es gar nicht so schlecht, wie die Zahlen waren. Ich war ja auch im Stadion und es war schon spannend. Also auch so, dass man gedacht hat, wenn man hinten sicher steht, dann fährt man vielleicht irgendwann mal den Konter zum eins zu null. Aber gerade diese Kontertore auswärts haben uns schon gefehlt, dass man auch mal dann sich befreit und dann mal auch unverdient meinetwegen in Führung geht. Und klar, vom Ergebnis ist es total erwartbar und zwei zu null geht auch völlig in Ordnung, auch wenn der Spielverlauf natürlich wieder kurios ist, dass du in der Nachspielzeit noch das zwei null kassierst, aber Bochum hat sich da auch kein Bein ausgerissen. Aber am Ende sind das die typischen Bochumer Spiele. Man verliert da immer dämlich, also selten dämlich, oft auch in der Nachspielzeit noch den Ausgleich oder das Spiel verloren. Also Bochum, war ich jetzt die letzten sechs Spiele oder so in Folge, das war jedes Mal ein Krampf und ich glaube, ich kann mich nur an einen letzten Auswärtssieg erinnern, der war 2013 oder so, wo Tobias Nicke nicht noch uns da zum Sieg köpft. Das ist in der Tat schon eine ganze Weile her. Aber für die nächste Saison habe ich mir auch vorgenommen, auch nach Bochum zu fahren. Also Bochum, das ist ein Stadion, wo ich noch nie war und der Ruhrpott hat ja auch immer so seinen Reiz. Auf jeden Fall legendär mit der Grönemeyer-Hymne und die Atmosphäre in der Innenstadt als Stadion und auch Bochum. Auch eine schöne Stadt, auch wenn das immer gegenteilig viel behauptet wird, dass es heruntergekommen sei. Es ist schon eine sehr schöne Ausgehstadt. Das hat wahrscheinlich so den Ruhrpott-Charme. Und allein des Stadions wegen. Das ist echt noch mal ein super Stadion. Sollte man auf jeden Fall mal gesehen haben. Genau. Welche Stadt sollte man auch mal gesehen haben? Das ist Hannover. Da sind wir nämlich am 60. Spieltag hingefahren. Da wäre ich jetzt nie darauf gekommen. Dass man Hannover sehen muss. Ich finde, Hannover ist schon eine ganz schöne Stadt, obwohl ich den Hauptbahnhof dort mega hässlich finde. Ich war dort auch mal bei einem Auswärtsspiel, da haben wir vier zu null verloren. Hannover ist eigentlich immer so ein gefühlter Erstligist und wir haben da lange Zeit wirklich richtig gut mitgehalten. Wir haben am Ende drei zu zwei verloren, nachdem Haraguchi in der 90. Minute das Siegtor erzielt hat. Das war auch so ein Spiel, wo man gedacht hat: „Mensch, hier kannst du einen Punkt mitnehmen, hier hältst du gut mit.“ Hier hat übrigens auch Jean Patrick Strauß sein einziges Saisontor geschossen. Baco Lords hat auch zweimal getroffen, einmal für Aue und einmal gegen Aue. Aber ich glaube, gegen Hannover, das war ein relativ ausgeglichenes Spiel, wobei Hannover wesentlich mehr Chancen hatte und auch wesentlich mehr Ecken. Aber hier wäre ein Punkt wirklich drin gewesen und das war auch so ein Spiel, wo ich dann in der 90. Minute echt ins Holz gebissen habe, weil ein Punkt wäre definitiv drin gewesen. Ich sage ja immer noch, dass das Tor von Strauß irgendwie abgerutscht ist und er eigentlich verlanken wollte und das Ding ihm abgerutscht ist und über den Torwart hinweg. Aber ist ja ganz egal. Ich war auch im Stadion, fand auch eigentlich, das ist ein ganz spannendes Spiel, weil es einfach hin und her ging, weil ich auch mit Hannover-Fans drin war im Stadion und das natürlich auch ganz super war, auch für uns, weil wir einfach zweimal geführt haben bei Hannover 96, die ja auch gefühlt eigentlich um den Aufstieg mitspielen wollten und vorher auch noch abgestiegen sind. Gute Spiel, gute Fans sehen beziehungsweise auch gute Stimmung, aber dann leider, wie du es gesagt hast, am Ende mit dem schlechten Ende für uns. Und ich gucke gerade mal, ich glaube, war das jetzt fast das erste Spiel oder die ersten zwei Spiele, die man hintereinander sogar verloren hat, weil wir dadurch auch auf Platz sieben nämlich mal abgerutscht sind. Wenn man sich anguckt, die Spieltage vorher immer so Platz vier, vier, fünf, vier, also immer tatsächlich sehr eng an dem Relegationsplatz dran. Das war jetzt mal mit Bochum und Hannover natürlich auch zwei Auswärtsspiele hintereinander, mal mit den zwei Niederlagen, wo man so eine kleine Niederlagenserie hatte und dadurch auch mal etwas abgerutscht ist in der Tabelle. Genau. Aber das sollte sich auch schon wieder ändern dann zum nächsten Spieltag. Genau. Dann kam nämlich Regensburg ins schöne Aue am 17. Spieltag und Regensburg ist neben St. Pauli auch einfach der nächste Lieblingsgegner. Es ist gefühlt, egal, wie schlecht es gerade für Aue läuft, Regensburg leistet immer gerne Aufbauhilfe. Also bei zehn Spielen haben wir sechs Mal gewonnen und nur eins verloren. Es war ein schönes Freitagsspiel. Ich war auch wieder da und getroffen hat ein gewisser Sören Gonther und der einfach hinten alles dicht gehalten hat, vorne getroffen hat und Aue hätte das Ding wesentlich höher gewinnen können. Es gab irgendwie drei Alu-Treffer, aber Aue hatte wesentlich mehr Chancen, sechs zu vier, obwohl sie weniger Ballbesitz hatten. Es war ein intensives Spiel von guter Qualität und mir hat es persönlich wieder total viel Spaß gemacht. Das war wieder ein schönes Freitagsspiel im Dezember. Ich glaube, es war richtig kalt schon und in dem Moment war mir irgendwie klar, wir werden die Hinserie auf einem einstelligen Tabellenplatz einfach auch abschließen. Das war in dem Moment einfach auch schon beschlossen. Ich will ja den Erfolg der Mannschaft dann in der letzten Saison nicht zu mindern, wenn ich sozusagen von Glück am Anfang spreche und das hat sich dann über die Saison hinausgezogen, aber dennoch möchte ich hier gerne mal festhalten, weil es mir jetzt auch, wenn ihr so die Spiele vorstellt, mir so ein bisschen klar wird. Wir hatten echt auch Glück mit dem Spielplan. Man sieht hier, wir hatten mal Spiele, die du dann einfach verlierst, die wir einfach immer verlieren, wie jetzt in Bochum oder gegen Heidenheim, wo wir nicht gut aussehen, wo wir zu Hause nur einen Punkt holen. Und von der Tabellensituation her, immer wenn wir mal so einknickten, hat man dann einfach nach Spielplan am nächsten Spieltag einen Gegner, im besten Fall zu Hause, wie jetzt hier zum Beispiel St. Pauli oder jetzt wieder Regensburg, wo du sagst, das sind Gegner, die liegen Aue und du holst dann einfach auch da wieder drei Punkte. Die musst du erst mal holen. Das heißt natürlich Riesenrespekt vor der Mannschaft und dass sie das auch so immer gezogen hat. Aber der Spielplan war echt auch schon in diesem Jahr wie gemacht für uns, weil immer einfach auf einem Down du jetzt hier gerade in der Hinserie ein Heimspiel gegen einen schwachen Gegner hattest, der dir noch liegt und du einfach immer gut deine Punkte sammeln konntest. Genau. Also ein Stück weit, der Spielplan war uns einfach auch gelegen, aber auch unsere wahnsinnige Heimstärke. Also gerade in der Hinserie hatte kein Gegner in Aue was zu lachen und das hat letztlich dann auch das Fundament für den sicheren Klassenerhalt am Ende gelegt. Und wir haben die Hinrunde damit beendet, mit dem Spiel zu Hause gegen Regensburg, 17. Spieltag. Wir haben noch ein Spiel, kommt ja gleich noch vor Weihnachten, aber man kann ja mal resümieren, nach 17 Spieltagen, nach der Hinserie 26 Punkte, ein Tor im Plus. Das ist jetzt nicht so dolle, aber das ist ja ganz egal. Man hat 26 Punkte und ist auf Platz sechs, vier Punkte auf den Relegationsplatz, wenn man darauf schielt, und zehn Punkte auf den Relegationsplatz nach unten, den damals auch schon Nürnberg innehatte. Also Dresden Letzter, Wiesbaden. Ganz witzig, nach Ende der Hinserie, Dresden Letzter, Wiesbaden 17., Nürnberg 16. Genau das Ergebnis, was am Ende auch herauskam. Richtig, genau. Da hätte man Corona auch weglassen können. Man hätte die Spiele nicht mehr austragen müssen. Egal. Aber zu dem Punkt kommen wir ja noch. Denn wir kommen jetzt nämlich noch zum Vorweihnachtsspiel Aue gegen Fürth und das war praktisch das erste Spiel der Rückserie gewesen und war am 21.12. Auch wieder ein richtig kalter Tag gewesen. Wir haben gewonnen, drei zu eins, obwohl wir bedeutend weniger Ballbesitz hatten. Also wir hatten, glaube ich, bloß so 34 % Ballbesitz und Fürth hat irgendwie so 66 %, hatten aber wesentlich mehr Chancen. Also wir haben Fürth richtig gut ausgekontert. Getroffen haben Hochscheidt, haben Nazarov und haben Krüger. Und man muss ganz klar sagen, von Fürth kam offensiv viel zu wenig, aber wir hatten einen richtig super Florian Krüger und er hat in dem Moment schon gezeigt, was er für eine Wichtigkeit auch in der Rückrunde haben wird. Also der Mann war super schnell, der war super technisch, der hat einfach Lücken gerissen, hat einfach ein super Auge und das war ein sehr versöhnlicher Jahresabschluss dann auch für Aue. Ich glaube sogar, Krüger hat in der Hinserie gar nicht so viel gespielt, oder? Das wollte ich jetzt noch mal nachgucken. Hast du das auch so im Gefühl? Genau, der hat bedeutend weniger gespielt. Der ist erst dann zur Rückserie richtig aufgekommen. Ja. Das war, weil er einfach auch dann später unter Dirk Schuster mehr gesetzt war. Dann kam der 19. Spieltag. Das war praktisch schon am 28.01. gegen Wiesbaden. Und hier gibt es übrigens einen statistischen Fun Fact: In den vier Spielen, die wir bisher gegen sie hatten, gab es zwei Siege für Aue und zwei Siege für Wiesbaden und es hat immer das Heimteam gewonnen. Und es war ein Dienstagsspiel, das heißt, ich war nicht dort und ich war aber schon mal in der Brita-Arena in Wiesbaden. Es ist wahrlich kein schönes Stadion. Ich glaube, ich war da auch mit dir zusammen, Martin. Genau, wir waren da im Pokal. Im Pokal, wo wir unter einem gewissen Herrn Letsch da verloren haben. Und es ist so ein Stadion, das sieht so ein bisschen aus, als hätten sie da irgendwelche Rohre zusammengesteckt. Also es sieht ein bisschen aus wie so ein Lego-Stadion. Wobei ich es eigentlich sogar mag. Also man ist ziemlich nah am Spielfeld dran, man hat eine sehr gute Sicht. Es ist keine Schönheit, aber moderne Stadien sind halt sowieso austauschbar. Das stimmt. Ich glaube, die bauen auch gerade ein neues Stadion. In einer Woche abbauen. Genau. Ja, sie bauen das Stadion so um, dass es permanent steht und sie müssen die Kapazität ja erhöhen auf 15.000. Genau. Als Lizenzauflage. Genau und ich glaube, das Wiesbadener Stadion ist, als sie aufgestiegen sind, mal ganz schnell zusammengebaut worden. Das war damals das Besondere. In zwei Wochen aufgebaut. Ich glaube, so sieht es auch aus. Genau. Also das Spiel an für sich war aber eine ganz schöne Zumutung. In der 14. Minute ist dann Wiesbaden durch Czartorowski in Führung gegangen. In der 68. Minute waren sie dann noch einen Mann weniger und das war tatsächlich auch erst der zweite Heimsieg für Aue. Ich meine, der Lindner, der damals Torwart in Wiesbaden war, hat überragend gehalten. Rehm wurde in dem Spiel als erster Trainer mit einem Platzverweis belegt und es war so ein bisschen auch der Beginn einer eher durchwachsenen Aue-Rückrunde gerade zum Start. Also gerade der Start der Aue-Rückrunde war super holprig. Aue hatte bedeutend mehr Ballbesitz, nämlich 66 %, hatte bedeutend mehr Chancen. Oder was heißt bedeutend, aber das Chancenverhältnis war sechs zu zehn und haben aber trotzdem unglaublich viele Chancen einfach auch verballert und Hochscheidt hat dann auch das eins zu eins noch gemacht, wurde aber wegen Abseits nicht gegeben. Rezuto und Testroet haben auch beste Chancen vergeben und insgesamt ist es aber ein ganz schwacher Auftritt gewesen, obwohl es einer der wenigen Spiele war, wo sie auswärts mal optisch überlegen waren. Vielleicht war es ja auch die Rache für das Hinspiel, wo Wiesbaden ja auch eindeutig hätte mehr holen müssen. Das war ja auch einer der wenigen Zeitpunkte in der Wiesbadener Saison, wo die überhaupt mal am Klassenhalt auch gekratzt haben, weil nach dem Spieltag standen sie ja dann, glaube ich, sogar auch über dem Strich. Genau, das ist richtig. Also es war, ach ja, Wiesbaden ist halt immer so eine Mannschaft. Also Wiesbaden ist eine Stadt, es ist eine herrliche Stadt, da gibt es auch herrliche Weinfeste, aber so Wiesbaden ist immer ein sehr unangenehmer Gegner, auch in der dritten Liga gewesen. Also von daher ist es vielleicht auch besser, dass sie abgestiegen sind für Aue. Danach kam aber Bielefeld. Auf die werden wir ja nächstes Jahr nicht mehr treffen, weil sie aufgestiegen sind und auswärts ist gegen sie immer nichts zu holen, aber zu Hause hingegen schon. Es war ein Freitagsspiel, ich war auch da und war ein Spiel, wo Bielefeld 72 % Ballbesitz hatte, aber tatsächlich nur zwei Chancen. Und diese zwei Chancen waren dann auch eher ein Privatuell zwischen Männel und Floß. Also es war eine kämpferisch und taktisch sowie defensiv ganz überzeugende Leistung, war aber halt vom Fußballerischen super schwach. Also das ist überhaupt nichts für Fußballästheten und insgesamt war aber von Aue eine super Defensivleistung, denn Bielefeld gelang nichts. Und das, was durchkam, das hat praktisch Männel sich einfach weggefischt. Insofern war es auch für mich eine der besten Saisonleistungen für Aue oder von der Auer Seite. Genau. Das nächste Spiel, da bin ich auch hingefahren mit dir, Martin, wenn du dich erinnern kannst. Da waren wir zusammen. Das war in Stuttgart. In Stuttgart, genau. Also ein Unentschieden gegen Stuttgart ist immer so wie ein gefühlter Sieg für Aue. Und ich kann mich erinnern, ich bin dort um vier aus Dresden losgefahren, war ein Uhr nachts am nächsten Tag auch erst wieder da. Wir haben dort gespielt in der großen Mercedes-Benz Arena am 08.02.2020. Und was hat Aue probiert? Spielerisch haben die da gar nichts probiert Wollten da mit dem 6-3-1-System ordentlich Beton anrühren, aber die frühen Gegentore haben Aue da einfach das Genick gebrochen. In der 34. Minute hat Didavi getroffen, dann noch einmal in der 42. Minute und in der 91. Minute hat Mario Gomez getroffen. Da war überhaupt nichts zu holen. Stuttgart hatte 19 Torschüsse, wir hatten zehn, hatte aber eine wesentlich bessere Ballquote und wesentlich mehr Ballbesitz. Es war ein spielerisch eher grausames Spiel von der Aue-Seite. Woran ich mich trotzdem noch ganz gut erinnern kann, die Aue-Fans waren eigentlich sehr ausgelassen, bis auf den einen, den sie dann irgendwie angefahren hatten vom Stadion. Das war dann eine unangenehme Situation mit der Polizei. Insgesamt gesehen war es eine schöne Fahrt mit einem erwartbaren Ausgang. Wobei man natürlich auch sagen muss, wenn man in Stuttgart etwas holen will, dann muss natürlich auch alles perfekt laufen und das war so ein Tag, da wurden zu viele Fehler gemacht. Ähnlich wie auch beim HSV-Hinspiel. Es ist dann auch erwartbar, dass es so einschlägt. Genau. Wenn Aue einmal Stuttgart schlägt, braucht Stuttgart einen ganz schlechten Tag und Aue einen nahezu perfekten Tag. So ist es halt dann einfach. Aber das ist in Ordnung. Stuttgart ist zu Recht hochgegangen, im Gegensatz zum HSV. Von dahingehend ist das auch in Ordnung. Als Nächstes kam das Spiel, der 22. Spieltag, Aue gegen Kiel. Es war unsere erste Heimniederlage. Getroffen haben am Oetschen und ein gewisser Emmanuel Joa, den ich ja schon im Vorfeld ein bisschen betrauert hatte. Da ist es, glaube ich, auch so gewesen, da hatte Aue, glaube ich, auch mehr Chancen, wesentlich mehr Ecken und es war ein intensives und auch kurzweiliges Spiel, aber Kiel war hier einfach auch die cleverere Mannschaft. Was ich persönlich schade fand, war damit auch die schöne Aue-Heimserie einfach auch gerissen war. Man kann ja eine Sache aber hier noch festhalten: Wenn man sich mal die Zeit nach der Winterpause anschaut, da war jetzt kein Sieg dabei. Vier Spiele, in Wehen verloren, Bielefeld unentschieden, in Stuttgart verloren, jetzt zu Hause gegen Kiel verloren. Wir sind echt schon schlecht aus der Winterpause herausgekommen und ich weiß nicht, wie es euch ging damals, aber es war ja immer so in verschiedenen Foren oder auch bei uns in der Gruppe zu lesen, immer dieses Vorbild Würzburg, die auch, glaube ich, in ihrer Abstiegssaison zur Hinrunde an dem Aufstieg zur ersten Liga geschnüffelt haben und dann echt in der Rückserie durchgereicht wurden und dann direkt abgestiegen sind. Keiner hat mit dem Aufstieg zwar nach oben in die erste Liga gerechnet und jeder hat so ein bisschen nach unten geguckt und das hat dann so einige Pessimisten dann wieder das Ganze wahr werden lassen, die nämlich jetzt hier sehen, vier Spieltage nach der Winterpause und es gelingt kein Sieg und wir werden durchgereicht. Jetzt sind wir, glaube ich, am 23. Spieltag, 22. Spieltag und wir sind auf Platz acht mittlerweile angekommen. Genau. Das nächste Spiel wird auch nicht viel besser. Genau, das war eine bis dahin ganz schwache Rückrunde und das nächste Spiel war dann auch Aue gegen Osnabrück. Das war ein 0:0. Es war ein 0:0 der schlechteren Sorte, würde ich mal sagen. Es war eine kämpferisch und intensiv geführte Partie und spielerisch schwach, aber chancenarm und letztlich gesehen, es war ein ekliges Spiel, aber mit einem ganz wichtigen Punkt in einer ganz schwierigen Phase. Denn das nächste Spiel, das ist nämlich ein Highlight-Spiel gewesen. Das ist nämlich Aue gegen den großen HSV und das war am 29.02. und wir haben dort gewonnen. Wir haben dort 3:0 gewonnen. In der 39. Minute hat getroffen zum 1:0 der Pascal Testroet. In der 58. Minute hat der Degidion Jung wegen Schwalbe die gelb-rote Karte gesehen und dann hat unser unglaubliche Jan Hochscheidt noch einmal in der 74. und 80. Minute jeweils zum 2:0 und 3:0 getroffen. Das ist halt so ein typisches Aue-Spiel gewesen. Hier haben sie kaum Ballbesitz, haben aber trotzdem deutlich mehr Chancen gehabt. Also hier war ganz großer Aue-Konterfußball und das war ein großartiges Spiel und das war noch mal so für mich der Wendepunkt einerseits für Aue, dass es dann am Ende doch noch so eine gute Saison geworden ist und aber auch ein Wendepunkt für den HSV, weil sie dort hin auch noch so einen kleinen Knack noch drin hatten. Ich glaube, die haben ganz fest damit gerechnet, dass die hier Aue überrollen. Ich würde an der Stelle aber einhaken wollen, und zwar ohne jetzt vorwegzunehmen, das nächste Spiel war gegen Dresden. Hätte man das Spiel nicht gewonnen, dann hätte der Trend noch ganz viel weiter nach unten gehen können, weil es folgte das Spiel gegen Dresden und wer weiß, wie es ohne die ganze Pause hätte ausgesehen. Das war für die Moral auf jeden Fall ein Wendepunkt, auch wenn es nicht zu erwarten war in der Form, aber es war auch im Stadion grandios. Die Choreo zum Anpfiff, diese HSVler da zu sehen, wie sie das Muffensausen wieder bekommen. Der HSV ist ja schon auch mit Ansage da oben wieder herausgerutscht. Also ich glaube, uns ist jeder ein großer Stein vom Herzen gefallen, weil wie gesagt, man muss noch mal gucken vor dem Spieltag. Also du gehst in den Spieltag rein und weißt, okay, du spielst jetzt gegen den HSV, gegen den du in der Hinserie 4:0 dort verloren hast. Der HSV, der auch da in der Zeit etwas schwächelte und ich glaube vor dem Spieltag auf den Relegationsplatz zurückgefallen ist, also tatsächlich auch echt um den Aufstieg kämpfen mussten und haben am Spieltag vorher das Derby gegen Sankt Pauli zu Hause auch 2:0 relativ glatt verloren, wo ja sowieso hier in der Stadt dann viel Aufruhr war und auch die Mannschaft einfach in der Kritik war. Und ich habe tatsächlich in dieser Konstellation einfach HSV unter Druck und sie müssen Punkte holen. Wir unter Druck, müssen eigentlich auch Punkte holen, aber spielen jetzt gegen den großen HSV und sind sehr schwer oder überhaupt nicht nach der Winterpause in den Trott gekommen, sodass eigentlich das Überraschendste tatsächlich dieses klare Ergebnis dann war, was dann vielleicht auch vom Spielverlauf, wenn man guckt, ich habe auch noch mal das Spiel angeguckt, in der Zusammenfassung, in der ersten Halbzeit hat der HSV 70 % Ballbesitz und trotzdem gehst du mit einer 1:0 Führung in die Pause. Da sieht man auch mal wieder, du musst dann halt echt auch das Glück haben, da einfach hinten klar und gut zu stehen und vorne die Dinger wieder reinzumachen mal wieder. Und dann läuft es dann auch mit der gelb-roten Karte in der zweiten Halbzeit und dann gut ausgespielten Kontern dann auch relativ klar für dich. Aber ich finde es echt ein ganz wichtiges Spiel. A, dass wir unseren Abwärtstrend gestoppt haben und für mich auch tatsächlich, wenn man jetzt nach der Pause und nach dem Spiel auf die Tabelle guckt, Platz sieben, 24. Spieltag, 34 Punkte. Dass Aue am 24. Spieltag 34 Punkte hatte, weiß ich nicht, wann das das letzte Mal der Fall war. Für mich aber vielleicht jetzt auch mit einer gewissen, jetzt vielleicht nicht Arroganz, aber trotzdem, für mich war es tatsächlich da ein Gefühl, zu sagen, es ist zwar jetzt erst Ende Februar, aber eigentlich kann ich mich zurücklegen, weil so wie die Saison verläuft und wie ich es vorhin schon genannt hatte, dass du immer, wenn es irgendwie mal nach unten geht und jetzt ging es schon etwas über mehrere Spieltage nach unten, du immer Spiele hast, wo du dann wirklich auch überzeugend dann im Grunde auftrittst und die Punkte holst und selbst sogar den HSV schlägst, sodass für mich eigentlich Ende Februar klar war, mit 34 Punkten Ende Februar, da steigst du nicht ab. Und dafür sind auch zu viele Mannschaften dazwischen, die nicht in der Masse so viel Punkte holen, um mich da unten reinzuziehen. Gefühlt, wie gesagt, jetzt rückblickend, aber trotzdem auch damals schon gefühlt, war die Saison für mich vorbei und ich konnte guten Gewissens in die restlichen Spiele gehen, weil ich wusste, diese Saison bringt irgendwie gar nichts mehr ein. Aber dann ging es ja schon weiter in Dresden. Genau. Dann hast du es ja auch schon angesprochen. Genau, ich übernehme mal den Blog, weil ich jetzt die glorreiche Aufgabe habe, die kommenden und restlichen Spiele kurz euch vorzustellen, aber dann mache ich es auch relativ knapp, weil wir auch schon, glaube ich, gut in der Zeit jetzt dabei sind. Wir fahren zum Derby nach Dresden. Wir haben das Hinspiel relativ klar gewonnen. Dresden knabst am Tabellenende herum und braucht Punkte und wir schenken sie ihnen. Da vielleicht auch ähnlich wie das Düsseldorf-Spiel, wo wir auch auswärts in Führung gehen, aber dann trotzdem es nicht schaffen, irgendwie die Führung selbst in die Pause zu holen. In der 44. Minute kriegen wir das 1:1 durch Patrick Schmidt, der dann auch mit einem zugegebenermaßen schönen Fallrückzieher auch in der zweiten Halbzeit das 2:1 macht und wir dann entsprechend auch es nicht schaffen, irgendwie noch den Ausgleich zu holen. Wie gesagt, gefühlt dann eher mit einer gewissen Lockerheit dann auch die Niederlage dann angenommen, wobei in Dresden verliert man ja immer ungern und irgendwie hat es einen etwas missmutig dastehen lassen, dass Dresden einfach auch wieder die drei Punkte holt, um dann wieder näher an den Nichtabstieg heranzukommen. Weiß nicht, wart ihr dabei? Ihr seid ja bei den Spielen dabei. Ich war dabei, ja. Und Martin war, glaube ich, auch dabei. Ich war nicht dabei. Ich war nämlich in Österreich. Ach so, du warst in Österreich. Also ich war dabei, ich war mit Kumpels dabei und wir sind da eigentlich auch total gut reingestartet. Ich glaube, Hochscheidt hatte getroffen. Wir hätten dann auch ganz schnell noch das 2:0 irgendwie machen können und dann hatte sich das Spiel aber halt irgendwann gedreht. Also irgendwann hattest du das Gefühl, dass wir da nicht mehr herauskommen und so ist es dann am Ende auch gekommen und Dresden hat dann das Ding am Ende noch mal gedreht. Aber ich finde die eigentlich spannende Geschichte, die ja gerade in Sachsen dann wichtig war, war ja, dass es dort Leute gegeben haben soll, die praktisch an Corona infiziert gewesen sein sollen. Da hat praktisch Corona schon die ersten Vorboten gesendet auf die kommende Fußballsaison. Ein Superspreader-Event, dieses Spiel. Genau, ich weiß nicht, ob das Superspreader waren, beziehungsweise aber es waren dort wohl angeblich so- Zwei Fälle. Zwei Fälle, die dort auch in offizieller Position dort unterwegs waren und die sich praktisch zwischen den Blöcken hin- und herbewegt haben. Okay. Genau. Ja, und dann sprichst du es auch schon an. Also dann kam der große Knall. Schon der nächste Spieltag wurde komplett abgesagt. Der 25. Spieltag wurde noch gespielt. Das war das Spiel in Dresden. Wir waren auf Platz acht nach der Niederlage und danach kam Corona und jeder hat sich gefragt, wie es denn weitergeht. Man hat diskutiert, man hat ausländische Ligen angeguckt, wo man sieht, ich glaube, Martin, Holland hat relativ schnell die Liga- Abgebrochen, genauso wie Frankreich. Genau, Frankreich auch und es stand einfach zur Diskussion, wie es hier weitergeht. Ich war tatsächlich ein Vertreter, der auch höchst ungern die Saison unter den Bedingungen, also auch unter den jetzt nicht mehr fußballerischen Bedingungen, sondern einfach gesellschaftlichen Bedingungen ungern zu Ende gespielt hätte, weil für mich da in den Monaten Fußball keinen großen Stellenwert hatte und schon echt überrascht war, mit welcher Vehemenz da der DFB oder gerade die DFL versucht haben, mit aller Macht diese Saison hier noch zum Ende zu bringen, wo glaube ich jedem auch klar wurde, das ist etwas, was der Verband oder der Ligaverband einfach tut, um die Fernsehrechteinhaber zu beglücken, um damit einfach dieses Produkt Fußball irgendwo noch übertragen zu können. Wobei ich an der Stelle auch einhaken möchte: Das sind ja nicht die Verbände, sondern die DFL ist ja die Selbstverwaltung der Vereine. Also am Ende sind es die Vereine, die da auch in der Pflicht stehen und es gab ja auch lange Zeit noch die Diskussion, ob man nicht diesen Spieltag 26 im März noch mit Geisterspielen austrägt, wobei wir die Diskussion hatten, dass an einem Spieltag mehr und mehr Spiele einfach nur noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden sollten und dieser Stopp erst mal gar nicht koordiniert gemacht wurde, sondern eher mehr oder weniger so nach und nach reinplatschte, weil jedes Bundesland nacheinander die Veranstaltungen verboten hat. Aber für mich gehören halt einfach zu Spielen dann Fans dazu, also Fans auch, die gerade im Stadion sind und deswegen habe ich tatsächlich so dann auch inhaltlich mit der Saison abgeschlossen, dass es mich dann irgendwie schon enttäuscht hat, wie dann einfach die DFL hier reagiert und versucht, mit aller Macht das durchzudrücken. Jetzt nicht mal dann auch für die Fans dann auch, sondern auch gerade die Spieler, die sich dann natürlich auch einem gewissen Risiko ausgesetzt haben oder hier in ein Sicherheitskonzept gezwungen werden, inklusive den Familienmitgliedern drumherum und was dann ja auch passiert in manchen Vereinen, jetzt auch gerade Dresden. Vielleicht kommen wir noch mal darauf zu sprechen. Das ist schon hart. Und da zu sehen, wie so ein Ligaverband dann einfach reagiert und das mit aller Macht tatsächlich durchdrückt und sich vielleicht dann auch am Ende feiern lässt und auch zeigt: „Hier guckt, wir haben es hinbekommen.“ Das mag sein, aber für mich hat es einfach noch mal deutlich gemacht, wer in diesem Spiel hier das Sagen hat und wer regiert. Und das sind dann im Zweifel diejenigen, die sehr viel Geld damit verdienen. Das war dann so und deswegen hat es dann zwei Monate gedauert, bis wir dann doch wieder losgelegt haben unter den Regelungen des Sicherheitskonzeptes in jedem Stadion. Das hat ja jeder von uns, denke ich, mitbekommen. Vielleicht hier in der zweiten Liga noch eben dieser spannende Fakt, dass Dresden einfach zwei Wochen später dann eingestiegen ist. Da komme ich gleich dann noch darauf zu sprechen. Auf jeden Fall hatten wir dann nach Corona mit Platz acht dann ja eigentlich eine gute Ausgangsposition, dass wir dann am 16.5. unser erstes Spiel hatten, dann sozusagen den 26. Spieltag nachgeholt haben, ein Heimspiel gegen Sandhausen. Da so von der Aufstellung her das Spannendste, weil das sich dann auch in den Folgespielen durchgesetzt hatte, dass Mihojević auf einmal nicht mehr, hier sogar glaube ich, nicht im Kader war. Da wurde diskutiert, ob er einfach vergessen wurde, auf den Spielerbogen darauf zu schreiben. Aber auf jeden Fall wurde er auch in den nächsten Spielen, glaube ich, überhaupt nicht mehr eingesetzt. Dann wurde von einer Verletzung gesprochen, was ich insgesamt einfach sehr schade fand. Ja, ansonsten relativ klares Spiel. Krüger hat, glaube ich, das Tor gemacht, relativ früh. Dann ist Dietmaier vom Platz geflogen und wir konnten gegen zehn Mann dann das relativ locker runterspielen. Am Ende hat Sandhausen noch das 3:1 gemacht. Besonderer Fakt: Kaguta Lua hat nach seiner schweren Verletzung dann auch mal wieder getroffen, hat nämlich das 3:0 eingeköpft, glaube ich, nach einer Ecke. Kann ich mich noch erinnern. Weiß nicht, wie es euch ging, aber man hat sich gefreut, aber wenn man so das Spiel sich anguckt ohne Fans dann im Hintergrund oder vielleicht auch noch das Spiel im Radio, wie ich es, glaube ich, gemacht habe, angehört habe und einfach keinerlei Fangesänge oder irgendetwas mitbekommen hat. Das klang schon sehr steril und sah auch im Fernsehen einfach sehr steril aus. Hat für mich wenig mit Fußball zu tun, aber wie gesagt, dadurch, dass es jetzt nicht existenzbedrohend war bei uns im Sinne, dass wir gegen den Abstieg gespielt haben, habe ich es auch relativ leidenschaftslos dann einfach so angenommen. Also interessanterweise war es ja das allererste Spiel nach dem Restart, weil Aue ja den ersten Anschlusstermin hatte. Also zusammen mit den fünf anderen Spielen natürlich, die dann noch stattgefunden haben, drei anderen Spielen. Und ich muss ehrlich sagen, ich habe meine Position zu diesen Medienspielen auch ein bisschen geändert, weil sie wurden einfach zu einer Zeit diskutiert, wo nicht absehbar war, wie die Lage dann im Mai in Deutschland sein wird. Also ich bin lange davon ausgegangen, dass wir im Mai erst mal durchschlagend die Pandemie halt haben, weil alles mit einer gewissen Verzögerung kommt, jetzt zum Beispiel im Vergleich zu Italien. Aber man muss ja schon sagen, in Deutschland blieb ja jetzt, was man so erste Welle nennt, da blieb ja der ganz große Knall halt aus. Und diese Bundesligaspiele fielen dann ja auch in eine Zeit, wo auch wieder angefangen wurde, Kneipen zum Beispiel zu öffnen und angefangen wurde, alles mögliche andere wieder zu eröffnen mit einem Hygienekonzept. Und da fand ich es dann sogar vertretbar, dass man jetzt auch sagt, ja, dann kann die Bundesliga wieder anfangen mit teilweise auch absurd strengen Regeln, die ja auch viel Symbolik hatten. Man denke mal an das Ganze mit den Masken im Stadion zum Beispiel, also im Stadion an der frischen Luft. Von Leuten, die getestet sind, sind diese Masken aus meiner Sicht zum Beispiel albern, um der Gesellschaft zu zeigen, wir sind hier besonders streng und halten uns besonders strikt daran. Dann möchte ich auch einmal alle fragen, die jetzt strikt gegen Geisterspiele sind und strikt auch dagegen sind, dass wieder weniger Fans jetzt irgendwann vielleicht mal wieder in ein Stadion gehen können: Was ist denn die Alternative dazu? Mir wird da zu wenig auch über Alternativen geredet und mit Maximalpositionen argumentiert, die dann auch keine Lösung bringen am Ende. Das ist richtig. Also für mich war das Ergebnis der Corona-Krise, dass ja auch fürs Fernsehen die Fans zum Teil die entbehrlichste Komponente sind. Es gab ja auch bei Sky, ich weiß nicht, ob ihr das mitbekommen habt, die Option, du konntest die Fan-Gesänge jetzt dazuschalten. Ich habe das tatsächlich einmal gemacht und hatte dann auch tatsächlich das Gefühl gehabt, dass diese Fan-Gesänge dann auch der Spielsituation angepasst worden sind. Also ich finde, das war für mich ein total befremdlicher Punkt. Aber natürlich, Martin, hast du natürlich total recht und es ist, glaube ich, so ein bisschen, dass diese Fußballdiskussion, glaube ich, generell auch in diese sehr aufgeheizte und polarisierende Diskussion in Corona einfach auch mit reingekommen ist, ein Stück weit, wo ja auch ganz viele starke Extrempositionen einfach auch gegenüberstanden. Die einen haben praktisch gesagt: „Nein, wir machen jetzt hier gar keine Quarantäne und wir machen gar keinen Lockdown.“ Und die anderen haben gesagt: „Doch, wir müssen jetzt hier sofortigen Lockdown machen.“ Ich glaube so ein bisschen, das ist eine einmalige Situation unserer Generation gewesen und ich glaube, die Entscheidungsfinder sind da einfach auch wirklich nicht zu beneiden gewesen. Aber es ist vor allen Dingen auch nicht vorbei. Das ist ja jetzt auch die Diskussion: Wann kann es denn weitergehen? Und die Gleichen, die vehement gegen Medienspiele waren, sagen jetzt ja auch: „Lass uns die Stadien wieder öffnen.“ Es ist ja an Schizophrenie teilweise da nichts zu überbieten. Will man jetzt die Pandemie bekämpfen oder will man schnell wieder zur Normalität zurückkehren? Ich glaube, wir müssen einfach auch lernen, damit umzugehen und dann sind es vielleicht dann erst einmal die Medienspiele und dann sind es vielleicht erst einmal weniger Zuschauer. Wobei ich habe mit den weniger Zuschauern auch so meine Bedenken aus verschiedenen Gründen, auch wenn ich jetzt schon wieder im Stadion war vor einer Woche. Ja, und ich glaube, wenn wir jetzt weiter durch die Spiele gehen, wird sich auch zeigen, dass diese Normalisierung davon auch relativ schnell einsetzt. Genau. Was vielleicht noch ein abschließender Punkt hier sein könnte, wäre vielleicht so eine gewisse Form von Demut. Also ich meine, die DFL hatte sich ja ein paar Monate vorher noch gefeiert, dass ihr Topprodukt riesige Gewinne abwirft und dann ein paar Monate später sagen: „Ach, wir machen hier bloß Geld, wenn irgendwie die Spiele sind.“ Wo wir gesagt haben: „Ja, das hat man ja auch irgendwie vorher gewusst.“ Das ist, glaube ich, für mich so dieser Punkt, dass man eben hoffen kann, dass auch der Fußball so ein bisschen mehr zu seiner Demut zurückkommt, dass wir vielleicht nicht mehr in diesem total überheizten System einfach auch arbeiten und spielen und auch wo Millionengehälter oder Millionenablösesummen zum Teil schon in der zweiten Liga halt auch gezahlt werden. Insofern kann das auch eine Chance sein, so ein bisschen zur Demut und ein bisschen zu den Wurzeln zurückzukehren. Genau, kann man hoffen. Demut und DFL, glaube ich, ist dann doch schwer zu vereinen, aber lasst uns doch vielleicht in einer der nächsten Folgen dann, wenn wir auf die neue Saison gucken, einmal diskutieren, noch einmal etwas breiter. Geisterspiele: ja, nein? Würden wir zum Beispiel auch bei einem Teil Zuschauerzugang uns freuen, wenn wir dann Teil dieser kleinen Menge wären? Oder würden wir sagen: „Nein, entweder alle oder keiner?“ Lass uns das vielleicht in einer späteren Folge besprechen. Genau, das machen wir. Genau, wir gehen weiter. Also nach dem Heimsieg gegen Sandhausen fahren wir nach Nürnberg, die auch tatsächlich sehr in Abstiegsnöten stecken, auch jeden Punkt brauchen und von uns dann einen Punkt kriegen. Ich würde das einmal als Punkt Gewinn bezeichnen, weil wir zwar auch in Führung gehen durch Nazarov, aber dann durch ein Eigentor von Gonta das 1:1 bekommen, alles so kurz nach der Pause. Ich glaube, es ging auch hin und her. Ich glaube, es war zu viel Aufregung im Hinspiel bei dem 4:3 dabei, dass hier irgendwie noch etwas großes, Aufregendes passierte. Deswegen bin ich dann auch mit dem Auswärtspunkt und gerade als Aue ist jeder Auswärtspunkt Gold wert, dann eigentlich zufrieden und wie gesagt, wir haben uns auf Platz sechs dann hier eingeschossen und es passiert relativ wenig nach unten und auch nach oben. War klar, dass die Saison so langsam austrudelt. Dann Spiel 28. Spieltag, Heimspiel gegen Darmstadt. Ich kann ja jetzt darauf verzichten, euch immer zu fragen, ob ihr dabei wart. Wir verlieren das Heimspiel gegen Darmstadt, 3:1. Da muss man sagen, auf den ersten Blick, Heimspiel gegen Darmstadt 3:1 verlieren, auch relativ klar. Auch da zwar wieder nach einer Führung, aber dann doch einen relativ schnellen Ausgleich durch Kempe bekommen, der ja auch mal in Aue gespielt hat und dann 20 Minuten vor Schluss das 2:1 gegen uns bekommen und zehn Minuten vor Schluss das 3:1 gegen uns zu bekommen. Man muss darauf hinweisen, dass Darmstadt da echt gut drauf war, also so ein bisschen die gegenteilige Entwicklung gemacht hat nach der Winterpause wie Aue. Das beste Team damals in dem Zeitraum war nach der Winterpause von den letzten 13 Spielen nur eins verloren, habe ich mir eingelesen. Deswegen muss man dann auch diese Niederlage, wo es wie gesagt, der Aue um wenig ging und Darmstadt eher den Zug nach oben genommen hat nach dem Sieg, nämlich vier Punkte hinter dem Relegationsplatz waren, dann auch so abhaken und auch hinnehmen. Spannend dabei vielleicht, Robert Jendrusch stand hier in dieser Saison zum ersten Mal im Tor bei uns. Natürlich relativ unglücklich, jetzt hier mit einer Heimniederlage zu starten. Hat, glaube ich, auch keine so gute Note bekommen. 4,5 steht hier im Kicker. Hat dann am Ende der Saison insgesamt vier Spiele gemacht, davon zwei gewonnen, zwei unentschieden, auch mit durchwachsenen Noten von 2,0 bis 5,0. Alles war dabei. Ja, bin mal gespannt, wie der Weg von Robert so weitergeht. Irgendwann müssen wir ja auch mal an eine Nachfolge von Martin denken, wobei ich echt ganz glücklich bin, dass wir A so einen Torwart haben, der dann schon sehr verwurzelt auch in der Gegend ist und ich mir so nicht vorstellen kann, dass er irgendwie noch mal den Verein wechselt und dann doch als Torwart vielleicht noch mal das eine oder andere Jahr länger spielen kann, als es vielleicht ein Feldspieler tun kann. Aber nichtsdestotrotz wäre es natürlich super, einen geeigneten zweiten Mann hier auf der Bank zu haben. Ob das Robert Jendrusch sein kann oder sein wird, das wird man sie vielleicht noch sehen. Hat natürlich auch relativ wenig Chancen, hier in Aue an Männel vorbeizukommen oder auch mal häufiger zu spielen, aber da bin ich mal gespannt. Auch das können wir vielleicht in so einer nächsten Folge mal ansprechen, wenn wir uns den Kader für nächste Saison angucken. Genau. 29. Spieltag. Wir sind jetzt schon Ende Mai angekommen. Eigentlich eine Zeit, wo man an Champions-League-Finale und DFB-Pokalfinale denkt, aber wir sind erst am 29. Spieltag und spielen in Heidenheim. Ich mache es kurz: 3:0 verloren. Reto Eigentor, Kerschbaumer, Schimmer, 2:0, 3:0. Wir fahren nach Hause von Heidenheim mit einer Niederlage, abgehakt. Heidenheim steigt dadurch auf Platz vier, ein Punkt an den HSV heran. Wie das Ganze endet, wissen wir ja auch. 30. Spieltag, Heimspiel gegen den KSC. Zeigt sich auch mal wieder, was man ganz oft in der Saison sieht. Wir haben immer so Dellen, wo wir mal ein Spiel verlieren, vielleicht auch mal zwei Spiele wie jetzt hintereinander verlieren, aber dann hat man eben nach dem Spielplan ein Heimspiel gegen den KSC und gewinnt dies 1:0. Sehr wichtig auch da wieder gewesen, um so ein bisschen den Abwärtstrend einzuholen, wenn man da vorher drei Spiele ohne Sieg dann einfach war. Wenn du es verlierst, bist du auch unten dran. Dann hast du nur noch fünf Punkte Vorsprung auf die. So, auch da wieder einfach ein wichtiger Punkt. Ich glaube, ich war trotzdem relativ locker, weil trotzdem noch so viele Mannschaften einfach dazwischen waren. Aber ich habe jetzt auch gerade mal die Tabelle von damals aufgerufen. Das war schon echt alles eng. Also es waren allein an diesem Spieltag fünf Mannschaften mit 39 Punkten und das zwischen Platz acht und Platz zwölf. Stimmt, Martin? Das war auch schon wichtig, da einfach so ein Heimsieg, egal wie er dann zustande kam und so überragend war dann auch das ganze Spiel nicht, aber wir haben es vorhin schon gesagt, Krüger mit einer schon überragenden Rückrunde macht ja auch das 1:0 und wir haben noch das Glück, dass ein Tor des KSCs kurz vor Schluss, 86. Minute, aberkannt wurde durch den Videobeweis. Das war schon gut, diese drei Punkte zu holen, weil das auch der Moment war, wo man über diese obligatorische 40-Punkte-Marke gesprungen ist mit 41 Punkten nach 30 Spielen, wo dann eigentlich, man hat noch vier Spieltage vor sich und elf Punkte auf den Relegationsrang. Da war eigentlich, glaube ich, klar, da passiert jetzt wirklich nichts mehr und man hat am 30. Spieltag sozusagen den Klassenerhalt erreicht. Dann sind wir schon, ja im Juni waren wir jetzt schon. Wir gehen Richtung Mitte Juni. Wir fahren nach Hamburg, leider nur als Verein. Ich wäre natürlich auch gern hingegangen, weil das immer so eines der Highlight-Spiele natürlich ist, weil ich vor Ort sein kann, weil die Stimmung immer gut ist und man nie verliert. Dieses Jahr ist es dann passiert. Vielleicht hat es auch was Gutes, dass diese Niederlage bei Sankt Pauli keiner mitbekommen hat so wirklich und keiner dabei sein sollte. Auf jeden Fall verlieren wir dann 2:1. Sind zur Halbzeit schon 2:0 hinten. Gonta als alter Sankt Paulianer macht sogar noch das 2:1, aber mehr ist es dann eben nicht. Und da ganz spannend, es ist die erste Niederlage gegen Sankt Pauli seit 2013. Da haben wir 2:0 zu Hause verloren. Dann danach zehn Spieltage ohne Niederlage gegen Sankt Pauli. Hoffen wir mal, dass das nur eine Ausnahme war und nächstes Jahr Sankt Pauli wieder der Angstgegner wird, der es bisher immer war. Also Niederlage aus Hamburg, gehen ins nächste Heimspiel, verlieren das auch wieder. Auch da wieder zwei Niederlagen am Stück gegen Bochum, die damals auch super nach der Corona-Pause aus den Löchern gekommen sind. Auch da 2:0 zur Pause hinten. Kupusovic, hoffe, ich spreche ihn richtig aus, macht in der 95. Minute, nachdem er in der 90. eingewechselt ist, das einzige Tor. Hat irgendwie nur sechs, sieben Minuten in der ganzen Saison gespielt, aber ein Tor gemacht. Das kann er sich auch in seiner Vita irgendwie anrechnen lassen. Super Quote. Ein Zweitligator in sechs Minuten gemacht hat. Dadurch aber vielleicht der negative Höhepunkt in der Saison nach 32 Spieltagen und den zwei Niederlagen jetzt, sind wir abgerutscht auf Platz elf, weil du hast gerade gesagt, die Punkte schon echt sehr eng in dieser Region waren. Da sind wir das erste und dann auch danach, weil danach kommen ja noch zwei Siege, das erste Mal in die zweite Hälfte gerutscht. Also war nur einmal in der ganzen Saison in der zweiten Tabellenhälfte, jetzt hier auf Platz elf. Das sollte eben auch nur ein Ausrutscher sein am 32. Spieltag. Vielleicht hier noch mal, weil das so für mich auch so nennenswert für die Corona-Krise auch war. Das war der Spieltag, wo Dresden tatsächlich, jetzt nicht rechnerisch, aber so gut wie abgestiegen ist, weil sie nämlich ihr Spiel in Kiel verloren haben, 0:2 mit dem dann auch legendären Interview von Chris Löwe, dem alten Plauener, der hier dann wirklich schon sehr stark mit seinen Emotionen kämpfen musste beziehungsweise er hat nicht damit gekämpft, sondern hat sich echt herausgelassen und seinen Frust in die Sky-Kamera einfach mal hineingeschrien. Ich habe es noch mal herausgesucht, ich habe nichts dagegen, dass Dresden absteigt und finde es eigentlich auch ganz gut. Das ist grundsätzlich super. Ich habe nichts Großes für den Verein übrig, aber wenn man halt mal sieht, wie gebeutelt sie waren nach Corona und klar haben sie auch im Vorfeld eine echt schwache Saison gespielt und in Zweifel auch dann sportlich verdient abzusteigen, aber sie mussten neun Spiele in 29 Tagen machen. Also die hatten 29 Tage für neun Spiele. Das heißt, das ist nicht mal an jedem dritten Tag oder sagen wir mal, alle drei Tage mussten die ein Profi-Fußballspiel dann machen in einer Zeit, wo dann ja immer noch viel von Corona gesprochen wurde und diskutiert wurde. Sie haben dort aus den neun Spielen zwei Siege, zwei Unentschiede und fünf Niederlagen geholt. Das muss man schon mit ins Gewicht bringen, wenn man über den Abstieg von Dynamo dieses Jahr spricht. Ob es jetzt daran lag, das würde ich jetzt nicht sagen wollen, aber ich finde schon, dass sie benachteiligt wurden durch die Regelungen, für die sie dann vielleicht auch nichts konnten und am Ende dann abgestiegen sind. Klar hätten sie mehr Punkte auch im Vorfeld holen können, aber wirklich trauern will in der Phase natürlich keiner. Nein, wie du schon richtig gesagt hast, Dresden war halt wirklich gebeutelt und ich denke, mit dem Kader, den sie auch zusammengehabt hatten zu dem Zeitpunkt, hätten sie auch noch eine realistische Chance gehabt. Ich persönlich finde es insofern schade, es gibt kein Derby mehr und Aue ist jetzt sozusagen die einzige Ostmannschaft in der zweiten Bundesliga, was ich wirklich sehr schade finde, weil Rostock hat es ja am Ende dann auch nicht geschafft, aufzusteigen. Ja, ich finde, so eine gewisse Rivalität gehört dazu und aber ich denke, so ein richtig schönes Ostderby in der zweiten Liga auch aus meiner Sicht. Ja, dann schauen wir mal, ob sie nächstes Jahr wieder aufsteigen. Wobei nächstes Jahr steigen wir ja wieder ab nach fünf Jahren. Genau, jetzt hast du es schon gespoilert. Jetzt kennen wir unsere Serie nicht mehr. Wir machen noch die letzten zwei Spiele der Saison, dann haben wir es auch durch. 33. Spieltag, Heimsieg gegen Hannover 96. Wie gesagt, nach zwei Spielen vorher ohne Sieg, dann mal wieder Hannover zu Hause geschlagen, was man ja auch erst mal machen muss. Da auch wieder vielleicht so ein typisches Spiel für die Saison, dass Hannover eigentlich spielerisch besser war, aber Aue dann doch in den richtigen Momenten, gerade mit den Topstürmern Despotovic und Krüger da zwei Tore machen und am Ende Ducksch nur das 2:1 machen kann. Aber auch da sind wir einfach wieder auf den neunten Platz hochgerutscht, um dann am Ende sogar im letzten Spiel in Regensburg, die uns ja auch wirklich sehr liegen, auch noch 2:1 zu gewinnen, kurz vor Schluss mit Sulejmani, mit seinem ersten Tor in der ganzen Saison, dann wirklich den Auswärtssieg holen, den zweiten Auswärtssieg in der Saison. Das erste Spiel in Fürth haben wir gewonnen, das letzte Spiel in Regensburg haben wir gewonnen. Also ich glaube, so die grenzenden Spieltage, eingrenzenden Spieltage liegen uns und Bayern liegt uns wahrscheinlich. Also es sollen vielleicht mehr bayerische Vereine aufsteigen. Ingolstadt hat es ja leider nicht geschafft, aber gut, Nürnberg ist drangeblieben. Haben wir denn in Nürnberg schon mal gewonnen? Also ich kann mich nicht erinnern. Glaube ich auch nicht, aber lass mir jetzt meine Illusion mit Bayern nicht. Vielleicht hier noch mal, 34. Spieltag, Jendrusch, Note zwei, gut gehalten, kann ich mich noch erinnern. Muss man auch mal sagen, es ging zwar für beide um nichts mehr, aber trotzdem da den Kasten fast zu null zu halten. Gut gemacht. Tobias, hattest du noch etwas? Genau, also man muss auch sagen, Nürnberg liegt aber auch, glaube ich, mehr so im fränkischen Gebiet. Also die Franken legen ja immer großen Wert darauf, dass sie nicht zu Bayern gehören. Das stimmt. Das mache ich aber extra. Sind aber auch schon Kriege deswegen geführt worden, wie man hört. Das stimmt. Gut, Saison abgeschlossen. Wir sind alle happy, glaube ich. Corona hat uns das, glaube ich, etwas verhagelt, dass wir dann die letzten Spiele noch richtig genießen konnten. Aber ja, wie seht ihr es? Platz sieben ist top aufgestiegen. Stuttgart, Bielefeld, Heidenheim hat es dann in der Relegation nicht geschafft. Hier ja in der Stadt, ganz spannend, HSV schafft es nicht, weil sie doch am Ende dann trottelig in Heidenheim am vorletzten Spieltag verlieren und dann noch obertrottelig am letzten Spieltag gegen Sandhausen 5:1 verlieren. Damit bleibt der HSV uns nächstes Jahr erhalten und wir haben ein Auswärtsspiel hier in Hamburg und dann ja auch wieder ein glorreiches Heimspiel gegen den HSV. Dresden, Wiesbaden sind abgestiegen und von unten, jetzt helft mir noch mal, Braunschweig ist aufgestiegen. Von Würzburg. Von Würzburg. Würzburg hat auch ein sehr schönes Stadion. Kann man mal hinfahren. Meinst du das ernst oder ist das jetzt Ironie? Es ist eine sehr schöne Lage. Es gibt einen schönen Biergarten nebenan. Es ist auch eine ganz schöne Stadt am Fluss und es ist auf jeden Fall gammelig. Es gefällt dir wahrscheinlich. Und Braunschweig ist auch top als Stadion. Das stimmt. Was habt ihr noch zur Saison zu sagen? Euer kurzes Fazit. Als kurzes Fazit kann man sagen, wir haben die Klasse gehalten aufgrund unserer überragenden Heimspielbilanz, aufgrund unserer vielfältigen Vorlagengeber, allen voran Florian Krüger, aber auch unserem kongenialen Jan Hochscheidt. Ich denke, wenn wir den nicht hätten, dann würde es bedeutend schlechter aussehen. Martin Männel hat eine super Saison gemacht. Wir hatten eine super Achse im defensiven Mittelfeld und man muss auch ganz klar sagen, unser Torverhältnis ist für Aue-Verhältnisse gar nicht mal so schlecht. Wir hatten am Ende glaube ich, bloß minus zwei. Es war eine schöne Saison, es war eine aufregende Saison und die Saison macht definitiv Lust auf mehr Aue-Fußball. Auch auf die fünfte Zweitliga-Saison? Sehr gut. Martin, hast du noch ein Fazit? Ich würde sagen, gerade weil wir noch mal durch die Spiele gegangen sind, man sieht zwei Sachen. Erst mal, wir sind abhängig von sehr wenigen Einzelspielern. Wenn die fehlen, dann geht es auch ganz klar schlechter. Gerade bei Martin Männel haben wir es auch gesehen hinten, wie viel Stabilität er bringt. Testroet, Krüger vorne, auch Riese, der eine hervorragende Saison gespielt hat. Die Abhängigkeit von einigen wenigen ist eklatant und wie viel Spielglück eigentlich in der Saison darin war. Wenn wir durch alle Spiele durchgehen, wie viele Spiele wir eigentlich souverän gewonnen haben, das ist eine Handvoll Spiele, wo man sagt: „Ja, das war jetzt auch ein guter Sieg und das ist sehr viel Spielglück in beide Richtungen, aber auch so, dass ich sagen würde, wenn du teilweise noch ein bisschen mehr Spielglück gehabt hättest, wo wäre dann die Saison geendet?“ Ich habe mir oft gedacht vor den Auswärtsspielen, da muss jetzt noch mehr darin sein und mir wurden dann auch viele Auswärtsspiele zu sehr hergeschenkt. Das ist natürlich etwas, wo man noch arbeiten muss. Diese Auswärtsschwäche, wenn wir das endlich noch ablegen, dann kann man sich echt etwas länger und etwas nachhaltiger da oben in dieser ersten Hälfte, in diesem ersten Drittel festbeißen. Und ich glaube, wenn man sich vermutlich so eine Statistik wie die Expected Goals anschaut, dann wird Aue da sehr gut abgeschnitten haben. Dass sie einfach eine Überperformance haben in der Punktausbeute. Definitiv, ja. Und das ist eigentlich eklatant. Und vor allen Dingen auch, dass man da vielleicht nicht Elfter geworden ist, dann wäre es offensichtlicher geworden als jetzt mit dem siebten Platz, der dann schon sehr viel Kitt darüber knallt. Das stimmt. Über die Probleme. Ich habe übrigens noch einen statistischen Fakt, der deine Aussage ganz klar belegt, dass viele Aue-Spieler einfach am Leistungslimit oder sogar schon überperformt haben. Es gibt einen Gesamt-Kicker-Notendurchschnitt von 3,37 und damit ist Aue auf Platz vier der Kicker-Rangliste, was natürlich auch ein ganz starker Indikator ist, dass einfach vieles überdurchschnittlich gut gelaufen ist. Und wir haben mit Martin Männel insgesamt auch den notenbesten Spieler der gesamten Zweitliga-Saison. Insofern hat uns viel in die Karten gespielt und ich denke, in Aue fährt man trotzdem immer gut, mit einer gewissen Demo zu fahren. Es ist jetzt nicht zu erwarten, dass wir das die nächste Saison so in der Form wiederholen werden. Und deswegen auch für mich, um es mal festzuhalten: Für mich ist Martin Männel der Spieler der Saison. Jetzt unabhängig, was Krüger für eine Entwicklung gemacht hat, Testroet, dass er Tore gemacht hat, Nazarov, der Tore gemacht hat, Mihajlović, der eine super Hinserie in der Verteidigung gespielt hat. Ich glaube, was Martin Männel hier für Punkte gehalten hat für uns, dass es dann eben auch mal reicht, 1:0 zu gewinnen oder 2:1, 3:1. Das muss man Martin sehr hoch anrechnen und ihn demnach auch für mich relativ klar zum Spieler der Saison küren. Wie seht ihr das? Ich habe noch eine Statistik, will ich noch nachliefern. In der Chancenverwertung ist Aue auf dem vierten Platz hinter Bielefeld, Bochum und Stuttgart. Das zeigt auch noch mal die Effizienz im Angriff. Mein Spieler der Saison ist Nazarov. Warum? Weil er so viele wichtige Tore gemacht hat. Okay. Tobias? Also mein Spieler der Saison ist auch Martin Männel, aber der zweitwichtigste Spieler der Saison ist nämlich Jan Hochscheidt, weil er, glaube ich, unglaubliche Wege läuft. Auch das, was ich mir in den Relives, die ich mir angesehen habe, der läuft unglaubliche Wege und der macht immer auch gerne die Vorvorbereitung für Tore. Das ist so unser Unterschiedsspieler und ohne den würde das auch bedeutend schlechter laufen. Von daher gehen. Das war einer der wichtigsten Schachzüge, ihn da wieder zurückzuholen. Er hat zwar jetzt auch ein gewisses Alter und man sieht ihm auch manchmal einen kleinen Wohlstandsbauch vorne an, aber das ist echt ein Spieler, wie du es gesagt hast, ein Unterschiedsspieler und der einfach auch Dinge macht, mit denen der Gegenspieler so nicht rechnet. Das merkt man ganz oft im Spiel. Auch welche Tore er, aus welchen Situationen er versucht, Tore zu erzielen und tatsächlich dann auch von der Technik her es hinbekommt, Tore zu erzielen oder einfach Tore vorlegt. Das ist schon faszinierend. Ich glaube auch ein sehr geniales Duo mit Florian Krüger hergestellt. Das gefällt mir sehr gut, aber trotzdem würde ich hier den mahnenden Zeigefinger heben. Die Kollegen, die jetzt hier auch angesprochen werden, die werden auch nicht jünger. Und Verletzungsanfälligkeit kommt dann noch irgendwie mit dazu und jetzt war Mendel ja auch am Ende der Saison auch noch mal verletzt und hat sich, glaube ich, auch an der Schulter operieren lassen. Lass mal zwei, drei von diesen Schlüsselspielern irgendwie entweder ausfallen oder einfach formschwach sein, dann sieht es echt sehr mau aus, weil dann eben auch das Spielglück naheliegend so nicht dir zugutekommt und du echt vielleicht auch mal so eine Saison relativ weit unten starten musst und unten drin hängst. Das kann schon echt ein Problem werden. Deswegen umso interessanter, was sich eben auf dem Transfermarkt tut und ob es Aue mal wieder schafft, passende Spieler, die ins System passen und die zum Verein und zur Region auch passen, findet und sie integriert. Also Helge Leonhard und Michael Vogt haben ja in dem Video auch da erst mal noch nichts dazu gesagt, aber ich glaube, im Hintergrund wird schon viel gearbeitet. Ich finde, das ist auch notwendig, weil man ganz sicher auch so Schlüsselpositionen mal mit einem Backup besetzen muss, der dann aber echt auch ein echter Backup ist und im Zweifel auch mal einige Spiele tatsächlich von Anfang an spielen kann, um die dann doch etwas älteren Herren zu entlasten. Das gucken wir uns an, wenn wir dann die neue Saison beachten und dann vielleicht irgendwann im September auch mal über Neuzugänge sprechen können. Genau. Ich finde, wir sollten jetzt über eine ganz wichtige Sache noch sprechen. Und zwar, welchen Name soll denn dieser Podcast denn haben? Was sind denn da eure Vorschläge? Also erst mal so zusammenfassen: Mir hat es viel Spaß gemacht jetzt hier, dass die zwei Stunden schon fast umgegangen sind. Das hat man so nicht gemerkt und auch mal schön über so eine sehr positive Aue-Saison mal so etwas ausführlicher dann auch mit euch zu sprechen. Ich hoffe, den Hörern hat es dann auch gefallen. Deswegen auch da noch mal die Bitte gerne um Feedback. Wer auch immer das hört, gebt uns das mal gern zurück, ob das für euch ein Format ist, mit dem ihr gut umgehen könnt. Wie gesagt, ich habe es vorhin schon gesagt, das werden nicht immer Zwei-Stunden-Blöcke, sondern wir planen eher mit kürzeren Podcasts, aber jetzt für den Anfang wollten wir einfach mal so eine Bombe raushauen. Ja, Name des Podcasts. Ich habe mir mal so ein paar Gedanken gemacht. Wir haben ja mal die Idee jetzt einfach erkoren, lasst doch mal die Hörer oder Feedbackgeber entscheiden, die diese Pilotfolge hören. Jeder macht mal einen Namensvorschlag und die Hörer sollen entscheiden, was der passende Name für diesen Podcast ist. Ich habe mich mal an unserem legendären Fangesang orientiert, zwei gekreuzte Hämmer und ein großes W. Tichte ich um und ich schlage vor, dass dieser Podcast heißt, „Zwei gekreuzte Mikros“, vielleicht mit dem Nachsatz, „und ein großes Bier“. Weil das steht hier vor mir und will dann irgendwann mal getrunken werden. Ich schlage vor, der Podcast heißt „Zwei gekreuzte Mikros, der Aue Podcast“. Martin, was sagst du denn? Ich habe eine weitere Aue-Legende bemüht, und zwar der Aue Nudeltopf, der auch gerade unter Groundhoppern und Auswärtsfans berühmt-berüchtigt ist und mir dann überlegt, dass man vielleicht so was in die Richtung Nudeltopf-Podcast gehen könnte oder Nudeltopf-Pod. Und dieser Name wird dann aber leicht umständlich auszusprechen und deshalb ist meine Kurzform davon der Nudelpod, als Wortspiel zwischen Nudel, Nudeltopf und Podcast, Nudelpod. Und dann natürlich auch im Untertitel Nudelpod, der Aue Podcast. Nudelpod, der Aue Podcast. Matthias. Und mein Vorschlag ist aus der Tiefe, aus dem Schacht, Aue Fanperspektiven in Anlehnung dessen, dass wir jetzt nicht direkt in Aue sind, sondern aus ganz unterschiedlichen Teilen Deutschlands auch auf Aue gucken. Sag noch mal bitte. Aus der Tiefe, aus dem Schacht, Aue Fernperspektiven. Da brauchst du ja schon fast zwei Zeilen, wenn du den ausschreibst, oder? Mal gucken. Das ist ein Vorschlag. Guter Name. Absolut. Das heißt, wir fassen noch einmal zusammen. Sag bitte noch mal, Tobias. Aus der Tiefe, aus dem Schacht und so als Untertitel Aue Fernperspektiven. Also aus der Tiefe, aus dem Schacht, es würde im Grunde auch reichen. So, wir haben Martin mit dem Nudelpod. Genau. Und wir haben meine „Zwei gekreuzte Mikros, der Aue Podcast“. Drei Möglichkeiten entscheidet ihr. Mal gucken, ob wir das demokratisch machen oder ob wir dann doch am Ende entscheiden. Aber auch das, liebe Hörerinnen und Hörer, gerne uns ins Feedback geben, was ein passender Name für unseren Aue Podcast ist. Damit glaube ich, schließen wir die Runde. Habt ihr noch was zu sagen? Martin? Ich wünsche allen Hörern eine schöne Woche, eine schöne Sommerpause vor allen Dingen und denkt daran, dass ihr auf den Amateursportplatz wieder gehen dürft um die Ecke. Tobias? Ja, ich wünsche auch allen Hörerinnen und Hörern eine schöne Sommerpause. Genießt die Zeit und ich hoffe, ihr könnt wieder ganz viel Vorfreude sammeln auf die nächste Aue-Saison und natürlich auch auf den nächsten Podcast dieser Reihe. Genau. Da schließe ich mich auch an. Schöne Sommerpause. Geplant ist, jetzt das Feedback einzusammeln, wie es ankam, ob ihr mit dem Format zurechtkommt, ob ihr auch mit uns zurechtkommt. Das würde uns freuen, wenn wir da ein Feedback bekommen. Ich glaube, Wege werden sich finden, mit uns in Kontakt zu treten. Danach ist eine weitere Pilotfolge geplant, das ungefähr wahrscheinlich so im September, wenn wir jetzt mal von ausgehen. Ich glaube, 11. September ist die erste Pokalrunde geplant, dass wir so Anfang September dann einfach noch mal eine Folge aufnehmen, wo wir uns dann die neue Saison angucken, wo wir uns die neue Mannschaft angucken, wo wir vielleicht auch noch mal das Augenmerk auf die Corona-Zuschauersituation dann legen werden. Und ja, würden uns freuen, wenn euch der Podcast gefällt, wenn ihr wieder mit dabei seid. Und ja, jetzt erst mal eine schöne Sommerpause, schönen Urlaub und bis bald. Macht es gut. Tschau. Tschöli.