Auepodcast

Florian Dawin, Martin van Elten

Folge 2: Pokal ist nur einmal im Jahr

16.09.2020 75 min Florian Dawin, Tobias Düsterdick, Martin van Elten

Zusammenfassung & Show Notes

Martin, Tobias und Thomas begeben sich in Gruppentherapie. Wie anders soll man auch auf die Leistung unseres Teams am Samstag in Ulm reagieren. Lustlos, kraftlos und ohne Ideen schieden wir in Ulm aus und müssen MAL WIEDER sehr frühzeitig unsere Pokalträume begraben. Damit verschiebt sich unsere Europacupteilnahme (#wismutaueinternational) wieder um ein Jahr. Aber dafür hat Thomas nun mehr Zeit Naked Attraction zu gucken.

Neben dem Pokaldesaster nehmen die drei sich noch die kommenden zwei Gegner (Würzburg, Fürth) vor, diskutieren die aktuellen Überlegungen zu Zuschauern in den Stadien (Stand: 13.9.2020) und tippen ihre 3 Auf- und Absteiger der kommenden Saison (Spoiler: Aue ist nicht dabei). Dazu wurde eine neue Rubrik gefunden: Der #HelgeDerWoche. Seid gespannt, was es damit auf sich hat. Sie wird uns diese Saison wohl häufiger begegnen.

Am Ende der Folge hat jeder noch eine persönliche Saisonwette abgegeben. Wer verliert, muss am Ende einen Betrag nach Wunsch an das Auer Nachwuchsleistungszentrum spenden. Und das Beste: Ihr könnt mitmachen. Überlegt euch auch eine Wette und tut Gutes! ⚒️

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Transkript

Hallo und herzlich willkommen zur zweiten Folge unseres Aue-Podcasts „Zwei gekreuzte Mikros“. Wir nehmen heute auf am Sonntag, dem 13. September. Es ist jetzt kurz nach acht, das heißt, es ist ungefähr 24 Stunden nach dem Abpfiff des gestrigen Pokalspiels unserer Aue in Ulm. Und was soll ich sagen? Zweite Folge unseres Podcasts und irgendwie habe ich schon wieder keine Lust mehr. Jetzt haben wir diesen Podcast gestartet, um regelmäßig über die Spiele zu starten und schon in Folge zwei haben wir so ein Spiel, was wir kommentieren sollen, was wir kommentieren müssen. Ich gehe davon aus, jeder von uns und jeder von euch Hörerinnen und Hörer haben es auch gesehen oder wenigstens Teile davon gesehen. Das war schon echt dramatisch, was wir da gesehen haben. Heute im Podcast wieder mit dabei: Martin ist mit da. Hallo. Und der Tobias ist natürlich auch wieder mit dabei. Hallo. Ja, wir nehmen uns heute wieder ein paar Themen vor. Natürlich auch hauptsächlich eine kleine Analyse des Spiels von gestern, das DFB-Pokalspiels gegen Ulm. Bei der Auslosung war ich relativ glücklich, weil man hat da einen vermeintlich relativ leichten Gegner bekommen mit dem SSV Ulm, Regionalliga Südwest, letztes Jahr siebter Platz, also relativ wenig mit dem Aufstieg zu tun gehabt. Als etablierter Zweitligist, siebter Platz im letzten Jahr, hätte ich mir voll und ganz einen Sieg erwartet. In einem Pokal tut sich Aue nie leicht, aber da hätte ich schon auf jeden Fall mit einem klaren Weiterkommen gerechnet. Es lief anders. Martin, wie hast du das Spiel gesehen? Was sagst du zum Spiel? Ich glaube, das ist das klassische Aue-Pokalgesicht zum Beginn einer Saison. Man ist noch nicht so ganz aus der Vorbereitung heraus. Man weiß noch nicht, wo es hingeht. Aber ich bin schon überrascht, welche Chancenlosigkeit Aue doch gestern an den Tag gelegt hat. Also dass man außer Testroet eigentlich gar keine Chance hatte über das ganze Spiel. Das ist schon erschreckend, auch nach vorne hin und hinten. Ich glaube, die Fehler, die wir schon andiskutiert hatten, konnte man in der Innenverteidigung schon sehen, wie dünn doch die Innenverteidigung besetzt ist und wir brauchen da, glaube ich, dringend eine Verstärkung, um mehr Stabilität in der Innenverteidigung reinzubekommen. Und ich glaube, insgesamt ist der Sieg für Ulm mit 2:0 auch in der Höhe völlig in Ordnung. Ich glaube, das muss man jetzt hier an der Stelle auch mal sagen und dann haben wir es auch hinter uns, genau den Punkt: Das war ein absolut verdienter Sieg. Man hat überhaupt keinen Klassenunterschied gesehen. Ganz im Gegenteil. Das war ja schon mitunter, dass Aue überhaupt nicht hinten herauskam und die Ulmer so draufgegangen sind, dass sie wirklich Aue gar nicht zum Spielen kommen lassen haben und dann eher auch ihr Spiel aufgedrückt haben und in der zweiten Halbzeit noch ein Tor nicht gegeben, was klares Nicht-Abseits war. Also das hätte auch gut und gern 3:0, 4:0 ausgehen können. Plus diese komplette Chancenlosigkeit, die unser offensives Mittelfeld und der Sturm gezeigt haben. Also ich bin echt konsterniert, welche Mannschaft da gestern auf dem Platz stand und welche Leistung da gestern zustande kam. Tobias, wie hast du es gesehen? Also ich war ehrlich gesagt auch ziemlich erschrocken, muss ich sagen. Ich habe mir schon gedacht, im Vorfeld des Spiels, das wird sicherlich ein harter Brocken, denn Ulm hat ja schon ein, zwei Spiele gemacht, gilt aktuell auch als ein Aufstiegskandidat in dieser Regionalliga. Und als ich schon die Aufstellung gesehen habe, über den Kicker und dann später auch im Sky-Ticket, ist mir schon noch ein bisschen anders geworden. Also ich habe dann irgendwie für mich gedacht: „Was macht denn der Knajatic in der Innenverteidigung? Oder ist der sogar ein linker Außenverteidiger? Wo ist Bouzmann? Wo ist Hattle? Ist das nicht eigentlich seine Position?“ Und schon die ersten fünf Minuten ist mir schon mehrfach das Blut in den Adern gefroren, weil, glaube ich, gerade über diese Außenpositionen, über die ich gerade gesprochen hatte, natürlich auch immer die Angriffe gekommen sind. Es wirkte auf mich so, als wäre Aue irgendwie sehr gehemmt gewesen, als würden sie alle so zwei, drei Schritte weniger gehen, als wäre da gar nicht so der unbedingte Kampfwille vorhanden gewesen. Und das kann ich auch ein bisschen unterlegen, denn währenddessen zum Beispiel Ulm acht gelbe Karten gesammelt hat, wovon natürlich eine Trainer Bachthaler und die zweite Ackermann bekommen hat, was auch ein Co-Trainer ist, hat Aue bloß zwei Karten bekommen, nämlich in Form von Knajatic und Ballas. Also insgesamt auch eine komische Aufstellung, die sie gewählt hatten. Wir hatten nur einen defensiven Mittelfeldspieler in Form von Riese. Dann hatten wir Gonta auf der Linksverteidigerposition, Nasarov hat einen Zehner gegeben und ich glaube, in der ersten Halbzeit hatten die bloß eine große Chance über den Philip Zulechner und ansonsten auch ein komisches Spiel, muss ich sagen. Viele sind weggerutscht. Ich weiß nicht, ob euch das aufgefallen ist, dass zum Beispiel Nasarov und Zulechner mehrfach auch weggerutscht sind. Ja, das stimmt. Viele wirkten im Kopf nicht richtig da. Also auch der Florian Krüger. Keine Ahnung. Ich will es jetzt nicht verschreien, aber da hat der letzte Biss gefehlt und ich weiß es nicht, so unbedingt der Kampfwille. Das hast du auch nicht an der Körpersprache gesehen. Die waren alle irgendwie sehr gehemmt, als würde ihnen irgendetwas anderes noch mit im Kopf herumspuken. Ja, das war für mich jetzt auch nicht nur irgendwie, dass die letzte Quäntchen Aggressivität gefehlt hat. Das hat ja komplett gefehlt. Ich habe zugegebenermaßen erst irgendwie zur 25., 30. Minute einschalten können. Aber da hattet ihr ja schon, wir haben ja unsere eigene WhatsApp-Gruppe und dann schon hin und her geschrieben. Da hatte ich noch so etwas zu viel Sand geschrieben: „Ach, lass die mal anrennen, die Ulmer, die sind irgendwann kaputt und dann steht es immer noch null null und dann werden sie eben ausgekontert oder dann können wir unser Spiel aufziehen.„ Kann ja auch eine Taktik sein vom Trainer her, was wir auch von Schuster kennen, dass er eher die ganzen Spiele eher defensiv angeht und im Zweifel auch überhaupt nicht eine Mannschaft, ist jetzt eine Prognose, aber im Zweifel gar nicht offensiv einstellen kann und das einfach ein Spielprinzip ist. Damit habe ich mich jetzt mal in die Halbzeit gerettet mit dieser Meinung, aber da kam ja in der zweiten Halbzeit noch weniger und ich würde das auch nicht, da kann man ja auch noch mal drüber diskutieren. Haben wir ja auch in unserer Folge eins bezüglich dazu und Abgänge gesprochen, bezüglich Minikader. Das ist für mich auch keine Ausrede, diesen Minikader zu haben, weil die Spieler, die gestern auf dem Platz standen, sind fest verankerte Zweitligaspieler, die letztes Jahr Aue auf Platz sieben geschossen haben, plus einige Zugänge, die aber auch im Zweifel sich dort integrieren sollten und dort nicht sich von einem Regionalligisten irgendwie sehr deutlich zwei null abschießen lassen können. Also das war schon echt krass gestern. Zumal ja auch der Ulm keine überraschende Taktik gespielt hat. Also was mir aufgefallen ist, die haben ein unglaublich hohes Pressing gespielt und haben dadurch auch zum Beispiel die Pässe aus der Innenverteidigung, sind fast alle nicht angekommen. Also deswegen, weil ich das gesehen hatte, hat sich da auch Aue von Ulm ziemlich nerven lassen und zum Teil auch ziemlich treiben lassen. Also insofern, ja keine Ahnung. Hat Ulm es geschafft, mit seinen begrenzten Mitteln einem eher gestandenen Zweitligisten den Schneid abzukaufen und verdient zu gewinnen. Wobei man ja auch noch mal sagen muss, Ulm ist jetzt ja auch kein Regionalligist, der aus dem Amateurlager ist, sondern Ulm wird wahrscheinlich auch Vollprofis haben und dann ist ja der Klassenunterschied vielleicht auch reell nicht zwei ganze Klassen, sondern eher eine, anderthalb Klassen. Also Ulm wird ja auch gute Chancen haben, gegen Drittligisten zu gewinnen und hat ja auch vor zwei Jahren die Eintracht aus dem Pokal herausgehauen. Klar, wenn sie so spielen, dann dürften die relativ schnell in die dritte Liga aufsteigen. Aber scheinbar ist es bei so einer Mannschaft wie Ulm dann mitunter auch genau umgekehrt, dass es eher eine Wettbewerbspokalmannschaft ist und sie im Zweifel über die Saison hinweg nicht die Leistung dann konstant auf den Platz bringen können. Vielleicht um was Positives hier wieder herauszuziehen: Für Aue ist es im Zweifel genau anders herum, dass sie eben über die Saison hinweg dann doch ihre Punkte holen, die sie brauchen, um in die Liga, wenigstens jetzt hier in der zweiten Liga, die Liga halten zu können, aber im DFB-Pokal regelmäßig ausscheiden. Das ist immer das echt auch Ärgerliche. Ich hatte es in unserer Pilotfolge ja erzählt, als wir über die letzte Saison gesprochen haben und da auch noch mal das Pokal-Aus in Düsseldorf letztes Jahr thematisiert haben, was mich echt jedes Mal ärgert und wieder dieses Jahr genauso wie in der ersten Runde, eigentlich noch schlimmer als dann letztes Jahr oder als dann auch die Jahre vorher, dass man es nicht schafft, im Pokal mal irgendwie eine Leistung an den Tag zu bringen, um in die zweite Runde, in die dritte Runde, vielleicht auch mal in die vierte Runde zu kommen, um mal A natürlich Geld einzusammeln und mal ein bisschen bezüglich Ruhm auf sich aufmerksam zu machen, dass man auch eine Pokalmannschaft ist, eine Wettbewerbsmannschaft ist und da im Zweifel auch mal etwas Aufmerksamkeit für Spieler weckt, wenn man vielleicht auch mal dann ein Spiel im Fernsehen bekommt oder so. Aber regelmäßig lässt man diese tollen Chancen irgendwie liegen und regelmäßig lässt man sich von Amateurmannschaften abschießen. Oder gut, letztes Jahr in Düsseldorf, das war auch ärgerlich, gut, bei einem Bundesligisten kann man ausscheiden, aber auch wie das Spiel gelaufen ist, hätte man sich da eigentlich auch mehr erhoffen und erwarten können. Das ärgert mich an dieser ganzen Sache. Ich bin immer ein Typ in der Saison, für mich ist immer oder ganz häufig das Glas halb voll. Ich sehe immer auch das Positive daran und sehe dann auch, dass es über eine Saison hinweg auch mal Spiele gibt, wo man eben s*****e spielt. Aber der Pokal ist für mich immer irgendwie noch mal was anderes und da regt es mich wirklich auf, wenn wir regelmäßig einfach aus diesem Pokal relativ schnell ausscheiden. Es ist in diesem Jahr auch besonders bitter, weil wir haben ohnehin schon weniger Geld als sonst zur Verfügung und uns fallen jetzt hier auch 350.000 Euro einfach mal weg und das ist immerhin auch ein mittelmäßiger Zweitligaspieler oder zwei Leihen. Also gerade unter dem Gesichtspunkt sehe ich das als super kritisch an, weil ich hatte wirklich gehofft, dass wir Ulm besiegen und auf der Grundlage vielleicht noch mal echt ein flinker Außenstürmer geholt werden kann. Wobei gestern ehrlich gesagt, ich fand, das Spiel hat mich an Auswärtsspiele in der zweiten Liga erinnert, dass man sich erst mal hinten hineinstellt und dann versucht, irgendwie zu Chancen zu kommen. Ich weiß aber nicht gestern, wie man zu Chancen kommen wollte, weil es wurden ja auch keine herausgespielt und es hat mich schon auch an das Liga-Gesicht erinnert. Definitiv. Das stimmt, aber es ist trotzdem natürlich immer noch ein Liga-Unterschied, wenn man in Ulm spielt oder jetzt, keine Ahnung, in Paderborn oder wo auch immer. Na klar, aber in der zweiten Liga kann man es vielleicht auch machen. Im Pokal sollte man als Zweitligist natürlich schon das Spiel übernehmen und noch mal auch in Erinnerung an Nordhausen: Die erste Halbzeit in Nordhausen letztes Jahr war eigentlich auch ähnlich. Da lag man ja auch erst mal zurück, aber da hat man dann irgendwie den Schalter umgelegt und ich habe mich gestern die ganze Zeit gefragt: Wann wird denn erst mal der Schalter umgelegt? Wann kommen denn jetzt mal die Aktionen nach vorne? Und ich meine, wie du schon sagtest, du hast ja auch später eingeschaltet. Da 25. Minute, da hätte man ja mal erwarten können, dass auch ein Ruck durch die Mannschaft geht und man jetzt mal versucht, nach vorne zu spielen. Wenn ich den Fernseher einschalte, dann muss der Ruck durch die Mannschaft gehen. Genauso möchte ich es. Ja, ziemlich derbes Spiel, so viel Fehlpässe und doch auch wieder dieser fehlende Körpereinsatz. Ich bin auch ein Freund von dem in Anführungsstrichen Hintenrumgespiele. Das war gestern doch häufig. Ich habe auch lange Jahre Fußball gespielt und ich finde es immer im guten Moment zu sagen, wenn nach vorne nichts geht, kann man immer hintenrum spielen und das ist dann immer Ballbesitz und das ist immer wichtiger, als dem Gegner den Ball zu geben. Und Martin Männel ist ja auch fußballtechnisch dann doch so gewandt, dass er damit umgehen kann, jedenfalls in den häufigsten Fällen. Aber was dann gestern in dieser Regelmäßigkeit passiert ist und auch wirklich diese Ideenlosigkeit im Zweifel über Minuten hinweg in dieser hintersten Reihe die Bälle hin und her zu spielen, das ist ja das Erschreckende, was man dann eben auch sieht, weil man eben gegen Ulm spielt, gegen Regionalligisten, um 300.000 Euro. Dieses eine Spiel muss gewonnen werden und dann gibt es 300.000 Euro und dann gibt es eine zweite Runde und dann gibt es wieder eine neue Auslosung und dann mit etwas Glück kriegt man irgendwie ein gutes Los, vielleicht noch mal mit einem Heimspiel und dann geht es in die dritte Runde, wie auch immer. Diese einfachen Chancen lässt man jedes Jahr regelmäßig liegen. Das ist echt ärgerlich, aber irgendwie wiederhole ich mich jetzt gefühlt. Genau. Ich weiß nicht, wie es euch geht. Vielleicht noch ein Punkt: Man ist vor diesem Fernseher und man guckt dann zu und denkt dann gefühlt, man merkt, da wird nichts mehr und das ist auch so ein Gehampel da und man will umschalten, aber man kann natürlich nicht, weil man ja immer noch dann guckt. Also irgendwie dieses Gefühl, diese Fremdscham, dann sozusagen immer weiter zu gucken, wie wenn ein Unfall passiert, wo man nicht hingucken darf, aber dann trotzdem hinguckt, weil man wissen will, was passiert. Oder aber kennt ihr diese Sendung auf RTL2, Naked Attraction? Jetzt mal ein kleiner Ausflug in das Fernsehfernsehen. Kennt ihr diese Sendung? Kennt ihr die, Martin? Tobias? Ich gucke kein RTL2. Ja, pass auf. Ich erzähle es Martin, weil Tobias es im Zweifel genau kennt. Ist eine Sendung, ganz einfach gesagt, sind fünf Kabinen. In diesen fünf Kabinen sind fünf nackte Menschen. Als Beispiel: Fünf Männer stehen nackt in diesen fünf Kabinen. Die Kabinen sind zu mit so einer Plexiglasscheibe, dass man die Umrandungen sieht, aber nicht mehr. Davor ist eine Frau angezogen und die stellt Fragen und die Männer beantworten die. Und mit jeder Fragerunde geht diese Scheibe etwas von unten nach oben hoch und man sieht im Zweifel zuerst die nackten Füße, dann die nackten Knie, dann das nackte Geschlechtsteil, dann die nackte Brust und ganz am Ende den Kopf und den kompletten Menschen. In dem Moment ist sie auch schon nackt. Dann entscheiden sich diese zwei nackten Menschen, ein Date miteinander zu verbringen. Ganz einfach gesagt, ganz schlimme Sendung, ganz niedriges Niveau und man zappt rein und denkt: „Was ist das für ein Quatsch?" Und man bleibt aber irgendwie hängen und das sind keine attraktiven Körper. Es ist eine ziemlich schlimme Sendung, aber man guckt sie trotzdem. Wenn ich die Parallele ziehe zu dem Spiel von gestern, Naked Attraction, RTL2 und das Spiel SSV Ulm gegen Erzgebirge Aue. Man bleibt irgendwie hängen, weiß, dass es falsch ist. Es ist absolut falsch, das jetzt zu gucken. Man ärgert sich danach, dass man es geguckt hat, aber man ist irgendwie hängen geblieben. Das so als kleiner Abstecher in den Fernsehboulevard, den ich auch nur ab und zu mal zufallsweise geguckt habe. Aber deine Analogie ist ja schon ein bisschen schräg, weil das Aue-Spiel, das guckst du am Ende dann doch aus so einem gewissen Zwang heraus eher, weil du es jetzt als Fan gucken willst. Aus einem gewissen Zwang heraus kann ich mitunter auch Fernsehsendungen gucken. Du kennst die familiäre Herrschaft über die Fernbedienung bei uns zu Hause nicht. Aber gut, wollen wir vielleicht das mit diesem Bild dann auch abschließen? Dann ist vielleicht alles zu diesem Spiel gesagt und wir können den Pokal abhaken. Pokal ist auch nur einmal im Jahr, ist der Satz, der glaube ich häufig fällt, wenn man über die Aue-Pokalhistorie spricht. Schön wäre es gewesen, aber leider ist der Haken daran: Es gibt keine Pokalspiele für Aue dieses Jahr mehr. Schade. Aber nach der Saison ist vor der Saison. Wir gucken auf die Saison 2020/2021 und die beginnt für uns in der kommenden Saison mit den normalen Saisonspielen. Spieltag eins gegen Würzburg nächstes Wochenende und dann die Woche darauf erstes Heimspiel gegen Fürth. Wir wollen ja auch versuchen, in diesem Podcast mal so etwas wie eine Gegnerbetrachtung zu machen. Zum einen die Spiele analysieren, die passiert sind, aber auch mal eine kleine Betrachtung der kommenden Gegner machen. Das ist jetzt am Anfang der Saison dann immer noch schwer, weil man die Mannschaft noch nicht einschätzen kann. Aber so ein paar Punkte, glaube ich, kann man zu den Gegnern schon sagen. Spiel eins, Würzburg, Aufsteiger aus der dritten Liga, am Ende dann doch auch relativ glücklich aufgestiegen. Tobias, hast du dir die Mannschaft mal angeschaut und kannst ein paar Worte dazu sagen? Ja, ich habe sie schon mir mal angeschaut. Das ist eine insgesamt junge Mannschaft. Sie haben wichtige Stützen verloren. Also zum Beispiel, sie haben den Sebastian Schuppan verloren, der hat seine Karriere beendet und sie haben natürlich auch den Fabio Kaufmann verloren. Sie haben aber auch ein Stück weit Qualität zugeführt, zum Beispiel den Fabian Giefer von Augsburg, den Arne Feick von Heidenheim, der auch schon 32 ist. Robert Herrmann konnten sie halten, Kiano Staude und Florian Becker. Ich glaube, sie werden gerade am Anfang sehr stark noch von ihrer Euphorie getragen sein. Wichtig ist aber auch zu bedenken, dass Würzburg wirklich keine überzeugende Drittligasaison gespielt hat. Die hatten unglaublich viele Gegentore für einen Aufsteiger und haben praktisch in gewisser Weise auch von der Corona-Pause profitiert, weil sie vorher relativ wenig mit dem Aufstieg zu tun hatten. Insgesamt glaube ich, dass sie gerade am Anfang super motiviert und super euphorisch sein werden, aber dass die Qualität am Ende nicht reichen wird, um die Klasse zu halten. Ich denke, es wird einer der wichtigsten Mitkonkurrenten um den Abstieg sein. Und ich glaube, dass hier am Anfang kann man vielleicht noch davon bauen, dass die Mannschaft zu unerfahren ist, sodass Aue da gegebenenfalls auch einen Punkt oder wenn es an einem sehr guten Tag sogar drei Punkte mitnehmen kann. Aber Leistungssteigerung von Aue natürlich vorausgesetzt. Gerade im letzten Jahr haben wir auch am ersten Spieltag dann doch den Auswärtssieg geholt in Fürth letztens. Darauf kann man ja auch mal aufbauen, wenn man wieder das Positive herausziehen will. Wir gucken ja im Laufe dieses Podcasts auch noch mal auf eine kleine Saisonprognose von uns. Wir wollen ja mal die drei Aufsteiger, die drei Absteiger tippen, von denen wir ausgehen, die es betrifft dann in diesem Jahr. Würzburg, Martin, wie ist da eigentlich die Zuschauersituation? Würzburg ist Bayern. Bayern ist, glaube ich, meiner Meinung nach immer noch keine Zuschauer. Genau, Bayern hat meines Wissens nach immer noch keine Zuschauer zugelassen, was natürlich auch schade ist, weil Würzburg ein wunderbares Stadion da am Fluss hat. Welcher Fluss ist noch genau? Der Main. Der Main, richtig. Und das ist ja direkt neben so einem Schwimmbad, auch mit Biergarten und so. Das wäre jetzt wahrscheinlich auch bei dem Wetter noch mal echt eine schöne Auswärtsfahrt gewesen. Du sagst, du warst da schon mal? Ich erinnere mich noch, vor fünf Jahren hat Aue da ja in der dritten Liga gespielt und da haben wir da Ende August gespielt und da war es auch so 35 Grad. Das war ein wunderbarer Auswärtstrip bis auf das Ergebnis und das ist noch ein schön altes Stadion und da verpassen wir jetzt halt auch was. Aber ich meine, es wäre ja so, selbst wenn sie Zuschauer hätten, es gäbe ja offiziell eh keine Gästefans und damit auch keine Möglichkeit, offiziell hinzufahren. Beziehungsweise ich meine, gestern jetzt für das Ulm-Spiel zum Beispiel, da gab es Freitag irgendwie noch 50 Tickets im Restverkauf, wo man hätte ja auch dann nach Ulm fahren müssen, um ein Ticket zu kaufen erst mal. Oder zufälligerweise vor Ort wohnen. Ja, das ist ja dann auch mit sehr viel Unsicherheit verbunden, ob man dann überhaupt hereinkommt. Ja. Genau. Ich kann vielleicht noch sagen, dass Würzburg und Aue in der zweiten Liga zweimal aufeinander getroffen sind und beim Auswärtsspiel für Aue hat es ein Unentschieden gegeben und beim Heimspiel für Aue hat es einen Sieg gegeben. Das heißt also, es ist auch, sagen wir mal so, gut, rein statistisch gesehen, wir haben da jetzt wohl nur zwei Spiele, aber es ist theoretisch eine Mannschaft, wo man auswärts mal einen Punkt holen kann für Aue. Lieblingsgegner, ungeschlagen sozusagen in der Liga. Ungeschlagen, aber wir haben auch zwei Spiele. Ich weiß nicht, ob wir da auswärts schon gewonnen haben. Also in der näheren Vergangenheit auf jeden Fall nicht. Nein. Also ich denke, dass wir da nächste Saison einfach zufrieden sein können, wenn wir da einen Punkt holen und da zumindest ein kleines Fundament dann haben. Ja. Denn dann geht es weiter zum Heimspiel gegen Fürth. Gegen Fürth hatte ich gerade eben schon gesagt, eigentlich gute Erinnerungen zum Saisonstart letztes Jahr. Auswärts in Fürth gewonnen. Jetzt kommen sie zum ersten Heimspiel zu uns. Wie ist Fürth einzuschätzen, Tobias? Na ja, Fürth hat in den letzten Jahren in Aue immer die Punkte gelassen. Also ich glaube, bei den letzten drei Heimspielen haben sie dort immer Punkte gelassen und ich kann mich an eine lustige Geschichte mit Martin und unserem guten Freund Stefan erinnern. Weißt du noch, als wir in unmittelbarer Abstiegsgefahr waren und da dieser Wagen stand von Sky, also dieser große Übertragungswagen und ihr dachtet, das wäre ein Merchandise Shop von Sky und dann dort hineinmarschiert seid. Ich glaube, das war sogar mit Thomas. Ach, mit Thomas. War das mit Thomas? Aber ich glaube, Stefan war auch mit bei und ihr seid dann dort hineinmarschiert und: „Oh, kann man hier was kaufen? Hahaha." Und dann standet ihr auf einmal dem Moderator des Spiels irgendwie gegenüber, aber vor allen Dingen, da standen haufenweise Sicherheitskräfte herum. Niemand hat euch irgendwie aufgehalten. Und ich dachte so, ihr seid ewig nicht hinausgekommen und ich dachte: „Oh Gott, jetzt halten sie euch hier bestimmt schon fest", aber nein, ihr seid dann auch quietschverglückt mit eurem Bier wieder hinausgekommen. Ja, aber ich kann mich noch gut daran erinnern an den letzten Spielen, als Fürth in Aue war, dass ich mich immer sehr über diesen Co-Trainer aufgeregt hatte, weil das so ein kleiner Provokateur ist. Also der geht halt ständig auch den Schiedsrichter an oder den gegnerischen Trainer und das ist für mich eine kleine Reizfigur. Und tatsächlich muss man gucken, Fürth hat ja tatsächlich seine Leistungsträger verloren. Also zum Beispiel den Maximilian Wittek, der ist zu Vitesse Arnheim gewechselt und zu Keita-Ruel, der ist halt auch weggegangen. Das ist sicherlich auch so ein sehr schwankender Spieler. Der kann an einem guten wie aber auch an einem schlechten Tag auch mal Spiele entscheiden. Genau. Und haben halt bisher relativ wenig Zugänge. Sie haben halt den Dicksten, Abejama vom SC Eltorsdorf, den Anton Stach vom Wolfsburg zwei von den Abdourahmane Barry von FC Liefering und den Patrick Sonnheimer auch von den Würzburger Kickers. Wie soll ich das sagen? Es ist noch so eine Wundertüte, aber eine Mannschaft, die man zu Hause schlagen kann. Für mich ist auch Aue gegen Fürth das klassische Zweitligaduell der letzten Jahre. Fürth ist ja mittlerweile der ewige Erste in der zweiten Liga und Aue jetzt ja auch seit 15 Jahren, 13, 12 Saison dabei. Genau. Und ich glaube, Fürth ist tatsächlich eine Mannschaft, die man zu Hause schlagen kann und vor allen Dingen auch schlagen muss, wenn man sich das Programm danach von Aue anguckt. Ja, also ich würde ja mal einen heraushauen: Auswärtsspiel in Würzburg, Heimspiel gegen Fürth, ersten zwei Spieltage in der Saison. Da kann man auch mal vier Punkte holen und vielleicht muss man sogar vier Punkte holen, wenn man sich genau das folgende Programm dann anguckt. Das nächste Spiel wäre dann auswärts beim HSV, wo im Zweifel nichts zu holen ist. Und wenn man gerade am Anfang der Saison zwei Gegner bekommt, Würzburg und Fürth, da kann man auch schon mal Punkte holen, gerade wenn man weiß, die Saison ist lang und wir brauchen regelmäßig unsere Punkte. Ich glaube, die Liga ist so eine Wundertüte und gerade in der aktuellen Corona-Zeit gibt es, glaube ich, schon eine große Durchmischung der Tabelle. Das werden wir dann auch in unserer Saisonprognose vielleicht auch sehen. Da weiß keiner, wo wer steht, aber dennoch, wenn man einen Aufsteiger auswärts gleich gezogen bekommt und dann als erstes Heimspiel Fürth, würde ich schon jetzt mal einfach verlangen, dass da wirklich Punkte geholt werden und würde mal vier Punkte als Ziel ausgeben. Ist das realistisch? Ja, das muss realistisch sein. Denn ich sage voraus, wenn wir die ersten vier Spiele verlieren, sind wir nämlich in einem Loch drin, aus dem wir nicht wieder herauskommen werden. Ich glaube auch, wenn man jetzt am Anfang nicht punktet, dann wird es sehr schwer, den Anschluss zu halten und der Aue-Fehlstart ist zwar schon fast legendär, aber es wird nicht immer reichen, sich über die Rückrunde zu retten. Genau. Und ich möchte es auch einmal so formulieren: In allen Saisonen, in denen Aue abgestiegen ist, wurden die ersten vier bis fünf Spiele konsequent verloren. Das habe ich noch mal nachrecherchiert. Also ich glaube, dass wir in den ersten zwei, drei Spielen schon erkennen können, in welche Richtung diese Saison gehen wird. Da lege ich mich jetzt hiermit fest. Für alle Zeiten hörbar fest im Internet. Werden wir uns dann im Nachblick noch mal anschauen. Ja, aber mit Fürth ist dann das erste Heimspiel auch, was auf der Tagungsordnung steht. In zwei Wochen wäre das ja dann ungefähr. Erstes Heimspiel heißt auch erstes Heimspiel mit Zuschauern. Wie ist das aktuelle Konzept? Ich bin ja hier von Hamburg aus immer nicht so tief in der sächsischen Ordnungswelt vertraut, habe aber nur irgendwo mitbekommen, Martin, du bist da, glaube ich, tiefer drin, weil du ja im Zweifel auch die Spiele gerne besuchen würdest. Ich glaube, Sachsen hat so das liberalste Stadionöffnungs Konzept, oder? Also man muss ja mal von Sachsen sagen, Sachsen hatte erst Bayern nachgeeifert mit möglichst strengen Regeln und sich damit auch gerühmt, wie krasse Einschränkungen man mit Corona hat. Und wer natürlich erst krasse Einschränkungen hat, kann ja dann auch die größten Öffnungen verkünden. Das hat ja dann auch die sächsische Staatsministerin für Soziales dann auch gemacht oder beziehungsweise es lässt sich ja auch sehr stark der politische Wille sehen beim Ministerpräsidenten, dass er unbedingt will, dass Leute wieder in Stadien zurückkommen und Leipzig war ja mehr oder weniger das erste größere Stadion mit sehr viel Zuschauern, was so eine Zusage da hatte. Und in Sachsen ist es eben so, dass es diesen Paragrafen gibt in der aktuellen Corona-Verordnung, dass man, wenn man entsprechend wenige Neuinfektionen in einem Landkreis hat, nämlich die Grenze ist bei 20 Neuinfektionen pro 100.000, kann man auch Großveranstaltungen mit einem Hygienekonzept genehmigen lassen. Und in Aue sieht das eben so aus, dass das Landratsamt genehmigt hat, dass rund 4.400 Zuschauer eben zugelassen sind, die über fünf Eingänge dann ins Stadion dürfen und dazu lässt sich sagen, dass man wahrscheinlich alles dann über Dauerkarten regeln wird, weil der Dauerkartenverkauf hat ja jetzt angefangen. Es gibt eine Personalisierung der Tickets, also es wird wahrscheinlich keine Übertragbarkeit möglich sein und damit will man natürlich eine Rückverfolgbarkeit ermöglichen und es soll dann auch beim Einlass einen Gesundheitsfragebogen geben. Krux des Ganzen ist, dass diese Zulassung eben nur so lange gilt, wie man unter 20 Fälle pro 100.000 Einwohner im Erzgebirgskreis hat. Danach kann die Genehmigung wieder sofort entzogen werden. Und daran sieht man ja auch, wie wackelig das Ganze für die Saison ist. Man soll sich jetzt entscheiden, für 17 Spiele eine Dauerkarte zu kaufen und es ist überhaupt nicht offen, was passiert, wenn die Corona-Zahlen wieder steigen und es ist halt auch nicht offen, ob es dann Erstattung gibt, zum Beispiel. Das habe ich jetzt nicht gefunden bei den Informationen. Ich glaube, Thema Erstattung war ja auch ganz spannend, dass der Geschäftsführer Vogt ja auch gesagt hatte, dass es keine Rückerstattung der Tickets vom letzten Jahr gibt, oder? Das war doch jetzt noch mal in dieser Woche so ein Thema, da so um Verständnis bat, dass es so nicht möglich ist für den Verein. Das zurückzuerstatten, ob das so rechtlich haltbar ist, würde ich jetzt auch mal infrage stellen, ob man das so machen kann. Sehe ich auch dann eher kritisch, gerade jetzt in so einer sozialen Notlage, dann im Zweifel auch den Fans, die vielleicht auch dann durch Corona betroffen sind, weil sie arbeitslos geworden sind, weil sie weniger Einnahmen haben, weil sie zwar klar das Geld schon vorher ausgegeben haben fürs ganze Jahr, für ihre Jahreskarte, für ihre Abokarten und dann im Zweifel aber nicht in die letzten Spielen mit hineindurften. Aber auch die müssen natürlich gucken, wie sie ihr Geld zusammenkratzen können und andere Vereine kriegen ja auch Lösungen hin, die dann eben auch teilweise oder dann eigentlich üblicherweise auch mit Rückerstattungen arbeiten. Das fand ich auch schon ein bisschen bemerkenswert, dass man hier den Weg gegangen ist, in dieser Woche zu sagen, fürs letzte Jahr gibt es keine Rückerstattungsmöglichkeiten. Im Zweifel würden sowieso nur wenige davon Gebrauch machen, weil ja auch doch eine hohe Solidarität unter den Fans ist im Sinne, dem Verein geht es schlecht und dann spende ich natürlich das, aber dass es dem einen oder anderen dann vielleicht doch sehr lieb wäre, das Geld wenigstens teilweise zurückerstattet zu bekommen, das war auch schon mal ein Zeichen des Vereins, Hashtag Kumpelverein. Über das kann man diskutieren. Nur noch als Ergänzung zum Konzept. Es sind 4.411 Zuschauer zugelassen und jeweils ungefähr pro Bereich 1.000. Also im Westen ein bisschen weniger VIP, 1.000 Osttribüne um die 800 und dann über den Gästeeingang können auch noch einmal 900 auf die Südtribüne. Werdet ihr Dauerkarten euch kaufen oder Abokarten? Also ich werde mir eine kaufen, wenn es noch Restbestände gibt. Also wie es jetzt aussieht, werden ja so 700 Tickets wahrscheinlich über bleiben, beziehungsweise ich denke, dass sowieso nicht absehbar ist, ob die Akzeptanz auf Dauer für diese Spiele mit weniger Zuschauern da ist. Ich kann ja auch dazu sagen, ich war schon bei mehreren Spielen jetzt und es ist einfach egal, was für Maßnahmen das ist, egal ob die Maßnahmen jetzt relativ lax sind oder ob sie super strikt sind, es ist einfach nicht das Gleiche und es werden viele Leute auch, glaube ich, sehr schnell enttäuscht sein, wie unnormal das doch ist. Ja, also das ist ja auch mein Punkt, ich bin jetzt weniger im Stadion, weil ich einfach relativ weit davon entfernt bin, aber ich gehe natürlich hier oben auch dann ab und zu mal in die Stadien von anderen Vereinen. Und warum mache ich das? Nicht, weil ich die Vereine so liebe, sondern weil ich halt einfach ganz gerne den Sport sehe plus das Ganze drumherum, was auch viel mit Fanszenen und Fanaktivitäten irgendwie zu tun haben. Und das ist natürlich dann etwas anderes, wenn ich mit 3.000 bis 4.000 Leuten irgendwie in so einem großen Stadion dann irgendwie bin. Da kann ich mir zwar das Spiel angucken und kann mich vielleicht sogar etwas mehr auf das Spiel konzentrieren und das Spiel analysieren, aber ich glaube auch, dass ich mit einem deutlich anderen Gefühl nach Hause gehen würde. Und ich würde jetzt mal behaupten, dass es auch kein besseres Gefühl ist, mit dem ich nach Hause gehe, sodass es für mich jetzt eher weniger infrage kommt. Klar, Dauerkarte sowieso kein Thema, aber auch trotzdem hier regelmäßig in Hamburg zum Fußball zu gehen. Ab und zu, da ist dann doch die Liebe zum Fußball zu groß, wird es mich dann schon in irgendein Stadion mal ziehen, wo es irgendwie klappt, wo ich irgendwie mal hereinkomme. Aber ich kann da auch ganz gut die Haltung der Ultras oder so der aktiven Fanszenen verstehen. Ich glaube, Owl ist es genauso wie in vielen anderen Fanszenen, die eben diese Devise ausgerufen haben „Alle oder keiner“, die sagen „Für uns gehört es dazu, ins Stadion zu gehen und jeder, der hinein möchte, der kann hinein, solange das Stadion nicht voll ist.“ Und ausgewählte Leute dann hineinzulassen oder nur einen Teil davon hineinzulassen, mag zwar im Sinne des Vereins auch gut sein, um wenigstens ein paar Einnahmen zu haben, aber das passt eben nicht in die Welt der Fanszenen dann so hinein. Deswegen kann ich das auch gut nachvollziehen und gut verstehen und bin halt einfach mal gespannt, wie es sich weiterentwickelt. Gerade gestern, also gestern heißt an Samstagabend im Sportstudium ZDF wurde dann noch mal gesagt, dass es jetzt sogar eine Idee gibt, das ganze Regionale etwas aufzuheben und es einen Versuch gibt von Seiten DFL, DFB, eine einheitliche Regelung gerade für die Prozentsätze der möglichen Zuschauer in Angriff zu nehmen, weil ja doch auch so das Thema Wettbewerbsbeschränkung im Raum steht. Die einen dürfen Zuschauer mit hineinlassen, die anderen müssen vor leeren Rängen spielen, die einen dürfen 10 % hereinlassen, die anderen nur 2 % oder wie auch immer. Da versucht so gerade DFB, DFL mit dem Bund noch eine gemeinsame Regelung hinzubekommen. Mal gucken, was da noch passiert. Ich finde, wir könnten noch mal genereller darüber diskutieren, wann ist denn überhaupt der richtige Zeitpunkt, wieder Leute ins Stadion zu lassen? Also ich finde immer dieses auf Zeit einfach nur, wir machen jetzt alles ein Jahr dicht, das finde ich merkwürdig, weil manche Leute haben auch im Mai argumentiert, als man mit Geisterspielen wieder angefangen hat, lass uns doch einfach bis September oder was weiß ich aussetzen, aber es ist halt einfach nicht absehbar, wann der Punkt kommt. Also ich finde, das immer nur alles zu verschieben, löst am Ende die Frage nicht. Die Schwierigkeit ist, dass wir ja letztlich jetzt eben nur auf Sicht fliegen können. Das heißt, wir wissen nicht, wie sich die Corona-Zahlen entwickeln, ob wir jetzt noch mal in eine zweite Welle hereinkommen können. Ich glaube, man muss immer gucken, was für den Moment einfach die beste Lösung ist. Ich persönlich rechne nicht damit, dass wir dieses Jahr wieder vor vollen Rängen spielen werden. Das sage ich euch ganz ehrlich. Jetzt kommt die Herbstsaison, da werden die Zahlen noch mal ansteigen. Also ich glaube, wir können frühestens mit Beginn der Rückrunde damit rechnen, wieder vor vollen Stadien zu spielen. Ich sehe das aber auch ein Stück weit positiv, weil es dieses überhitzte Business Fußball wieder entschleunigt und ich glaube, dass man merkt, so ein Stadionbesuch mit so toller Folklore und toller Fankultur und dem Bier und den Würstchen oder wie auch immer, was man da essen oder trinken mag, dass es eben nichts Selbstverständliches ist und dass man das vielleicht, wenn das wieder für alle möglich ist, dann auch wesentlich mehr wieder zu schätzen mag und nicht sagt: „Okay, das ist jetzt mein Standardprogramm fürs Wochenende“, sondern dass man das dann vielleicht auch ein bisschen bewusster wieder wahrnehmen kann und es wieder mehr zu schätzen lernen kann. Das ist vielleicht einer der wenigen Vorteile, die ich in dieser Situation ein Stück weit sehe. Für mich ist es auch nachvollziehbar, dass natürlich die Vereine versuchen, so schnell wie möglich so viel wie möglich Zuschauer wieder reinzuholen, weil es gerade natürlich versuchen dann weniger in der ersten Liga, aber sage ich mal, so ab der zweiten Liga ist man ja schon als Verein angewiesen auf Zuschauereinnahmen und da wird natürlich dann auch versucht, so viel wie möglich juristische Winkelstricke irgendwie zu nutzen und dann zu versuchen, die Zuschauer ins Stadion zu bringen. Also das kann ich schon nachvollziehen. Auf der anderen Seite ist es halt immer so dieses Pandemierisiko. Wir leben immer noch in einer Pandemie und müssen gucken, wie wir damit zurechtkommen und dass wir da gut und gesund durchkommen. Und da ist es im ersten Moment natürlich zu vermeiden, in Menschenansammlungen zu gehen. Und beim Fußball ist es normalerweise üblich, dass man in einer Menschenansammlung steht. Jetzt haben die Vereine ja große Konzepte gemacht. Mal gucken, wie das gelebt wird. Mal gucken, ob das auch wirklich so funktioniert. Mal gucken, wie die Politik oder die Vereine reagieren, wenn es im Zweifel bei manchen Stadien, manchen Vereinen nicht funktioniert. Darauf bin ich mal ganz gespannt, aber ich gehe jetzt tatsächlich mit und es gab bei mir auch so eine gewisse Entwicklung. Da gehe ich jetzt mit zu sagen, okay, es ist nachvollziehbar, dass die Vereine sich sehr strikt dafür einsetzen, jetzt die Zuschauer wieder reinzuholen, weil sie eben auch auf die Einnahmen angewiesen sind. Und das trifft ja auch zu 100 % auf unseren Verein zu. Also Helge Leonhardt hat ja auch diese Woche dazu reichlich Auskunft gegeben beziehungsweise sich auch sehr, wie soll ich sagen, sehr formell und sehr weitreichend beim tollen Ministerpräsidenten in Sachsen bedankt. Ich glaube, da gab es auch einen Tweet. Martin, können wir den vielleicht gerade mal aufrufen? Das war irgendwie so eine große Dankesrede. Der Tweet war: „Danke MP, es war eine großartige Veranstaltung, geschuldet klarer Entscheidungen von klar denkenden Menschen.“ Und das Ganze war zum Tag der Sachsen, der ja dieses Jahr in Auerbach/Schlema stattfinden sollte und da gab es jetzt ja als Ersatz oder mehr oder weniger innerhalb dieses Tages, der viel größer hätte ausfallen sollen, ein Stadionkonzert, wo der Ministerpräsident von Sachsen, Kretschmer und der Ministerpräsident auch von NRW meines Wissens nach als Partnerland von Sachsen, Armin Laschet, ja auch im Auer Stadion gewesen sind. Wisst ihr, wie viel Zuschauer da drin waren? Habt ihr was davon gesehen oder gehört? Also offiziell hätten, glaube ich, 2.000 reingedurft, aber ich hatte jetzt kurz vorher mal reingeschaut, da war ja noch super viel an Karten auch einfach verfügbar und deshalb glaube ich auch, dass diese Akzeptanzprobleme auch einfach jetzt da sind. Also ich bin mir nicht mal sicher, ob alle Dauerkarten jetzt sofort wechseln. Also ich glaube, manche Leute haben schon auch eine gewisse Distanz und ob man jetzt Abstand oder Maske trägt, das ist einfach nicht normal. Also ich meine, ich kann das ja auch berichten. Ich war jetzt ja auch schon in so einem Riesenstadion mal, mich in De Kuip in Rotterdam mit 5.000 Zuschauern in einem 50.000er Stadion mit Maskenpflicht und Abstand. Das ist einfach das Gegenteil von normalen Fußballerlebnis. Und ich glaube auch, selbst wenn man eine Dauerkarte hat, ob es Dauer Spaß machen wird, steht auf einem ganz anderen Blatt und da würde ich ein großes Fragezeichen daran machen. Definitiv wird das Fußballerlebnis ein anderes sein mit den Beschränkungen. Definitiv. Gut, Helge Leonhardt ist natürlich auch eine sehr reizvolle Person, die natürlich auch, wenn man sich mal überlegt, den Tweet hat er abgesendet, 6. September, kurz vor acht und auch noch mal so ein bisschen auseinandergenommen. O-Ton: „Geschuldet klarer Entscheidungen von klar denkenden Menschen.“ Heißt ja nichts anderes: „Wir in Sachsen, du, Herr Kretschmer, du bist ein klar denkender Mensch. Du hast uns das ermöglicht und hast etwas ermöglicht, was in anderen Bundesländern nicht möglich ist, weil da keine klar denkenden Menschen am Werk sind.“ Das schwingt natürlich immer so mit und passt natürlich auch wieder zu dieser Reizfigur Leonhardt, wo wir, glaube ich, auch wieder länger diskutieren können und sicher, ganz sicher auch im Laufe dieser Podcast-Reihe mitunter auch ein paar Mal über Helge Leonhardt oder insgesamt die Leonhardts und die Rolle von den Leonhardts für den Auer Fußballverein dann irgendwie diskutieren können. Aber das hat halt immer so ein Geschmäckle, der da irgendwie mitschwingt. Aber es ist seine Position und wie gesagt, in diesem Sinne als Vereinsvertreter gesprochen. Für ihn ist es wichtig, dass Zuschauer hier reinkommen und da ist er natürlich ganz glücklich, dass Kretschmer da für eine extreme Öffnung gesorgt hat, anders als in anderen Bundesländern. Und da ist er natürlich ganz happy und dann ist es natürlich auch aus seiner Sicht okay, auch so einen Tweet rauszuhauen. Ist ja alles in Ordnung. Aber das heißt ja im Umkehrschluss, dass alle Leute, die jetzt Bedenken haben oder die sagen, wir sind mitten in der Pandemie, vielleicht nicht klar denken. Ich meine, diese Kommunikation ist schon sehr einseitig in einer Situation, wo wir in maximaler Unsicherheit leben, womit Demokratie grundsätzlich immer auch gut umgehen kann. Demokratie ist die Staatsform, die am besten mit Unsicherheit eigentlich klarkommt, weil Demokratie immer auf unsicheren Entscheidungen beruht. Es gibt keine Sicherheit in demokratischen Entscheidungen. Ich habe eine Idee, Jungs. Lasst uns doch den Helge der Woche machen. Der Helge der Woche wird eine Rubrik in unserem Podcast mit einer Sicht auf Dinge, die im Verein passieren, die ganz oft, bin ich mir sicher, sehr positiv geschehen, weil da glaube ich, kann jeder unterschreiben, dass der Auer Fußballverein nicht dort stehen würde, wenn es die beiden Leonhardt-Brüder nicht gibt, die mit einem sehr hohen persönlichen Engagement, mit einer sehr hohen persönlichen Motivation das Thema angegangen haben in den 90ern und den Verein in die gesicherte zweite Liga gebracht haben. Aber auf der anderen Seite, und das ist jetzt auch kein Geheimnis, beide und jetzt gerade natürlich Helge Leonhardt ist noch einmal etwas mehr im Fokus bei uns im Verein, immer mal ein paar Dinge raushaut und seien nur genannt die „Werdet Mütter“-Rede zum Muttertag, was letztes Jahr oder vorletztes Jahr, glaube ich, ist schon ein Stück her, wo man halt auch sagen muss, die Außendarstellung, dass das im Zweifel in einem Stadion in Aue natürlich super ankommt und man darüber lacht und weiß auch, wie ein Helge Leonhardt so eine Rede meint. Aber natürlich muss ihm auch klar sein oder muss dem Verein auch klar sein, dass so eine Rede medial geht oder viral geht und durch verschiedene Medien aufgegriffen wird und natürlich das auch noch einmal dann wieder einen anderen Blick auf den Auer Verein wirft, weil er natürlich auch das Gesicht ist und auch das Gesicht sein will. Da würde ich mir manchmal hoffen, dass er irgendwie ein, zwei Schritte zurückgeht und einfach vielleicht auch einmal andere Rhetorik an den Tag legt oder wie auch immer, aber da will ich ihm gar nichts raten, weil mir das gar nicht zusteht, sondern einfach diese reizvolle Person ist, glaube ich, sehr spannend und darauf wollte ich eigentlich hinaus. Lasst uns doch so eine Rubrik machen und auch gerade vielleicht die Tweets, die Helge Leonhardt raushaut, die Videos, die sie ja jetzt auch ganz toll vom Verein, auch ganz transparent mit Pressekonferenzen und mit Videokonferenzen für uns als Fan sichtbar machen. Das ist doch ganz spannend, vielleicht auch darüber in unserem Podcast zu berichten. Geht ihr da mit oder sagt ihr, es ist ein zu heikles Thema? Ich finde das eine wunderbare Idee, vor allen Dingen, weil mir viele Sachen auch zu wenig eingeordnet werden, auch was könnte die andere Sichtweise sein und dann das Wort als Gesetz gilt und ich glaube, dieser Tweet hat den Titel Helge der Woche auf jeden Fall verdient, weil es ein klassischer Helge-Leonhardt-Ausspruch ist. Es ist eine großartige Veranstaltung, es gibt klare Entscheidungen, die Leute denken klar und danke, dass wir wieder Leute im Stadion haben und die vielbeschworene Demut, die der Profifußball jetzt an den Tag legen wollte, wird einfach über Bord geworfen, weil wir heute auf morgen wieder Zuschauer haben. Ich bin jetzt ein bisschen ketzerisch, aber ich glaube, ihr versteht schon meine Ironie an der Stelle. Definitiv. Ich denke auch, dass das eine gute Idee ist. Natürlich ist der Helge Leonhardt, so zumindest in der Außendarstellung, einfach häufig auch polemisch und ich glaube, dieses Polemische, da ist natürlich auch in gewisser Weise der Reiz darin, denn gerade durch dieses Polemischsein kann der Mann natürlich auch eine gewisse Reichweite entwickeln. Und ich glaube, durch diese einfachen Aussagen, die er fällt, kann er natürlich auch viele Menschen erreichen und kann natürlich auch dadurch immer seinen Standpunkt gut zum Ausdruck bringen. Ein bisschen O-Ton ist ja, was er auch gerade gesagt hat, ist ein Stück weit, dass diejenigen, die praktisch unsere Entscheidung befürworten, die Entwicklung des Vereins befürworten, das sind alles klar denkende Menschen. Und das ist eine Aussage, die ich aus der Vereinssicht total nachvollziehen kann, wo ich aber glaube, dass Menschen, die eben diesen Background praktisch nicht haben, da sehr verwundert sind und deswegen, glaube ich, ist dieses Format ganz gut, um wie gesagt, auch Aussagen einordnen zu können und ein Stück weit auch den Helge Leonhardt ein bisschen zu würdigen, aber halt auch kritisch einzuordnen. Und ich denke, in diesem Spektrum zwischen Würdigung und kritischer Einordnung sollte es sich immer bewegen. Ich kann mich an kein Zitat erinnern, wo Helge Leonhardt keine Kriegsrhetorik verwendet. Hier verwendet er keine Kriegsrhetorik oder irgendwie so einen Begriff aus dem Militär oder was auch immer. Deswegen ist das auch einmal ein positiver Aspekt an so etwas. Das ist doch ganz toll. Genau. Damit ist diese Rubrik dann, glaube ich, auch beendet. Ich bin mir relativ sicher- Sie ist vor allen Dingen geboren. Genau, Helge der Woche ist geboren und erst einmal aber für diese Folge, glaube ich, gut besprochen, aber gerade das Thema Hygienekonzept, Zuschauerkonzept wird noch einmal sicherlich in der einen oder anderen Folge auftauchen, weil wir haben ja gesagt, die Situation ist so undurchsichtig und so schnelllebig, dass sich da sicherlich auch sehr schnell etwas anpassen wird oder immer wieder anpassen wird, sodass wir da auch regelmäßig darüber sprechen wollen. Eine Frage hätte ich an der Stelle doch an Tobias. Wie sieht es denn bei dir mit der Dauerkarte aus? Ich bin ehrlich gesagt noch am Hin- und Herüberlegen, weil ich nicht weiß, wie ich am Freitag arbeiten muss. Das klingt jetzt erst einmal total komisch, aber wenn ich freitags sagen wir den Nachmittag immer frei halten kann, würde ich doch ernsthaft mit dem Gedanken spielen, mir eine Dauerkarte zu holen. Einfach um den Verein zu unterstützen, das ist Punkt eins und Punkt zwei, sozusagen auch immer meinen festen Platz im Stadion zu haben. Das fände ich übrigens an der Stelle auch gut, wenn es so eine Art Wiederverkäuferplattform geben könnte, wo man dann seine Dauerkarte meinetwegen auch kostenlos anderen Fans zur Verfügung stellt, die dann auch eine personalisierte neue Tageskarte bekommen oder so, weil ich meine, bei mir ist das Problem nicht viel anders. Wer weiß, wie er Freitag arbeiten muss. Also ich muss Freitag 300 Kilometer anreisen. Das ist nicht immer so 100 % sicher, dass ich das immer schaffe. Richtig. Und da können wir vielleicht bei einer Anfrage einfach auch in den Verein machen und das wäre für mich, glaube ich, eine ganz wichtige Grundvoraussetzung überhaupt, um mir eine Dauerkarte zu holen. Ja, dann bin ich mal gespannt. Wir sind bei dem Punkt Saisonprognose. Wir wollen doch mal eine Prognose wagen auf die kommende Zweitligasaison. Wir haben uns überlegt, uns mal die Tabelle so vor das geistige Auge zu holen. Wir sind im Mai. Geht die Saison nur bis Mai, Juni? Nein, wahrscheinlich nur bis Mai. Im Juni ist ja dann wahrscheinlich schon EM wieder. Wir gehen in den Mai 2021 und stellen uns mal vor, mit welcher Tabelle rechnen wir denn damit? Ich hoffe mal, ihr zwei, Martin, Tobias, habt euch auch etwas vorbereitet und habt mal überlegt, welche Auf- und welche Absteiger ihr denn tippt und im Zweifel, wenn Aue noch nicht darunter sein sollte, auf welchen Platz Aue denn einkommt. Und ich haue mal einen raus. Wir fangen mal an, lass uns mal mit den Aufsteigern anfangen. Ich tippe drei Aufsteiger beziehungsweise mal die ersten drei Plätze, sagen wir mal so. Für mich steigt mal, das ist zwar vielleicht jetzt hier in Hamburg irgendwie ein schwieriges Thema, aber für mich steigt der HSV auf dieses Jahr auf Platz eins. Der VfL Bochum hat sich in dem letzten halben Jahr, ich glaube auch nach Corona waren sie, glaube ich, die besten nach Corona, echt super etabliert, auch noch mal ein paar Neuzugänge geholt. Ich tippe, dass Bochum auf zwei geht und auch mit aufsteigt und Düsseldorf wird bei mir Dritter und geht in die Relegation. Saisonprognose von Tobias. Hast du drei Aufsteiger für mich? Ja, ich sage, dass der Hamburger SV hochgeht. Ich sage, dass Heidenheim wieder hochgeht oder dass Heidenheim zum ersten Mal hochgeht und ich denke, dass Nürnberg auf den Relegationsplatz kommt. Heidenheim habe ich ja tatsächlich so etwas tiefer eingewertet, weil sie, glaube ich, schon arg gebeutelt sind von Abgängen. Jetzt auch gerade habe ich gesehen, im DFB-Pokal herausgeflogen sind. Ja. Da bin ich echt mal gespannt, ob da der Schmidt wieder so eine Elf auf den Platz bekommt, die da um den Aufstieg mitspielen kann. Ich bezweifle es, aber ... Aber Schmidt, das ist ein positiv Bekloppter. Der wird die striegeln und der wird die striezen und der wird eine richtige kampfstarke Mannschaft wieder zusammenformen. Und Nürnberg sagst du tatsächlich wieder Relegation, aber diesmal die Aufstiegsrelegation? Genau, die Aufstiegsrelegation. Wegen dem Pascal Köpke? Nein, nicht unbedingt, aber sie haben sich super verstärkt. Sie haben mit dem Hecking jetzt auch jemand ganz Klugen in der Führung wieder auch drinnen und ich glaube, die verfolgen jetzt ein richtig gutes Konzept. Also ich glaube, dass die eine gute Rolle spielen werden diese Saison. Okay. Bin ich mir relativ sicher, ja. Martin, hast du drei Aufsteiger für uns? Also ich hätte jetzt fast ungelogen deine drei gesagt, die du am Anfang hattest. Wobei mir das auch- Wir müssen jetzt andere überlegen. Ja, wobei ich auch finde, dass die Spitze der zweiten Liga ausgeglichener ist. Es gibt keinen Topfavoriten aus meiner Sicht. Selbst der HSV wird es schwer haben. Ich meine, wir hatten immer das Gefühl, jetzt dieses Jahr schaffen sie es und dann sind sie wieder eingebrochen. Also es war jetzt zwei Saisons quasi wie eine Kopie beim HSV. Aber ich würde trotzdem sagen, dass der HSV unter den ersten beiden ist, dann Fortuna Düsseldorf und ich sage mal Hannover 96. Oh, Hannover 96. Einfach als Kontrast. Hannover 96 ist immerhin letztes Jahr Sechster gewesen und ist ja auch so ein Verein, wenn sie jetzt nicht aufsteigen, dann steigen sie wahrscheinlich die nächsten fünf bis zehn Jahre nicht mehr auf. Ähnlich wie Bochum. Also ich sehe das so ein bisschen, dass manche Vereine sich dann auch in der zweiten Liga etablieren, weil dann der Wettbewerbsvorteil, den man noch aus der Bundesliga hatte, nach dem Abstieg irgendwann ja auch versiegt. Aber Hannover ist doch auch so ein Verein, wo echt permanent Unruhe ist, also wo eigentlich permanent irgendwelche Störfeuer sind. Also ich glaube, Hannover hat von der Manpower wirklich die Energie, um aufsteigen zu können. Aber ich glaube, durch diese ganze innere Unruhe und durch diese fehlende innere Geschlossenheit und durch diese Störfeuer vom Kinn, glaube ich nicht, dass sie dauerhaft den Aufstieg mitspielen werden. Ja, wie gesagt, ich denke, dass die Spitze relativ nah beieinander ist und da könnte auch Hannover 96 oben wieder reinrutschen oder wir sehen am Ende ein Team, was wir gar nicht auf der Rechnung haben. Ich glaube, von den Absteigern kann man auch sagen, dass wir wahrscheinlich alle nicht denken, dass jetzt Bielefeld, Paderborn oben mitspielen wird. Nein, das denke ich auch nicht. Ich denke, dass die eher so ein Team sind, das sich im Mittelfeld einpendelt. Hoffen wir für sie, dass sie nicht wieder nach unten durchgereicht werden, aber ... Aber lustig wäre es. Lustig fände ich es eigentlich nicht, weil ich glaube, Paderborn würde man sich über den Klassenerhalt jetzt dieses Jahr mal sehr freuen, wo man ja sich eigentlich auch sieht als etablierter Zweitligist und gar nicht als Bundesligist oder Drittligist. Ja. Okay, dann haben wir doch ein bunt gemischtes Bild von Aufsteigern und können am Ende der Saison mal drauf gucken, wer denn hier recht behalten sollte. Dann kommen wir zum Abstieg. Ja? Ich würde noch mal einen anderen Tipp abgeben: Ich glaube, dass Braunschweig ein Überraschungsteam werden wird diese Saison. Warum? Ich glaube, weil Braunschweig hat Hammer Transfers und ich habe die auch im DFB-Pokal gesehen und ich muss sagen, das hat mir sehr gut gefallen, was die zusammengespielt hatten. Da war eine klare Spielphilosophie vorhanden und ich glaube, die haben auch mit dem Meier echt einen guten Trainer. Also ich denke, da habe ich ein gutes Gefühl bei Braunschweig. Das hat glaube ich das Zeug dafür, so ein Überraschungsteam zu sein. Überraschungsteam wäre für dich welcher Platz? Also zumindest, wo ich sage, mindestens in den gehobenen Top zehn. Gut, aber das wäre ja fast kein Überraschungsteam mehr in der zweiten Liga für einen Aufsteiger. Also Überraschung ist ein Durchlauf für mich, aber na ja. Ja, weil ich habe nämlich gerade vor mir stehen die ganzen Marktwerte der ganzen Zweitligisten und ich glaube, das wird so ein Team sein, also Eintracht Braunschweig, die werden wesentlich besser sein, als es ihr Marktwert widerspiegelt und deswegen für mich Überraschungsteam. Ich glaube, es ist jetzt keine Überraschung, wenn man sagt, die Stärken liegen in der Offensive und die Schwächen in der Defensive, wenn man gerade im DFB-Pokal jetzt 5:4 gewonnen hat zu Hause. Aber ich habe auch das Spiel am Freitag gesehen, hat mir auch tatsächlich gut gefallen und kann auch nicht verhehlen, dass ich mich gefreut habe für Daniel Meyer, dass er da gleich so einen Einstand in Braunschweig hingelegt hat. Das sah schon gut aus. Auf der anderen Seite, wenn man den Dominik Witte da hinten in die zentrale Abwehrposition stellt und dann ja auch irgendwie vier Gegentore bekommt, gut gegen den Bundesligisten, aber trotzdem, ich bin mal gespannt. Also ich glaube, das ist ein sehr spannender Aufsteiger. Ich traue denen auch von Platz fünf bis 17 wahrscheinlich alles zu, aber auf jeden Fall einer der Vereine, wo ich dieses Jahr mal ein Auge drauf werfen sollte, nicht gerade weniger wegen Daniel Meyer, Vitra, Kaufmann vorne drin. Das ist ja mitunter mal wieder ein Farmteam von uns, dass sie wieder ein paar Spieler geholt haben, die auch mal in Aue gespielt haben. Auf jeden Fall ein sehr spannendes Team dieses Jahr. Gut, dann gucken wir uns noch mal die Absteiger an. Nein, ich mache mal als Letztes diesmal wieder Matin. Fang du doch mal an mit den drei Absteigern. Puh, da erwischst du mich auf dem falschen Fuß, hätte ich fast gesagt. Ich glaube, Würzburger Kickers, wurde ja schon in der Vorschau gesagt, ist wahrscheinlich zu schlecht für diese Liga mit dem Kader. Ich denke auch, Osnabrück wird dieses Jahr es schwer haben, wenn nicht sogar direkt absteigen und ich denke auch, der KSC wird unten drinstehen. Also das wären meine letzten drei. Mhm. Tobias? Ja, definitiv. Du hast gerade meine Abstiegskandidaten vorweggenommen. Also ich stelle jetzt mal hier eine zweite gewagte Prognose auf. Ich sage, dass Erzgebirge Aue am letzten Spieltag gegen den VFL Osnabrück die Klasse sichern wird, weil die spielen nämlich am letzten Spieltag zu Hause gegeneinander. Und ich sage aber auch, dass der SSV Jahn Regensburg auch in massive Abstiegsnot geraten wird, weil die haben eine ganz korte Vorbereitung gespielt und haben sehr viele Leistungsträger verloren und das, was ich heute auch im DFB-Pokal gesehen habe, war nicht überzeugend. Und ich glaube auch, dass Regensburg auch lange was mit dem Abstieg zu tun haben wird. Würzburger Kicker sind, wie gesagt, zu schwach. VFL Osnabrück haben einfach ihren Korsettstang verloren und Karlsruhe, die haben jetzt einen noch geringeren Etat als letztes Jahr und haben auch gute Leute verloren, haben aber auch ein, zwei gute Neuzugänge und man müsste mal gucken, wie sich Sandhausen zum Beispiel dieses Jahr entwickelt. Die gelten immer als Abstiegskandidat, werden es aber wohl schaffen. Aber ich sage auch, dass Würzburg und VFL Osnabrück sowie Karlsruhe sowie Jahn Regensburg hinten stehen werden. Also dein Letzter wäre Würzburg? Würzburg, dann würde ich sagen KSC und dann Osnabrück. Okay. Ja, also scheinbar gibt es da wenig zu diskutieren, weil im Zweifel sind das nämlich auch meine Abstiegskandidaten, aber nur zwei von drei, also auch KSC und Würzburg. Also Würzburg Letzter, KSC Vorletzter bei mir. Aber entgegen eigentlich meiner inneren Einstellung und damit mache ich mir jetzt noch mal weniger Freunde hier in Hamburg, würde ich tatsächlich Sankt Pauli auch mal mit als tatsächlichen Abstiegskandidaten hier ins Rennen werfen. Setz ihn mal auf den Relegationsplatz, Platz 16. Ich kriege ja hier relativ viel mit von Sankt Pauli und auch viele Kollegen und Freunde sind tatsächlich Sankt Pauli Fan und ich bin auch häufig im Stadion drin oder jetzt natürlich schon lange nicht mehr gewesen, aber ich bin da schon relativ nah dran, wie man es halt als Aue Fan zu einem Sankt Pauli Fan sein kann. Aber was man da halt so mitbekommt, das hat sich auch schon im letzten Jahr dann schon so gezeigt, ist eine sehr große Unruhe, auch insgesamt im Verein eine sehr große Unruhe. Jetzt noch mal einen sehr großen Cut gemacht. Ich habe mir jetzt irgendwann mal bei einem Vorbereitungsspiel die Aufstellung angeguckt und kaum mehr bekannte Namen gesehen. Also ein ziemlich großer Spielerwechsel ist hier vonstattengegangen in den letzten Wochen. Ein neuer Trainer, der, glaube ich, von der U19 kam, mit Timo Schulz. Zwar so ein Sankt Pauli Eigengewächs, was ja im ersten Moment vielleicht so ganz gut ist, aber da natürlich jetzt doch ins relativ kalte Wasser geworfen wird. Heute habe ich mir noch mal mit dem Kumpel, zwar nicht das Spiel angeguckt, aber dann die Statistiken angeguckt. Die St. Paulianer sind heute, glaube ich, 4:2 gegen Elversberg, im Übrigen genauso Regionalligist Südwest, wie es jetzt Ulm war, sind sie heute relativ deutlich rausgeflogen, waren schon zur Halbzeit 2:1 hinten mit, lass mich lügen, 12 zu zwei Torschüssen für Elversberg und am Ende waren es irgendwie 24 zu acht Torschüsse oder so. Also es muss auch total überlegenes Spiel von Elversberg gewesen sein, seines Zeichens Viertligist auch, sodass ich da einfach sagen will, Sankt Pauli ist für mich schon ein Kandidat, der dieses Jahr zu kämpfen hat und ich würde ihn jetzt einfach auch mal auf einen Relegationsplatz setzen und natürlich dann hoffen, dass sie drin bleiben über die Relegation. Aber ja, das sind für mich so die drei Abstiegskandidaten: Sankt Pauli, KSC und Würzburg. Ist für euch aber auch Aue Abstiegskandidat? Ja, da wollte ich gerade hinüberleiten. Sehr positiv gesagt. Also keiner von uns hat jetzt mal Aue auf einen direkten Abstiegswatz oder auf einen Relegationsplatz gesetzt. Das heißt, wir gehen mal und wahrscheinlich ist da auch in großer Hoffnung Funken und Vereinsliebe natürlich dabei. Keiner von uns setzt Aue auf einen der letzten drei Plätze. Was glaubt ihr? Was tippt ihr? Auf welchen Platz kommen wir am Ende hinein? Tobias vielleicht als Erster? Na ja, ich denke, wir kommen auf den 15. Platz hinein, aber es wird eine Hartschlagssaison werden. Es wird eine ganz schwere Saison werden. Wir werden hier viele bittere Tränen weinen und wir werden am Ende mit viel Glück auf Platz 15 landen. Ja. Martin? Ich sehe das nicht, dass es jetzt so sehr stark runtergehen wird. Ich werde eher sagen, es wird der elfte oder zwölfte Platz. Natürlich auch Abstiegskampf. Ich meine, es war letzte Saison auch in der Rückrunde dann wieder Abstiegskampf. In der Hinrunde war man zwar an Aufstiegsplätzen irgendwie daran, aber das Gefühl des Abstiegskampfs wird uns leider nicht erspart bleiben. Ja, ist ja auch nichts Neues und man kann ja auch sagen, dass wir damit umgehen können, sehr gut umgehen können und versuchen mal, den Aue-Fluch zu besiegen, dass wir immer im fünften Jahr der Zweitligasaison absteigen. Was man gestern gesehen hat, ist mir das auf jeden Fall gleich wieder in den Sinn gekommen. Aber man hat ja auch wieder gesehen, Vorbereitungsspiele, Medienberichterstattung und jetzt auch noch heute gerade noch mal so ein bisschen DFB-Pokal mit Heidenheim, Sankt Pauli. Es gibt auch schon andere Mannschaften, die aktuell zu kämpfen haben. Ich glaube, was ganz wichtig ist und darauf baut ja, glaube ich, das Konzept von Aue auch auf und auch viele andere Mannschaften natürlich, ist es, sich jetzt noch mal zu verstärken in den nächsten drei bis vier Wochen. Also ich glaube, das wird noch mal auch wichtig werden, hier aktiv zu werden, für Aue jetzt mit dem Makel 300.000 € weniger ausgeben zu können. Aber da vertraue ich einfach auch dem Verein und dem Scouting, was ja regelmäßig gut funktionierte, dass wir da noch mal ein paar Spieler holen und dann im Endeffekt auch, wenn es vielleicht am Ende das Spiel der Saison, Tobias, wie du es gesagt hast, vielleicht das erste Spiel im Mai dann wieder mit allen Zuschauern, dass wir da dann den Klassenerhalt sichern. Das wäre doch irgendwie auf jeden Fall ein Saisonausgang, mit dem wir alle sehr gut leben können, oder? Definitiv. Ja klar, also vor allen Dingen, es ist ja auch bei Aue eher ein Fluch, wenn du so früh den Klassenerhalt hast, dann läuft ja gar nichts mehr. Das stimmt. Das hatten wir auch schon. Die Spannung belebt das Aue-Spiel elementar. Das hast du schön gesagt. Da macht es dann auch keinen Spaß mehr zuzugucken. Genau. Gut, dann kommen wir zum letzten Punkt der heutigen Podcast-Folge und da seid ihr auch, liebe Hörerinnen und Hörer, gefragt, denn wir wollen als regelmäßige Rubrik gerne eine Saisonwette einführen. Und zwar haben wir uns folgendes überlegt: Ich glaube, ich hatte es in Folge eins auch schon mal so angekündigt. Jeder von uns, Martin, Tobias und ich, werden eine Wette auf den Tisch hauen, die natürlich was mit dem Aue-Fußball zu tun hat und wird auch ganz offiziell und öffentlich einen Geldbetrag nennen, der am Ende, wenn die Wette gewonnen wird, im ersten Moment vielleicht jeder behalten kann. Wenn die Wette verloren wird, dann haben wir drei uns gesagt, dann würden wir dieses Geld einem guten Zweck zukommen lassen und dieser gute Zweck ist natürlich auch das Aue Nachwuchsleistungszentrum, sodass auch der Verein dann etwas davon hat, wenn wir einfach keine Ahnung haben vom Fußballgeschehen. Und wie werdet ihr da eingebunden? Wir möchten das ganz gern offen machen und sagen, neben unseren drei Wetten wollen wir ganz gern auch euch dazu animieren, auch eine Saisonwette rauszuhauen. Ob ihr einen Geldbetrag setzen wollt, öffentlich oder nicht, sei dahingestellt, in welcher Höhe ihr das macht, sei dahingestellt. Ich glaube, ganz am Ende ist es dann einfach wichtig, dass wir über die Saison hinweg einfach Spaß mit dieser Rubrik haben und am Ende hat vielleicht der Verein auch etwas noch davon, wenn wir den Strich ziehen und sagen, wie viel Geld dann zusammengekommen ist für den Aue Nachwuchs. Und ich haue dann schon mal gleich einen raus. Ich gehe mal davon aus, Martin, Tobias, ihr habt euch auch eine Saisonwette überlegt. Na klar. Na klar. Dann haue ich mal eine Saisonwette raus und sage: Unser Nachwuchstalent Niklas Jeck in der Innenverteidigung oder auf jeden Fall in der Abwehr. Ich glaube, jetzt 18 und wird, glaube ich, 19, gerade von Auerbach wieder zurückgekommen. Die Hoffnung ist ja immer groß, dass Eigengewächse dann doch mal im Verein einschlagen und nicht nur den Platz des Local Players irgendwie besetzen. Ich sage Ich wette, dass Niklas Jeg nicht mehr als fünf Saisonspiele macht. Das ist zwiegespalten. Im Zweifel hoffe ich natürlich, dass er mehr macht, aber tatsächlich, wenn ich mir die Abwehr angucke und auch den Trainer angucke, glaube ich tatsächlich nicht daran, dass er mehr als fünf Saisonspiele bekommt. Aber ich setze 50 Euro darauf, dass Niklas Jeg nicht mehr als fünf Saisonspiele bestreiten wird. Ich hoffe, Aue belehrt mich eines Besseren und dann spende ich das Geld natürlich gerne am Ende der Saison. Martin, hast du auch eine Saisonwette vorbereitet? Welche hast du vorbereitet? Ich setze 50 Euro darauf, dass Martin Männel mehr als zehnmal zu null spielt in der nächsten Saison und in der letzten Saison war es achtmal. Damit gibt es eine gewisse Steigerung, aber zehnmal zu null wäre natürlich eine bombenstarke Saison von der Nummer eins. Das ist auch mein Ding, die tolle Leistung im letzten Jahr noch einmal zu steigern. Okay, spannend. Tobias? Ich sage, dass Erzgebirge Aue nicht zu den drei schlechtesten Torverhältnissen gehört diese Saison. Das heißt, dass sie vom Torverhältnis mindestens auf Platz 15 sind. Das ist auch eine gewagte These. Das ist ja auch regelmäßig so, dass wir da relativ schlecht sind, Spiele relativ hoch verlieren und wenn wir gewinnen, dann eher relativ knapp. Aber gut. Gute Wette. Ja, und jetzt Community seid ihr daran. Überlegt euch eine Saisonwette, wenn ihr hier mitmachen wollt. Schreibt uns, sprecht uns an, schickt uns gerne auch eine Tonaufnahme, die wir hier einspielen wollen. Was wir machen wollen, dass wir eine Liste machen mit allen Wetten, die hier eingehen. Wie gesagt, da braucht ihr auch nicht zwingend einen Eurobetrag dazuzuschreiben. Wir würden dann in regelmäßigen Abständen einfach mal auf die Liste gucken, was reingekommen ist und auch die Zwischenstände präsentieren, wo wir gerade stehen und welche Wette vielleicht ganz gut und ganz taktisch klug gesetzt wurde und welche dann vielleicht auch schon dahin ist, weil sie sich schon erledigt hat und sich das Nachwuchsleistungszentrum dann auch schon über den ersten Geldbetrag freuen kann. Das heißt, schreibt uns über Facebook an, über Twitter an, über Instagram an. Wir haben auch eine E-Mail-Adresse, die auf den Kanälen entsprechend verbreitet wurde. Ich glaube, ihr findet Wege, um die Saisonwette zu uns zukommen zu lassen. Genau. Und was ganz wichtig ist, ihr könnt uns auch Sprachnachrichten zukommen lassen und wir könnten ja auch versuchen, die in den Podcast einfach reinzuschneiden. So könntet ihr euch auch im Podcast verewigen. Okay, jetzt sind wir schon über eine Stunde, Jungs. Ich muss sagen, das war ja fast eine Sprachtherapie mit euch. Ich bin dann schon wieder ganz guter Dinge. Gerade mit dem Ausblick auf die nächsten Spiele, auf die ganze Saison hat sich schon meine Stimmung etwas erhellt. Meine Krankheit, man hat es mir vielleicht angehört, ich bin ziemlich erkältet und das Spiel gestern hat dann auch nicht irgendwie geholfen, mich- Ich hoffe, du hast keine Infektion. Wie bitte? Ich hoffe, du hast keine Corona-Infektion. Der Test steht noch aus, aber ihr werdet es mitbekommen. Ja, aber auf jeden Fall hat es mir mal wieder sehr viel Spaß gemacht und wie gesagt, mitunter eine Gesprächstherapie, die mich wieder dazu bewegt, mich dann doch wieder sehr auf die Saison zu freuen. Genau, mich auch. Definitiv. Ich sehe jetzt auch der Sache positiv entgegen und das ist ja auch so ein altes Prinzip der Psychotherapie, dass Gespräche schon emotional entlastend wirken können. Das heißt, haben wir hier jetzt den lebenden Beweis auch angetreten. So, und du bist ja vom Fach. Ich glaube, das Ganze wäre noch ein bisschen anders, wenn man sich wieder freuen könnte, in Stadien gehen zu können, aber das ist ja nicht absehbar, ob es jetzt passieren kann, wann es passiert und wie es dann auch sein wird. Ich sehe das jetzt eher ambivalent, auch in Zukunft auf die nächste Saison, wie das alles so werden wird. Ja. Für mich ist es dann so, dass man das schon akzeptiert hat und ich bin jetzt auch nicht der regelmäßige Stadiongänger, der jede Woche ins Stadion gegangen ist. Deswegen ist es für mich jetzt kein großes Thema. Wir schauen mal, wie die Saison anläuft. Wir können vielleicht einen kleinen Ausblick geben auf die kommende Folge. Wir werden jetzt wahrscheinlich die nächsten zwei Spiele abwarten gegen Würzburg, gegen Fürth und würden danach dann, das heißt in zwei bis drei Wochen, eine neue Folge aufnehmen, um dann auf diese Spiele einzugehen und auf die kommenden Spiele dann noch mal einen Blick zu werfen. Was wir auch noch haben, das haben wir heute nicht untergebracht, ist unsere Trikotdiskussion. Wir haben ja in diesem Jahr ein ganz spezielles Trikot, was so gefühlt schon sehr gut ankommt. Ich glaube aber, in unserer Dreierkonstellation gibt es da schon diverse Meinungen zu dem Trikot. Das würden wir versuchen, in der nächsten Folge mal auszudiskutieren, wie möglich uns das dann auch immer ist. Und ja, die Hoffnung ist einfach, dass du, Tobias, mit deinem praktischen theoretischen Wissen da vielleicht weniger Psychoanalyse bei uns machen musst und uns helfen musst und dass wir einfach gut gelaunt in die neue Folge dann starten können, weil wir mit einem positiven Gefühl dann reingehen und Punkte gesammelt haben. Genau. In diesem Sinne, habt ihr noch was zu sagen? Wollt ihr noch was sagen? Genau. Ich will mich natürlich noch ganz herzlich für die Aufmerksamkeit der Zuhörer bedanken und möchte Sie auch bitten, uns auf den hiesigen Kanälen, wo Sie uns empfangen, einfach positive Bewertungen zu geben, zum Beispiel bei dem Podcast vom Apple Store oder und so weiter und so fort. Wir würden uns über positive Bewertungen in welcher Form auch immer, aber auch kritisches Feedback natürlich immer sehr freuen, damit wir uns immer auch schön weiterentwickeln können. Und teilt unseren Podcast gerne mit bekannten Freundinnen und Freunden, wie auch immer, damit wir noch mehr Leute erreichen können. Wir haben zwar auch mit unseren ersten beiden Folgen eine ziemlich gute Resonanz schon bekommen, aber ich denke doch, Podcasts laufen sehr viel über Mund-zu-Mund-Propaganda und Empfehlungen von Leuten. Genau. Und abonnieren natürlich nicht vergessen. Abonnieren, kommentieren. Abonnieren, kommentieren, liken, fünf von fünf Sterne geben und so weiter und so fort. Genau. Das ist ein gutes Schlusswort. Vielen Dank auch von meiner Seite noch mal für das super Feedback, was wir bekommen haben. Auch über die Aue-Fanszene sage ich mal hinaus, haben uns einige andere Fan-Podcasts auch geliked und abonniert und auch sogar geteilt und auf uns aufmerksam gemacht. Das war echt super. Vielen Dank dafür und uns macht es immer noch Spaß und wir haben immer noch Lust und werden euch hoffentlich regelmäßig dann in diesem Aue-Podcast mit neuen Folgen versorgen. In diesem Sinne bleibt gesund, alles Gute und bis bald. Tschüss. Tschaui.