Folge 0: Saisonrückblick 2019/20
09.09.2020 131 min Florian Dawin, Tobias Düsterdick, Martin van Elten
Zusammenfassung & Show Notes
Boom!
Das ist sie, die Pilotfolge unseres neuen Formats "Zwei Gekreuzte Mikros - Der Auepodcast".
Um die Technik zu testen, haben wir uns für den Piloten einmal das Thema "Rückblick auf die Saison 2019/20" ausgesucht. Dazu gibt es eine kurze Vorstellungsrunde von uns (Martin, Tobias und Thomas) und als Highlight den emotionalen Ausbruch von Tobias zum Ende des 4:3 gegen Nürnberg aus dem Herbst 2019. Es wird lustig…
Hört gerne mal rein! Wir freuen uns auf euer Feedback.
In diesem Sinne: Immer wieder Wismut Aue!
Links:
- Kader FC Erzgebirge Aue in der Saison 2019/20 bei Transfermarkt.de
Transkript
Hallo und herzlich willkommen zur Pilotfolge des neuen und
bisher namenlosen Podcasts über Wismut Aue und Erzgebirge
Aue. Hinter dem Projekt stecken Martin.
Hallo.
Tobias.
Hallo.
Und ich. Ich bin Thomas. Hi. Das Ganze ist für uns und
sicher auch für euch jetzt erst einmal eine Probe.
Wir wollen versuchen, das Medium Podcast auszuprobieren, ob es für
uns Aue-Fans auch funktioniert, hierüber in Austausch zu kommen, gewisse
Dinge unseres Lieblingsvereins zu diskutieren.
Und wir sind da selbst auch schon ganz gespannt, wie das so funktioniert und sind
natürlich auch ganz gespannt, welches Feedback ihr uns jetzt gerade hauptsächlich
über diese Pilotfolge gebt. Eins vorweg, bevor wir uns dann näher
vorstellen: Ihr kennt sicherlich den Steigerfunk von Sören Schneider.
Ist ja jetzt auch der erste Podcast, der vor wenigen Wochen aktiv
geworden ist. Sören selbst ist ja sehr aktiv und ein bekannter Hund in
Aue,
kommentiert zum Beispiel beim Blindenradio und hat auch noch eine ganze
Menge an weiteren Aktionen im Verein und für den Verein gemacht.
Und ich habe mich auch im Vorfeld mit ihm einfach abgestimmt und auch etwas
diskutiert, ob wir vielleicht unsere Ideen zum Thema Podcast miteinander
kombinieren wollen und merken jetzt aber, wir wollen das Ganze erst
einmal testen. Also auch gerade wir wollen versuchen,
mal auszuprobieren, ob das Format Podcast überhaupt funktioniert.
Erst einmal vielleicht auch technisch oder auch zwischen uns dreien, ob wir das
regelmäßig hinbekommen, einen Podcast über Aue aufzunehmen.
Und mit Sören gemeinsam haben wir dann auch gemerkt, dass die Konzepte
tatsächlich unterschiedlich sind und sich aber inhaltlich ganz gut
ergänzen und wir eigentlich keine Konkurrenz in dem Sinne zueinander sind.
Deswegen ist alles gut und wir wollen, wie gesagt, erst einmal testen und
sehen, was die Zukunft bringt. Vielleicht gibt es auch in Zukunft einmal eine
Möglichkeit, gemeinsam etwas aufzunehmen.
Und wir sind uns sicher, die Aue-Fanszene ist echt groß genug, dass sie auch zwei
Podcasts nebeneinander verträgt, dadurch, dass sie auch unterschiedliche
Inhalte sicherlich beinhalten wird.
Und wenn ihr es noch nicht gemacht habt, kann ich auf jeden Fall empfehlen, mal in
die Folgen vom Steigerfunk reinzuhören.
Das ist schon echt gut, was Sören da mal wieder auf die Beine gestellt hat.
Aber jetzt zu uns: Vielleicht sollten wir mal ein paar Sätze am Anfang zu uns
sagen. Ja, Jungs, wie das sonst normalerweise auch im Podcast
geschieht. Martin, wer bist du? Wo kommst du her und
wie und wieso bist du zum Aue-Fan geworden?
Ja, ich bin Martin. Ich komme aus Potsdam, also ich wohne in Potsdam,
komme aber ursprünglich aus NRW,
Region Niederrhein. Und es ist so ein bisschen so:
Für mich gilt der Satz von Nick Hornby „Man sucht sich den Verein nicht
aus, sondern der Verein sucht dich aus.“ Also
ich bin dann mehr oder weniger mit dem Studium hineingewachsen, dadurch,
dass ich auch ein paar Kontakte hatte, die regelmäßig nach Aue gefahren sind und
mir hat das Stadion sehr gut gefallen.
Das Stadionerlebnis
finde ich schon auch einzigartig, auch im Vergleich zu anderen Vereinen in
Deutschland und vielleicht Vereine, wo man früher häufiger war.
Aber mein erstes Aue-Erlebnis ist so
2008 gewesen, zweite Liga damals.
Und war das schon der beste Aue-Moment, wo du das erste Mal ins Erzgebirgsstadion
gekommen bist? Oder was war dein bester Aue-Moment?
Also ich würde sagen, auf jeden Fall ein sehr guter Aue-Moment war das erste
Auswärtsspiel auf Sankt Pauli, aber der allerbeste Aue-Moment ist
natürlich die Relegation gegen Karlsruhe gewesen, wo Sören Bertram
unseren Alleingang dann zum Klassenhalt schießt und
eigentlich
sich unsterblich macht in Aue.
Natürlich auch mit seinem Abgang jetzt ein bisschen,
hat man ihm dann das Denkmal da nicht gebaut, was er eigentlich verdient hätte.
Wobei er natürlich auch heute noch sehr gut auf Aue zu sprechen ist.
Wie ich letztens in einem Podcast gehört habe, hat er Helge Leonhardt sehr gelobt.
Ja, aber Denkmäler baut man ja auch erst, wenn man ins Zweifelsfall auch ablebt
oder bei einem Fußballspieler vielleicht nach der Karriere.
Also ist ja noch alles dran. Ja, spannend.
Und Sankt-Pauli-Spiele sind natürlich immer super.
Das muss man natürlich auch dazu sagen. Ja, der Dritte im Bunde, Tobias.
Wer bist du? Wo kommst du her? Wann und wie bist du Aue-Fan geworden?
Hi, also wie gesagt, ich bin Tobias.
Ich bin 32 Jahre jung, wohne aktuell im Raum
Dresden. Ich arbeite hier auch gerade in der Klinik und komme aber ursprünglich
aus der Region Leipzig und ich bin schon früher als
Schüler zu Aue immer gefahren, noch zu Zeiten von Gerd Schädlich,
teilweise durch den tiefsten Aue-Winter.
Und das Studium hat mich dann erst mal in den Thüringer und finnischen Raum
verschlagen und hat mich dann wieder zurück nach Dresden geführt.
Und so richtig fest dazugekommen zu Aue bin ich in der letzten Abstiegsaison
2014/2015. Das war ein
Fiebern die ganze
zweite Halbserie und das DFB zwei ein einziges Fiebern, ein einziges Auf und Ab
und hat da seinen traurigen Höhepunkt im Heidenheim-Spiel
gefunden, wo wir abgestiegen sind.
Und
ja, was ist mein bester Aue-Moment?
Da gibt es irgendwie ganz viele und da kann ich mich auch ganz schwer festlegen.
Also einerseits der Aufstieg die Saison drauf, also
2015/2016, insbesondere das Spiel in Köln,
der Klassenhalt unter Domenico Tedesco, insbesondere dort das Nürnberg-Spiel
oder auch natürlich das Relegationsrückspiel gegen
Karlsruhe. Das war ein großartiger Tag und
ein Spiel, wo ich aber nicht persönlich im Stadion war, war auch das
Aue-Frankfurt-Spiel und natürlich auch ganz viele Spiele auch gegen Dynamo
Dresden. Also es gibt ganz viele tolle Spiele, an die ich mich
bei Aue einfach gerne zurückerinnere.
Und ich bin auch wirklich sehr gerne im Erzgebirge, weil ich einfach die Stimmung
dort mag, weil ich die Menschen dort mag, weil es dort auch egal ist, woher du
kommst oder wer du bist, sondern du bist dort einfach ein Teil von Wismut Aue oder
von Erzgebirge Aue. Und dieses Underdog-Sein, das finde ich eigentlich
richtig cool und richtig schön. Deswegen komme ich auch immer wieder gerne her.
Und das wollen wir ja auch so ein bisschen über den Podcast rüberbringen.
Und ja, liebe Hörer, ihr habt es vielleicht schon gehört, jetzt
Potsdam, Dresden. Ich bin Thomas, geboren und
aufgewachsen im Vogtland, dann umgezogen, elf Jahre in Frankfurt
gelebt, jetzt seit sechs Jahren sehr glücklich hier in Hamburg.
Potsdam, Dresden, Hamburg. Es ist tatsächlich eine
Zusammensetzung und ihr zwei, wir drei, so
gut kennen wir uns tatsächlich auch nicht und haben uns über den Fußball
kennengelernt und
haben uns regelmäßig geschrieben in WhatsApp-Gruppen und dann auch ab und zu mal
bei
Auswärtsspielen auch mal im Heimspiel getroffen.
Aber
ich glaube, wir drei, das ist so eine spannende Konstellation, können tatsächlich
auch mal den Blick von außen auf den Verein legen und das ist eigentlich auch so
der Hauptpunkt, was wir im Podcast machen wollen.
Einfach mal etwas von außen,
vielleicht auch gerade nicht aus dem Erzgebirge heraus,
den Verein betrachten, vielleicht auch gewisse Dinge
etwas zu erklären, weil ganz häufig auch in meinem Freundeskreis,
Kollegenkreis wird man schon recht häufig auf Aue angesprochen.
Ganz oft positiv, was das für ein toller Verein ist, kleine Stadt,
alles, was man ja auch mehrfach jetzt schon gehört hat und was irgendwie schon
etwas ausgelutscht ist, aber wie der kleine Verein Erzgebirge Aue
sich in der zweiten Liga hält und die großen Vereine im Osten steigen
alle ab. Grüße nach Dresden. Und Aue schafft es halt irgendwie Jahr
für Jahr dann, sich dann doch zu halten und wenn sie mal absteigen, dann steigen
sie sofort wieder auf.
Plus
die Fanszene, die glaube ich auch so ein
eigenes
Standing hat und auch eine eigene Wahrnehmung hat, wenn man zu
Auswärtsspielen kommt. Gerade hier, du hast ja vorhin schon gesagt, ich
bin, weil ich in Hamburg lebe, halt ganz oft bei diesen norddeutschen Spielen dabei
und Sankt Pauli ist halt jedes Jahr irgendwie so ein Highlight, weil sich da
irgendwie auch schon ein paar Freundschaften aufgebaut haben.
Ich glaube, jeder von uns, Martin, Tobias, waren auch schon im Millerntoren-Podcast
irgendwie eingeladen und haben da die Spielvorbetrachtung,
Nachbetrachtung mit den
Jungs da gemacht.
Ja, und das wollen wir so ein bisschen hier aufnehmen.
Unser Konzept ist dann etwas anders, aber kommen wir gleich dann noch
drauf zu sprechen.
Ja, dann würde ich sagen auch legen wir los und zeigen den
oder
werden den Hörerinnen und Hörern einfach mal unser Konzept
nahebringen. Wie ihr am Anfang schon gehört habt, wir haben bisher noch gar
keinen Namen. Da werden wir am Ende der Folge, der Pilotfolge,
noch mal euch gern was mitgeben und noch mal auf unseren Namen zu
sprechen kommen, den es so bisher noch nicht gibt.
Aber vielleicht, Tobias, kannst du
mal unseren Hörer aufzeigen, welches Konzept wir mit dem Podcast verfolgen oder
vielleicht auch gerade mit der ersten Testfolge, mit der ersten Pilotfolge, die wir
jetzt aufnehmen.
Genau, also zum Allgemeinkonzept kannst du dann gerne was sagen und ich würde
jetzt etwas zur ersten Folge sagen wollen.
Und zwar, wir wollen heute einen Rückblick wagen auf die abgelaufene Saison.
Wir wollen die Spiele im Schnelldurchlauf Revue passieren lassen und gerade
auf jene insbesondere eingehen, wo wir einfach selber dabei waren.
Wir wollen aber auch so ein bisschen gucken, wie hat es vor dieser Saison
ausgesehen, also vor der Saison 2019,
2020, wollen entsprechend neuen Abgänge bewerten und wollen
natürlich auch über den Weggang von Andre Meyer sprechen sowie über die Arbeit
unseres jetzigen Cheftrainers Dirk Schuster.
Aber Thomas, was ist denn jetzt das Konzept unseres Podcasts?
Was soll uns denn besonders machen?
Wir mit unserer gewissen Entfernung, glaube ich, können gewisse Dinge schon etwas
nüchterner einschätzen. Ich glaube, wir
sind recht gut vernetzt, auch in Freundeskreise, Bekanntenkreise, die
auch in anderen Fan-Szenen irgendwie aktiv sind.
Sind selbst, glaube ich, auch oft bei anderen Spielen von anderen Vereinen mit
dabei. Nichtsdestotrotz hängt ja trotzdem bei uns dreien das
große Herz an Wismut Aue und wir sind immer mit dabei.
Also ihr gerade hauptsächlich auch bei vielen Heimspielen und Auswärtsspielen.
Ich, wie gesagt, durch
Familie und Beruf dann eher nur bei den norddeutschen
Spielen mit dabei oder wenn ich mal zu Hause im
Vogtland bin, dann vielleicht auch mal ein Heimspiel.
Aber wir wollen, weil ich es vorhin so gesagt hatte, auch für Außenstehende, die
vielleicht weniger Kontakt mit dem Verein haben, das Ganze einordnen.
Das ist nicht mal so der Fokus. Also das wollen wir mitmachen und das ist auch uns
wichtig, aber wir wollen natürlich in erster Linie euch Aue-Fans
ansprechen und einfach da ein Medium bieten
über eine gewisse kontinuierliche Sendung.
Wir können uns vorstellen, so alle zwei, drei Wochen eine Sendung aufzunehmen.
Die wird sicherlich auch nicht so lang wie diese erste Pilotfolge.
Habt ihr schon gehört, Tobias hat es gesagt, wir wollen uns in dieser Pilotfolge
mal der kompletten letzten Saison widmen, versuchen das auch schon etwas zu
straffen, aber das wird sicherlich eine etwas längere Folge.
Zukünftig können wir uns gut vorstellen, über eine halbe Stunde, dreiviertel
Stunde, eine Stunde maximal, alle drei Wochen
ungefähr mal auf die letzten Spiele zurückzublicken. Was ist passiert?
Was ist rund um den Verein geschehen?
Wo waren wir bei Spielen mit dabei und können vor Ort etwas berichten?
Und entsprechend auch dann noch mal einen kleinen Ausblick auf die kommenden
Spiele, die dann immer bei uns vor der Tür
stehen, um da irgendwie noch mal ein Augenmerk drauf zu legen.
Aber ich würde sagen, Jungs, lasst uns loslegen mit dem Saisonrückblick.
Ich habe jetzt gar nicht auf die Uhr geguckt.
Wir haben ja schon jetzt gerade die Anfangsrede einige Minuten
gebraucht. Aber
Hauptthema heute: Saisonrückblick 2019,
2020. Also ich glaube unverhohlen eine ganz besondere Saison,
natürlich auch während Corona. Auf der anderen Seite auch für uns als
Wismut-Fans eine ganz tolle und auch sehr
zufriedenstellende Saison mit Platz sieben.
Das hätte man vor der Saison gar nicht gedacht.
Ich habe mir noch mal die Daten rausgesucht, wie wir die Saison zu '18 und '19
beendet haben. Wer sich noch erinnert, unter
Daniel Meyer haben wir dort mit Platz 14,
sagen wir mal, um einiges schlechter abgeschnitten als in dieser Saison.
Kann mich aber auch noch erinnern, dass wir jetzt
dennoch frühzeitig den Klassenerhalt damals gesichert haben.
Also mussten nicht weder in die Relegation noch irgendwie am letzten Tag zittern.
Das hat mit 40 Punkten dann schon ganz gut geklappt.
Ich glaube, am vorletzten Spieltag waren wir dann auf jeden Fall gesichert.
Abgestiegen ist ja mit Magdeburg ein großer ostdeutscher
Traditionsverein, aber ansonsten noch Duisburg und Ingolstadt in der
Relegation dann auch abgestiegen.
Ich habe es mir noch aufgeschrieben, 32.
Spieltag war irgendwie so sinnbildlich wie dieses Jahr. 32.
Spieltag, drittletzter Spieltag haben wir in Regensburg gespielt und da haben
wir vorletzte Saison 3:1 gewonnen.
Testroet hat dann eines seiner 15 Tore gemacht, der auch
so gefühlt der Mann der Saison zu '18 und
'19 war und wir, denke ich, als Aue-Fans dann auch
zufrieden in die Sommerpause gegangen sind.
Zufrieden, weil für uns Aue-Fans ja erst mal immer der
Klassenerhalt das Wichtigste ist.
Das haben wir in dieser Saison auch gut geschafft mit Platz
14 und sind dann
in die Sommerpause gegangen, die ja immer gekennzeichnet ist von Abgängen und
Zugängen.
Diesmal sogar auch eine gewisse
Ergänzung auf der Trainerbank
Mit dem Bruder von Daniel Meyer, Andre Meyer, haben wir ein
Familienmitglied der Meyers mit in den Verein geholt, der,
ich glaube, vorher in Luckenwalde war.
Das ist doch eigentlich dein Metier, Martin, oder? Wo war Andre Meyer vorher?
Andre Meyer war vorher bei Fürstenwalde.
Bei Fürstenwalde.
Fürstenwalde ist östlich von Berlin, Luckenwalde ist südlich von Berlin.
Siehst du? Es ist sogar ein Geografie-Podcast jetzt hier mit dabei.
Wir decken so viele Sachen ab.
Genau, das ist, glaube ich, eine ganz spannende
Geschichte, dass man hier den Bruder des Chefcoaches mit
auf die Bank holt. Was dann danach in der Saison passiert,
da werden wir kurz noch mal darauf eingehen.
Aber Tobias, du hast dir die Zu- und Abgänge in der Sommerpause mal angeschaut.
Genau, also sicherlich der teuerste Zugang kam von Dynamo
Dresden, das war Sören Gonther. Man hatte ihn da ein bisschen mehr oder minder vom
Hof gejagt. Er hatte dort bei den Fans in Iubbenstetten ein sehr gutes
Standing, wurde immer als der zweite Pressesprecher so leicht verächtlich
bezeichnet.
Hat sich dann aber, glaube ich, ganz gut etabliert, auch in der
Innenverteidigung. Auch geholt hatten wir den Nicolás Cesar, das ist ein
Deutsch-Argentinier, der kam vom VfR Aalen, der, glaube ich, damals in der
Regionalliga Südwest war. Offensiver Mittelfeldspieler, der sich
aber nicht durchsetzen konnte. Also der, glaube ich, so gut wie gar nicht gespielt
hat. Auch geholt hatten wir den Eric Majetschak von
RB Leipzig U19 und er war aber eine Zeit
verletzt und auch schon bei seiner Vorstellung hat man gesagt, dass es
eher jemand für die Zukunft ist, weil er auch erst 19 Jahre alt ist.
Ein ganz wichtiger Transfer, den aber praktisch der Präsident selber
getätigt hat, das war Marco Mihajlović.
Den haben sie sich vom PAOK Saloniki geholt und er ist
für mich auch einer der entscheidenden Spieler der
Saison. Er ist ein unglaublich starker Zweikämpfer, hat da unglaublich viel
Ordnung, unglaublich viel Ruhe reingebracht und ich denke, dass wir gerade
dem Marco Mihajlović ganz viele Punkte zu verdanken haben.
Und der kam auch, glaube ich, gar nicht erst am Anfang der Saison, sondern so ein
kleines bisschen später. Dann hatten wir auch noch den Hikmet Ciftci geholt.
Das ist ein Deutsch-Türke, den hat Meyer geholt von der
Kaderspieler Köln. Kam von Köln zwei aus der Regionalliga
West und
das hat am Ende auch nicht so durchsetzen können, hat den Verein dann ja auch
wieder verlassen. Auch ein ganz wichtiger Transfer war der Däne Jacob
Rasmussen, der kam vom AC Florenz, kam zur Halbserie
und hat da auch seine Sache richtig gut gemacht in der Innenverteidigung.
Es wäre schön, wenn wir den für ein Stück weit für die neue Saison noch mal binden
könnten. Also das ist wirklich ein Qualitätsspieler für Aue-Verhältnisse
gewesen, der auch wirklich diesen Glamour des
internationalen Fußballs nach Aue gebracht hat.
Auch mitgenommen hatten wir, glaube ich, den Christoph Daferner
vom SC Freiburg. Der wurde gerne eingewechselt und das ist ein
Stürmer, 21 Jahre jung und
ist, glaube ich, etwas schon noch unter den Erwartungen
geblieben. Nicht zu vergessen ist Nećas
Kupusović, ein 18-jähriger Stürmer.
Hat einmal getroffen, wenn ich mich recht entsinne,
ist eine Laie von Roter Stern gewesen und
ist dann aber auch wieder aus der Aue-Versenkung
verschwunden. Nicht zu vergessen sind natürlich die Neuzugänge
aus der
eigenen Jugend, nämlich Niklas Jack und der Paul
Horschig, jeweils aus der U19 und natürlich auch der Sascha
Härtel, der natürlich wiedergekommen war vom SV Lotte, der aber direkt
nach Zwickau weiter verborgt worden ist.
Luke Hemmerich kam auch zurück, aber der ist direkt dann wieder verkauft worden
nach Würzburg. Spannender sind eigentlich fast schon die Abgänge, würde ich
sagen. Und zwar, wie gesagt, Hikmet Ciftci hat uns wieder zur Halbserie
verlassen. Robert Herrmann, das ist ein ganz spannender Mann, den hatten
unsere Würzburger Kickers ausgeliehen.
Hat dort eine bombenstarke Drittligasaison gespielt, glaube ich mit drei Toren und
sieben Vorlagen und der wird auch wieder zurückkommen und wird sicherlich da auch
seinen Platz als linker Außenbahnspieler finden.
Genau, endgültig weggegangen ist der Luke Hemmerich und der Maximilian Schlosser,
der zum VfB Auerbach gegangen ist.
Genau, selbiges gilt natürlich auch für Paul Horschig, der ist auch zum VfB
Auerbach gegangen.
Persönlich schade fand ich, dass uns Mario Quasitch verlassen hatte.
Der ist zum Magdeburg gegangen in die dritte Liga, war dort aber viel
verletzt und konnte die dort in ihn gesetzten Erwartungen eigentlich nie so
wirklich ganz erfüllen.
Genau, verlassen hat uns eben-
Alles richtig gemacht, oder?
Tobias.
Wie meinst du das?
Na ja.
Sagen wir mal, natürlich schon eine persönliche Beziehung und er hat auch schon
gute Spiele in Aue gemacht. Tatsächlich, für mich war es
natürlich, er war
ein Zweitligaspieler, aber hat natürlich bei uns auch immer so zwischen Bank und
erster Elf hin- und hergeschwankt.
Und jetzt so rückblickend, man wünscht ihm natürlich nur das Beste, aber jetzt
rückblickend kann man ja als Verein schon sagen, in dieser Saison hätte er uns
wahrscheinlich sehr wenig geholfen und dann ja auch gut, dass er dann die Chance
in Magdeburg bekommen hat, sich leider verletzt hat, aber als Verein würde ich
jetzt mal sagen, haben wir da schon alles richtig gemacht.
Auch insgesamt würde ich ganz gerne noch mal auf die Transferpolitik
eingehen. Ich glaube, das war doch letzte Sommerpause,
wo auch von Helge Leonhard so etwas die Devise ausgegeben
wurde, wir versuchen taktisch jetzt so vorzugehen bei
Spielerkäufen, dass wir weniger auf einen tatsächlichen
Kauf gehen, sondern viele Spieler ausleihen. Und das war ja gekennzeichnet.
Du hast ja jetzt einige Minuten 18-, 19-, 20-Jährige
aufgezählt, die im Zweifel dann mal insgesamt zehn Minuten in der Saison
gespielt haben. Ich muss sagen, vor der Saison hat mir das Konzept eigentlich ganz
gut gefallen. Also die Idee,
Spieler auszuleihen, im besten Fall noch eine Kaufoption mit
dabei zu haben. Natürlich hat man bei einer Vielzahl von Spielern dann auch
die Gehälter zu zahlen, aber mit 18-, 19-,
20-Jährigen, glaube ich, ist es noch überschaubar und finde
ich immer noch eine gute Taktik, da zu sagen, okay, wenn von den drei, vier,
fünf Nachwuchsspielern irgendwie ein, zwei einschlagen und man noch eine
Kaufoption hat, ist das eigentlich ganz gut gelaufen.
Ich glaube, dieses Jahr wird es anders, weil Corona einfach den ganzen
Transfermarkt durcheinanderwirbelt.
Aber in der letzten Saison, in der letzten Sommerpause fand ich das eigentlich
einen ganz guten Zug von Helge.
Das stimmt. Letztlich gesehen, das ist mir auch in der Analyse noch einmal
aufgefallen, haben von den Neuzugängen, die gekommen sind, kaum welche
eingeschlagen.
Wir hatten natürlich den Sören Gontar, wir hatten den Jakob Rasmussen
und wir hatten den Marco Mihajlović, die wirklich ihre Sache sehr gut gemacht
hatten, aber gerade solche Nedjisk Kupusiewicz oder der Ferner,
die sind einfach ein Stück weit auch unter den Erwartungen geblieben.
Aber das sind ja genau diese 18, 19, 20-Jährigen, wo du sagst, wenn
es klappt, dann klappt es und wenn nicht, dann nicht.
Ich finde, gerade in der Defensive, jetzt mit Ausfall von Breitkreutz,
war es schon wichtig, sich in der Defensive zu verstärken und auch da muss man
natürlich erst einmal das Glück und Geschick haben, da geeignete Leute zu
holen. Und ich glaube, das kann man mal wieder sagen, das hatte der Verein
tatsächlich, mit Mihajlović, glaube ich, einen Top-Mann zu holen.
Kommen wir vielleicht am Ende der Saison, wenn wir die Spieler uns noch einmal
angucken, darauf,
warum er nicht gespielt hat oder einfach, dass er nicht mehr gespielt hat.
Aber ich fand ihn überragend in der Hinserie und ich glaube, der wird
auch seinen Weg machen, wenn er verletzungsfrei ist,
in welcher europäischen Liga auch immer.
Ist wahrscheinlich kein Top-Mann, aber trotzdem ist es, glaube ich, ein
Defensivspezialist, den man sicher bei dem einen oder anderen europäischen Verein
dann noch sehen wird. Ich fand ihn gerade echt super und Gontar ist
auch jemand, wo du eben sagst, das ist eben gerade kein 18,
19-Jähriger und den kannst du gut holen, weil du dir einfach sicher bist, der
bringt eine gewisse Konstanz hinein.
Der kennt die zweite Liga, der ist gewitzt und getrickst, der
kann sich hineinstellen, kennt die Gegenspieler und das ist
absolut kein Risiko gewesen, diesen Typen zu holen und
natürlich ein bisschen Glück gehabt dann, dass er sich jetzt nicht irgendwie groß
verletzt hat. Und natürlich hat er auch ein paar Schnitzer dann im Laufe der
Saison darin gehabt, aber
wir sind nun mal das Mut Aue und kein HSV, die um den Aufstieg mitspielen.
Ja, das stimmt. Also Sören Gontar hat wirklich sehr gute Spiele gemacht und ich
glaube, der hat relativ viele Elfmeter auch verursacht.
Ich glaube, so fünf. Also wenn ich jetzt mal ganz roundabout zähle,
aber da war ja auch nur das Ende von einer Fehlerkette.
Aber es gibt einen Abgang, um den ich persönlich sehr getrauert habe, und zwar das
ist Emmanuel Iyoha.
Das ist der, der Saison davor wirklich bombenmäßig sich entwickelt hatte,
der einfach superschnell war, der superschnell über die Außenbahn kommen konnte,
der ein super Stellungsspiel hatte, der auch ein bisschen Bums im Schuss
hatte. Das ist schade, aber ich weiß schon, was du meinst.
Du hoffst natürlich immer, dass du ein paar Emmanuel Iyohas dabei hast,
aber die Trefferwahrscheinlichkeit ist halt auch nur gegeben, weil
wenn ich mal weiter aufzähle, wer auch dann noch den Verein verlassen hat, ist zum
Beispiel der Ole Käuper, der mit ganz vielen Vorschusslorbeeren von Dada Prem
gekommen ist, der sich aber überhaupt nicht mit dem Verein so wirklich
identifizieren konnte anscheinend und dann auch wieder sehr früh gegangen ist und
dann glaube ich zu Jena gegangen ist und dort abgestiegen ist.
Genau. Und nicht zu vergessen-
Vor allen Dingen
wurde er da suspendiert, durfte in der zweiten Mannschaft spielen und dann
wurde er vom neuen Trainer wieder ins Profiteam geholt.
Also er hat in Jena auch keine große Rolle gespielt.
Das ist richtig.
Ich kenne jetzt den Ole Käuper nicht, aber das hört sich so von der Ferne eher so
nach einem leichten Einstellungsproblem an.
Nicht unterschlagen möchte ich übrigens bei den Abgängen noch den Jan Kral, der
seine Sache in der Rückrunde in der Saison davor eigentlich ganz gut gemacht
hatte. Auch immer wieder mit Schnitzern, aber hey, der war damals 19, 20.
Wer macht mit 19, 20 keine Fehler?
Genau.
Das stimmt.
Ja gut.
Das heißt aber, wenn ich mich jetzt noch mal zurückerinnere, ich war recht
zufrieden mit dem Transfergeschehen.
Ich
hatte gehofft, dass die Mannschaft gut verstärkt wurde
und habe mich tatsächlich schon wieder sehr auf die neue Saison gefreut.
Wie ging es euch damals? Könnt ihr euch noch erinnern?
Ja, ich hätte mich auch sehr gefreut.
Ich hatte sie auch bei einem ganz kleinen Testspiel
gesehen. Das war so ein ganz kleiner
Waldplatz. Also das war so richtig Fußball von früher.
Du hast irgendwie auf dem Moos gesessen und du hast dir mal die ganzen neuen
Spieler angeguckt
und
hast sie gesehen und
warst dann auch guter Dinge, aber ich bin natürlich immer, wenn bei Aue eine
Saison startet, super nervös und super aufgeregt und gucke
immer, wie so der Start dann einfach auch ist.
War gegen Auerbach in Neustadt, oder?
Wenn es nach einem Moosplatz klingt.
Nein, das war
noch kleiner.
Also das war das allererste Spiel.
Ich
recherchiere noch mal ganz kurz nebenbei, wie es war, aber es war
ein ganz kleiner Platz. Ach so, die Testspiele
stehen hier gar nicht mit bei. Aber es war ein ganz kleiner Platz und
Aue hat doch immer diese schöne Eigenschaft, also in der
Vor-Corona-Zeit immer zu einem ganz kleinen Dorfverein zu
fahren.
Ja.
Und dieser Verein hatte gewonnen und das war wirklich großartig und
dann läuft er danach immer noch über das Spiel und redet noch mal mit
den Spielern, soweit es eben möglich ist.
Und da habe ich sie gesehen und dachte-
Das war Blau-Weiß Olbernhau.
Olbernhau, genau. Sehr gut. Danke Martin. Genau, Olbernhau.
Das war
wirklich mitten im Wald und da habe ich die Mannschaft gesehen und
habe gedacht: „Okay, das könnte was werden.“
Wer Olbernhau schlägt, der schlägt auch den HSV.
Genau.
Und bei mir war es so, ich war in Cottbus in der Vorbereitung und habe mir
das Spiel bei Energie Cottbus angesehen. Es waren so anderthalb tausend Zuschauer.
Schöner Sommerkick.
Nachdem ich auch das letzte Spiel in Regensburg mir angeguckt hatte, wo dann der
Klassenerhalt ja auch klar gemacht wurde und irgendwie so die
Saison schön ausgeklungen ist. Also ich kann schon sagen-
Wie ging das Spiel gegen Cottbus aus?
In Cottbus hat Aue drei zu zwei gewonnen und es war ein
munteres Spiel. Testroð hat ein super Tor
gemacht und es war schon so ein bisschen auch
sinnbildlich, wie die Saison dann zu erwarten war.
Viel Kampf, aber munter.
Ja,
egal wie es ausgeht, wir schießen vorne ein Tor mehr als der Gegner bei uns.
Genau.
Ja, dann starten wir in der Saison.
Ich habe mal geguckt, Ende Juli ging es damals schon los, Juli 2019.
Niemand hätte erwartet, wie die Saison endet und vor allen Dingen, wann sie
endet. Ich glaube,
28.
Juli sind wir zum ersten Spiel nach Fürth gefahren.
Sag doch mal, wie das Spiel ausging. Nein, ich sage es dir.
Aue hat natürlich gewonnen, das weiß ja jeder, weil es eines der zwei
Auswärtssiege war.
Aber ich glaube, du hast das Spiel vorbereitet.
Wir haben die Spiele etwas unter uns aufgeteilt.
Ja, erster Spieltag gegen Greuther Fürth auswärts zwei zu null
gewonnen. Dazu gibt es aber zu sagen, dass der Spielverlauf gar nicht so
eindeutig war, wie das Ergebnis klingt.
Greuther Fürth hatte auch seine Chancen, eigentlich am Anfang sogar die besseren
Chancen und Aue geht dann in der 25.
Minute durch Nazarov in Führung und hangelt sich dann so ein bisschen bis zur
90. Minute durch, wo Hochscheit dann mit einem Konter
für die Entscheidung sorgt. In der Nachspielzeit hatte man sogar noch die Chance,
das drei zu null zu machen und zum Spiel muss man dazu sagen, dass das
Ergebnis schon verdient ist, aber Aue natürlich auch
sehr stark davon profitiert hat, dass Martin Männel sehr
stark war auf der Linie und
er dann auch das zu null
so ein bisschen festgehalten hat und am Ende ist es dann trotzdem
ein verdienter Sieg. Natürlich auch wieder in Fürth mit vielen Aue-Zuschauern.
Über anderthalb Tausend Aue von den fast 10.000
Zuschauern aus Aue, also auch immer ein starker Support auf
dem Rang. Das nächste Spiel war dann gegen Wehen Wiesbaden.
Da konnte man den Schwung auf jeden Fall mitnehmen. Da war ich auch vor Ort.
Da gab es eine sehr schöne Choreo am Anfang.
Die Leute werden sich vielleicht erinnern, es war ein Schal vor der
ganzen
Westtribüne, der auch dann als Poster oder so etwas
verkauft wurde oder auch Teil von so einer Kampagne war, von der
Kumpelverein-Kampagne. Spielerisch auf jeden Fall kein
Leckerbissen, sondern sehr kampfbetontes Spiel.
Man hatte natürlich auch den Aufsteiger Wehen Wiesbaden zu Gast, die sich
auch sehr gut geschlagen haben,
vielleicht sogar auch besser waren, aber die Zweitliga-Erfahrung hat sich schon
durchgesetzt. Also der Spielverlauf ist da auch ein bisschen tückisch gewesen.
Man hat zwei zu null geführt nach 35 Minuten, kassiert dann kurz vor der Pause
das zwei zu eins und das drei zu eins fällt dann aber erst
acht Minuten vor Schluss. Und schließlich kommt dann Wehen noch mal mit einem
Konter ganz kurz vor Schluss noch mal daran.
Entschuldigung, mit einem Anschlusstreffer noch mal ganz kurz vor Schluss daran.
Aber trotzdem auch schon wieder systematisch.
Also einfach diese zwei Spiele, so wie du es gesagt hast, so haben es glaube ich
viele von uns wahrgenommen. Du gewinnst schon etwas glücklich
in Fürth, bist aber froh, dann auch am ersten Spieltag gerade mal mit einem
Auswärtssieg dann gleich zu starten.
Dann hast du einen Aufsteiger zu Hause, wo du auch auf dem Blatt Papier
eher klar gewinnst, aber wenn du dabei warst oder das Spiel gesehen hast, ist es
eher doch auch jetzt nicht so überzeugend, aber im Endeffekt hast du nach zwei
Spielen halt sechs Punkte und ich glaube, das macht viel auch mit den Spielern oder
mit dem Verein insgesamt, auch mit den Fans, wenn du einfach mit so einem
Flow mit zwei Siegen in so eine Saison gehst und jetzt
ist es vielleicht
Küchenpsychologie oder Tobias, du kannst es vielleicht dann trotzdem sagen, aber
insgesamt glaube ich schon, dass man es vielleicht anhand dieser zwei Spiele
vielleicht schon festmachen kann, dass du, wenn du merkst, am Anfang der Saison,
das läuft irgendwie und selbst wenn du irgendwie spielerisch dann doch ein paar
Defizite hast, du mit Einzelspielern von
hinten Männel bis nach vorne dann irgendwie
Hochscheit, Testroet, Krüger Leute hast, die
super drauf sind, glaube ich, kannst du auf dieser Welle dann einfach schon
reiten und man sieht es ja so am Tabellenverlauf.
Das kann man jetzt schon mal vorwegnehmen.
Da ist Aue Zweiter gewesen. Genau.
Genau. Ich glaube,
das hat schon viel dann für die Mannschaft getan, dass man da ein
Selbstbewusstsein schon bei diesen ersten Spielen aufbaut, um dann so durch die
Saison durchzugehen. Und man kann das natürlich immer so erst
nachträglich dann irgendwie so sehen, ob es wirklich so stimmt, sei mal
dahingestellt, aber irgendwie schon allein diese zwei ersten
Spiele finde ich ganz symptomatisch für die
restliche Saison, wo es zwar ein Auf und Ab war, aber man doch immer
da war, wenn man irgendwie Punkte gebraucht hat und fast immer
in der oberen Hälfte war.
Ich glaube, das Heimspiel ist ja fast exemplarisch für die ganze Saison.
Selbst wenn man schlechter ist spielerisch, man holt es einfach über den Kampf oder
auch über den Willen, die Keilschneuzigkeit.
Und dazu, zu dem Heimspiel gibt es ja auch noch zu sagen, gegen Wehen, dass
Daniel Meyer schon gar nicht mehr auf der Bank saß, sondern sein Bruder da
übernommen hatte und ja dann auch schon die Spekulationen begannen,
was da los ist. Ja, und
das hat sich ja dann auch in der nächsten Woche im DFB-Pokal fortgesetzt.
Da hat Aue, ja, eins zu vier
gewonnen bei Wacker Nordhausen und da war der Kommentar in
der Sportschau dann dazu: „Daniel Meyer zurück an der Seitenlinie.
Meyer fehlte wegen eines tragischen Todesfalls in seiner Familie."
Wie sich dann ja später auch herausstellte, ein anderer Kommentar
dazu war dann, es gab Differenzen zwischen
Präsidenten und Meyer. Wir brauchen jetzt an der Stelle auch nicht spekulieren, wo
dann wirklich die Ursachen liegen.
Aber wie auch immer, der Saisonstart war ja schon auch von der Trainerfrage sehr
stark überlagert.
Genau.
Zum Spiel kann man sagen,
auch eigentlich nicht untypisch, der Underdog geht in Führung.
In der ersten Halbzeit ist er eigentlich auch besser.
Kurz vor der Pause fällt dann der Ausgleich durch Baumgart, der auch einen sehr
starken Saisonstart gemacht hat, der Tom Baumgart.
Und
in der zweiten Halbzeit dreht dann Aue einfach auf, also Hochscheit und
Testroet hervorragend im Spiel.
Nordhausen hatten auch noch das Problem, dass der
Kapitän mit einer gelb-roten Karte vom Platz geflogen ist nach einem
schon ziemlich harten Einstieg da an der- Im Mittelfeld.
Das ist dann aber auch die Kaltschnäuzigkeit, die diese Saison
dann da war. In früheren Zeiten wäre man da wahrscheinlich
ausgeschieden. Wir haben ja viele Erstrunden-Spiele schon mitgemacht und da ist
Aue ja auch oft gegen die unterklassigen Vereine rausgeflogen, Osnabrück oder
Wehen. Eigentlich hat man in der ersten Runde ja selten
geglänzt.
Tobias und ich, wir waren auch da. Es war auch ein sehr schöner
Samstag. Also 15:30 Uhr, hat man ja auch selten, dass man mal 15:30 Uhr
spielt und nicht schon um 13:00 Uhr am Samstag.
Wir haben noch eine Geburtstagsfeier gefeiert und es war schon ein
sehr runder Auswärtstag und auch ein
ziemlich starker Auftritt vom Spielerischen, aber auch
von den Fans.
Da waren bestimmt 1.000 Aue im Gästeblock oder so.
Das war schon auch ein guter Auftritt.
An das Spiel kann ich mich erst erinnern, stimmt, weil wir deinen Geburtstag
gefeiert hatten,
aber auch zum Beispiel, weil es unglaublich heiß an diesem Tag war und
einigen war auch am Ende des Spiels, einigen Fans aber auch das ganze Bier
und die ganze Sonne auf den Kopf irgendwie nicht so ganz bekommen.
Es ist dann zu einer größeren Auseinandersetzung zwischen den Aue-Fans gekommen.
Da kann ich mich noch ganz gut daran erinnern.
Und als wir jetzt praktisch zurücklaufen wollten, konnten wir den Weg nicht mehr
zurücklaufen, weil da 1.000
gewaltbereite Fans gestanden sind.
Und wir sind dann, glaube ich, durch den Wald zurückgelaufen und haben dann
irgendwie unseren Zug verpasst und sind einmal quer durch Nordhausen gelaufen, an
dieser Schnapsfabrik unter anderem vorbei und haben dann, glaube ich, den letzten
Zug dann noch mal zurückgenommen.
Daran kann ich mich noch gut erinnern.
Durch den Wald gejagt von Nordhäuser Hooligans.
Beziehungsweise die Nordhäuser Hooligans in
Anführungszeichen wurden praktisch von der Polizei ferngehalten.
Wir mussten dann durch den Wald gehen, wo eben gerade keine Polizei
war, um irgendwie zu diesem Bahnhof zu kommen.
Ja. Aber unterm Strich gewonnen, zwei Siege in der
Liga und im Pokal weiter.
Alles top. Und dann kann ich mich noch daran erinnern, kommt es jetzt nach
dem Spiel, Martin, oder war es jetzt vor dem Spiel,
diese Trainerdiskussion, die ja schon lief. Du hast es ja angesprochen.
Sie kommt eigentlich mit dem Spiel.
Daniel Meyer ist dann wieder zurück in Bielefeld auf der Bank, saß
dann wieder auf der Bank
und wir dachten,
es geht auf eine Trennung hinaus.
Ich habe es auch damals dann so geschrieben.
Ich war auch vor Ort, irgendwie war die Stimmung ein bisschen komisch, weil
eigentlich hat man an dem Tag die Chance, in
die Tabellenführung zu springen
und
trotzdem alles ein bisschen merkwürdig, auch unter dem Eindruck, dass Daniel Meyer
dann vielleicht gehen muss. Interessant noch: Es war Bielefelds
erster Sieg in der Saison. Die haben die ersten beiden Spiele nicht gewonnen.
Da habe ich ein-, zweimal unentschieden gespielt
und
trotzdem vor dem Spiel
schon die Diskussion geführt. Also ich jetzt, ob sie nicht vielleicht dieses Jahr
aufsteigen, weil sie hatten schon eine bockstarke Mannschaft
und haben jetzt über mehrere Jahre die Mannschaft aufgebaut, wie sie sich
zusammengestellt hat.
Und im Spielverlauf sieht man ja auch, Voglsammer und Klos haben
natürlich beide auch getroffen. So ein bisschen das geniale
Duo im Bielefelder Angriff. Zum Spielverlauf gibt es eigentlich relativ
wenig zu sagen.
Es gab am Anfang zwei Chancen von Aue und dann geht Arminia 2:0 in
Führung. 60. Minute, kurz vor Schluss kommt Aue noch mal
ran durch Daferner, viertel Stunde vor Schluss und am Ende gibt es dann
noch mal einen selten dämlichen Foulelfmeter, der dann
den Zwei-Tore-Abstand auch wieder herstellt.
Klos auf jeden Fall auch Spieler des Spiels.
Wenn man so sagen will, den typischen oder
würde ich fast sogar sagen, die beste Mannschaft der Saison, weil sie auch Erster
geworden sind. So klar war es dann tatsächlich gegen uns auch nicht, gerade
auswärts. Dann 76. Minute 2:1, kann ich mich
auch noch erinnern. Da war dann schon natürlich das Spiel auch wieder offen und
dann mit einem Foulelfmeter das dann doch kurz vor Schluss dann irgendwie zu
entscheiden. So überzeugend war das dann von Bielefeld
so nicht. Nichtsdestotrotz haben sich dann doch etwas die
weiteren Saisonverläufe voneinander entfernt, aber
auch da konnte man tatsächlich ja auch eher zufrieden als Aue-Fan herausgehen, zu
sagen, irgendwann verlierst du mal das erste Spiel.
Ich war sogar eher enttäuscht, muss ich zugeben.
Ich dachte schon so, jetzt muss eigentlich mal dieser Traumstart weitergehen und
dann reitet man diese Welle und dann war ja auch schon absehbar, nächste Woche
spielst du noch gegen Stuttgart und willst jetzt nicht wieder die nächste
Delle haben nach den ersten drei Spielen.
Für mich war das fast zu wenig, dass du da nicht einen Punkt holst, auch wenn
Bielefeld natürlich jetzt im Nachhinein, also aus der heutigen Perspektive, eine
Bombensaison gespielt hat und ich damals auch schon zum Kollegen, der mit war,
gesagt habe, die können dieses Jahr aufsteigen, weil die zweite Liga ist halt
einfach ausgeglichen und Stuttgart und
HSV sind halt Stuttgart und HSV und da ist ja klar, dass nicht
beide das ziehen.
Es war ja schon auch im Aufstiegsrennen eine ziemlich erwartbare
Saison.
Man sieht Martin, schon der Fußballexperte und hat vorher gesehen, dass Bielefeld
nicht aufsteigen wird.
Ja und das nächste Spiel von Aue war dann ja auch gegen Stuttgart und das ist
eigentlich
0:0, hervorragendes Ergebnis. Rote Karte für
Borna Sosa
in der 67. Minute.
Könnte man jetzt argumentieren, da hätte man vielleicht sogar noch in Überzahl mehr
holen können. Aber natürlich,
die Gäste hatten 74 % Ballbesitz und Martin Männel war der
beste Spieler.
Das ist wirklich
Auer Beton gewesen gegen VfB-Abwehr und
Männel hat auch noch hervorragend gegen Klement, zum Beispiel Philipp Klement, der
von Paderborn kam, geklärt und
an Chancen gab es jetzt auf unserer Seite nicht viel.
Und dazu muss man natürlich auch sagen, dass da schon wieder der
nächste Trainer an der Linie stand, nämlich Marc Hensel interimsweise
und der Sohn hat dann kommentiert: „Leonhard lässt erst mal den Trainer
austauschen. Nach internen Differenzen mit Daniel Meyer steht
Marc Hensel an der Linie.“
So viel zu dem Thema.
Das heißt, da war Schuster auch noch nicht da beim Stuttgart-Spiel, sondern kam
dann erst zum nächsten Spiel, oder?
Richtig, Schuster wurde vor dem Spiel bei Holstein Kiel vorgestellt.
Holstein Kiel, das Spiel endete 1:1.
Dazu muss man zum Spielverlauf aber eigentlich sagen, da war
das 1:1 ein bisschen zu wenig, weil Aue hat nach
der Halbzeit die Führung erzielt und dann ist aber weiter noch einen Elfmeter
verschossen in der 54. Minute. Dann kassierst du eine Viertelstunde vor
Schluss den Ausgleich
und machst noch in der letzten Minute der Nachspielzeit noch ein
Abseitstor und
wo dann der Videoassistent das abpfeift und sonst wäre es natürlich noch mal
ein besserer Saisonstart oder noch ein besserer Einstand
für die Schuster gewesen. Wobei man aber auch sagen muss, dass Illua in der
60. Minute den Innenpfosten trifft und Kiel
also auch einige Chancen hatte und das 1:1 dann wahrscheinlich
unter dem Strich schon in Ordnung geht.
Ja, kann ich mich auch noch ganz gut erinnern, weil das mich schon doppelt
genervt hat. A, weil man tatsächlich drauf und dran war, auch in
Kiel zu gewinnen und dann sich wirklich echt obendran
festzubeißen und zum anderen,
dass ich bei dem Spiel leider nicht dabei war, obwohl es jetzt in Kiel
war und ich
aber leider so nicht hinfahren konnte.
Auch mit dem Hinblick, da kommen ja einige andere
Spiele hier in Norddeutschland noch auf mich zu, was dann vielleicht in der
Rückrunde dann so auch nicht mehr der Fall war.
Jetzt rückblickend echt ärgerlich, dass ich da nicht mit dabei war.
Ich glaube, Martin, du findest ja das Stadion nicht so dolle und aktuell wird es ja
auch umgebaut. Ich kenne Kiel so ganz gut, auch so von der Stadt her.
War da oft auch
unterwegs und habe auch ein paar Freunde und auch schon im Stadion mit denen
gewesen. Ich finde Kiel immer so ganz cool, so mit
Ostsee-Atmosphäre und
so ein bisschen Touri-Atmosphäre, finde ich es immer irgendwie ganz nett, aber
auch in meiner Sozialisation, wo ich ja nicht so viele Spiele tatsächlich besuchen
kann. Tobias, warst du schon mal in Kiel?
Ja, ich war auch schon mal in Kiel und zwar in der Saison davor, als
glaube ich Kakuta Allure irgendwie binnen von zwei Minuten dann erst
das 2:1 und dann
spielt das 2:2 mal und da kann ich mich noch gut daran erinnern,
weil die Gästetribüne einfach so ganz furchtbar ist und
du irgendwie komplett im Regen stehst und komplett im Wind stehst und auch
kein Dach damals hattest und das fand ich alles immer super
unangenehm in Kiel, obwohl Kiel an für sich eine schöne Stadt ist.
Das ist ja jetzt neu gemacht.
Es regnet auch regelmäßig in Kiel.
Es stürmt regelmäßig in Kiel, ganz egal, ob du, wie jetzt hier
Anfang September, 1. September spielst oder im November oder im
Frühjahr spielst. Es ist einfach immer das gleiche Regenwetter und
Wind und Sturm.
Aber auf der einen Seite, wir wollten ja mitunter auch manch
traditionellen Fußball zurück haben und früher stand man dann eben gerade als
Gästefan in dieser halbrunden Kurve im Regen
und hat sich dann das Spiel angeguckt.
Heute wurde das Stadion umgebaut, ich glaube auch komplett überdacht, was
es ja heutzutage auch sein muss.
Bei dem 2:2,
was du ansprachst, war ich auch da und jetzt letzte Saison, wo wir, glaube
ich, 4:1, 5:1 verloren haben, war ich auch da.
Da sind schon die Gästefans in die Gegengerade unter die
Dachfläche gedrückt worden oder reingepresst worden.
Jetzt hat man halt im Zweifel wieder so einen Betonbau wie alle anderen.
Finde ich tatsächlich schon ein bisschen schade, aber mal gucken, wie es nächstes
Jahr ist.
Wie ging es denn weiter in der Saison, Martin?
Machen wir weiter mit Aue gegen Osnabrück.
Das war
auch ein überragendes 1:0. Tom Baumgart schießt in der
40. Minute die Führung.
Aue natürlich eine erste gute
Halbzeit,
klare Feldvorteile, hat dann aber das Problem, dass Rizutto auch in der
75. Minute vom Platz fliegt mit Gelb-Rot
und Osnabrück
schafft es dann in der Folge nicht, aus der Dominanz und auch aus der Überzahl
etwas zu machen.
Am Ende steht dann, ist ja schon fast ein klassischer Aue-Sieg mit einem
1:0.
Der Rizutto, ich bezeichne den aber gerne als unseren italienischen
Terrier. Irgendwie
fallen mir, glaube ich, ganz wenig Spiele ein, wo Rizutto keine gelbe Karte gesehen
hat. Also der ist halt immer so ein kleiner Wadenbeißer, der ist immer so ein
bisschen hinten dran noch mit und ich glaube, der ist die Saison
zwei oder drei Mal vom Platz geflogen.
Ich weiß es gerade nicht ganz genau, aber
trotzdem ist es ein wichtiger Spieler, weil es auch so ein richtiger
Mentalitätsspieler irgendwie auch ist, der vielleicht aber dann mal so spielerische
Defizite einfach auch durch Kampf und Leidenschaft immer ganz gut kompensieren
kann.
Nächstes Spiel war dann
HSV gegen Aue. 44.000 Zuschauer, also auch
deutlich weniger Zuschauer als im Jahr davor, wo ja auch der Gästeblock,
glaube ich, 8.000 Zuschauer hatte.
Und
ja,
HSV hatte vorher das Derby verloren gegen Sankt Pauli und
das klingt natürlich ein 4:0 auch überragender, als es dann wirklich war.
Ich habe mir das Spiel noch mal in der Zusammenfassung angeguckt und der HSV hat
wirklich seine ersten drei bis vier Chancen auch genutzt.
Also das Ergebnis ist deutlich klarer als
der HSV gespielt hat. Natürlich Vom Ballbesitz HSV auch
komplett überlegen,
aber
ich weiß, dass das Spiel auch oft HSV-Seiten oft dazu
benutzt wird, so eine Dominanzvorstellung zu diskutieren,
aber das war es dann im Großen und Ganzen eigentlich nicht.
Sie waren weniger dominant, als das Ergebnis
vermuten lässt oder auch weniger überzeugend, sollen wir mal so sagen, weil
viele HSV-Tore fielen einfach auch nach langen Bällen von Rick
van Drongelen. Und eigentlich ist so die Frage, ob
dann man mit dem Anspruch vom HSV auch so das Spiel
aufziehen muss, müsste. Ich weiß nicht, ob jemand
von euch vor Ort war.
Ja, ich war natürlich dabei.
Hamburger Spiele sind natürlich Pflicht.
Ich war dabei, wie im Vorjahr auch schon. Genau, Martin, du warst nicht dabei.
Tobias, du auch nicht, oder?
Ich auch nicht dabei, nein.
Genau,
immer natürlich ein Highlight, auch gerade, wenn man sich so vorstellt, dass ich
jetzt schon seit ein paar Jahren hier in Hamburg bin und natürlich auch viele
Kollegen, Kolleginnen habe, die HSV-Fans sind.
Das heißt, schon irgendwie die Woche davor haut man sich dann die Sprüche in den
Kopf und
mit
Aue zum großen HSV in den Volkspark zu fahren, die immer noch
gedanklich eher Champions League spielen als zweite Liga spielen. Immer super.
Natürlich auch super, mit vielen Gästefans dann in diesem Gästeblock zu
stehen. Im letzten Jahr, also vorletzte Saison, ein super eins
eins geholt. Vielleicht spielerisch gar nicht mal so anders wie jetzt in dieser
Saison, aber da sieht man mal wieder, wie der Fußball läuft.
Du musst mit etwas Glück hinten verteidigen und vielleicht
mit Glück etwas vorne auch mal reinhauen.
Dann holst du auch mal einen Punkt wie letztes Jahr,
wo ich mich danach an nicht mehr viel erinnern kann.
Dieses Jahr war es dann schon ein bisschen anders, weil, Manu hast du gesagt,
relativ schnell klar war, in welche Richtung es geht und tatsächlich dieses
Jahr der HSV einfach seine Chancen genutzt hat und wirklich Aue
wenig Chancen dann hatte, aber im Endeffekt das ja eigentlich das Ergebnis war, was
man im Zweifel erwartet, wenn man als Erzgebirge Aue zum HSV fährt.
Gerade da auch, ich glaube, Aue
beziehungsweise der HSV in der Zeit auch ganz oben war in der
Tabelle,
Platz zwei. Stuttgart war noch einen Punkt weiter vorne, aber da war halt auch
schon klar, okay, das kann man auch abhaken und kann trotzdem das Spiel
genießen, was dann auch super war.
Kann mich nur noch an eine Szene erinnern.
Beim Rausgehen bin ich
irgendwie von so einem Typen im Torsteiner-T-Shirt angemacht worden,
dass ich ihn irgendwie angerempelt hätte.
Das kann ich mich irgendwie noch etwas bildhaft erinnern.
Aber danach ist man nach Hause gefahren und war etwas gefrustet über die doch
hohe Niederlage und hat sich den einen oder anderen Spruch dann im Büro anhören
müssen,
aber das hat man dann halt eher mit einem Schulterzucken dann in den Ohren
genommen.
Dafür ging es mit einem weiteren ab auf jeden Fall weiter.
Es stand nämlich das Sachsen-Derby an.
Schon eine Woche später am Sonntag.
Dynamo Dresden geht früh in Führung durch Kone.
Kone hat schon seinen fünften Treffer erzielt
am achten Spieltag und hätte auch fast noch ein
zweites Tor erzielt. Also Dynamo zu der Zeit auf jeden Fall
noch top in Form. Also gar nicht absehbar, dass sie irgendwie so tief in
den Schlamassel reinrutschen.
100.
Zweitliga-Sieg von Aue und natürlich mit dem vier
eins ein prestigeträchtiger Sieg.
Also vom Spielverlauf,
Nazarov macht das eins eins durch einen Elfmeter.
Kurz vor der Halbzeit
gibt von Nazarov das zwei zu eins in der Nachspielzeit
von Testroet, auch
ehemaliger Dynamo,
durch einen Kopfball das drei zu eins und Testroet hat dann auch
den Deckel drauf gemacht mit dem vier zu eins in der 70. Minute.
Und ich glaube, das war spielerisch auf jeden Fall eines der besten Spiele von Aue
in den letzten Jahren, aber auch von Dynamo.
Wir haben ja schon viele Derbys gesehen, die sehr kampfbetont waren, die eigentlich
auch spielerisch schlecht waren
und
in der Klarheit
trotzdem verwunderlich, weil Dynamo viel Ballbesitz hatte.
Und natürlich, ich war auch im Stadion, die Stimmung, die war
Weltklasse. Also ich glaube, diese Saison wird es
in der Hinrunde kein stimmungsvolleres Spiel gegeben haben.
Ich weiß nicht, ob es das stimmungsvollste Spiel der ganzen Saison
ist. Gibt ja noch die Überraschung in der Rückrunde,
aber ich denke, das ist auf jeden Fall eines der
besten Saisonspiele von Aue gewesen.
Da möchte ich aber schon noch ein Stück weit
kurz einhaken, dass man praktisch Dresden halt auch ein berechtigtes Tor
auch aberkannt hat. Das muss man fairerweise auch dazu sagen.
Das bedeutet, ich glaube, das war durch Hartmann und das da war ja durch
Video-Assist-Referee ist das aberkannt worden.
Keiner weiß so wirklich, warum und das hätte dann auch noch mal eine andere Wendung
nehmen können. Und für mich ist es, glaube ich, wenn ich mich mit
Dresdner Kollegen unterhalte, auch so ein bisschen der Wendepunkt für Dresden
gewesen, weil es ab diesem Spiel kontinuierlich bergab gegangen ist.
Aber trotzdem auch wichtig für uns war nicht in der Vorsaison, dass Dynamo
bei uns gerade in der Rückserie im Frühjahr sozusagen
2019 auch vier eins bei uns gewonnen hatte.
Richtig, das war so ein Spiel unter der Woche. Genau.
Genau,
ich glaube, so ein Montagabendspiel.
Deswegen fand ich es halt auch ganz wichtig, so irgendwie in der Höhe einfach noch
mal so ein Zeichen zu setzen. Das war eine einmalige Sache und
wir schießen euch hier aus dem Gebirge heraus.
Ja, vielleicht kurze Zusammenfassung: Wir sind in dem Moment, achter Spieltag,
Platz vier und einen Punkt hinter Platz drei,
den Bielefeld einnimmt. Also tatsächlich immer noch oben dran und
kann mich noch an die Diskussion erinnern, Aufstieg, was macht
es aus dem Verein, wenn tatsächlich Aue aufsteigen sollte diese Saison?
Ich glaube, die Diskussion von uns hat jeder irgendwie geführt und keiner
konnte es sich irgendwie tatsächlich nicht vorstellen.
Deswegen konnte man auch gut und gerne die Diskussion führen.
Weil man wusste irgendwie, das zieht man nicht durch.
Aber wir sind am neunten Spieltag.
Es folgte der nächste Dämpfer
mit einem zwei zu zwei in Sandhausen, wo man früh in Führung geht
durch ein Eigentor und Sandhausen gleicht dann in der
16. Minute aus, führt dann nach der 26.
Minute
und hat eigentlich zwischen der 30. und 60.
Minute so viele Chancen,
dass sie da aufs 3:1, 4:1 drängen müssen.
Und Männel hält dann
mehrmals überragend,
reaktionsschnell und hält Aue im Spiel.
Und am Ende kommt es durch einen schmeichelhaften Elfmeter dann
von Testroet zum zwei zu zwei.
Ich glaube, moralisch für Sandhausen auch
ein guter Punkt. Natürlich, weil sie vorher nicht so
erfolgreich gespielt haben, aber eigentlich auch zu wenig.
Also aus Sandhäuser Sicht und aus unserer Sicht ist man da mit einem Punkt auf
jeden Fall sehr gut bedient.
Aber da sieht man mal wieder, ich mache es dann immer echt fest an so einer Psyche,
was eine Mannschaft so in den letzten Wochen erlebt hat, dadurch, dass sie
einfach auf dieser Erfolgswelle schwammen, ist es einfach
so, dass man solche Punkte dann einfach holt.
Also die holst du nur, wenn du einfach so eine Motivation aus
den letzten Spielen hast, dass dir ganz egal ist, wie der Gegner
dich anrennt und vielleicht auch überrennt.
Wenn du weißt, du hast immer noch gute Spieler vorne, die mal ein Ding
reinhauen und du hast mit Martin Männel hinten einen Torwart, der
ja, das kann man ja auch schon vorwegnehmen, eine überragende Saison
spielt und am Ende, wir sprechen ja auch noch mal über den Spieler der Saison, wo
man, glaube ich, auch an ihm nicht vorbeikommt, was Martin Männel
diese Saison wieder gehalten hat und wie viele Punkte er uns geholt hat.
Und ich kann mich jetzt tatsächlich nicht an einen echten Fehler, den er sonst ja
ab und zu auch mal drin hatte, erinnern, dass er
diese Saison uns tatsächlich mal irgendwie Punkte gekostet hat.
Das würde ich fast mal so mit als perfekte Saison für Martin Männel
irgendwie jetzt schon mal herausheben, weil er gerade hier in dem Moment, weil du
es gesagt hattest, uns mal wieder mindestens einen Punkt
gerettet hat.
Weiter ging es dann mit einem Heimspiel am Freitagabend
gegen Nürnberg. Langweilige erste Hälfte, aber natürlich
eine zweite Hälfte, die, glaube ich, in die Geschichtsbücher eingehen wird.
Ich kann mal kurz den Spielverlauf
rekapitulieren. 51. Minute, null zu eins,
Michael Frey heißt er, glaube ich.
61. Minute, Sörensen von Nürnberg
hält auf der Linie mit der Hand,
klärt er da und dadurch gibt es einen Foulelfmeter für Aue.
Den macht Nazarov zum eins zu eins. 75.
Minute, Hochscheid zum zwei zu eins. 78.
Minute, Greis zum zwei zu zwei. 86.
Minute, Miovici zum drei zu zwei. 90.
plus zwei, Geist zum drei zu drei.
90. plus vier, Krüger zum vier zu drei per
Kopfball. Ja, Tobias, wie war denn die 90. Minute für dich?
Es war
Herzalarm, weil
glaube ich, in der 96. Minute gab es dann noch mal Elfmeter, noch mal für
Nürnberg. Also nachdem es da vorher schon Nürnberg gab und ich habe gedacht:
„Alter, was ist hier los? Ich breche ins Essen.“
Und das war wirklich so ein
totales Entsetzen in diesem Stadion und dann läuft der Frey, glaube ich,
an und Martin Männel hält das Ding.
Und
ich weiß nicht, wer früher von euch den Fußballmanager gespielt hat in diesem
Textmodus und da gab es bei diesen Spielen immer so, wenn was ganz
Außergewöhnliches passiert ist, wildfremde Menschen liegen sich
in den Armen und so war das auch. Also als er das gehalten hat und dieses
total krasse Spiel dann doch noch am Ende gewonnen wird, das war großartig.
Ist für mich persönlich auch das Spiel der Saison gewesen.
Also fast schon eins der krassesten Spiele, die ich mit Aue jemals erlebt habe.
Dass man immer wieder zurückkommt, dass man
auch nicht aufsteckt und dass Martin Männel auch, glaube ich, seinen
ersten Elfmeter gehalten hat als Profi, meines Wissens zu dem Zeitpunkt,
das war großartig. Das war ein absolut großartiges Spiel und du warst
aber auch die nächsten Stunden komplett fertig.
Also du warst komplett fertig, du warst komplett am Ende, aber auch total
glückselig.
Elfmeter gehalten! Sein erster in der
Karriere. Unglaublich, was für ein
Spiel!
Auf jeden Fall Martin Männel, Spieler des Spiels und
der Elfmeter war sogar in der
90. plus zehn.
Ach, 90. plus zehn, genau, weil da hatte sich, glaube ich, noch jemand verletzt.
Also es war
unglaublich. Es war ein unglaubliches Spiel und für mich persönlich einfach auch
ein Jahrhundertspiel.
Auch wenn es vielleicht übertrieben ist, aber für mich war es ein Jahrhundertspiel.
Jungs, soll ich euch jetzt etwas verraten?
Ratet, wer beim Stand von zwei zu zwei ins Bett gegangen ist.
Du?
Also das war
ja ein Freitagabendspiel und
ich lag dann im Bett, aber eher, weil ich meinen kleinen Sohn ins Bett
bringen musste und das wirklich eher schon echt über der Zeit war und ich habe
mit ihm dann die zweite Halbzeit irgendwie geguckt
und da war er echt dann schon so weit, dass er einfach ins Bett
musste und dann habe ich gedacht, nach zwei zu zwei, es ist jetzt schon echt so
viel passiert, da wird jetzt nichts mehr groß passieren und ich
bin echt tatsächlich mit ihm kurz vor acht
oder kurz nach acht mit ihm ins Bett gegangen,
habe ihm noch vorgelesen, dann hat es noch ein Stück gedauert, dann ist er
irgendwann eingeschlafen und ich merke nur, wie ich dieses
lautlose Handy vibrieren höre, immer in
meiner Hosentasche sozusagen und wusste, okay, irgendetwas ist passiert, aber dann
halt nicht in dem Moment darauf geguckt.
Ich bin dann halt wieder aus dem
Zimmer heraus, als er eingeschlafen ist, was ja auch dann nur irgendwie
zehn Minuten waren. Es ist ja nicht irgendwie, dass ich da eine Stunde dann drin
war, sondern zehn Minuten später gucke aufs Handy und sehe
Schlusspfiff vier drei erst mal, das so ein
Wow-Effekt, um dann danach im Ticker
nachzulesen, dass du sogar noch in der
90. plus zehn einen Elfmeter gegen dich bekommen hast, den Männel noch
hält. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen
In welchem Gefühlschaos ich da war.
Es sei mir eine Lehre: Entweder Voranpfiff wird er jetzt
zukünftig ins Bett gebracht oder er guckt einfach mit bis zum
bitteren Schluss.
Aber weiter ging es dann in Darmstadt mit
einem 1:0 für Darmstadt 98 gegen Aue,
wo Dumic in der
87. Minute
nach einer Ecke
glaube ich trifft und zu dem Spiel lässt sich
eigentlich sagen, dass es ein klassisches 0:0 Spiel ist
und Darmstadt da auch relativ unverdient
gewinnt. Wobei natürlich das auch in die Geschichte so passt, dass man
kurz vor
Schluss in Darmstadt ein Tor kassiert.
Ist ja leider in der jüngeren Auer Geschichte
ein bekanntes Gefühl.
Das ist richtig.
Das ist richtig. Also gerade Dresden, Aue und Darmstadt,
gerade die Auswärtsspiele in Darmstadt, das geht
für Aue eigentlich nie gut aus.
Es ging ja schon am Mittwoch weiter
mit einem Spiel bei Fortuna Düsseldorf in der zweiten Runde des DFB-Pokals.
Dazu lässt sich sagen, dass der 14.
der ersten Liga Fortuna gegen den vierten der zweiten Liga spielte.
Man rechnete sich also eigentlich was aus auch.
Nur 20.000 Zuschauer waren da. Also auf der Fortuna-Seite gab es keine
besonders große Pokaleuphorie und vom Spielverlauf war es dann
so, dass Aue in der zwölften Minute 1:0 in Führung geht
und in der 20. Minute sogar die Chance hat, das
2:0 zu machen und Testroës Schuss
auf der Linie halt geklärt werden muss.
Kurz vor der Pause gibt es einen schmeichelhaften Elfmeter für Fortuna
Düsseldorf, den Ruben Hennings dann verwandelt
und schließlich
in der 75. Minute das 2:1 durch Adams.
Und dazu lässt sich sagen, dass
weder Fortuna noch Aue besonders viel spielerischen
Esprit hatten.
Es gab ein geringes spielerisches Niveau
und
Friedhelm Funkel hatte seine halbe Mannschaft vorher
ausgetauscht und ist mit einer halben B11
angetreten.
Insgesamt stand also das
erwartete oder nicht Erwartete, sondern fast schon
obligatorische Pokal-Aus dann
zu Buche.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, Jungs, aber das nervt
mich halt immer jedes Jahr, diese Pokal-Lethargie.
Du hast ja gesagt, ich hätte mir schon etwas
ausgerechnet, wenn du gegen eine Mannschaft spielst, die in der
Bundesliga unten dran ist, man selbst irgendwie auf Platz
vier ist, ja auch
über die Auswärtsspiele noch nicht so mies drauf war, wie man es dann über
die restliche Zweitliga-Saison war, sondern mit einem Auswärtssieg und jetzt
auch
dann irgendwie noch mal vorher einen Punkt auswärts geholt.
Da war man jetzt nicht so auswärtsschwach auf jeden Fall gefühlt
und auch da wieder in dieser Saison, dass man einfach nicht die Chance nutzt, im
Pokal einfach mal weiterzukommen.
Also wie klasse wäre es doch, wenn wir mal
über die dritte Pokalrunde mal hinauskommen würden.
Keiner redet irgendwie von Berlin oder einem Pokalsieg, aber dass man irgendwie mal
Viertelfinale und vielleicht mal mit Glück dann irgendwie
Wismut Aue im Pokalhalbfinale vielleicht auch hat, wenn man Glück hat irgendwie
zu Hause und man spielt um den Einzug ins Pokalfinale.
Das wären doch ganz egal, wie die Spiele ausgehen, das wären doch echt Highlights,
wo man auch ein bisschen Geld einnehmen könnte und mich nervt einfach, dass
es irgendwie die Mannschaft dann Jahr für Jahr nicht
hinbekommt, irgendwie mal über die ersten, zweiten
Pokalrunden hinauszukommen. Das nervt mich
kolossal. Also nächstes Jahr habe ich dann tatsächlich wieder Hoffnung, dass wir es
nächstes Jahr schaffen, weil es ja
dennoch jede Saison irgendwie so ein paar Überraschungsmannschaften gibt, die es ja
tatsächlich schaffen. Es ist ja nicht immer so, dass immer nur die Bundesligisten
das unter sich ausmachen, sondern es gibt ja tatsächlich die zwei, drei, jetzt
Saarbrücken Viertligisten, die es schaffen.
Das müssen wir auch irgendwie mal hinbekommen.
Genau. Ich glaube einfach so ein bisschen, dass Aue, denen fehlt so ein bisschen
das Pokalgen. Ich glaube, das Weiteste und Weiterste sind wir
mal gekommen gegen Heidenheim in der dritten Liga.
Da waren wir in der dritten Runde, hatten wir vorher Furth geschlagen, da war ich
auch da. Dann war das legendäre Frankfurt-Spiel und sind dann gegen
Heidenheim, unseren Angstgegner, praktisch auch wieder rausgeflogen.
Aber zumindest nächste Saison sind wir wieder im Profitopf
und da können wir uns vielleicht wieder einen schönen Amateur in der ersten Runde
angeln.
Schauen wir mal. Wie geht es in der Liga weiter?
Genau, jetzt geht es in der Liga weiter.
Wo sind wir? Zwölfter Spieltag, glaube ich, oder?
Genau, zwölfter Spieltag. Da sind wir nämlich Aue Heidenheim.
Da haben wir sie nämlich schon wieder.
Heidenheim ist ja unser absoluter Angstgegner.
Das heißt, wir haben zehn Spiele gegen sie gespielt und praktisch nur eins
gewonnen.
Und das war Samstag, der 02.11.
und wir sind durch Riese in der 54. Minute in Führung
gegangen und Heidenheim hat das gemacht, was sie eben mit Vorliebe gegen
uns machen, spät gegen uns treffen, so wie auch in diesem Fall in
der 88. Minute durch Schimmer. Und es war ein
sehr von Taktik geprägtes Spiel, war überhaupt nichts fürs Auge und letztlich
gesehen ist es für Aue aber ein gutes Unentschieden gegen eine Mannschaft gewesen,
die Werder Bremen an der Grenze zur zweiten Liga
hatte. Also Heidenheim ist einfach ein Gegner, der liegt uns einfach so gut wie gar
nicht.
Nach dem Spieltag war wirklich Heidenheim zwei Punkte noch
hinter Aue. Also Aue Vierter nach dem Spieltag und Heidenheim
Sechster mit zwei Punkten weniger als Aue.
Dann kam am 13. Spieltag Karlsruhe gegen Aue.
Das ist ein Gegner, der Aue einfach super liegt.
Unvergessen natürlich das Relegationsspiel in 2017,
2018. Es war, glaube ich, das einzige Montagsspiel und das haben wir
ausgetragen am 11.11. im Wildparkstadion.
Und es begann auch ganz grandios für uns,
dass wir durch Jan Hochscheidt in der siebten Minute nach Vorlage von
Krüger in Führung gegangen sind. Und leider sah Jan Hochscheidt,
nicht ganz zu Unrecht, kurz danach die rote Karte, weil er
Tide von hinten in die Hacken getreten ist.
Und das sah am Anfang auch gar nicht so super schlimm aus.
Dann
wurde es aber noch einmal angeguckt durch den
Videoassistenten und dann gab es auch leider vollkommen zu Recht
rot.
Eins zu eins ist es am Ende ausgegangen, weil Anton Fink dann noch den Ausgleich
geschossen hat. Die guten Hörer von uns werden sich sicherlich daran erinnern, der
war lange Zeit in Chemnitz unterwegs.
Es war aber trotzdem, finde ich, ein total gewonnener Punkt,
weil wir einfach total lang in Unterzahl gespielt haben, wir
uns aber mit Leidenschaft ein Unentschieden erkämpft haben.
Und ich glaube, Karlsruhe hat am Ende dann circa 70 % Ballbesitz, haben aber am
Ende gar nichts daraus gemacht. Und so bin ich dann
relativ beruhigt zum 14. Spieltag gefahren.
Das war nämlich Aue gegen Sankt Pauli. Ist nämlich praktisch unser Lieblingsgegner.
Wir haben 18 Spiele gegen sie und haben zehn gewonnen
und war auch vor 14.000 Zuschauern im Erzgebirgsstadion.
Es war ein sehr stimmungsvolles Spiel.
Wir haben am Ende drei zu eins gewonnen.
Getroffen haben Krüger, Nazarov und Testro
und
zum zwei zu eins hatte aber der Sankt Paulianer Fährmann getroffen.
Und das ist eigentlich ein Riese von einem Herrn.
Ich habe noch selten so einen großen Menschen gesehen, der aber dafür unglaublich
wendig ist und einen recht satten Schuss hat.
Und es war, glaube ich, so, dass nach dem
frühen eins zu null hatte Aue die Partie eigentlich ganz gut im Griff und
Pauli hatte lange Zeit, wie so häufig gegen Aue, einfach nicht ins Spiel
gefunden. Und nach dem drei zu eins durch den
Testro in der 62. Minute war aber die Souveränität wieder zurück.
Es war ein schönes Spiel, es war ein ansehnliches Spiel, es war gut umkämpft, wobei
Aue auch das notwendige Spielglück hatte und hier auch einen
überragenden Marco Mihajlović auf seiner Seite hatte, der glaube ich 100 %
Zweikampfquote hatte, was Wahnsinn ist, weil da kam ja auch nicht irgendeine Wald-
und Wiesentruppe, sondern da kam halt auch tatsächlich Sankt Pauli.
Vielleicht kurz, Tobias, Fun Fact zu dem Spiel.
Ich habe das Spiel in einer Fankneipe angeguckt
mit anderen Sankt-Pauli-Fans.
Trotzdem gute Stimmung bei mir, weniger gute Stimmung bei Sankt Pauli, aber
das Spiel geguckt neben
König Boris, seines Zeichens
Sänger und Rapper bei Fettes Brot. Mit dem habe ich das Spiel geguckt.
Er war weniger amüsiert. Ich fand das Spiel gut.
Aber wie du gesagt hast, es war ja vorhersehbar.
Dass Sankt Pauli in Aue nichts holt, das ist
so sicher wie das Amen in der Kirche.
Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, genau.
Wisst ihr, was noch so sicher ist wie das Amen in der Kirche?
Dass wir in Bochum verlieren.
Genau. In Bochum verlieren wir immer.
Es ist eine Mannschaft, die Aue irgendwie so gar nicht liegt und in
Bochum sind das auch immer ganz gruselige Spiele, obwohl wir da
meistens nicht die schlechtere Mannschaft sind.
Wie auch hier,
wir haben hier zwei zu null verloren.
Losilla hat in der 61. Minute das eins zu null gemacht und in der
64. hat Mihajlović auch noch die rote Karte gesehen und zu allem
Überschuss oder zu allem Unglück hat dann praktisch auch noch Samson in der
90. Minute ein Eigentor gemacht.
Aber da muss man auch sagen, in dem Spiel war auch überhaupt nichts zu holen.
Also ich glaube Ballbesitz 65, 35.
Bochum hat sechs Chancen gehabt, Aue nur eine.
Und Aue hat es äußerst defensiv probiert und hat auch
lange gegengehalten, aber Bochum hatte da auch, glaube ich, die erste
entscheidende Lücke durch den ehemaligen Trainer Losilla genutzt und
Aue war einfach nicht in der Lage, Bochum
ernsthaft in Gefahr zu bringen. Es war leider ein typisches
Aue-Auswärtsspiel.
Ich fand es gar nicht so schlecht, wie die Zahlen waren.
Ich war ja auch im Stadion und es war schon spannend.
Also auch so, dass man gedacht hat, wenn man hinten sicher
steht, dann fährt man vielleicht irgendwann mal den Konter zum eins zu null.
Aber gerade diese Kontertore auswärts haben uns schon
gefehlt, dass man auch mal dann sich befreit und dann mal auch unverdient
meinetwegen in Führung geht.
Und klar, vom Ergebnis ist es total erwartbar und zwei zu null geht auch völlig
in Ordnung, auch wenn der Spielverlauf natürlich wieder kurios ist, dass du in der
Nachspielzeit noch das zwei null kassierst, aber Bochum hat sich da auch kein Bein
ausgerissen. Aber am Ende sind das die
typischen Bochumer Spiele. Man verliert da immer dämlich, also selten dämlich,
oft auch in der Nachspielzeit noch den Ausgleich oder
das Spiel verloren. Also Bochum,
war ich jetzt die letzten sechs Spiele oder so in Folge, das war jedes Mal ein
Krampf und ich glaube, ich kann mich nur an einen letzten Auswärtssieg erinnern,
der war 2013 oder so, wo Tobias Nicke nicht
noch
uns da zum Sieg köpft.
Das ist in der Tat schon eine ganze Weile her.
Aber für die nächste Saison habe ich mir auch vorgenommen, auch nach Bochum zu
fahren. Also Bochum, das ist ein Stadion, wo ich noch nie war und der
Ruhrpott hat ja auch immer so seinen Reiz.
Auf jeden Fall legendär mit der Grönemeyer-Hymne
und
die Atmosphäre in der Innenstadt als Stadion und auch Bochum.
Auch eine schöne Stadt, auch wenn das immer
gegenteilig viel behauptet wird, dass es heruntergekommen sei.
Es ist schon eine sehr schöne Ausgehstadt.
Das hat wahrscheinlich so den Ruhrpott-Charme.
Und allein des Stadions wegen. Das ist echt noch
mal ein super Stadion. Sollte man auf jeden Fall mal gesehen
haben.
Genau.
Welche Stadt sollte man auch mal gesehen haben? Das ist Hannover.
Da sind wir nämlich am 60. Spieltag hingefahren.
Da wäre ich jetzt nie darauf gekommen.
Dass man Hannover sehen
muss.
Ich finde, Hannover ist schon eine ganz schöne Stadt, obwohl
ich den Hauptbahnhof dort mega hässlich finde.
Ich war dort auch mal bei einem Auswärtsspiel, da haben wir vier zu null verloren.
Hannover ist eigentlich immer so ein gefühlter
Erstligist
und wir haben da lange Zeit wirklich richtig gut mitgehalten.
Wir haben am Ende drei zu zwei verloren, nachdem Haraguchi
in der 90. Minute das Siegtor erzielt hat.
Das war auch so ein Spiel, wo man gedacht hat: „Mensch,
hier kannst du einen Punkt mitnehmen, hier hältst du gut mit.“ Hier hat
übrigens auch Jean Patrick Strauß sein einziges Saisontor geschossen.
Baco Lords hat auch zweimal getroffen, einmal
für Aue und einmal gegen Aue.
Aber ich glaube, gegen Hannover, das war ein relativ
ausgeglichenes Spiel, wobei Hannover wesentlich mehr Chancen hatte und auch
wesentlich mehr Ecken. Aber hier wäre ein Punkt wirklich drin gewesen und
das war auch so ein Spiel, wo ich dann in der 90.
Minute echt ins Holz gebissen habe, weil ein Punkt wäre
definitiv drin gewesen.
Ich sage ja immer noch, dass das Tor von Strauß irgendwie abgerutscht ist und er
eigentlich verlanken wollte und das Ding ihm abgerutscht ist und über den Torwart
hinweg. Aber ist ja ganz egal. Ich war auch im Stadion, fand
auch eigentlich, das ist ein ganz spannendes Spiel, weil es einfach hin und her
ging, weil ich auch mit Hannover-Fans drin war im Stadion und das
natürlich auch ganz super war, auch für uns, weil wir einfach zweimal geführt haben
bei
Hannover 96, die ja auch gefühlt eigentlich um den Aufstieg mitspielen wollten und
vorher auch noch abgestiegen sind.
Gute
Spiel,
gute
Fans sehen beziehungsweise auch gute Stimmung, aber dann leider, wie du es gesagt
hast, am Ende mit dem
schlechten Ende für uns. Und ich gucke gerade mal,
ich glaube, war das jetzt fast das erste Spiel oder die ersten zwei
Spiele, die man hintereinander sogar verloren hat, weil wir dadurch auch auf Platz
sieben nämlich mal abgerutscht sind.
Wenn man sich anguckt, die Spieltage vorher immer so Platz vier,
vier, fünf, vier, also immer tatsächlich sehr eng an dem Relegationsplatz dran.
Das war jetzt mal mit Bochum und Hannover natürlich auch zwei Auswärtsspiele
hintereinander, mal mit den zwei Niederlagen, wo man so eine
kleine Niederlagenserie hatte und dadurch auch mal etwas abgerutscht ist in der
Tabelle.
Genau.
Aber das sollte sich auch schon wieder ändern dann zum nächsten Spieltag.
Genau. Dann kam nämlich Regensburg ins schöne Aue am
17. Spieltag und Regensburg ist neben St.
Pauli auch einfach der nächste Lieblingsgegner.
Es ist gefühlt, egal, wie schlecht es gerade für Aue läuft, Regensburg leistet
immer gerne Aufbauhilfe. Also bei zehn Spielen haben wir sechs Mal
gewonnen und nur eins verloren. Es war ein schönes Freitagsspiel.
Ich war auch wieder da und getroffen hat ein gewisser Sören
Gonther und der einfach hinten alles dicht
gehalten hat, vorne getroffen hat und Aue hätte das Ding
wesentlich höher gewinnen können.
Es gab irgendwie drei Alu-Treffer,
aber Aue hatte wesentlich mehr Chancen, sechs zu vier,
obwohl sie weniger Ballbesitz hatten.
Es war ein intensives Spiel von guter Qualität und mir
hat es persönlich wieder total viel Spaß gemacht.
Das war wieder ein schönes Freitagsspiel im Dezember.
Ich glaube, es war richtig kalt schon und in
dem Moment war mir irgendwie klar, wir werden
die Hinserie auf einem einstelligen Tabellenplatz einfach auch
abschließen. Das war in dem Moment einfach auch schon beschlossen.
Ich will ja den Erfolg der Mannschaft dann in der letzten Saison nicht zu mindern,
wenn ich sozusagen von Glück am Anfang spreche und das hat sich
dann über die Saison hinausgezogen, aber dennoch möchte ich hier gerne mal
festhalten, weil es mir jetzt auch, wenn ihr so die Spiele vorstellt,
mir so ein bisschen klar wird. Wir hatten echt auch Glück mit dem
Spielplan. Man
sieht hier, wir hatten mal Spiele, die du dann einfach verlierst,
die wir einfach immer verlieren,
wie jetzt in Bochum oder gegen Heidenheim, wo wir nicht gut aussehen,
wo wir zu Hause nur einen Punkt holen.
Und
von der Tabellensituation her, immer wenn wir mal so
einknickten, hat man dann einfach nach Spielplan am nächsten Spieltag
einen Gegner, im besten Fall zu Hause, wie jetzt hier zum Beispiel St.
Pauli oder jetzt wieder Regensburg, wo du sagst, das sind Gegner, die liegen Aue
und du holst dann einfach auch da wieder drei Punkte. Die musst du erst mal holen.
Das heißt natürlich Riesenrespekt vor der Mannschaft und dass sie das auch
so immer gezogen hat. Aber der Spielplan war echt auch schon in
diesem Jahr wie gemacht für uns, weil immer einfach
auf einem Down du jetzt hier gerade in der Hinserie ein
Heimspiel gegen einen schwachen Gegner hattest, der dir noch liegt und du einfach
immer gut deine Punkte sammeln konntest.
Genau.
Also ein Stück weit, der Spielplan war uns einfach auch gelegen, aber auch unsere
wahnsinnige Heimstärke. Also gerade in der Hinserie hatte kein Gegner
in Aue was zu lachen und das hat letztlich dann auch das Fundament für den sicheren
Klassenerhalt am Ende gelegt.
Und wir haben die Hinrunde damit beendet, mit dem Spiel zu Hause gegen
Regensburg, 17. Spieltag.
Wir haben noch ein Spiel, kommt ja gleich noch vor Weihnachten, aber man kann ja
mal resümieren, nach 17 Spieltagen, nach der Hinserie 26
Punkte, ein Tor im Plus. Das ist jetzt nicht so dolle,
aber das ist ja ganz egal. Man hat 26 Punkte und ist auf Platz
sechs, vier Punkte auf den Relegationsplatz, wenn man darauf
schielt, und zehn Punkte auf den Relegationsplatz nach
unten, den damals auch schon Nürnberg innehatte.
Also Dresden Letzter, Wiesbaden.
Ganz witzig,
nach Ende der Hinserie, Dresden Letzter, Wiesbaden 17.,
Nürnberg 16. Genau das Ergebnis, was am Ende auch herauskam.
Richtig, genau.
Da hätte man Corona auch weglassen können.
Man hätte die Spiele nicht mehr austragen müssen.
Egal.
Aber zu dem Punkt kommen wir ja noch.
Denn wir kommen jetzt nämlich noch zum Vorweihnachtsspiel Aue gegen Fürth
und das war praktisch das erste Spiel der Rückserie gewesen
und war am 21.12. Auch wieder ein richtig
kalter Tag gewesen. Wir haben gewonnen,
drei zu eins, obwohl wir bedeutend weniger Ballbesitz hatten.
Also wir hatten, glaube ich, bloß so 34 % Ballbesitz und Fürth hat irgendwie so 66
%, hatten aber wesentlich mehr Chancen.
Also wir haben Fürth richtig gut ausgekontert.
Getroffen haben Hochscheidt, haben Nazarov und haben Krüger.
Und man muss ganz klar sagen, von Fürth kam offensiv viel zu wenig,
aber wir hatten einen richtig super Florian
Krüger und er hat in dem Moment schon gezeigt, was er für eine
Wichtigkeit auch in der Rückrunde haben wird.
Also der Mann war super schnell, der war super technisch, der hat einfach
Lücken gerissen, hat einfach ein super Auge und
das war ein sehr versöhnlicher Jahresabschluss dann auch für Aue.
Ich glaube sogar, Krüger hat in der Hinserie gar nicht so viel gespielt, oder?
Das wollte ich jetzt noch mal nachgucken. Hast du das auch so im Gefühl?
Genau, der hat bedeutend weniger gespielt.
Der ist erst dann zur Rückserie richtig aufgekommen.
Ja.
Das war,
weil er einfach auch dann später
unter Dirk Schuster mehr gesetzt war.
Dann kam der 19. Spieltag. Das war praktisch schon am
28.01. gegen Wiesbaden. Und hier gibt es übrigens
einen statistischen Fun Fact: In den vier Spielen, die wir bisher gegen sie hatten,
gab es zwei Siege für Aue und zwei Siege für Wiesbaden und es hat immer das
Heimteam gewonnen. Und es war ein Dienstagsspiel, das heißt, ich
war nicht dort
und ich war aber schon mal in der Brita-Arena in Wiesbaden.
Es ist wahrlich kein schönes Stadion.
Ich glaube, ich war da auch mit dir zusammen, Martin.
Genau, wir waren da im Pokal.
Im Pokal, wo wir unter einem gewissen Herrn Letsch da verloren haben.
Und es ist so ein Stadion, das sieht so ein bisschen aus, als hätten
sie da irgendwelche Rohre zusammengesteckt.
Also es sieht ein bisschen aus wie so ein Lego-Stadion.
Wobei ich es eigentlich sogar mag.
Also man ist ziemlich nah am Spielfeld dran, man hat eine sehr gute Sicht.
Es ist keine Schönheit, aber
moderne Stadien sind halt sowieso austauschbar.
Das stimmt. Ich glaube, die bauen auch gerade ein neues Stadion.
In einer Woche abbauen.
Genau.
Ja, sie bauen das Stadion so um, dass es permanent steht
und
sie müssen die Kapazität ja erhöhen auf 15.000.
Genau.
Als Lizenzauflage.
Genau und ich glaube, das Wiesbadener Stadion ist, als sie aufgestiegen sind,
mal ganz schnell zusammengebaut worden.
Das war damals das Besondere.
In zwei Wochen aufgebaut. Ich glaube, so sieht es auch aus.
Genau. Also das Spiel an für sich war aber eine ganz schöne
Zumutung. In der 14. Minute ist dann Wiesbaden durch
Czartorowski in Führung gegangen. In der 68.
Minute waren sie dann noch einen Mann weniger und das war tatsächlich auch erst der
zweite Heimsieg für Aue. Ich meine, der Lindner, der damals Torwart in Wiesbaden
war, hat überragend gehalten. Rehm wurde in dem Spiel als erster Trainer mit einem
Platzverweis belegt und es war so ein bisschen auch der Beginn einer
eher durchwachsenen Aue-Rückrunde gerade zum Start.
Also gerade der Start der Aue-Rückrunde war super holprig.
Aue hatte bedeutend mehr Ballbesitz, nämlich 66 %, hatte bedeutend mehr
Chancen. Oder was heißt bedeutend, aber das Chancenverhältnis war sechs zu zehn
und haben aber trotzdem unglaublich viele Chancen einfach auch
verballert und Hochscheidt hat dann auch das eins zu eins noch gemacht,
wurde aber wegen Abseits nicht gegeben.
Rezuto und Testroet haben auch beste Chancen vergeben und insgesamt ist es
aber ein ganz schwacher Auftritt gewesen, obwohl es einer der wenigen Spiele war,
wo sie auswärts mal optisch überlegen waren.
Vielleicht war es ja auch die Rache für das Hinspiel, wo
Wiesbaden ja auch eindeutig
hätte mehr holen müssen.
Das
war ja auch einer der wenigen Zeitpunkte in der Wiesbadener Saison, wo die
überhaupt mal
am Klassenhalt auch gekratzt haben, weil nach dem Spieltag standen sie ja
dann, glaube ich, sogar auch über dem Strich.
Genau, das ist richtig. Also es war,
ach ja, Wiesbaden ist halt immer so eine Mannschaft.
Also Wiesbaden ist eine Stadt, es ist eine herrliche Stadt, da gibt es auch
herrliche Weinfeste, aber so Wiesbaden ist immer ein sehr unangenehmer
Gegner, auch in der dritten Liga gewesen.
Also von daher ist es vielleicht auch besser, dass sie
abgestiegen sind für Aue.
Danach kam aber Bielefeld. Auf die werden wir ja nächstes Jahr nicht mehr treffen,
weil sie aufgestiegen sind und auswärts ist gegen sie immer
nichts zu holen, aber zu Hause hingegen schon.
Es war ein Freitagsspiel, ich war auch da und
war ein Spiel, wo Bielefeld 72 % Ballbesitz hatte, aber
tatsächlich nur zwei Chancen.
Und diese zwei Chancen waren dann auch eher ein Privatuell zwischen Männel und
Floß. Also es war eine kämpferisch und taktisch sowie defensiv ganz
überzeugende Leistung, war aber halt vom Fußballerischen super
schwach. Also das ist überhaupt nichts für Fußballästheten und
insgesamt war aber von Aue eine super Defensivleistung, denn Bielefeld
gelang nichts. Und das, was durchkam, das hat praktisch Männel
sich einfach weggefischt. Insofern war es auch für mich eine der
besten Saisonleistungen für Aue oder von der Auer Seite.
Genau.
Das nächste Spiel,
da
bin ich auch hingefahren mit dir, Martin, wenn du dich erinnern kannst.
Da waren wir zusammen. Das war in Stuttgart.
In Stuttgart, genau. Also ein Unentschieden gegen Stuttgart ist immer so
wie ein gefühlter Sieg für Aue. Und ich kann mich erinnern, ich bin dort um
vier aus Dresden losgefahren, war ein Uhr nachts am nächsten Tag auch erst wieder
da. Wir haben dort gespielt in der großen Mercedes-Benz Arena am
08.02.2020.
Und
was hat Aue probiert? Spielerisch haben die da gar nichts probiert
Wollten da mit dem 6-3-1-System ordentlich Beton anrühren, aber die
frühen Gegentore haben Aue da einfach das Genick gebrochen.
In der 34. Minute hat Didavi getroffen, dann noch einmal in der
42. Minute und in der 91. Minute hat Mario
Gomez getroffen.
Da war überhaupt nichts zu holen. Stuttgart
hatte 19 Torschüsse, wir hatten zehn,
hatte aber eine wesentlich bessere Ballquote und wesentlich mehr
Ballbesitz. Es war ein spielerisch eher grausames
Spiel von der Aue-Seite.
Woran ich mich trotzdem noch ganz gut erinnern kann,
die Aue-Fans waren eigentlich
sehr ausgelassen, bis auf den einen, den sie dann irgendwie angefahren hatten vom
Stadion. Das war dann eine unangenehme Situation mit der Polizei.
Insgesamt gesehen war es eine schöne
Fahrt mit einem erwartbaren
Ausgang.
Wobei man natürlich auch sagen muss, wenn man in Stuttgart etwas holen will, dann
muss natürlich auch alles perfekt laufen und das war so ein Tag, da wurden zu viele
Fehler gemacht. Ähnlich wie auch beim HSV-Hinspiel.
Es ist dann auch erwartbar, dass es so einschlägt.
Genau. Wenn Aue einmal Stuttgart schlägt, braucht Stuttgart einen ganz schlechten
Tag und Aue einen nahezu perfekten Tag.
So ist es halt dann einfach. Aber das ist in Ordnung.
Stuttgart ist zu Recht hochgegangen,
im Gegensatz zum HSV. Von dahingehend ist das auch in Ordnung.
Als Nächstes kam das Spiel, der 22. Spieltag, Aue gegen Kiel.
Es war unsere erste Heimniederlage.
Getroffen haben am Oetschen und ein gewisser Emmanuel Joa, den ich ja
schon im Vorfeld ein bisschen betrauert hatte.
Da ist es, glaube ich, auch so gewesen, da hatte Aue, glaube ich, auch mehr
Chancen, wesentlich mehr Ecken und es war ein intensives und auch
kurzweiliges Spiel, aber
Kiel war hier einfach auch die cleverere Mannschaft.
Was ich persönlich schade fand, war damit auch die schöne
Aue-Heimserie
einfach auch gerissen war.
Man kann ja eine Sache aber hier noch festhalten: Wenn man sich mal
die Zeit nach der Winterpause anschaut, da war jetzt
kein Sieg dabei. Vier Spiele, in Wehen verloren,
Bielefeld unentschieden, in Stuttgart verloren, jetzt zu Hause gegen Kiel
verloren. Wir sind echt schon schlecht aus der Winterpause herausgekommen
und ich weiß nicht, wie es euch ging damals, aber es
war ja immer so in verschiedenen Foren oder auch bei uns in der Gruppe zu lesen,
immer dieses Vorbild Würzburg, die auch, glaube
ich, in ihrer Abstiegssaison zur Hinrunde an dem Aufstieg zur
ersten Liga geschnüffelt haben und dann echt in der Rückserie
durchgereicht wurden und dann direkt abgestiegen sind.
Keiner hat mit dem Aufstieg zwar
nach oben in die erste Liga gerechnet und jeder hat so ein bisschen nach unten
geguckt und das hat dann so einige Pessimisten dann
wieder
das Ganze wahr werden lassen, die nämlich jetzt hier sehen, vier
Spieltage nach der Winterpause und es gelingt kein Sieg und wir werden
durchgereicht. Jetzt sind wir, glaube ich, am 23.
Spieltag, 22. Spieltag und wir sind auf Platz
acht mittlerweile angekommen.
Genau.
Das nächste Spiel wird auch nicht viel besser.
Genau, das war eine bis dahin ganz schwache Rückrunde und das
nächste Spiel war dann auch Aue gegen Osnabrück.
Das war ein 0:0. Es war ein 0:0 der schlechteren
Sorte, würde ich mal sagen. Es war eine kämpferisch und intensiv geführte Partie
und spielerisch schwach, aber chancenarm und
letztlich gesehen, es war ein ekliges Spiel, aber mit einem ganz wichtigen
Punkt in einer ganz
schwierigen Phase. Denn
das nächste Spiel, das ist nämlich ein Highlight-Spiel gewesen.
Das ist nämlich Aue gegen den großen HSV und das
war am 29.02. und wir haben
dort gewonnen. Wir haben dort 3:0 gewonnen. In der 39.
Minute hat getroffen zum 1:0 der Pascal Testroet. In der 58.
Minute hat der
Degidion Jung wegen Schwalbe die gelb-rote Karte gesehen und
dann hat unser unglaubliche Jan Hochscheidt
noch einmal in der 74. und 80. Minute jeweils zum 2:0 und 3:0
getroffen. Das ist halt so ein typisches Aue-Spiel gewesen.
Hier haben sie kaum Ballbesitz, haben aber trotzdem
deutlich mehr Chancen gehabt. Also hier war ganz
großer Aue-Konterfußball und das war ein großartiges
Spiel und das war
noch mal so für mich der Wendepunkt einerseits für Aue, dass es dann am Ende doch
noch so eine gute Saison geworden ist und aber auch ein Wendepunkt für den HSV,
weil sie dort hin auch noch so einen kleinen Knack noch drin hatten.
Ich glaube, die haben ganz fest damit gerechnet, dass die hier
Aue überrollen.
Ich würde an der Stelle aber einhaken wollen, und zwar ohne
jetzt vorwegzunehmen, das nächste Spiel war gegen Dresden.
Hätte man das Spiel nicht gewonnen, dann hätte der
Trend noch ganz viel weiter nach unten gehen können,
weil
es folgte das Spiel gegen Dresden und wer weiß, wie es ohne
die ganze Pause hätte ausgesehen.
Das war für die Moral auf jeden Fall ein Wendepunkt, auch wenn
es nicht zu erwarten war in der Form, aber es war
auch im Stadion grandios. Die Choreo zum Anpfiff,
diese HSVler da zu sehen,
wie sie das Muffensausen wieder bekommen.
Der HSV ist ja schon auch mit Ansage da
oben wieder herausgerutscht.
Also ich glaube, uns ist jeder ein großer Stein
vom Herzen gefallen, weil wie gesagt, man muss noch mal gucken vor dem
Spieltag. Also du gehst in den Spieltag rein und weißt, okay, du spielst jetzt
gegen den HSV, gegen den du in der Hinserie 4:0
dort verloren hast. Der HSV, der auch da in der Zeit etwas schwächelte
und ich glaube vor dem Spieltag auf den Relegationsplatz zurückgefallen
ist, also tatsächlich auch echt um den Aufstieg kämpfen mussten
und haben am Spieltag vorher das Derby gegen Sankt Pauli zu
Hause auch 2:0 relativ glatt verloren, wo ja
sowieso hier in der Stadt dann viel Aufruhr war und auch die Mannschaft
einfach in der Kritik war. Und ich habe tatsächlich in dieser Konstellation einfach
HSV unter Druck und sie müssen Punkte holen.
Wir unter Druck, müssen eigentlich auch Punkte holen, aber spielen jetzt gegen den
großen HSV und sind sehr schwer oder
überhaupt nicht nach der Winterpause in den Trott gekommen, sodass eigentlich
das Überraschendste tatsächlich dieses klare Ergebnis dann war, was dann vielleicht
auch vom Spielverlauf, wenn man guckt, ich habe auch noch mal das Spiel angeguckt,
in der Zusammenfassung, in der ersten Halbzeit hat der HSV 70 %
Ballbesitz und trotzdem gehst du mit einer 1:0 Führung in die Pause.
Da sieht man auch mal wieder, du musst dann halt echt auch das Glück haben, da
einfach hinten klar und gut zu stehen und vorne die Dinger wieder reinzumachen mal
wieder. Und dann läuft es dann auch mit der gelb-roten Karte in der zweiten
Halbzeit und dann gut ausgespielten Kontern dann auch relativ
klar für dich. Aber ich finde es echt ein ganz wichtiges
Spiel. A,
dass wir unseren Abwärtstrend gestoppt haben und für mich auch tatsächlich, wenn
man jetzt nach der Pause und nach dem Spiel auf die Tabelle guckt, Platz
sieben, 24. Spieltag, 34 Punkte. Dass Aue am 24.
Spieltag 34 Punkte hatte, weiß ich nicht, wann das das letzte Mal der Fall war.
Für mich aber
vielleicht jetzt auch
mit einer gewissen,
jetzt vielleicht nicht Arroganz, aber trotzdem, für mich war es tatsächlich da ein
Gefühl, zu sagen, es ist zwar jetzt erst Ende Februar, aber
eigentlich kann ich mich zurücklegen, weil so wie die Saison verläuft und wie ich
es vorhin schon genannt hatte, dass du immer, wenn es irgendwie mal nach unten geht
und jetzt ging es schon etwas über mehrere Spieltage nach unten, du immer Spiele
hast, wo du dann wirklich auch überzeugend dann im Grunde
auftrittst und die Punkte holst und selbst sogar den HSV schlägst,
sodass für mich eigentlich Ende Februar klar war, mit 34 Punkten Ende Februar,
da steigst du nicht ab. Und dafür sind auch zu viele Mannschaften dazwischen, die
nicht in der Masse so viel Punkte holen, um mich da unten reinzuziehen.
Gefühlt,
wie gesagt, jetzt rückblickend, aber trotzdem auch damals schon gefühlt, war die
Saison für mich vorbei und ich konnte guten Gewissens in die
restlichen Spiele gehen, weil ich wusste, diese Saison bringt irgendwie gar nichts
mehr ein.
Aber dann ging es ja schon weiter in Dresden.
Genau. Dann hast du es ja auch schon angesprochen.
Genau, ich übernehme mal den Blog, weil ich jetzt die glorreiche Aufgabe
habe, die kommenden und restlichen Spiele kurz euch
vorzustellen, aber dann mache ich es auch relativ knapp, weil wir auch schon,
glaube ich, gut in der Zeit jetzt dabei sind. Wir fahren zum Derby nach Dresden.
Wir haben das Hinspiel relativ klar gewonnen.
Dresden knabst am Tabellenende herum und braucht Punkte und
wir schenken sie ihnen. Da
vielleicht auch ähnlich wie das Düsseldorf-Spiel, wo wir auch auswärts in
Führung gehen, aber dann trotzdem es nicht schaffen, irgendwie die Führung
selbst in die Pause zu holen. In der 44.
Minute kriegen wir das 1:1 durch Patrick Schmidt, der dann auch mit
einem zugegebenermaßen schönen Fallrückzieher auch in der zweiten Halbzeit das
2:1 macht und wir dann entsprechend auch es nicht
schaffen, irgendwie noch den Ausgleich zu holen.
Wie gesagt, gefühlt dann eher mit einer gewissen Lockerheit dann
auch die Niederlage dann angenommen, wobei in Dresden verliert man
ja
immer ungern
und
irgendwie hat es einen etwas
missmutig dastehen lassen, dass Dresden einfach auch wieder die drei Punkte holt,
um dann wieder näher an den Nichtabstieg heranzukommen.
Weiß nicht, wart ihr dabei? Ihr seid ja bei den Spielen dabei.
Ich war dabei, ja. Und Martin war, glaube ich, auch dabei.
Ich war nicht dabei. Ich war nämlich in Österreich.
Ach so, du warst in Österreich. Also ich war dabei, ich war mit Kumpels dabei und
wir sind da eigentlich auch total gut reingestartet.
Ich glaube, Hochscheidt hatte getroffen.
Wir hätten dann auch ganz schnell noch das
2:0 irgendwie machen können
und dann hatte sich das Spiel aber halt irgendwann gedreht.
Also irgendwann hattest du das Gefühl, dass
wir da nicht mehr herauskommen
und so ist es dann am Ende auch gekommen und Dresden hat dann das Ding
am Ende noch mal gedreht. Aber ich finde die eigentlich
spannende Geschichte, die ja gerade in Sachsen dann wichtig war, war ja,
dass es dort Leute gegeben haben soll, die praktisch
an Corona infiziert gewesen sein sollen.
Da hat praktisch Corona schon die ersten Vorboten
gesendet
auf die kommende Fußballsaison.
Ein Superspreader-Event, dieses Spiel.
Genau,
ich weiß nicht, ob das Superspreader waren, beziehungsweise
aber es waren dort wohl angeblich so-
Zwei Fälle.
Zwei Fälle, die dort auch in offizieller Position dort unterwegs waren
und die sich praktisch zwischen den Blöcken hin- und herbewegt haben.
Okay.
Genau.
Ja, und dann sprichst du es auch schon an. Also dann kam der große Knall.
Schon der nächste Spieltag wurde komplett abgesagt.
Der 25. Spieltag wurde noch
gespielt. Das war das Spiel in Dresden.
Wir waren auf Platz acht nach der Niederlage und danach kam Corona
und jeder hat sich gefragt, wie es denn weitergeht.
Man hat
diskutiert, man hat ausländische Ligen angeguckt, wo man sieht,
ich glaube, Martin, Holland hat relativ schnell die
Liga-
Abgebrochen, genauso wie Frankreich.
Genau, Frankreich auch und es stand einfach zur Diskussion,
wie es hier weitergeht.
Ich war tatsächlich ein Vertreter, der auch höchst ungern die Saison
unter den Bedingungen, also auch unter den jetzt nicht mehr
fußballerischen
Bedingungen, sondern einfach gesellschaftlichen Bedingungen ungern zu Ende
gespielt hätte, weil für mich da in den Monaten Fußball
keinen großen Stellenwert hatte und schon echt
überrascht war, mit welcher Vehemenz da der DFB oder gerade
die DFL versucht haben, mit aller Macht
diese Saison hier noch zum Ende zu bringen, wo glaube ich jedem auch
klar wurde,
das ist etwas, was der Verband oder
der
Ligaverband einfach tut, um die
Fernsehrechteinhaber zu beglücken, um damit
einfach dieses Produkt Fußball irgendwo noch übertragen zu können.
Wobei ich an der Stelle auch einhaken möchte: Das sind ja nicht die Verbände,
sondern die DFL ist ja die Selbstverwaltung der Vereine.
Also am Ende sind es die Vereine, die da auch in der Pflicht stehen und es gab ja
auch lange Zeit noch die Diskussion, ob man nicht diesen Spieltag
26 im März noch mit Geisterspielen austrägt,
wobei wir die Diskussion hatten, dass an einem Spieltag
mehr und mehr Spiele einfach
nur noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden
sollten und dieser Stopp erst mal
gar nicht koordiniert gemacht wurde, sondern eher mehr oder
weniger so nach und nach reinplatschte, weil jedes Bundesland
nacheinander die Veranstaltungen verboten hat.
Aber für mich gehören halt einfach zu Spielen dann Fans dazu, also Fans auch,
die gerade im Stadion sind und deswegen
habe ich tatsächlich so dann auch inhaltlich mit der Saison abgeschlossen,
dass es mich dann irgendwie schon enttäuscht hat, wie dann einfach die
DFL hier reagiert und versucht, mit aller Macht das
durchzudrücken.
Jetzt nicht mal dann auch
für die Fans dann auch, sondern auch gerade die Spieler, die sich
dann natürlich auch einem gewissen Risiko ausgesetzt haben oder hier in
ein Sicherheitskonzept gezwungen werden, inklusive
den Familienmitgliedern drumherum und was dann ja auch passiert in
manchen Vereinen, jetzt auch gerade Dresden.
Vielleicht kommen wir noch mal darauf zu sprechen.
Das ist schon hart. Und da zu sehen, wie
so ein Ligaverband dann einfach reagiert und das mit
aller Macht tatsächlich durchdrückt und sich vielleicht dann auch am Ende
feiern lässt und auch zeigt: „Hier guckt, wir haben es hinbekommen.“ Das mag sein,
aber
für mich hat es einfach noch mal deutlich gemacht, wer in diesem Spiel
hier das Sagen hat und wer regiert.
Und das sind dann im Zweifel diejenigen, die sehr viel Geld
damit verdienen.
Das war dann so und deswegen hat es
dann zwei Monate gedauert, bis wir dann doch wieder losgelegt haben unter
den
Regelungen des Sicherheitskonzeptes in jedem Stadion.
Das hat ja jeder von uns, denke ich, mitbekommen.
Vielleicht hier in der zweiten Liga noch eben dieser spannende Fakt,
dass Dresden einfach zwei Wochen später dann
eingestiegen ist. Da komme ich gleich dann noch darauf zu sprechen.
Auf jeden Fall hatten wir dann nach Corona mit Platz acht dann ja
eigentlich eine gute Ausgangsposition, dass wir dann am 16.5.
unser erstes Spiel hatten, dann sozusagen den 26.
Spieltag nachgeholt haben, ein Heimspiel gegen
Sandhausen. Da so von der Aufstellung her das Spannendste, weil das sich dann
auch in den Folgespielen durchgesetzt hatte, dass Mihojević auf einmal nicht mehr,
hier sogar glaube ich, nicht im Kader war.
Da wurde diskutiert, ob er einfach vergessen wurde, auf den
Spielerbogen darauf zu schreiben.
Aber auf jeden Fall wurde er auch in den nächsten Spielen, glaube ich, überhaupt
nicht mehr eingesetzt. Dann wurde von einer Verletzung gesprochen, was
ich insgesamt einfach sehr schade fand.
Ja, ansonsten
relativ klares Spiel.
Krüger hat, glaube ich, das Tor gemacht, relativ früh.
Dann ist Dietmaier vom Platz geflogen und wir
konnten gegen zehn Mann dann das relativ locker runterspielen.
Am Ende hat Sandhausen noch das 3:1 gemacht.
Besonderer Fakt: Kaguta Lua hat nach seiner schweren Verletzung dann auch mal
wieder getroffen, hat nämlich das 3:0 eingeköpft, glaube ich, nach einer Ecke.
Kann ich mich noch erinnern.
Weiß nicht, wie es euch ging, aber man hat sich gefreut, aber wenn man so das
Spiel sich anguckt ohne Fans dann im Hintergrund
oder vielleicht auch noch das Spiel im Radio, wie ich es, glaube ich, gemacht habe,
angehört habe und einfach keinerlei
Fangesänge oder irgendetwas mitbekommen hat.
Das klang schon sehr steril und sah auch im Fernsehen einfach sehr steril aus.
Hat für mich wenig mit Fußball zu tun, aber wie gesagt, dadurch, dass es
jetzt nicht existenzbedrohend war bei uns im Sinne, dass wir gegen den Abstieg
gespielt haben, habe ich es auch relativ leidenschaftslos dann einfach so
angenommen.
Also interessanterweise war es ja das allererste Spiel nach dem Restart, weil
Aue ja den ersten Anschlusstermin hatte.
Also zusammen mit den fünf anderen Spielen natürlich, die dann noch stattgefunden
haben, drei anderen Spielen. Und ich muss ehrlich sagen,
ich habe meine Position zu diesen Medienspielen auch ein bisschen geändert,
weil sie wurden einfach zu einer Zeit
diskutiert, wo nicht absehbar
war, wie die Lage dann im Mai in Deutschland sein wird.
Also ich bin lange davon ausgegangen, dass wir im Mai erst mal durchschlagend
die Pandemie halt haben, weil alles mit einer gewissen Verzögerung kommt, jetzt zum
Beispiel im Vergleich zu Italien.
Aber man muss ja schon sagen, in Deutschland blieb ja jetzt,
was man so erste Welle nennt, da blieb ja der ganz große Knall halt aus.
Und diese Bundesligaspiele fielen dann ja auch in eine Zeit, wo auch wieder
angefangen wurde, Kneipen zum Beispiel zu öffnen und angefangen wurde,
alles mögliche andere wieder zu eröffnen mit einem Hygienekonzept.
Und da fand ich es dann sogar vertretbar, dass man jetzt auch sagt, ja, dann kann
die Bundesliga wieder anfangen mit teilweise auch absurd strengen
Regeln, die ja auch viel Symbolik hatten.
Man denke mal an das Ganze mit den Masken im Stadion zum Beispiel, also im Stadion
an der frischen Luft. Von Leuten, die getestet sind, sind diese Masken aus
meiner Sicht zum Beispiel albern, um der Gesellschaft zu zeigen, wir sind hier
besonders streng und halten uns besonders
strikt daran.
Dann möchte ich auch einmal alle fragen, die jetzt strikt gegen Geisterspiele sind
und strikt auch dagegen sind, dass wieder weniger Fans jetzt irgendwann vielleicht
mal wieder in ein Stadion gehen können: Was ist denn die Alternative dazu?
Mir wird da zu wenig auch über Alternativen geredet und mit
Maximalpositionen argumentiert, die dann auch keine
Lösung bringen am Ende.
Das ist richtig. Also für mich war das Ergebnis der
Corona-Krise, dass ja auch fürs Fernsehen die Fans zum
Teil die entbehrlichste Komponente sind.
Es gab ja auch bei Sky, ich weiß nicht, ob ihr das mitbekommen habt, die Option, du
konntest die Fan-Gesänge jetzt dazuschalten.
Ich habe das tatsächlich einmal gemacht und hatte dann auch tatsächlich das Gefühl
gehabt, dass diese Fan-Gesänge dann auch der
Spielsituation angepasst worden sind.
Also ich finde,
das war für mich ein total befremdlicher Punkt.
Aber natürlich, Martin, hast du natürlich total recht und
es ist, glaube ich, so ein bisschen, dass diese Fußballdiskussion,
glaube ich, generell auch in diese sehr aufgeheizte und
polarisierende Diskussion in Corona einfach auch mit
reingekommen ist, ein Stück weit,
wo ja auch ganz viele starke Extrempositionen einfach auch
gegenüberstanden. Die einen haben praktisch gesagt: „Nein,
wir
machen jetzt hier gar keine Quarantäne und wir machen gar keinen Lockdown.“ Und die
anderen haben gesagt: „Doch, wir müssen jetzt hier sofortigen Lockdown machen.“
Ich glaube so ein bisschen, das ist eine einmalige Situation unserer Generation
gewesen und ich glaube, die Entscheidungsfinder sind da einfach auch wirklich nicht
zu beneiden gewesen.
Aber es ist vor allen Dingen auch nicht vorbei.
Das ist ja jetzt auch die Diskussion: Wann kann es denn weitergehen?
Und die Gleichen, die vehement gegen Medienspiele waren, sagen
jetzt ja auch: „Lass uns die Stadien wieder öffnen.“ Es ist ja an Schizophrenie
teilweise da nichts zu überbieten.
Will man jetzt die Pandemie bekämpfen oder will man schnell wieder zur Normalität
zurückkehren? Ich glaube, wir müssen einfach auch lernen, damit umzugehen und dann
sind es vielleicht dann erst einmal die
Medienspiele und dann sind es vielleicht erst einmal weniger Zuschauer.
Wobei ich habe mit den weniger Zuschauern auch so meine Bedenken
aus verschiedenen Gründen, auch wenn ich jetzt schon wieder im Stadion war vor
einer Woche.
Ja, und ich glaube,
wenn wir jetzt weiter durch die Spiele gehen, wird sich auch zeigen, dass diese
Normalisierung davon auch relativ schnell einsetzt.
Genau. Was vielleicht noch ein abschließender Punkt hier sein könnte,
wäre vielleicht so eine gewisse Form von Demut.
Also ich meine, die
DFL hatte sich ja ein paar Monate vorher noch gefeiert, dass ihr
Topprodukt riesige Gewinne
abwirft und dann ein paar Monate später sagen: „Ach, wir
machen hier bloß Geld, wenn irgendwie die Spiele sind.“ Wo wir gesagt haben: „Ja,
das hat man ja auch irgendwie vorher gewusst.“
Das ist, glaube ich, für mich so dieser Punkt, dass man eben hoffen kann, dass auch
der Fußball so ein bisschen mehr zu seiner Demut zurückkommt, dass wir vielleicht
nicht mehr in diesem total überheizten System einfach auch arbeiten und
spielen und auch wo Millionengehälter oder
Millionenablösesummen zum Teil schon in der zweiten Liga halt auch gezahlt werden.
Insofern kann das auch eine Chance
sein, so ein bisschen zur Demut und ein bisschen zu den Wurzeln zurückzukehren.
Genau, kann man hoffen. Demut und DFL, glaube ich, ist
dann doch schwer zu vereinen, aber lasst uns doch vielleicht
in einer der nächsten Folgen dann, wenn wir auf die neue Saison gucken,
einmal diskutieren, noch einmal etwas breiter.
Geisterspiele: ja, nein? Würden wir zum Beispiel auch bei einem
Teil Zuschauerzugang uns freuen,
wenn wir dann Teil dieser kleinen Menge wären?
Oder würden wir sagen: „Nein, entweder alle oder keiner?“ Lass uns das vielleicht
in einer späteren Folge besprechen.
Genau, das machen wir.
Genau, wir gehen weiter. Also nach dem Heimsieg gegen Sandhausen
fahren wir nach Nürnberg, die auch tatsächlich sehr
in Abstiegsnöten stecken, auch jeden Punkt brauchen und von uns dann einen Punkt
kriegen. Ich würde das einmal als Punkt Gewinn bezeichnen, weil wir
zwar auch in Führung gehen durch Nazarov, aber dann durch ein
Eigentor von Gonta das 1:1 bekommen, alles so
kurz nach der Pause.
Ich glaube, es ging auch hin und her.
Ich glaube, es war zu viel Aufregung im Hinspiel bei dem 4:3
dabei, dass hier irgendwie noch etwas großes, Aufregendes passierte.
Deswegen bin ich dann auch mit dem Auswärtspunkt und gerade als Aue ist
jeder Auswärtspunkt Gold wert, dann eigentlich zufrieden und wie
gesagt, wir haben uns auf Platz sechs dann hier eingeschossen
und es passiert relativ wenig nach unten und auch nach oben.
War klar, dass die Saison so langsam austrudelt.
Dann Spiel 28. Spieltag, Heimspiel gegen Darmstadt.
Ich kann ja jetzt darauf verzichten,
euch immer zu fragen, ob ihr dabei wart.
Wir verlieren das Heimspiel gegen Darmstadt, 3:1.
Da muss man sagen, auf den ersten Blick, Heimspiel gegen Darmstadt
3:1 verlieren, auch relativ klar.
Auch da zwar wieder nach einer Führung, aber dann doch einen relativ schnellen
Ausgleich durch Kempe bekommen, der ja auch mal in Aue gespielt hat und dann
20 Minuten vor Schluss das 2:1 gegen uns bekommen und zehn Minuten vor Schluss
das 3:1 gegen uns zu bekommen.
Man muss darauf hinweisen, dass Darmstadt da echt gut drauf war, also so ein
bisschen die gegenteilige Entwicklung gemacht hat nach der Winterpause
wie Aue.
Das beste Team damals in dem Zeitraum war nach
der Winterpause von den letzten 13 Spielen nur eins verloren, habe ich mir
eingelesen. Deswegen muss man dann auch diese Niederlage, wo
es wie gesagt, der Aue um wenig ging und
Darmstadt eher den Zug nach oben genommen hat nach
dem Sieg, nämlich vier Punkte hinter dem
Relegationsplatz waren, dann auch so abhaken und auch
hinnehmen. Spannend dabei vielleicht,
Robert Jendrusch stand hier in dieser Saison zum ersten Mal im
Tor bei uns.
Natürlich relativ unglücklich, jetzt hier mit einer Heimniederlage zu
starten.
Hat, glaube ich, auch keine so gute Note bekommen.
4,5 steht hier im Kicker.
Hat dann am Ende der Saison insgesamt vier Spiele gemacht, davon zwei gewonnen,
zwei unentschieden, auch mit durchwachsenen Noten von
2,0 bis 5,0. Alles war dabei.
Ja, bin mal gespannt,
wie der Weg von Robert so weitergeht.
Irgendwann müssen wir ja auch mal an eine Nachfolge von Martin denken, wobei ich
echt ganz glücklich bin, dass wir A so einen Torwart haben, der dann schon sehr
verwurzelt auch in der Gegend ist und ich mir so nicht vorstellen kann, dass er
irgendwie noch mal den Verein wechselt und dann doch als Torwart vielleicht noch
mal das eine oder andere Jahr länger spielen kann, als es vielleicht ein
Feldspieler tun kann. Aber nichtsdestotrotz wäre es natürlich super,
einen geeigneten zweiten Mann hier auf der Bank zu haben.
Ob das Robert Jendrusch sein kann oder sein wird, das wird man sie vielleicht noch
sehen. Hat natürlich auch relativ wenig Chancen, hier in Aue an Männel
vorbeizukommen oder auch mal häufiger zu spielen,
aber da bin ich mal gespannt. Auch das können wir vielleicht in so einer nächsten
Folge mal ansprechen, wenn wir uns den Kader für nächste Saison
angucken.
Genau.
29. Spieltag. Wir sind jetzt schon Ende Mai angekommen.
Eigentlich eine Zeit, wo man an Champions-League-Finale und
DFB-Pokalfinale denkt, aber wir sind erst am 29.
Spieltag und spielen in Heidenheim.
Ich mache es kurz: 3:0 verloren. Reto Eigentor,
Kerschbaumer, Schimmer,
2:0, 3:0. Wir fahren nach Hause von Heidenheim mit einer Niederlage,
abgehakt. Heidenheim steigt dadurch auf Platz
vier, ein Punkt an den HSV heran. Wie das
Ganze endet,
wissen wir ja auch.
30. Spieltag, Heimspiel gegen den KSC.
Zeigt sich auch mal wieder, was man ganz oft in der Saison sieht.
Wir haben immer so Dellen, wo wir mal ein Spiel verlieren,
vielleicht auch mal zwei Spiele wie jetzt hintereinander verlieren, aber dann hat
man eben nach dem Spielplan ein Heimspiel gegen den KSC
und gewinnt dies 1:0.
Sehr wichtig auch da wieder gewesen, um so ein bisschen den Abwärtstrend
einzuholen, wenn man da vorher drei Spiele ohne Sieg dann einfach war.
Wenn du es verlierst, bist du auch unten dran.
Dann hast du nur noch fünf Punkte Vorsprung auf die.
So, auch da wieder einfach ein wichtiger Punkt.
Ich glaube, ich war trotzdem relativ locker, weil
trotzdem noch so viele Mannschaften einfach dazwischen waren.
Aber ich habe jetzt auch gerade mal die Tabelle von damals aufgerufen.
Das war schon echt alles eng. Also es waren allein an diesem
Spieltag
fünf Mannschaften mit 39 Punkten und das zwischen Platz acht und
Platz zwölf. Stimmt, Martin? Das war auch schon
wichtig, da einfach so ein Heimsieg, egal wie er dann zustande
kam und so überragend war dann auch das ganze Spiel nicht, aber
wir haben es vorhin schon gesagt, Krüger mit einer schon überragenden Rückrunde
macht ja auch das 1:0
und wir haben noch das Glück, dass ein Tor des KSCs kurz vor Schluss, 86.
Minute, aberkannt wurde durch den
Videobeweis.
Das war schon gut, diese drei Punkte zu holen, weil das auch der Moment war, wo man
über diese obligatorische 40-Punkte-Marke gesprungen ist mit 41
Punkten nach 30 Spielen, wo dann eigentlich,
man hat noch vier Spieltage vor sich und elf Punkte auf den
Relegationsrang.
Da war eigentlich, glaube ich, klar, da passiert jetzt
wirklich nichts mehr und man hat
am 30. Spieltag sozusagen den Klassenerhalt
erreicht.
Dann sind wir schon, ja im Juni waren wir jetzt schon.
Wir gehen Richtung Mitte Juni. Wir fahren nach Hamburg,
leider nur als Verein. Ich wäre natürlich auch gern hingegangen, weil das immer so
eines der Highlight-Spiele natürlich ist, weil ich vor Ort sein kann, weil die
Stimmung immer gut ist und man nie verliert.
Dieses Jahr ist es dann passiert. Vielleicht hat es auch was Gutes, dass diese
Niederlage bei Sankt Pauli keiner mitbekommen hat so wirklich und keiner dabei
sein sollte. Auf jeden Fall verlieren wir dann
2:1. Sind zur Halbzeit schon 2:0 hinten.
Gonta als alter Sankt Paulianer macht sogar noch das 2:1,
aber mehr
ist es dann eben nicht. Und da ganz spannend, es ist die erste
Niederlage gegen Sankt Pauli seit 2013.
Da haben wir 2:0 zu Hause verloren.
Dann danach zehn Spieltage ohne Niederlage gegen Sankt Pauli.
Hoffen wir mal, dass das nur eine Ausnahme war und nächstes Jahr Sankt Pauli wieder
der Angstgegner wird,
der es bisher immer war.
Also Niederlage aus Hamburg, gehen ins nächste Heimspiel,
verlieren das auch wieder. Auch da wieder zwei Niederlagen am Stück gegen
Bochum,
die damals auch super nach der Corona-Pause
aus den Löchern gekommen sind.
Auch da 2:0 zur Pause hinten.
Kupusovic, hoffe, ich spreche ihn richtig aus, macht in der 95.
Minute, nachdem er in der 90. eingewechselt ist, das einzige Tor.
Hat irgendwie nur sechs, sieben Minuten in der ganzen Saison gespielt, aber ein Tor
gemacht.
Das kann er sich auch in seiner Vita irgendwie anrechnen lassen.
Super Quote.
Ein Zweitligator in sechs Minuten gemacht hat.
Dadurch aber
vielleicht der
negative Höhepunkt in der Saison nach 32
Spieltagen und den zwei Niederlagen jetzt, sind wir abgerutscht auf Platz
elf, weil du hast gerade gesagt, die Punkte schon echt sehr eng in
dieser Region waren. Da sind wir das erste und dann auch danach, weil
danach kommen ja noch zwei Siege, das erste Mal in die zweite Hälfte
gerutscht. Also war nur einmal in der ganzen Saison in der zweiten
Tabellenhälfte, jetzt hier auf Platz elf.
Das sollte eben auch nur ein Ausrutscher sein am 32. Spieltag.
Vielleicht hier noch mal, weil das so für mich
auch so nennenswert für die Corona-Krise auch war.
Das war der Spieltag, wo Dresden tatsächlich, jetzt nicht
rechnerisch, aber so gut wie abgestiegen ist, weil sie nämlich ihr Spiel
in Kiel verloren haben, 0:2 mit dem dann auch
legendären Interview von Chris Löwe, dem alten Plauener,
der hier dann wirklich schon sehr stark mit seinen
Emotionen kämpfen musste beziehungsweise er hat nicht damit gekämpft, sondern hat
sich echt herausgelassen und seinen Frust in die
Sky-Kamera einfach mal hineingeschrien.
Ich habe es noch mal herausgesucht, ich habe nichts dagegen, dass Dresden
absteigt und finde es eigentlich auch ganz gut.
Das ist grundsätzlich super.
Ich habe nichts Großes für den Verein übrig, aber wenn man
halt mal sieht,
wie gebeutelt sie waren nach Corona und klar haben sie auch im Vorfeld eine echt
schwache Saison gespielt und in Zweifel auch dann sportlich verdient
abzusteigen, aber sie mussten neun Spiele in
29 Tagen machen. Also die hatten 29 Tage für
neun Spiele. Das heißt, das ist nicht mal an jedem dritten Tag
oder sagen wir mal, alle drei Tage mussten die ein
Profi-Fußballspiel dann machen in einer Zeit, wo dann ja
immer noch viel von Corona gesprochen wurde und diskutiert
wurde. Sie haben dort aus den neun Spielen zwei Siege, zwei Unentschiede
und fünf Niederlagen geholt.
Das muss man schon mit ins Gewicht bringen, wenn man über
den Abstieg von Dynamo dieses Jahr spricht.
Ob es jetzt daran lag, das würde ich jetzt nicht sagen wollen, aber
ich finde schon, dass sie benachteiligt wurden durch die Regelungen, für die sie
dann vielleicht auch nichts konnten und am Ende dann
abgestiegen sind.
Klar hätten sie mehr Punkte auch im Vorfeld holen können, aber
wirklich trauern will in der Phase natürlich
keiner.
Nein, wie du schon richtig gesagt hast, Dresden war halt wirklich gebeutelt und
ich denke, mit dem Kader, den sie auch zusammengehabt hatten zu dem Zeitpunkt,
hätten sie auch noch eine realistische Chance gehabt.
Ich persönlich finde es insofern schade, es gibt kein Derby mehr und
Aue ist jetzt sozusagen die einzige Ostmannschaft in der
zweiten Bundesliga, was ich wirklich sehr schade finde, weil Rostock hat es ja am
Ende dann auch nicht geschafft, aufzusteigen.
Ja, ich finde, so eine gewisse Rivalität gehört dazu
und aber ich denke, so ein richtig schönes Ostderby in der
zweiten Liga auch aus meiner Sicht.
Ja, dann schauen wir mal, ob sie nächstes Jahr wieder aufsteigen.
Wobei nächstes Jahr steigen wir ja wieder ab nach fünf Jahren.
Genau,
jetzt hast du es schon gespoilert.
Jetzt kennen wir unsere Serie nicht mehr.
Wir machen noch die letzten zwei Spiele der Saison, dann haben wir es auch durch.
33. Spieltag, Heimsieg gegen Hannover 96.
Wie gesagt, nach
zwei Spielen vorher ohne Sieg, dann mal wieder
Hannover zu Hause geschlagen, was man ja auch erst mal machen muss.
Da auch wieder vielleicht so ein typisches Spiel für die Saison, dass Hannover
eigentlich spielerisch besser war, aber Aue dann doch in den richtigen Momenten,
gerade mit den Topstürmern Despotovic und Krüger da zwei Tore
machen und am Ende Ducksch nur das 2:1 machen kann.
Aber auch da
sind wir einfach wieder auf den neunten Platz hochgerutscht, um
dann am Ende sogar im letzten Spiel in Regensburg, die uns ja auch wirklich
sehr liegen,
auch noch 2:1 zu gewinnen, kurz vor Schluss mit Sulejmani, mit seinem ersten Tor in
der ganzen Saison,
dann wirklich den Auswärtssieg holen, den zweiten Auswärtssieg in der
Saison. Das erste Spiel in Fürth haben wir gewonnen, das letzte Spiel in Regensburg
haben wir gewonnen. Also ich glaube, so die
grenzenden Spieltage,
eingrenzenden Spieltage liegen uns und Bayern liegt uns
wahrscheinlich. Also es sollen vielleicht mehr bayerische Vereine aufsteigen.
Ingolstadt hat es
ja leider nicht geschafft, aber gut, Nürnberg ist drangeblieben.
Haben wir denn in Nürnberg schon mal gewonnen? Also ich kann mich nicht erinnern.
Glaube ich auch nicht, aber
lass mir jetzt meine Illusion mit Bayern nicht.
Vielleicht hier noch mal, 34. Spieltag, Jendrusch, Note zwei, gut
gehalten, kann ich mich noch erinnern.
Muss man auch mal sagen, es ging zwar für beide um nichts mehr, aber trotzdem
da den Kasten fast
zu null zu halten.
Gut gemacht. Tobias, hattest du noch etwas?
Genau, also man muss auch sagen, Nürnberg liegt aber auch, glaube ich, mehr so im
fränkischen Gebiet. Also die Franken legen ja immer großen Wert
darauf, dass sie nicht zu Bayern gehören.
Das stimmt. Das mache ich aber extra.
Sind aber auch schon Kriege deswegen geführt worden, wie man hört.
Das stimmt. Gut, Saison abgeschlossen.
Wir sind alle happy, glaube ich. Corona hat uns das, glaube ich, etwas
verhagelt, dass wir dann die letzten Spiele noch richtig genießen konnten.
Aber ja, wie seht ihr es? Platz sieben ist top
aufgestiegen. Stuttgart, Bielefeld, Heidenheim hat es dann in der Relegation nicht
geschafft.
Hier ja in der Stadt, ganz spannend, HSV schafft es nicht, weil sie
doch am Ende dann trottelig
in
Heidenheim am vorletzten Spieltag verlieren und dann noch
obertrottelig am letzten Spieltag gegen Sandhausen 5:1 verlieren.
Damit bleibt der HSV uns nächstes Jahr erhalten und wir haben ein
Auswärtsspiel hier in Hamburg und dann ja auch wieder ein
glorreiches Heimspiel gegen den HSV.
Dresden, Wiesbaden sind abgestiegen
und von unten, jetzt helft mir noch mal, Braunschweig ist
aufgestiegen.
Von Würzburg.
Von Würzburg.
Würzburg hat auch ein sehr schönes Stadion.
Kann man
mal hinfahren.
Meinst du das ernst oder ist das jetzt Ironie?
Es ist eine sehr schöne Lage. Es gibt einen schönen Biergarten nebenan.
Es ist auch eine ganz schöne Stadt am Fluss und es
ist auf jeden Fall gammelig. Es gefällt dir wahrscheinlich.
Und Braunschweig ist auch
top als Stadion.
Das stimmt. Was habt ihr noch zur Saison zu sagen?
Euer kurzes Fazit. Als kurzes Fazit kann man sagen, wir
haben die Klasse gehalten aufgrund unserer überragenden Heimspielbilanz, aufgrund
unserer vielfältigen Vorlagengeber, allen voran Florian
Krüger, aber auch unserem kongenialen Jan Hochscheidt.
Ich denke, wenn wir den nicht hätten, dann würde es bedeutend schlechter
aussehen. Martin Männel hat eine super Saison gemacht.
Wir hatten eine super Achse im defensiven Mittelfeld und man
muss auch ganz klar sagen, unser Torverhältnis ist für
Aue-Verhältnisse gar nicht mal so schlecht.
Wir hatten am Ende glaube ich, bloß minus zwei.
Es war eine schöne Saison, es war eine aufregende Saison und die Saison
macht definitiv Lust auf mehr Aue-Fußball.
Auch auf die fünfte Zweitliga-Saison?
Sehr
gut.
Martin, hast du noch ein Fazit?
Ich würde sagen, gerade weil wir noch mal durch die Spiele gegangen sind, man sieht
zwei Sachen. Erst mal, wir sind abhängig von sehr wenigen Einzelspielern.
Wenn die fehlen, dann
geht es auch ganz klar schlechter.
Gerade bei Martin Männel haben wir es auch gesehen hinten,
wie viel Stabilität er bringt. Testroet, Krüger
vorne,
auch Riese, der eine hervorragende Saison gespielt hat.
Die Abhängigkeit von einigen wenigen ist eklatant
und wie viel Spielglück eigentlich in der Saison darin war.
Wenn wir durch alle Spiele durchgehen, wie viele Spiele wir eigentlich souverän
gewonnen haben, das ist eine Handvoll Spiele, wo man sagt:
„Ja,
das war jetzt auch ein guter Sieg und das ist sehr viel
Spielglück in beide Richtungen, aber auch so, dass ich sagen würde, wenn du
teilweise noch ein bisschen mehr Spielglück gehabt hättest, wo wäre dann die Saison
geendet?“ Ich habe mir
oft gedacht vor den Auswärtsspielen, da muss jetzt noch mehr
darin sein und mir wurden dann auch viele
Auswärtsspiele zu sehr hergeschenkt.
Das
ist natürlich etwas, wo man noch arbeiten muss.
Diese Auswärtsschwäche, wenn wir das endlich noch ablegen, dann kann man sich echt
etwas länger und etwas nachhaltiger da oben in dieser ersten Hälfte, in diesem
ersten Drittel festbeißen.
Und ich glaube, wenn man sich vermutlich so eine Statistik wie die Expected
Goals anschaut, dann wird Aue da sehr gut abgeschnitten haben.
Dass sie einfach eine Überperformance haben in der Punktausbeute.
Definitiv, ja.
Und das ist eigentlich eklatant.
Und vor allen Dingen auch, dass man da vielleicht nicht Elfter geworden ist, dann
wäre es offensichtlicher geworden als jetzt mit dem siebten Platz, der dann
schon sehr viel Kitt darüber knallt.
Das stimmt.
Über die Probleme.
Ich habe übrigens noch einen statistischen Fakt, der deine Aussage ganz klar
belegt, dass
viele Aue-Spieler einfach am Leistungslimit oder sogar schon
überperformt haben. Es
gibt einen Gesamt-Kicker-Notendurchschnitt von 3,37 und damit ist Aue
auf Platz vier der Kicker-Rangliste,
was natürlich auch ein ganz starker Indikator ist, dass einfach
vieles überdurchschnittlich gut gelaufen ist.
Und wir haben mit Martin Männel insgesamt auch den notenbesten
Spieler der gesamten Zweitliga-Saison.
Insofern hat uns viel in die Karten gespielt und
ich denke, in Aue fährt man trotzdem immer gut, mit einer gewissen Demo zu fahren.
Es ist jetzt nicht zu erwarten, dass wir das die nächste Saison so in der Form
wiederholen werden.
Und deswegen auch für mich, um es mal festzuhalten: Für mich ist
Martin Männel der Spieler der Saison.
Jetzt unabhängig, was Krüger für eine Entwicklung gemacht hat,
Testroet, dass er Tore gemacht hat, Nazarov, der Tore gemacht hat,
Mihajlović, der eine super
Hinserie in der Verteidigung gespielt hat.
Ich glaube, was Martin Männel hier für Punkte gehalten hat für uns,
dass es dann eben auch mal reicht, 1:0 zu gewinnen oder 2:1,
3:1. Das
muss man Martin sehr hoch anrechnen und ihn demnach auch für mich
relativ klar zum Spieler der Saison küren. Wie seht ihr das?
Ich habe noch eine Statistik, will ich noch nachliefern.
In der Chancenverwertung ist Aue auf dem vierten Platz hinter Bielefeld,
Bochum und Stuttgart. Das zeigt auch noch mal die
Effizienz im Angriff.
Mein Spieler der Saison ist Nazarov.
Warum?
Weil er so viele wichtige Tore gemacht hat.
Okay. Tobias?
Also mein Spieler der Saison ist auch Martin Männel,
aber der zweitwichtigste Spieler der Saison ist nämlich Jan Hochscheidt,
weil er, glaube ich, unglaubliche Wege läuft.
Auch das, was ich mir in den Relives, die ich mir angesehen habe, der läuft
unglaubliche Wege und der macht immer auch gerne die Vorvorbereitung
für Tore. Das ist so unser Unterschiedsspieler und ohne
den würde das auch bedeutend schlechter laufen.
Von daher gehen.
Das war einer der wichtigsten Schachzüge, ihn da wieder
zurückzuholen. Er hat zwar jetzt auch ein gewisses Alter und man sieht ihm auch
manchmal einen kleinen Wohlstandsbauch
vorne an, aber das ist echt ein Spieler, wie du es gesagt hast, ein
Unterschiedsspieler und der einfach auch Dinge macht, mit denen
der Gegenspieler so nicht rechnet.
Das merkt man ganz oft im Spiel. Auch welche Tore er,
aus welchen Situationen er versucht, Tore zu erzielen und tatsächlich dann auch von
der Technik her es hinbekommt, Tore zu erzielen oder einfach
Tore vorlegt.
Das ist schon faszinierend. Ich glaube auch ein sehr
geniales Duo mit Florian Krüger hergestellt.
Das gefällt mir sehr gut, aber trotzdem würde ich hier den
mahnenden Zeigefinger heben.
Die Kollegen, die jetzt hier auch angesprochen werden, die werden auch nicht
jünger. Und
Verletzungsanfälligkeit kommt dann noch irgendwie mit dazu und
jetzt war Mendel ja auch am Ende der Saison auch noch mal verletzt und hat sich,
glaube ich, auch an der Schulter operieren lassen.
Lass mal zwei, drei von diesen Schlüsselspielern irgendwie entweder
ausfallen oder einfach formschwach sein,
dann sieht es echt sehr mau aus, weil dann eben auch das Spielglück naheliegend
so nicht dir zugutekommt und du echt
vielleicht auch mal so eine Saison relativ weit unten starten musst und
unten drin hängst. Das kann schon echt ein Problem werden.
Deswegen umso interessanter, was sich eben auf dem Transfermarkt tut und
ob es Aue mal wieder schafft,
passende Spieler, die ins System passen und die zum Verein und zur
Region auch passen,
findet und sie integriert. Also
Helge Leonhard und Michael Vogt haben ja in dem Video auch
da erst mal noch nichts dazu gesagt, aber ich glaube, im Hintergrund wird schon
viel gearbeitet. Ich finde, das ist auch notwendig, weil man
ganz sicher auch so Schlüsselpositionen mal mit einem Backup besetzen muss,
der dann aber echt auch ein echter Backup ist und im Zweifel auch mal einige Spiele
tatsächlich von Anfang an spielen kann, um die dann doch etwas älteren Herren zu
entlasten.
Das
gucken wir uns an, wenn wir dann die neue Saison beachten und dann vielleicht
irgendwann im September auch mal über Neuzugänge sprechen können.
Genau.
Ich finde, wir sollten jetzt über eine ganz wichtige Sache noch sprechen.
Und zwar, welchen Name soll denn dieser Podcast denn haben?
Was sind denn da eure Vorschläge?
Also
erst mal so zusammenfassen: Mir hat es viel Spaß gemacht jetzt hier, dass die zwei
Stunden schon fast umgegangen sind.
Das hat man so nicht gemerkt und auch mal schön über so eine sehr positive
Aue-Saison mal so etwas ausführlicher dann auch mit euch zu sprechen.
Ich hoffe, den Hörern hat es dann auch gefallen.
Deswegen auch da noch mal die Bitte gerne um Feedback.
Wer auch immer das hört,
gebt uns das mal gern zurück,
ob das für euch ein Format ist, mit dem ihr gut umgehen könnt.
Wie gesagt, ich habe es vorhin schon gesagt, das werden nicht immer
Zwei-Stunden-Blöcke, sondern wir planen eher mit kürzeren
Podcasts, aber jetzt für den Anfang wollten wir einfach mal so eine
Bombe raushauen. Ja, Name des Podcasts.
Ich habe mir mal so ein paar Gedanken gemacht.
Wir haben ja mal die Idee jetzt einfach erkoren, lasst doch mal die
Hörer oder Feedbackgeber entscheiden, die diese Pilotfolge
hören. Jeder macht mal einen Namensvorschlag und die
Hörer sollen entscheiden, was der passende Name für diesen Podcast ist.
Ich habe mich mal an unserem
legendären Fangesang orientiert, zwei gekreuzte Hämmer und ein
großes W.
Tichte ich um und ich schlage vor, dass dieser Podcast heißt,
„Zwei gekreuzte Mikros“, vielleicht mit dem Nachsatz, „und
ein großes Bier“. Weil das steht hier vor mir und will dann irgendwann mal
getrunken werden. Ich schlage vor, der Podcast heißt
„Zwei gekreuzte Mikros, der Aue
Podcast“.
Martin, was sagst du denn?
Ich habe eine weitere Aue-Legende bemüht, und zwar der
Aue Nudeltopf, der auch gerade unter Groundhoppern und
Auswärtsfans berühmt-berüchtigt ist und mir dann
überlegt, dass man vielleicht so was in die Richtung Nudeltopf-Podcast gehen
könnte oder Nudeltopf-Pod.
Und dieser Name wird dann aber leicht
umständlich auszusprechen und deshalb ist meine Kurzform davon der
Nudelpod, als Wortspiel zwischen Nudel, Nudeltopf und
Podcast, Nudelpod.
Und dann natürlich auch im Untertitel Nudelpod, der
Aue Podcast.
Nudelpod, der Aue Podcast.
Matthias.
Und mein Vorschlag ist aus der Tiefe, aus dem Schacht, Aue
Fanperspektiven in Anlehnung dessen, dass wir jetzt nicht direkt in Aue sind,
sondern aus ganz unterschiedlichen Teilen Deutschlands auch auf Aue gucken.
Sag noch mal bitte.
Aus der Tiefe, aus dem Schacht, Aue Fernperspektiven.
Da brauchst du ja schon fast zwei Zeilen, wenn du den ausschreibst, oder?
Mal gucken. Das ist
ein Vorschlag.
Guter Name. Absolut.
Das heißt, wir fassen noch einmal zusammen.
Sag bitte noch mal, Tobias.
Aus der Tiefe, aus dem Schacht und so als Untertitel
Aue Fernperspektiven. Also aus der Tiefe, aus dem Schacht, es würde im Grunde auch
reichen.
So, wir haben Martin mit dem Nudelpod.
Genau.
Und wir haben meine „Zwei gekreuzte Mikros, der Aue
Podcast“. Drei Möglichkeiten entscheidet ihr.
Mal gucken, ob wir das demokratisch machen oder ob wir dann doch am Ende
entscheiden. Aber auch das,
liebe Hörerinnen und Hörer, gerne uns ins Feedback geben, was ein
passender Name für unseren Aue Podcast ist.
Damit glaube ich, schließen wir die Runde. Habt ihr noch was zu sagen?
Martin?
Ich wünsche allen Hörern
eine schöne Woche, eine schöne Sommerpause vor allen Dingen und denkt daran, dass
ihr auf den Amateursportplatz wieder gehen dürft um die Ecke.
Tobias?
Ja, ich wünsche auch allen Hörerinnen und Hörern eine schöne Sommerpause.
Genießt die Zeit und ich hoffe, ihr könnt wieder ganz viel Vorfreude
sammeln auf die nächste Aue-Saison und natürlich auch auf den nächsten Podcast
dieser Reihe.
Genau. Da schließe ich mich auch an. Schöne Sommerpause.
Geplant ist, jetzt das Feedback einzusammeln, wie es
ankam,
ob ihr mit dem Format zurechtkommt, ob ihr auch mit uns zurechtkommt.
Das würde uns freuen, wenn wir da ein Feedback bekommen.
Ich glaube, Wege werden sich finden, mit uns in Kontakt zu treten.
Danach ist eine weitere Pilotfolge geplant, das
ungefähr wahrscheinlich so im September, wenn wir jetzt mal von ausgehen.
Ich glaube, 11. September ist die erste Pokalrunde geplant, dass wir so Anfang
September dann einfach noch mal eine Folge aufnehmen, wo wir uns dann die neue
Saison angucken, wo wir uns die neue Mannschaft angucken, wo
wir vielleicht auch noch mal das Augenmerk auf die Corona-Zuschauersituation dann
legen werden. Und ja, würden uns freuen, wenn euch der
Podcast gefällt, wenn ihr wieder mit dabei seid.
Und ja, jetzt erst mal
eine schöne Sommerpause, schönen Urlaub und bis bald. Macht es gut.
Tschau.
Tschöli.