Auepodcast

Florian Dawin, Martin van Elten

Folge 67: Tapfer geschlagen

18.11.2024 24 min Florian Dawin, Tobias Düsterdick, Martin van Elten

Zusammenfassung & Show Notes

Wir analysieren den knappen 2:1-Heimsieg gegen Rot-Weiss Essen und das 7:0 im Sachsenpokal gegen Tapfer Leipzig. Der Sachsenligist aus Leipzig hat sich gegen Wismut tapfer geschlagen. Am Rande der Spiele haben wir Steffen Nkansah, Ricky Bornschein, Nico Vukančić und Yves Morgenstern von Tapfer Leipzig interviewt. Zudem werfen wir einen Blick auf das Spiel gegen die Zweite Mannschaft des BVB und schauen auf die Mitgliederversammlung des FC Erzgebirge Aue rund um die Kontroversen zu Testspielen gegen RB Leipzig zurück.Und natürlich darf auch ein Helge der Woche nicht fehlen.

Hört rein!

Links:

Transkript

Hallo und herzlich willkommen zum AUE-Podcast. Heute mal eine etwas besondere Folge und zwar mit mir, Martin und Tobias. Glück auf aus Leipzig. Ja, Tobias, wir sitzen hier heute im Hotel quasi direkt nach dem Spiel gegen Tapfer Leipzig und wollen mal kurz zurückschauen auf die Spiele gegen Rot-Weiß Essen und Tapfer Leipzig. Ich glaube, wir fangen erst mal mit dem 2 zu 1 Heimsieg gegen Rot-Weiß Essen an. Hast du das Spiel denn gesehen? Ja, ich habe es gesehen tatsächlich bei Magenta und am Ende ist es halt wieder sehr, sehr, wie soll ich das sagen, kribbelig geworden. Allerdings haben wir auch großes Glück gehabt, dass wir dieses Spiel gewonnen haben, da ja sozusagen Essen ganz, ganz viele Großchancen einfach auch vergeben hatte. Aber der Unterschied ist doch schon, wir führen zur Halbzeit mit 2 zu 0, wenn du dich erinnerst, das 2 zu 1 war, er ist in der Nachspielzeit von Ahmed Aslan, die erste Halbzeit wieder sehr sehr gut und in der zweiten Halbzeit auch gut verteidigt oder wie würdest du das beschreiben? Ja, in der ersten Halbzeit, da waren wir wirklich gut, aber man hat natürlich wieder so den Spannungsabfall und den Leistungsabfall auch in der zweiten Halbzeit gesehen, was einfach sehr typisch war, wo die, glaube ich, reihenweise Chancen vergeben hatten, auch in Ahmed Arslan. Aber wir hatten, da sind wir eigentlich bloß noch beim Verteidigen gewesen. Also insofern, das muss in Zukunft einfach besser werden. Erstes Tor ja von Pascal Fallmann und das zweite Tor von Stefaniek, auch sehr schön rausgespielte Tore, oder? Auf jeden Fall. Also ich meine, Pascal Fallmann, der hat ja wirklich da ein 1A-Sahnespiel gemacht. Ich glaube, der hat ein Tor geschossen, ein Tor vorbereitet. Also der war richtig, richtig bockstark heute. Oder gegen Essen, was er gesagt hat. Ja, und ich hatte auch wieder das Vergnügen, vor Ort zu sein. Meiner Ansicht nach sehr viele Gästefans, auch für einen Sonntagabend. Hast du wahrscheinlich auch im Fernsehen sehen können. Ja, das war eine ganz gute Auswahl zum Heute, würde ich sagen. Und ich hatte wieder das Glück, eine Akkreditierung zu haben vom Verein und konnte deshalb auch ein Interview führen mit Steffen Kansa. Da würde ich sagen, da hören wir mal direkt rein.
Steffen Nkansah
00:02:18
Ja, wir wussten natürlich, dass ein guter Gegner kommt. Die haben ja das Ausrufezeichen gesetzt davor gegen Cottbus 4-0. Das ist echt sehr respektabel und da wusste man, dass da einiges an Offensivkraft auf uns zukommt. Wir haben uns aber selber einiges vorgenommen. Wir wussten, dass es heute auch vor allem Leidenschaft ankommt, weil wir vorne auf jeden Fall die Qualität immer haben, in Führung zu gehen und dann gut zu spielen. Und ich glaube, dass uns das sehr gut gelungen ist. Und ich glaube, erstmal sind wir alle erleichtert, dass wir dieses Heimspiel auch wieder gewonnen haben, Weil wir wollten unseren Fans auch mal wieder einen Heimsieg geben unbedingt, weil wir haben in letzter Zeit ein bisschen nachgelassen und sind immer so glücklich, dass es heute geklappt hat.
Martin und Tobias
00:02:55
Also ihr wurde gefragt, ob das Tor zu einem psychologisch wertvollen Zeitpunkt fiel?
Steffen Nkansah
00:02:59
Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, wir haben uns alle gesagt, dass wir einzeln in Führung gehen können, das wissen wir. Und danach sind wir vielleicht zu wenig manchmal aufs Zweite gegangen und heute haben wir auf jeden Fall gesagt, schießen wir das Zweite, versuchen wir aufs Dritte zu gehen und nicht so viel zu verwalten. Und ja, uns ist es, glaube ich, ganz gut gelungen. Das Gegenteuer hinten raus ist natürlich sehr ärgerlich. Aber ja, das haben wir ein zweites gemacht. Deswegen spielst du nicht 1-1, sondern 2-1. Und auf die Leistung können wir auf jeden Fall aufbauen.
Martin und Tobias
00:03:25
Und in Kansa wird zu seiner Rolle als Ergänzungsspieler gefragt.
Steffen Nkansah
00:03:29
Ja, ich glaube, als Spieler möchtest du natürlich immer spielen. Es gibt verschiedene Konstellationen, warum das nicht so war. Die anderen haben es auch einfach gut gemacht. und dann musst du einfach dich hinten anstellen, ob es so bitter ist und wenn man darf, dann muss man alles geben und wenn das so klappt, dann bin ich natürlich umso glücklicher. Steffen, wie sehr nervt es, dass man immer am Ende noch ein Gegentor kassiert und dann auch ganz schön zittern muss? Als Verteidiger willst du zu Null spielen. Ich glaube, heute saß, obwohl wir natürlich in der einen oder anderen Phase auch mal was überleben mussten, ist natürlich klar, der Gegner hat auch Qualität. Denkst du, dass du dann auch zu Null spielst? Da müssen wir einfach ein bisschen cleverer spielen, vielleicht den Ball einfach ein bisschen laufen lassen, was definitiv noch möglich war. Aber ja, ich glaube, heute war der Schlüssel. Wir sind nicht nur aufs 1-0 gegangen, sondern wollten Zweites, Drittes machen. und dann kannst du immer mal einen kriegen. Arslan hat super Qualität, dass er dann so einen in den Winkel schlenzt. Ja, dann muss man auch dem Gegner einfach es bringt zahlen. Nach meiner Ansicht, wenn das noch ein bisschen früher fällt, das Tor, dann kann dann auch der Ausgleich fallen. Siehst du das auch so oder wie erwartest du das? Ja, natürlich. Ich meine, wir wissen, dass der Gegner einfach Qualität hat. Der hat vier Tore gegen Coppuster vorgeschossen. Ja, dass noch nicht alles perfekt läuft, das ist, glaube ich, klar. Die Liga ist brutal eng, wenn man sich die Tabelle anschaut. Ich glaube, da können alle kicken und da kommt es einfach auf Kleinigkeiten an. Heute haben wir ein zweites gemacht und dann müssten die Gegner erstmal zwei schießen. Um auszugleichen haben sie nicht geschafft. Umso glücklicher sind wir. Dankeschön, vielen Dank, viel Erfolg in Leipzig.
Martin und Tobias
00:04:58
Ja, Tobias, da waren noch ein paar interessante Aussagen dabei. Kansa bezeichnet es als Schlüsse, dass man das 1-0, das 2-0 und sogar auch das 3-0 auf dem Fuß hatte. Ich glaube, da können wir zustimmen. Wie würdest du denn das bewerten, dass der Anschlusstreffer erst so spät fällt? Siehst du es auch so, dass die Mannschaft nochmal schwimmen würde, wenn es ein bisschen früher fällt? Oder wie erwartest du das im Abwehrverbund dann hinten? Also definitiv hätte die Mannschaft auch nochmal geschwommen, wäre es früher gefallen. Da haben wir, glaube ich, auch ganz, ganz großes Glück gehabt. Ich meine, die haben natürlich eine brutale Qualität, gerade auch mit dem Aßan. Der hat ja, glaube ich, noch vor zwei, drei Jahren in Dresden alles in den Grund und Boden geschossen. Ist dann in Magdeburg ja dann nicht mehr so sehr zum Zug gekommen. Aber grundsätzlich gesehen, der Abwehrverbund, der arbeitet gut. Das sind halt bloß am Ende diese individuellen Fehler und vielleicht auch die Sache, dass man sich halt auch zu sehr hinten reindrücken lässt. Wobei das ist ja schon kurios, dass Arslan trifft den Ball aus einem, zwei, drei Metern nicht. Wie viel waren es aus deiner Sicht? Ich glaube, es waren zweieinhalb Meter. Und das Anschlusstor wird dem dann noch vorgelegt. Wenn ich richtig im Kopf habe, war es glaube ich Mika Clausen, der da den Ball verliert? Genau, ich glaube, es war auch Mika Clausen. Aber das passiert. Ich meine, wenn du halt 45 Minuten am Dauer verteidigen bist, da steichen sich einfach auch mal individuelle Fehler ein. In der Nachspielzeit gab es dann noch eine gelb-rote Karte für Brumme. Natürlich selten dämlich, sich dann noch das Gelb-Rot zu holen, oder? Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, das Spiel war ja abgefiffen und er hat sich ja beschwert, dass er sozusagen direkt nach dem Anschlusstreffer sofort abgefiffen wurde. Also klar, das kann passieren aus den Emotionen, aus dem Effekt daraus, aber es war natürlich selten dämlich. Ja, noch eine Zeit zur Zuschauerzahl unter 8000 ist für einen Sonntagabend schon relativ schwach, oder? Ja, aber das Thema hatten wir ja schon mal. Ich meine, viele pendeln ja, viele müssen außerhalb arbeiten. Die haben dann einfach Sonntagabend gar nicht mehr die Zeit. Ich meine, ich war ja auch nicht da, weil ich einfach auch nicht mehr zurückgekommen wäre nach Leipzig. Gut, dann würde ich sagen, schauen wir mal auf das Spiel heute. Wie war denn deine Anreise zum Stadion? Naja, die war eigentlich sehr entspannt. Also ich bin jetzt zum Leipziger Hauptbahnhof gefahren, habe dann dich dort abgeholt und dann sind wir, glaube ich, Meter drei über die Eisenbahnstraße dann direkt zum Stadion gefahren. Und das ganz Lustige ist ja, als ich dort war, habe ich rausgefunden, dass ich direkt um die Ecke dort in den Kindergarten gegangen bin. Aber deinen Kindergarten gibt es heute nicht mehr? Nee, da ist heute, glaube ich, so ein Bio-Innovationszentrum drin. Also ich glaube, den haben sie ja schon so 95 oder 96 abgerissen. Und war aber eine schöne Zeit. Meine Kindergärtnerin hieß die, das war die Frau Sander. Ich glaube aber nicht, dass die heute noch lebt. Ja, spannende Anekdote zum Spiel. Ja, Tobias, wie würdest du denn die Atmosphäre heute beschreiben? Also ich glaube, wir übertreiben nicht, wenn wir sagen, es war ein richtig beschissenes Wetter. Oh ja, es war richtig beschissen. Ich glaube, es waren bloß drei, vier, fünf Grad. Es hat dauerhaft geregnet. Aber die Atmosphäre ist toll gewesen. Ich glaube, wie viel waren da? 1.800, 1.600. Und die haben da auch eine richtig, richtig gute Stimmung gemacht. Das war eine richtig geile Dorfplatzatmosphäre. Ich glaube, 1.800 Zuschauer. Ich meine auch ungefähr 1.000 Gästetickets waren in den Verkauf gegangen. Vielleicht nochmal die Torabfolge, 1 zu 0 Bornstein, siebte Minute, 2 zu 0 Burkhardt, neunzette Minute, 3 zu 0 Bornstein, 23. Minute, 4 zu 0 Bornstein, 39. Minute, dann hatten wir einen kleinen Cut, 78. Minute, Tim Hoffmann, 5 zu 0, 83. Minute, Rico Bornstein, 6 zu 0 und 88. Minute, Niko Vokancic mit seinem Comeback und Tor. Ja, für Nico Vokancis hat es mich natürlich ganz, ganz besonders gefreut. Also ich habe ihn danach ja auch interviewt. Also er ist ein bockstarker Verteidiger, aber auch ein richtig, richtig cooler Typ. Wer ist dir denn heute generell noch aufgefallen bei der OAM-Mannschaft? Also heute war, glaube ich, ohne es despektierlich zu sein, die zweite Garde vor allen Dingen am Werk. Tim Kipps im Tor, Martin Männisch stand zwar auch kurz auf dem Platz, aber war nicht mal im Kader. Ja, genau. Tim Kipps, der hat ja in der zweiten Halbzeit ja auch zwei, drei Dinger echt gut rausgeholt. Den fand ich ganz gut. Ricky Bonnstein, das war auch eine gute Sache. Der hat natürlich auch ein bisschen Probleme mit der Ballannahme gehabt, aber der hat sich heute richtig reingehauen. Es gab halt einige gute, auch Tim Hoffmann hat ein richtig, richtig gutes Spiel gemacht, also das war schon, also da sind halt einige positiv hervorgestochen. Du warst ja im Kallenbach, wie würdest du seine Spielleute beschreiben? Ja, der hat ein solides Spiel gemacht, also man merkt halt, der ist ja jung und man merkt leider auch, es wird nicht für die dritte Liga reichen, aber der hat sich heute eine engagierte Leistung gezeigt. Sehr gut, noch irgendwas Auffälliges zum Spiel oder wollen wir dann direkt in den Interviews hören? Lass uns doch gleich mal die Interviews anhören.
Ricky Bornschein
00:09:46
Hi, ich bin Tobias vom Auer Podcast und Vicky, ich freue mich heute ganz, ganz toll für dich, dass du heute viermal getroffen hast. Ja, dankeschön. Also hast du wirklich, wirklich gut gemacht. Ich kann mir vorstellen, die letzten Monate waren für dich bestimmt eine ganze Leidenszeit, oder? Ja, naja, was ist letzten Monat? Ich meine, ich bin im Sommer hergekommen in der funktionierenden Mannschaft, was, wie gesagt, die Jungs haben es letztes Jahr auch schon gut gemacht, waren nah dran am Aufstieg in die dritte Liga. Deswegen war klar, die Säulen stehen und da muss man quasi, wie als ob man in ein funktionierendes System halt mit vielen Säulen reinkommt, sich erstmal einfügen. Ich glaube, es kann ein bisschen dauern manchmal, gerade wenn man aus einer Situation kommt, wo vielleicht alles glatt läuft. Ja, da hatte ich mich noch verletzt. Das war so ein bisschen, ja, es hat auch nochmal vier, fünf Wochen gekostet. Ja, aber ich freue mich einfach, dass ich wieder da bin und ja, von Woche zu Woche besser und fitter werde und ja, schauen wir mal. Ich hoffe, dass dann der Liga weiter so geht, dass man die letzten Spiele ein bisschen die Rückrunde noch gut, Und so viele Punkte wie möglich schon. Wie siehst du denn heute das Spiel, Ricky? Ja, man hat es, glaube ich, gestern gesehen in den anderen Pokalspielen. Es kann immer eklig sein, wenn man sowas nicht seriös annimmt. Oder halt mal irgendeine Biene reinkriegt hinten. Aber wir waren von Anfang an griffig. Wir waren gleich da, glaube ich, mit der ersten oder zweiten Chance das Tor gemacht. Das ist super wichtig, auch für die Jungs. Auch für mich als Stürmer natürlich. Und ja, wenn man dann die zwei macht oder sowas, da fällt einem der Dritte dann auch mal vor dem Fuß. Oder man ist dann ein bisschen befreiter. Deswegen freue ich mich einfach, dass wir zusammen einfach Spaß hatten auch. Das denke ich auch. Und was sind denn jetzt deine Ziele? Du hast deinen großen Konkurrenten mit Marcel Bär. Was sind da deine persönlichen Ziele für die Saison noch? Ja, wie gesagt, Cello macht es gut. Ich will einfach, sage ich mal, auf mich selber gucken. So viel wie möglich spielen, Tore schießen natürlich auch. Deswegen bin ich auch teilweise gekommen. Und ja, aber mich auch weiterentwickeln. Wie gesagt, es ist meine erste Profisaison. Es ist nochmal ein ganz anderes als in der Regionalliga. Aber ich denke, ich bin auf einem guten Weg. Lerne von den Jungs und zeige auch einfach, was ich drauf habe. Ich glaube, mit meinen Qualitäten kann ich uns auf jeden Fall weiterhelfen. Ich denke auch. Ich wünsche dir noch einen wundervollen Tag und komm gut nach Hause. Dankeschön.
Martin und Tobias
00:11:45
Da haben wir noch ein sehr interessantes Interview, vor allen Dingen seine Aussage, dass es gut ist, wenn man die erste oder zweite Chance direkt macht. Ist wahrscheinlich auch wichtig für einen Stürmer, der jetzt lange Zeit nicht gespielt hat, oder? Ja, auf jeden Fall. Ich habe auch gesagt, es war für ihn, glaube ich, eine schwere Zeit. Ich glaube, er hat mit Marcel Bär wirklich einen ganz, ganz starken Konkurrenten. Es wird sich natürlich zeigen, ob er sich tatsächlich auch in der dritten Liga dauerhaft durchsetzen kann. Wie Regionalliga wäre der super, weil der einfach so groß ist, aber auch dafür jetzt total schnell ist. Aber es wird sich natürlich zeigen, ob er wirklich auch dauerhaft fähig ist, auch in der dritten Liga zu spielen. Wie wertest du denn seine Aussage? Er kommt in eine funktionierende Mannschaft rein. Also ich glaube, er hat sich in der letzten Saison schon gefangen. Aber er hätte doch wahrscheinlich, wenn er jetzt ein bisschen mehr Qualität gehabt hätte, die Chance gehabt, durchzusetzen, oder? Ja, aber ich meine, der kommt ja auch aus einer Amateurliga, hat ja vorher nur Amateurliga gespielt. Also das war schon auch krass, der hat sich ja stetig weiterentwickelt und ist aber immer ganz, ganz bodenständig geblieben. Also er wird, glaube ich, noch Zeit brauchen, um in der dritten Liga anzukommen. Das ist vielleicht auch was, was wir nochmal erwähnen sollten. Also ein sehr sympathischer Mensch. Ich glaube, du hattest auch viel Freude beim Interview, oder? Auf jeden Fall. Also er ist ein wirklich, wirklich cooler Typ und ich habe den auch sehr gemocht. Also mit dem würde ich ja gerne mein Bierchen trinken gehen. Okay, dann hören wir mal in das nächste Interview rein. Und zwar ist es mit Nico Wokancic.
Niko Vukančić
00:13:06
Nico, es ist eine lange Leidenszeit, die für dich heute endet. Wie war es für dich, wieder auf dem Platz zu stehen? Ja, es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ein Tor folgt, ist schon sehr, sehr schön für mich. Und es ist ein richtig schöner Dorfplatz, oder? Wir sind nicht auf dem Dorf, aber es wirkt, es wirkt nur ein Dorfplatz, oder? Ja, ich muss sagen, also der Platz ist sehr, sehr gut. Die Kabinen sind auch sehr, sehr gut. Ich glaube, Landesliga ist das hier. Das ist kein Landesliga-Niveau. In der Regionalliga haben die meisten auch nicht so einen Platz. Also es ist schon sehr, sehr gut hier. Wie ist es dir in den letzten Wochen, Monaten gegangen nach deiner schweren Verletzung? Ja gut, es ist ja jetzt die zweite große, leider, nach einem Jahr. War nochmal mental ein bisschen schwieriger, aber ich fühle mich gut. Ich habe sehr, sehr viel gearbeitet und bin froh, dass jetzt wieder der Mannschaft helfen kann. Ja, auf jeden Fall, du bist ein saustarker Verteidiger, also gerade auch für die dritte Liga, du bist eine echte Bereicherung. Wie siehst du denn heute das Spiel? Erstmal Dankeschön für die tollen Wörter. Ja, das Spiel, es war eine Pflichtaufgabe. Ich glaube, wir haben das von der ersten bis zur letzten Sekunde auch dominiert, das, was der Trainer auch wollte und wir sind froh, eine Runde weiter zu sein und jetzt geht's am Sonntag, glaube ich, wieder weiter in Dortmund. Richtig. Was sind denn jetzt deine Ziele für den Rest der Saison? Erstmal gesund zu bleiben und da muss man gucken, Schritt für Schritt in die Mannschaft wieder reinzukommen. Natürlich will ich wieder spielen. Das ist auch nur meine Ambitionen und der Mannschaft bestmöglich zu helfen. Dafür wünsche ich dir von den Herzen alles Gute. Vielen Dank. Alles schön.
Martin und Tobias
00:14:26
Sehr schön. Ja, Tobias, ein weiteres interessantes Interview. Ich glaube auch nach seiner langen Leidenszeit. Schön, ihn wieder auf dem Platz zu sehen, oder? Auf jeden Fall. Also ist wirklich ein bockstarker Verteidiger. Gerade für die dritte Liga ist er richtig, richtig gut. Hat ein super Stärkungsspiel, hat ein super Zweikampfverhalten. Und er hat heute ja sogar getroffen. Also das war schon richtig nice, was er heute gemacht hat. Ja, also ich finde es auch immer sehr schön, wenn Leute dann nach so einer langen Leidenszeit wieder auf dem Platz sind und die dann so zu sehen, vielleicht auch im Sachsen-Pokal das richtige Niveau, um wieder reinzukommen, oder? Auf jeden Fall, also ich meine, der Trops war ja schon gelutscht, als er reingekommen ist, aber er hat sich ja trotzdem reingehauen, hat doch super viele Dinge wegverteidigt, hat ein super schönes Tor gemacht, also für ihn freut es mich heute ganz, ganz besonders. Sehr gut, aber wir wollen nicht nur über Auer heute reden, wir haben auch noch einen Spieler von Tapfer Leipzig ans Mikrofon bekommen und da hören wir dann auch mal direkt rein.
Yves Morgenstern
00:15:17
Hi, wer bist du? Yves Morgenstern. Hi Yves, wie hast du das Spiel heute gesehen? Ja, war für uns ein großes Erlebnis, mal gegen eine Profimannschaft zu spielen. Hat einfach Spaß gemacht, die Stimmung war gut und ja, für uns ein einmaliges Erlebnis als Hobby-Sportler. Auf jeden Fall, was machst du beruflich, wenn ich fragen darf? Ich bin Beamter im öffentlichen Dienst. Ah, sehr schön. Und das heißt, ihr trainiert jetzt so zwei, dreimal die Woche? Genau, wir trainieren zweimal die Woche, am Wochenende ein Spiel, ab und zu auch dreimal. Genau, und jetzt liegt die Konzentration wieder in der Liga. Also ich finde ja, ihr habt euch, Achtung, schlechte Wortwitz, zapfer geschlagen heute. Gute Wortwitz haben wir noch nie gehört. Ja, ich finde auch, ihr habt ja, also am Ende war es dann doch deutlicher, als das Spiel eigentlich war, oder wie siehst du das? Ja, wir haben halt zu einfache Gegentore bekommen. Wir wollten eigentlich lange die Null halten, das hat leider nicht geklappt. Aber dann war es einfach auch logischerweise ein Unterschied von der Qualität her. Aber ich glaube, wir hätten ein Tor vergehen gehabt, haben uns leider nicht mehr. Was für Qualitäten hast du denn heute bei Aue gesehen? Bei Aue? Ja, die sind natürlich viel spritziger, viel agiler, als wir das sind. Bei uns gehen morgen wieder alle arbeiten. Die Jungs machen wahrscheinlich ein lockeres Läufchen. Das ist einfach alles ein bisschen schneller, als wie das bei uns ist. Wie lässt denn du heute noch den Tag ausklingen? Ach, bei uns hier am Zelt gibt es zu uns jetzt noch Essen. Wir genießen als Mannschaft noch den Tag, sicherlich auch das eine oder andere Bier. Und dann lassen wir den Abend ausklingen. Also herzlichen Glückwunsch zur Leistung und dir alles Gute, Yves. Danke euch, viel Spaß.
Martin und Tobias
00:16:39
Ja, doch auch ein sehr spannendes Interview, vor allen Dingen, wenn er dann erzählt, dass ihr noch einen Tag jetzt ausklingen lasst und natürlich morgen alle wieder arbeiten gehen. Ja, das sollte man sich auch immer mal zu Gemüte führen, dass natürlich schon die Unterschiede zwischen siebter Liga und dritter Liga enorm sind. Interessant finde ich auch den Punkt, dass er auch davon ausgeht, dass Tapfer Leipzig ein Tor oder zwei hätte verdient gehabt. Ja, wahrscheinlich mit Tim Kipps die Paraden, siehst du auch so, oder? Ja, also mindestens ein Tor hätten sie verdient gehabt und es ist natürlich so, das sind natürlich alles Amateure. Also die laufen praktisch noch mit dem Kochtopf und der Koch mit sozusagen auf den Platz. Und dafür haben sie es halt wirklich gut gemacht. Du hast den Leuten aber auch echt so angesehen, dass es keine Profispieler sind. Also die hatten, da sind schon einige mit der kleinen Bierwampe da aufs Feld gelaufen. Also wenn man das selber dann so sagt, ich würde das jetzt nicht über jemanden sagen. Ja, aber das war, ich meine, das ist aber auch eher liebevoll. Also ich meine, sie machen Sport, sie engagieren sich und die tragen auch ganz viel zur Vereinslandschaft in Leipzig bei. und was auch diese Stadt so besonders und so außergewöhnlich macht. Okay, haben wir sonst noch was zum Spiel zu sagen? Ja, grundsätzlich war es, wenn man jetzt mal vom Wetter absieht, war es trotzdem ein sehr, sehr gelungener Tag. Gut, wollen wir noch kurz auf die nächsten Spiele, hatten wir schon in der letzten Folge gemacht, aber jetzt steht Dortmund 2 an. Am Sonntag wird, glaube ich, auch ein ekelhaftes Spiel, oder? Oh ja, es wird richtig, richtig ekelhaft werden. Ich glaube, wir spielen ja auch spät, glaube ich, erst 18 Uhr. 19.30 Uhr, genau. Ich kann das ja nochmal kurz erklären, warum Owen nicht Nachmittag spielen kann. Und zwar ist nächste Woche Toten Sonntag und am Toten Sonntag ist ein Verbot für Sportveranstaltungen und auch andere Events. Deshalb dachte man, dass wir dann nach 18 Uhr spielen und Amateurspiele sind zum Beispiel auch im ganzen Bundesland NRW nicht erlaubt und ich glaube auch die Profis von Borussia Dortmund spielen ziemlich wahrscheinlich dann parallel. Ja genau, also von dahin gehend, es wird mal gucken, wie groß der Auswärtsmob sein wird, aber es verspricht definitiv ein spannendes Spiel, denn du weißt bei einer zweiten Mannschaft nie, wen holt ihr aus der ersten Mannschaft runter und so weiter und so fort. Ja, sogar die Profis spielen sogar schon am Samstag, also es ist halt ein Terminkoordinations-Ding, warum sie alles am Sonntag spielen. Eine Kategorie darf aber im Abo-Podcast nie fehlen, und zwar welche? Helge der Woche. Ja, und zwar mal diese Woche ein Helge der Woche, der geht um einen, ja, da steht ein Ring, da steht oben Eden Rock, Cup Don't Deep drauf und Once you stop diving to be better, you stop being good. Und da schreibt er zu, dieser Leitpid prägt und prägt mein Leben. Wenn man aufhört, besser zu werden, hört man auf, gut zu sein. Genau, wie pathetisch, wie pathetisch. Das ist ein typischer Helge der Woche. Also tiefsinnig, scharfsinnig, also ein Prophet der Moderne sozusagen. Okay, eine weitere Sache haben wir noch und zwar war am Freitag ja auch die Mitgliederversammlung vom FC Erzgebirge Aue. Wir waren beide nicht da, deshalb müssen wir uns ein bisschen auch auf die Medienberichterstattung fokussieren und Präsident Ronan Fritschner sprach laut freier Presse von einer gefährlichen Zeit. Interessant auch der Abschluss des Vereins, hast du wahrscheinlich auch gesehen? Ja, vielleicht kannst du mir nochmal sagen, was du genau meinst. Ja, und zwar wurde der Abschluss präsentiert. Man hat ja mit einem höheren Verlust gerechnet, aber man ist dann im Endeffekt bei nur 3000 Euro Verlust ungefähr rausgekommen. Dazu hat natürlich auch beigetragen, dass man letztes Jahr die Crowdfunding-Kampagne für den Stadionamen hatte, die meines Wissens nach aus dem Kopf heraus mehrere hunderttausend Euro erlöst hat, damit man jetzt auch das Defizit zurückfahren konnte. Und im nächsten Jahr erwartet man ja auch sogar noch ein besseres Ergebnis, wobei der Etat ja auch langsam schrumpft. Der Profi-Etat, der ist ja bei zuletzt 5 Millionen Euro. Und das ist natürlich auch ein Ding, dass die wirtschaftliche Konsolidierung des Vereins jetzt ansteht. Und das weitere, also vielleicht nochmal ein Zitat, was wir aus der freien Presse entnehmen können. Vor zwei Jahren haben wir den Primärtumor entfernt und einer Not-OP versucht, den größten Schaden vom Verein fernzuhalten. Aber jeder, der die Krankheit kennt, weiß, danach ist nicht Schluss, sondern dann beginnt der Kampf. So wird es auch bei uns sein, beschreibt Schlesinger, das ist ja der Finanzvorstand, den Prozess der letzten 24 Monate. Ich glaube, das Problem liegt immer noch daran, dass man den Zweitliga-Abschied vor zwei Jahren wirtschaftlich unterschätzt hat oder nicht darauf vorbereitet war, in der dritten Liga zu spielen. Und interessant ist auch, dass das Catering im Stadion nur anderthalb Millionen Euro circa einbringt und damit hat man nach Aussage des Deutschen Fußballbundes den schlechtesten Catering-Vertrag aller Profi-Klubs. Das ist ein Ding, oder? Es ist wirklich ein Ding. Also ich weiß auch gar nicht, wie das irgendwie zustande kommt, weil 25 Jahre, das ist ja ein Vierteljahrhundert. Wie kommt denn so ein Vertrag zustande? Ja, ich glaube es sind 25 Jahre, das ist möglich, aber das ist natürlich in Zeiten von Inflation natürlich mehr als ärgerlich. Aber das weitere Reizthema waren glaube ich die Testspiele gegen RB Leipzig. Ja genau, also grundsätzlich, ich weiß auch gar nicht, was da jetzt genau der Konsens war, also ich persönlich habe damit kein Problem, das ist halt eine sportliche Möglichkeit, kann aber auch jeden verstehen, der sagt, das ist ein Fußballkonstrukt, hier geht es nur um Marketing, also hier treffen glaube ich die Traditionalisten gegen die Realisten einfach aufeinander. Die Abstimmung war auch mehr als knapp. 179, der insgesamt 392 Mitglieder stimmten dafür, 148 dagegen. Laut freier Presse, das finde ich schon ein sehr, sehr knappes Ergebnis. ist. Und bei den ganzen harten Diskussionen im Sommer ist es eigentlich auch interessant, dass die Gegner der Testspiele nicht mehr mobilisieren konnten. Aber wie mir auch berichtet wurde, war die Diskussion wohl auch nicht besonders, tiefgehend, dass man sich mit dem Konzert RB Leipzig auseinandergesetzt hätte oder argumentativ die Leute abgeholt hätte. Ja, das ist halt vielleicht auch immer das Problem. Also draußen laut sein, das kann jeder, aber es geht halt ein Stück weit auch darum, einfach auch Argumente zu finden, gute Argumente zu finden und einfach auch in den Diskurs miteinander zu gehen. Aber ich meine, es ist wahrscheinlich auch einfach so, am Freitagabend kann auch nicht jeder ins Erzgebirge kommen. Ich glaube, man ist durch die Spiele schon ziemlich viel unterwegs. Also ich kann ja nur für mich selber sprechen. Ich kann mich nicht einfach mal einrichten, zu so einer Mitgliederversammlung zu kommen. Wenigstens ist sie nicht unter der Woche gewesen. Aber auch Freitagabend an einem länderspielfreien Wochenende, schwierig. Auf jeden Fall. Also ich meine, ich kann ja auch nicht kommen, weil ich bin ja bis 1930 schon meine Arbeit unterwegs. Also es müsste halt eben so eine Online-Möglichkeit geben, an sowas teilzunehmen. Ja, vielen Dank für dein Statement. Ich glaube, damit sind wir dann am Ende. Ja, eine Sache habe ich vielleicht noch. Ihr könnt immer noch fürs Tor des Monats abstimmen. Sophie Weideauer steht ja noch zur Wahl. Viel Spaß beim Abstimmen und danke für eure Stimme. Und wir sehen uns. Bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao.