Auepodcast

Florian Dawin, Martin van Elten

Folge 89: Der große Lord

17.12.2025 67 min Martin van Elten, Tobias Düsterdick, Thomas Otto

Zusammenfassung & Show Notes

Fisch oder Fleisch im Abstiegskampf? Nach einem enttäuschenden Unentschieden gegen Ingolstadt und einem hart erkämpften Remis beim Tabellenzweiten MSV Duisburg bleibt die Wismut der Remis-König der 3. Liga. Doch es gibt Lichtblicke: Auch die Konkurrenz strauchelt und startet keine Siegesserie.

Wie denken wir über das Personalkarussell auf der Co-Trainer- und Geschäftsführer-Position? Was erwarten wir von der Mettenschicht und dem Rückrundenauftakt bei Hansa Rostock?

Wir wünschen euch schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Hört rein!

Transkript

Thomas Otto
00:00:08
Hallo und herzlich willkommen zur Folge 89 des Aue-Podcasts, zwei gekreuzte Mikros. Ja, wir befinden uns alle in der Vorweihnachtszeit, wo man sich eigentlich schön zurücklehnen könnte, wo man sich erfreuen könnte, wenn man nicht an den Auer-Fußball denkt. Ja, da geht es doch dann hin und her. Genug Stoff auf jeden Fall für eine neue Folge unseres Podcasts. Und heute, zur letzten Folge des Jahres, sind wir sogar zu viert mal dabei. Heute dabei sind Florian. Hi Florian.
Florian Dawin
00:00:38
Glück auf zusammen.
Thomas Otto
00:00:39
Tobias ist da. Und Martin.
Martin van Elten
00:00:43
Hallo.
Thomas Otto
00:00:44
Und ja, zu viert wollen wir auf die zwei zurückliegenden Spiele gegen Ingolstadt und gegen Duisburg schauen. Wollen auch auf die nächsten Spiele gucken. Wir haben noch ein super wichtiges Spiel jetzt gegen Schweinfurt kurz vor Weihnachten vor der Tür und gucken auch schon auf das erste Spiel dann im neuen Jahr, wenn wir nach Rostock fahren. Und wollen aber dann auch gerade mit dem großen Thema beginnen. Was es denn da für Entlassungen und für Neueinstellungen bei uns im Verein gab. Aber bevor wir damit beginnen, gehen wir nochmal zurück auf Weihnachten. So ein fettes Stück Stollen, ein Stück Stollen liegt hier bei mir, was ich dann gleich während der Folge verdrücken werde. Was ist denn für euch Jungs, was zu Weihnachten kulinarisch dazugehört? Tobias, was ist du denn gern zu Weihnachten?
Tobias Düsterdick
00:01:28
Also kulinarisch bin ich ja total wenig unterwegs, Aber ich mag ja zurzeit die Schwibbögen aus dem Arztgebirg.
Thomas Otto
00:01:36
Wie wärst du denn zu Hause?
Tobias Düsterdick
00:01:38
Zwei.
Thomas Otto
00:01:39
Sehr gut.
Tobias Düsterdick
00:01:41
Sogar Originale, also.
Thomas Otto
00:01:44
Aber es gibt ja nur Originale, oder? Das wäre ja alles andere als peinlich dann. Sehr schön. Florian, was gehört für dich dazu zu Weihnachten?
Florian Dawin
00:01:52
Kulinarisch ist auf jeden Fall Kartoffelsalat und Bockwürstchen dabei.
Thomas Otto
00:01:57
Sehr gut. Der Klassiker zu Heiligabend dann?
Florian Dawin
00:02:01
Ja, zu Heiligabend immer schon früher mit den Eltern und jetzt manchmal auch.
Thomas Otto
00:02:08
Sehr gut. Und Martin, in Massen von erzgebirgischer Schnitzkunst bei deinen Eltern zu Hause?
Martin van Elten
00:02:16
Ja, richtig. Meine Mutter hat es auf jeden Fall schon alles aufgestellt, war jetzt auch am Wochenende nach dem Duisburg-Spiel da. Und ansonsten, ich sage jetzt aufs Niederländisches, Kreutnoten. Wisst ihr, was das ist?
Thomas Otto
00:02:27
Nee.
Martin van Elten
00:02:28
Nein. Das ist so eine Art Schäkulatius als so Keks.
Thomas Otto
00:02:33
Okay. Und gibt es auch hier in Deutschland zu kaufen?
Martin van Elten
00:02:36
Nein, das muss immer importiert werden. Und ich kann euch nur berichten, in jedem Office geht das gut weg, weil man das schön zum Kaffee snacken kann.
Thomas Otto
00:02:45
Sehr gut. Ja, dann erfreuen wir uns doch der Vorweihnachtszeit und schauen mal mit einem Auge dann wenigstens Richtung Erzgebirge. Und ja, ihr hattet es schon gesagt vorhin, da gab es ja in der letzten Woche schon eine recht wegweisende Entscheidung nach dem Spiel gegen Ingolstadt, was man ja dann nur 2-2 gespielt hat, gab es dann eine Sitzung oder wahrscheinlich verschiedene Sitzungen von diversen Gremien. Am Ende wurde dann entschieden von Thomas Schlesiger und unserem Vereinspräsidenten, dass Jörg Emmerich das Team verlassen sollte. Er wird wohl im Verein eine neue Anstellung bekommen, wahrscheinlich auch im Jugendnachwuchsleistungszentrum, aber wird kein Co-Trainer mehr sein. Und genauso wurde Matthias Heidrich von seinen Aufgaben als Sportdirektor und Sportvorstand entbunden. Neu dazu kommt Lars Fuchs, 43 Jahre, als neuer Co-Trainer für Jens Hertel und auf der Position des Sportdirektors ist man jetzt auf der Suche. Ziffert hat das vergessen. Steffen Ziffert, genau. Steffen Ziffert wird das Abend erst mal übergangsweise übernehmen.
Martin van Elten
00:03:55
Als Berater, genau.
Thomas Otto
00:03:58
Ja, Martin, wie hast du die Nachricht aufgenommen? Schon überraschend, oder? Eigentlich hätte ja wahrscheinlich jeder mit einer anderen Reaktion gerechnet.
Martin van Elten
00:04:06
Genau, ich glaube, man muss es auch nochmal anders darstellen. Ich denke, dass es am Ende darum ging, ob jetzt Härte oder Emmerich bleiben darf. Das ist natürlich dann interessant, dass es dann auch so zwei Lager im Aufsichtsrat und im Vorstand gibt, wo ich auch wieder interessant finde. Das hatte ich ja schon mit dir, Florian, am Samstag ein bisschen andiskutiert. Für mich ist jetzt gar nicht klar, wer am Ende überhaupt die Entscheidung treffen darf. Also klar ist ja irgendwie, dass der Vorstand den Verein nach außen vertritt und damit ja auch so der Arbeitgeber ist. Aber ja, welche Funktion hat dann der Aufsichtsrat eigentlich? Muss der Aufsichtsrat dann den Vorstand kontrollieren? Entscheiden die das beide? Also deshalb finde ich dann auch immer die Gremien ein bisschen einen merkwürdigen Ausspruch, weil man dann am Ende ja gar nicht genau weiß, wer jetzt da die Verantwortung für trägt. Was ich generell an der Entscheidung halt interessant finde, dass ja wohl Matthias Heidrich versucht hat, dann Hertel loszuwerden oder halt zu beurlauben und sich damit nicht durchsetzen kann und er dann ja erst in der Konsequenz geht, in der Konsequenz, dass er sich mit der Entscheidung halt nicht durchsetzen kann. Was ja auch wieder spannend ist, wenn ein Geschäftsführer Sport sowas nicht mehr durchsetzen kann, dann ist er ja auch im Prinzip gescheitert.
Thomas Otto
00:05:17
Hat ja dann nur eine klare Kante gezogen, wurde, glaube ich, auch in den Interviews gesagt. Aber es schien ja auch so, so hat es jedenfalls Thomas Schlesinger präsentiert, dass es auch keine Alternativen zu Jens Hertel gab. Deswegen weiß ich gar nicht, ob jetzt Matthias Reiterich die Entlassung von Jens Hertel gefordert hat, weil Schlesinger stellt es ja so dar, wie wenn auch von Seiten des Sportdirektors jetzt keine Alternativen geboten wurden und das wiederum die Gremien dazu bewogen hat, zu sagen hat, ja dann müssen wir eben Alternativen aufbauen und präsentieren. So habe ich es dann wahrgenommen.
Martin van Elten
00:05:52
Weiß ich nicht, aber es wird ja im Prinzip als so eine Art, einen Machtkampf jetzt diskutiert. Da muss ich aber die Frage stellen, warum hat man sich da nicht von Emmerich früher getrennt? Die Sachen sind ja nicht unbekannt. Also alles, was da rumschwebt, hört man ja schon seit Monaten. Einfach im Auerumfeld.
Thomas Otto
00:06:12
Ja, dass da die Chemie zwischen Hertel und Emmerich nicht gestimmt hat, das hat man ja schon an der einen und anderen Stelle immer mal so ein bisschen durchsickern gemerkt oder gehört. Tobias, für dich auch eine nachvollziehbare Entscheidung, dann den Co-Trainer zu entlassen als den Cheftrainer?
Tobias Düsterdick
00:06:28
Also aus dem ersten Blick war das natürlich eine ziemlich überraschende Entscheidung. Aber wenn man sich jetzt mal so die Faktenlage anguckt, dann am Ende dann doch so total nachvollziehbar. Also zum Eisten zum Heidrich, da muss man natürlich sagen, ich habe den sehr, sehr geschätzt. Also der hat immer auch mit uns gesprochen und das war auch immer ein Mann der klaren Worte. Aber er hat sich einfach in seiner Kaderplanung in diesem Sommer halt einfach komplett vertan. Also gerade, dass es nur irgendwie so einen nominellen Linksverteidiger gab und dass sich gerade auch der auch noch verletzt hat so früh in der Saison. Also das war eigentlich absehbar, dass das nicht irgendwie funktionieren wird. Und ich glaube, auf dieser Grundlage, Es ist irgendwie auch klar, dass das ein Trigger sein wird, wenn er sagt, er kann diese Entscheidung jetzt irgendwie auch nicht mittragen. Also ich denke, am Ende des Tages, würde ich sagen, man vertraut Trainer Jens Hertel jetzt, glaube ich, doch relativ in weiten Teilen. Und man sagt eben so ein bisschen so, wenn die Chemie zwischen Jörg Emmerich und Heidrich, nicht Heidrich, sag ich schon, zwischen Hertel nicht stimmt, dann muss man auch sagen, okay, dann hat man da ja auch die konsequente Entscheidung gefällt.
Martin van Elten
00:07:37
Ich musste da direkt widersprechen. Mit der Kaderplanung sehe ich zum Beispiel ganz anders. Also ich glaube, wir hatten noch nie einen Sportdirektor, wo so früh der Kader feststand, wo so viele Transfers schon in Tüten und in Tüte waren. Und im Endeffekt, ja, das mit dem Linksverteidiger, das würde ich ihm angreifen, genauso auch mit dem Stürmer. Aber im Endeffekt, wie wollen wir das denn bewerten? Wir wissen ja nicht, welche Optionen offen liegen. Ich meine, wir hören auch mal Gerüchte, die wir ja nicht breittreten dürfen können und werden. Aber du weißt ja nie, was die Optionen sind, ob du jetzt Stürmer A oder Stürmer B holst. Also was das Angebot war, wie das Budget ist beim Verein. Und ich hatte schon immer in den Gesprächen auch mit Matthias Heydrich das Gefühl, dass der sehr, sehr genau den Spielern sagt, was das Profil ist, warum Aue die haben will und das alles versucht frühzeitig unter Dach zu kriegen. Gerade eben auch, weil wir finanziell halt begrenzte Mittel haben. Und ja, ich kann jetzt genauso gut sagen, er hat halt fünf gute Spieler diese Saison geholt, die auch alle Stammspieler sind. Also das bringt uns da nicht weiter.
Tobias Düsterdick
00:08:41
Ja, aber trotzdem konnte er sich am Ende des Tages ja aber diese Entscheidung ja einfach auch nicht durchsetzen, weil einfach auch die Argumente gegen ihn standen.
Florian Dawin
00:08:51
Aber ist es nicht eigentlich stimmt, So ist es bei mir angekommen, sehr stark davon abhängig, wie der zeitliche Verlauf der Entscheidung ist am Dienstag. Denn wie das ja dargestellt wurde, schien es ja eben so gewesen zu sein, dass Herr Heidrich sich übergangen gefühlt hat und dementsprechend dann gesagt hat, wenn ich hier nicht mehr die Entscheidungsgewalt habe als Geschäftsführersport über die sportliche Leitung und Jörg Emmerich entlassen wird oder entbunden wird in dem Sinne von diesen Aufgaben, dann ziehe ich auch meinen Hut, weil ich kein Vertrauen mehr spüre.
Martin van Elten
00:09:28
Ja, würde ich auch so sehen.
Florian Dawin
00:09:32
Aber nochmal zu dem Kontext, ich war tatsächlich auch wirklich extrem überrascht von dieser Entscheidung. Denn wenn man Jens Hertel nach dem Ingolstadt-Spiel da im Kreis gesehen hat, direkt nach Abpfiff bei der Mannschaft, das sah schon sehr nach Abschiedsrede einfach aus. Natürlich sehr viel Küchenpsychologie von außen, aber er hat sehr lange geredet. Die Gestik und Mimik ist ja schon auch seit einigen Wochen immer sehr, negativ, oder was ist negativ? Naja, enttäuscht und ratlos fast schon. Und dann muss man auch aus sportlicher Sicht sehen, von den Entscheidungsträgern, jetzt bei Braunschweig zuletzt, seine Amtszeit war ja auch wirklich nicht mehr gut.
Tobias Düsterdick
00:10:16
Aber trotzdem hat ja Jens Hertel in den Stationen ja vorher bewiesen, dass er es ja kann, wenn man einfach langfristig auf ihn setzt und wenn man auch Vertrauen in ihn setzt.
Martin van Elten
00:10:25
Das ist richtig. Ich finde, wir haben auch noch eine andere Komponente. Sonst hieß ist ja immer in Aue so, dass die interne Lösung präferiert wird und es sind ja im Prinzip zwei Vereinslegenden weg. Man hat sich für den Externen entschieden, der halt im Osten aber einen riesigen Namen hat. Sicherlich auch eine neue Entwicklung.
Florian Dawin
00:10:45
Ja und du wirst sicherlich bei der Entscheidung auch viel mitbedenken müssen, was kostet eben mehr, welche Training kostet mehr und welche Alternativen haben wir in der Hinterhand. Einen Trainer musst du halt auch erstmal finden. Wenn du den zwei Tage vor Weihnachten entlässt, musst du erstmal eine Übergangslösung finden, denn du wirst keinen finden, der sich für zwei Spiele da erstmal hinsetzt und die Finger schon verbrennt, gerade wenn es nach Duisburg geht. Und einen Co-Trader kannst du eben leichter wechseln und den Geschäftsführer Sport, das war ja dann auch jetzt mit Übergangslösung, ist das ja leichter zu lösen.
Tobias Düsterdick
00:11:23
Ja, aber da mag ich jetzt auch was dagegenhalten. Ich meine, letztlich gesehen war Jörg Elmerich ja auch für die ganzen Standardsituationen zuständig. Also ich meine, das hat ja nun die erste Hälfte, die ersten Halbzeit ja gar nicht funktioniert.
Martin van Elten
00:11:38
Der Hype-Serie meinst du jetzt?
Tobias Düsterdick
00:11:40
Genau, der Hype-Serie. Tut mir leid, ja.
Thomas Otto
00:11:43
Ja, ich glaube, es ist schon ein Punkt, dass man auch auf die finanziellen Gegebenheiten und halt auch auf die Alternativen geguckt hat. Also wenn man jetzt eben sieht, wie schnell jetzt mit Lars Fuchs ein neuer Co-Trainer gefunden wurde, dann scheint es da ja auch im Hintergrund einfach auch schon Gespräche gegeben haben. Und scheinbar ja auch, sagen wir mal, den klaren Wunsch von Jens Hertel, beziehungsweise er hat eine Alternative präsentiert, gesagt, okay, hier gibt es ein fehlendes Vertrauen zu meinem Co-Trainer, es passt nicht. Und ich wünsche mir, um auch einen besseren Fußball spielen zu können mit der Mannschaft, einfach einen anderen Co-Trainern hätte ja jemanden, zu dem ich Vertrauen habe und wo ich der Meinung bin, dass er besser zum Team passt. Und mit Lars Fuchs kommt jetzt eben ein jüngerer Trainer, der schon ein paar Erfahrungen in Greifswald in der Regionalliga gemacht hat als Trainer, lange Jahre ja auch im Osten so rumgetingelt ist, Magdeburg und Jena gespielt hat. Dennoch hat es mich dann genauso überrascht wie euch in der letzten Woche, wo ich denke, jeder auch in den Gremien wünscht sich natürlich auch eine Veränderung, und wünscht sich auch einfach auf dem Spielfeld eine Veränderung. Und ob das jetzt mit einem Trainerwechsel auf der Co-Trainer-Position zustande kommt oder was sich da dann einfach in der Mannschaft jetzt tut, damit sie einfach einen anderen, besseren, erfolgreichen Fußball spielt, die Frage habe ich mir halt gestellt, was da die Idee dann dahinter ist.
Martin van Elten
00:13:08
Ich finde ja die Kommunikation ganz komisch von Thomas Schlesinger an der Stelle, dass er dann diese Lager da darstellt gegenüber dem MDR im Interview und dass die sich sozusagen immer gerade bei der Seite ausgeheult haben, wo es gerade besser für sie war. Dass sowas nach außen dringt, das finde ich zum Beispiel mega unprofessionell, weiß ich nicht. Und ich muss auch nochmal fragen, Gremien, ich habe ja gerade schon darauf abgezielt, dass ich das immer sehr ominös finde. Was sind Gremien, wofür sind die zuständig? Ist mir als Mitglied auch zum Beispiel gar nicht klar, wer jetzt was entscheiden muss am Ende. Ich glaube, die Verantwortlichen wissen es teilweise selbst nicht, wer formal für irgendwas zuständig ist. Und naja, wenn du jetzt überlegst, im Ausdienstrad und Vorstand, da entscheiden ja Leute mehrheitlich, die von Sport, deren Kernkompetenz nicht Sport ist. Und die nehmen sich raus, den Angestellten Sportdirektor oder Sportgeschäftsführer sozusagen zu überstimmen.
Thomas Otto
00:14:05
Gut, auf der anderen Seite sind sie natürlich in dieses Gremium gewählt worden und haben, wenn man sich so die Namen anguckt und die Vita anguckt, ihr habt aktuell gar keinen Fußballbezug, da hast du ja natürlich schon recht, aber im Endeffekt sind sie natürlich auch dafür da, Entscheidungen zum Wohle des Vereins zu treffen, Dann eben auch. Also ich würde jetzt auch nicht einen Sportdirektor da die vollkömmliche Macht über die sportlichen Gegebenheiten geben, gerade wenn es halt so sportlich mies läuft, wie es in den letzten zwei, drei Jahren gelaufen ist. Also, dass halt da was passieren muss, das hätte ich schon gedacht. Gut, wir wünschen natürlich allen alles Gute, glaube ich auch Lars Fuchs, wo jetzt man auch schon aus Spielerkreisen hört, dass er da vielleicht mit einer anderen Ansprache, weil er vielleicht auch ein anderes Alter als Jörg Emmerich hat, vielleicht auch nochmal einen anderen Draht zu den gerade auch jüngeren Spielern vielleicht hat, wünschen wir natürlich Lars viel Erfolg für die neue Position. Und ich will an der Stelle aber auch nochmal Danke an Matthias Heidrich sagen, weil er wirklich auch viel für uns getan hat, muss man ja auch sagen, viel im Hintergrund, hat uns da immer unterstützt, dass wir dann auch unsere Interviews bekommen. Auf der anderen Seite hat er uns jetzt keine Steine auch in den Weg gelegt und glaube ich, was man nicht vergessen darf. War er ein ganz starker Vertreter unserer Klenowin-Aktion also ganz unabhängig vom Hinspiel im letzten Jahr oder vom Rückspiel in diesem Jahr von Tag 1, als wir ihm die Idee präsentiert hatte war Feuer und Flamme dafür, ist ja dann auch mit Max irgendwann mal hochgeflogen, direkt vor Ort und hat sich glaube ich auch gegen viele Widrigkeiten durchgesetzt, weil ja mit dieser Aktion kein großes Geld möglich war, sondern man wahrscheinlich auch noch etwas draufgezahlt hat, gerade für die Klenowin-Auswärtsreise. Aber er fand die Idee cool und ich glaube, wir als Fans haben da auch einiges zurückgegeben, dass wir da mit tausend Leuten da hochgefahren sind und das zu einem unvergesslichen Ereignis in den so trüben Fußballtagen jetzt einfach gemacht haben. Und da muss man einfach ein großes Danke dann nochmal an Matze Heidrich schicken, der, glaube ich, auch unseren Verein insgesamt nochmal weitergebracht hat, auch gerade von der Kommunikation her, wenn man so an die an die. Sagen wir mal ältere Kommunikation vor einigen Jahren noch dachte, war das schon immer eine Kommunikation auf Augenhöhe und ein gutes Miteinander, wenn man so auch hinter die Kulissen blickt und hört, wie Matze einfach mit den Mitarbeitenden da umgegangen ist. Das war schon aller Ehren wert. Leider hat er halt keinen sportlichen Erfolg gehabt und muss jetzt eben dann auch mit den Konsequenzen rechnen. Aber ich glaube auch so, wie Schlesinger gesagt hat, dass man da auch in einem guten Auseinandergegangen ist. Zu hoffen ist es, dass man ihn einfach in Aue irgendwann nochmal wieder sieht und wenn es einfach nur als Gast im Stadion ist. Okay, dann können wir dieses Thema abschließen und gucken mal auf Spielerreiche und da hatten wir ja gesagt, eines der ausschlaggebenden Punkte, dass sich auch die Gremien zusammengesetzt haben, war dann das Ingolstadt-Spiel. Sonntagabend, unangenehme Zeit, 5700 Zuschauer, da waren da zum Spiel. Wir waren schnell 0-1 hinten, dann hat sich Ingolstadt aber eine rote Karte eingeheimst und wir konnten in der zweiten Halbzeit das Spiel drehen, nur um dann in der Nachspielzeit relativ dumm dann auch den Ausgleich zu bekommen, was uns dann einfach mit dem Punktgewinn nicht viel weitergebracht hat in der Tabelle. Ingolstadt hat gefeiert und wir haben dann zwei Punkten nachgetrauert. Ich glaube, sehr ärgerlich, Florian, wenn man so das ganze Spiel sieht, gerade so die zweite Halbzeit, dass wir wirklich am Drücker waren und dann wirklich nach dem 2-1 einfach das Spielen aufgehört haben. Wie kannst du dir das erklären?
Florian Dawin
00:18:02
Ja, ich denke, das hat wirklich was mit einer gewissen Verunsicherung in der Mannschaft zu tun, da sie eben, noch nicht ihre perfekte Formation gefunden haben, die Offensive auch noch nicht ihre Abläufe hat durch ständige Wechsel. Das ist für mich ein Zeichen von Verunsicherung, vor allen Dingen, weil man auch ein, zwei Situationen hatte, in denen man auch noch den Deckel drauf hätte machen können, wenn man es clever ausgespielt hätte. Aber da ist dann auch teilweise die Qualitätsfrage bei unseren Offensivspielern zu stellen. Das ist dann schon manchmal etwas sehr langsam und behäbig. Und du darfst halt nicht gegen zehn Mann, wenn du schon seit Ingolstadt war, seit der 30. Minute in Unterzahl, darfst du dir dann nicht noch so viele Chancen einfangen. Ich meine, davor hatte Ingolstadt ja auch noch mindestens eine Riesenchance, wo ja Louis Lorde super hält, pariert war, glaube ich, ein Kopfball. Das ist einfach ein Sinnbild für die Saison bisher und ich finde, das hat sich ab dem Herbst so eingeschliffen, dass man merkte, irgendwie so richtig vorwärts geht es nicht.
Thomas Otto
00:19:17
Tobias, auch für dich so ein Sinnbild der Saison, dass man so wirklich nach einer guten Aufholjagd, wo man zeigt, dass man Fußball spielen kann, das Fußballspielen einstellt und dann doch noch in der Nachspielzeit das Gegentor kriegt?
Tobias Düsterdick
00:19:30
Ja, leider schon. Das kann ich ja leider auch nur so bestätigen. Also ich meine, letztlich gesehen, das Ding, das hätten wir einfach dicke gewinnen müssen. Ich meine, wir waren ja einfach überlegen, die waren vom Passspiel überlegen, die waren eigentlich in allen Dingen überlegen und kriegen dann ja am Ende des Tages ja noch so ein richtig, richtig dummes Gegentor. Und das kriegen in aller Regel ja nur die Mannschaften, die gerade in irgendeiner Weise verunsichert sind. Also insofern war es schon noch ein Sinnbild dieser ganzen Saison.
Thomas Otto
00:19:58
War insgesamt natürlich auch so ein bisschen Geisteratmosphäre, war natürlich auch das erste Heimspiel nach der Fahnenklau-Aktion, war ja keiner von uns vor Ort, aber Martin, wie hast du es so wahrgenommen am Fernseher, das war dann schon Trauerstimmung gerade nach Schlusspfiff, oder?
Martin van Elten
00:20:15
Ja, ich habe es am Radio ehrlicherweise gehört. Da konnte man es aber auch gut hören über die Hintergrundgeräusche sozusagen. Ja, ist natürlich schon eine Geisteratmosphäre teilweise. Und ja, was natürlich dann auch nochmal alles toppt, dass die da vor die Fankurve rennen beim Jubel. Gut, man kann es natürlich verstehen emotional. Anekdote dazu, ich habe es ja auch so ein bisschen gejinxt, dass ich gesagt habe, ja Jonas Scholz habe ich schon mal ein Interview mitgeführt an Ostern und sollte man sich auf jeden Fall angucken, der macht natürlich dann ausgerechnet das Tor. Ja, freut mich dann auch ein bisschen für ihn so, wenn ich seine Karriere verfolge. Aber ja, das ist schon bitter. Aber man muss ja mir ehrlich auch sagen, Ingolstadt, ja, weiß ich auch nicht, was die, also die spielen auch einen richtig schlechten Fußball. Einfach aktuell. Also ich weiß auch nicht, wie lange das da noch alles so weitergeht bei denen.
Thomas Otto
00:21:14
Ja, sie kamen glaube ich auch mit einer gewissen schlechten Serie zu uns nach Aue. Und ja, trotzdem haben wir es halt nicht geschafft, die drei Punkte zu Hause zu lassen. Ja, dann kam eben die Geschichte dann entsprechend danach, dass man sich in den Gremien zusammengesetzt hat. Und der Blick richtete sich dann am letzten Wochenende Richtung Nordrhein-Westfalen, Richtung Ruhrpott. Nämlich das Auswärtsspiel in Duisburg stand vor der Tür. Ich glaube, Tabellenzweiter waren sie vor dem Spieltag, ich glaube, jetzt aktuell immer noch. Und ich glaube, die wenigsten rechneten damit, dass wir irgendwie da eine Chance haben oder irgendwie einen Punkt holen. Am Ende wurde es tatsächlich durch einen harten Kampf ein Punkt mit 0 zu 0. Und da waren wir auch in Teilen wieder vor Ort. Florian und Martin, ihr beide wart da. Nimm uns doch nochmal mit, wie sich der Tag so für euch in Duisburg ergeben hat. Florian.
Florian Dawin
00:22:08
Ja, wir sind beide ungefähr gegen 11 Uhr in Duisburg angekommen, haben dann einmal den dortigen Weihnachtsmarkt uns angeguckt, haben dann noch da in der Innenstadt was gegessen, sind dann mit der U-Bahn, ja U-Bahn, S-Bahn eben raus Richtung Stadion gefahren und haben dann einen recht langen Weg dann doch zum Stadion auf uns genommen. Denn ja, das Stadion ist ja logistisch, also zum Erreichen für den Verkehr sehr ungünstig gelegen. Also da hat man echt irgendwie immer weite Wege vor sich. Martin, wie würdest du das beschreiben?
Martin van Elten
00:22:47
Das Problem ist ja, dass du, wenn du nicht an der Heimkurve lang gehst, musst du einmal quasi um den ganzen Sportpark rum. Und dann läufst du schon so 20 Minuten ums Stadion rum. Der kürzeste Weg ist theoretisch halt an der Heimkurve lang, haben wir auch auf dem Rückweg gemacht. Dann an einer Jugendherberge Richtung Hauptbahnhof und da sind wir weiß ich nicht, 25 Minuten gelaufen, und auf dem Hinweg ja, das war halt nicht so clever als Weg, aber gut, Gästeblock ist halt oft manchmal ein bisschen schlecht zu erreichen und das hattest du ja auch gesagt, ich glaube, die denken immer, alle Leute kommen mit dem Auto, so, das ist so, glaube ich, echt für, Stadionplaner und, ja, Verkehrsfluss Experten ist das, glaube ich, echt immer so der Gedanke, ja, dann könnt ihr alle mit dem Auto von Gästenlog direkt fahren, kannst du halt auch, aber wenn du laufen musst, läufst du ganz schön weit durch den ganzen Sportpark, da, Wedau, ja, so ist es halt. Aber sonst, äh, Ja, Duisburg, immer eine Reise wert, würde ich sagen. Es ist schon so ein eigenes Biotop da. Und wir haben ja sogar auch so Leute gesehen, Gästeblog getroffen, die extra aus den Niederlanden kamen, weil sie die Dokumentationen über Tom's Derbys gesehen haben, die wir ja auch mal erwähnt hatten. Und ich habe mich dann noch länger mit ihm da unterhalten und noch ein paar Tipps gegeben, was man so in Duisburg und Umgebung vielleicht machen könnte. Aber das war schon ganz lustig.
Thomas Otto
00:24:15
Naja, siehst du, hat Aue auf die Landkarte geholt und attraktiv gemacht.
Florian Dawin
00:24:20
Das war auch ganz interessant, auf dem Hinweg noch haben wir noch so ein, da war so ein Coffee-Bike in der Ecke da am Stadion, da haben wir noch so ein Cappuccino geholt und dann kam noch so ein älterer Zebra-Fan vorbei vom MSV. Erste Spiel, glaube ich, 1969 hat er gesagt. 79 war es, 79 gesagt. Der war uns auch ganz wohlgesonnen und war einfach, wir hatten nochmal irgendwie ein ganz nettes Gespräch mit ihm und erzählte auch einfach hier seinen Schwank. Wir haben so ein paar Sachen erzählt, erinnerten uns dann an, oder ich erinnerte mich an mein erstes Spiel in Duisburg, damals noch im Umbau des Stadions, also es muss 2004 gewesen sein, wo Dino Topmüller noch bei uns gespielt hat und mit Rot runtergeflogen ist. Das war eigentlich immer, das war ganz entspannt, dann in den Gästeblock rein, wir hatten die Tickets ja vorgekauft, die Kontrollen waren super lässig und dann waren wir 10 Minuten vor Anpfiff im Stadion.
Thomas Otto
00:25:16
Und jetzt müssen wir natürlich unseren Hörenden erzählen, warum ihr nicht auf der Pressetribüne saßt.
Martin van Elten
00:25:22
Gut, habe ich eigentlich keine Lust. Nö, also wir haben es einfach angefragt, ganz normal, wie wir an den Vereinen auch. Und die haben es dort abgelehnt mit der Begründung, dass wir halt keinen Presseausweis haben und keine professionellen Journalisten sind und was weiß ich. Und dann habe ich nochmal nachgefragt, wie das denn andere Fanmedien machen, wie zum Beispiel das Fanradio. Als Beispiel habe ich dann Rot-Weiß Essen genannt und dann wurde mir gesagt, ja, das sei ja ein durch den DFB lizenziertes Medium oder so. Also ich habe das jetzt zum ersten Mal gehört, dass man das ja als Fanradio lizenzieren lassen kann. Und vielleicht ist das ja eine Idee, vielleicht müssen wir dann mit dem Steigerfunk fusionieren oder irgendwie dann die Auswärtsspiele machen, dann ist das ja alles kein Problem.
Thomas Otto
00:26:02
Aber das heißt, da kann man die Hörenden auch nochmal aufklären, es gibt keine klaren Regularien, wer an wen irgendwie Presseausweise vergeben kann, sondern das macht tatsächlich jeder Verein so, wie er möchte, oder?
Martin van Elten
00:26:13
Nee, also du bringst alles gerade durcheinander so ein bisschen. Also es gibt die Akzeptierungsbestimmungen vom DFB, da ist das auch klar beschrieben, dass man halt eigentlich, also dass man Reaktionsauftrag braucht, einen bundeseinheitlichen Presseausweis. Das ist aber auch so eine Sache. Es ist in Deutschland, jeder kann einen Presseausweis ausstellen. Es wird dann meistens auf den bundeseinheitlichen abgezählt. Das heißt dann, dass du einen zum Beispiel von Verdi oder so brauchst oder vom, also Verdi Deutschlandjournalistenverband. Aber das ist auch in jedem Land anders. Also ich kann das zum Beispiel sagen, in Niederlanden ist das auch wieder anders. Da gibt es dann auch so ein Verein, der das macht für alle Sportjournalisten. Also ja, aber für, sagen wir mal, es wird halt immer unterschiedlich gehandhabt, wie strikt es ausgelegt wird oder ob das dann auch geht, sozusagen, dass wir Vertreter von Auer dann sind. Das habe ich auch nochmal als Möglichkeit nachgefragt, das wollten sie auch nicht. Ähm. Aber wie gesagt, bei den Fanradios ist es auch im Prinzip, ich höre das jetzt zum ersten Mal, dass man das lizenzieren kann, weil sonst ist das aus meiner Sicht genauso eine Grauzone. Die sind ja auch keine Mitarbeiter des Vereins und keine professionellen Journalisten.
Thomas Otto
00:27:19
Gut, aber dann können wir glücklich und dankbar sein an alle Vereine, gerade in der dritten Liga oder auch Sachsen-Pokal, wo es ja nie irgendwie ein Problem ist, da irgendwie noch mit reinzukommen und einfach ja gerade ein bisschen hinter den Kulissen Interviews aufzunehmen und dann eben vielleicht auch von den Presseplätzen da auch eine bessere Sicht zu haben.
Florian Dawin
00:27:37
Genau, das muss man positiv hervorheben. Da sind viele Vereine wirklich sehr kooperativ und gehen dann einfach, gucken sich an, was machen wir und setzen sich damit auseinander oder sprechen nochmal mit unserem Pressesprecher Lars und dann gibt es meistens das okay.
Thomas Otto
00:27:53
Ja, das ist super. Ja, und dann, ihr standet dann im Fanblock und die aktive Fanszene, die kam aber verspätet in den Fanblock. Habt ihr da was mitbekommen, woran das lag?
Florian Dawin
00:28:08
Wir sind ja zehn Minuten vor Anpfiff rein ungefähr und da stand der Bus, den wir dann nach dem Spiel, der Fanbus, den wir gesehen haben, stand da noch nicht, direkt an dem Parkplatz, Parkstreifen vom Gästeblock. Deswegen ist unsere Vermutung einfach, dass sie jetzt eben Verspätung hatten durch den Anreiseverkehr. Und ob die jetzt, man kam ja ungefähr zur 20. Minute, ob die jetzt sozusagen zur 19. Minute und 46 Sekunden dann abgewartet haben, reingekommen sind, oder ob es durch Zufall die 20. Minute war, keine Ahnung, wissen wir nicht.
Martin van Elten
00:28:43
Also ich muss dazu hier auch nochmal sagen, die Kontrollen dauern ja auch nochmal, gerade wenn du so viele Leute dann nochmal hast, auf einmal, also bei uns ging es ja noch mega schnell, aber wir dachten ja auch, im Prinzip alle Leute wären drin und das kann natürlich auch noch einen Faktor gespielt haben und uns ist ja so aufgefallen, dass da schon so richtig große Graffitis waren, Florian. Einmal so ein großes Ultras in Lila und das Wismut Aue, das war so ein bisschen schon übermalt. Also sah es so aus, dass es quasi wahrscheinlich noch vom letzten Auswärtsspiel war.
Florian Dawin
00:29:16
Ja, das war so die, also im ersten Moment dachte ich, das ist jetzt gerade frisch gemacht, also beide Seiten, sowohl das große Ultras mit dem lila Outlines als auch das kleine Tag und dann haben wir aber nochmal die Bilder genau angeguckt, also das kleine Tag war halt schon so ein bisschen übermalt, wobei ich jetzt auch denke, wenn da Hansa oder andere Vereine jetzt schon vor, seit anderthalb Jahren drin waren, hätte das eigentlich irgendwie, übersprayt worden sein müssen. Das können wir jetzt auch nicht ganz aufklären. Aber das Ultras, das Große, würde ich jetzt wirklich vermuten, dass das jetzt frisch von Samstag einfach ist.
Martin van Elten
00:30:00
Und es waren massiv Sticker überall.
Florian Dawin
00:30:03
Aber Osnabrück hat in der Hinserie noch nicht dort gespielt. Ja, das stimmt. Und wir waren ja dann, dann haben sie ja Regionalliga die Saison davor gespielt.
Martin van Elten
00:30:13
Also es waren auf jeden Fall auch massiv Sticker von allen Gruppen eigentlich da.
Thomas Otto
00:30:18
Okay. Sehr gut.
Martin van Elten
00:30:21
Ist auch interessant.
Thomas Otto
00:30:24
So, zum Spielerischen. Tobias, du hast das Spiel am Fernseher mitverfolgt. Am Ende verdient der Punktgewinn für uns?
Tobias Düsterdick
00:30:32
Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, in der ersten Halbzeit, da hatten sie halt wirklich, großes, großes Glück gehabt, aber ich glaube, am Ende hatten sie jetzt auch schon, gerade in der zweiten Halbzeit jetzt auch wirklich echt sehr, sehr gut erkämpft und ich hatte am Ende bis auf diesen einen letzten Torpedo, den da Duisburg abgeschossen hat in der, keine Ahnung, 94, 95 Minute, eigentlich keine Sorgen mehr irgendwie, dass sie das über die Bühne bringen werden.
Thomas Otto
00:31:02
Wie hat es sich im Stadion angefühlt, Martin?
Martin van Elten
00:31:05
Ich fand das ein furchtbar langweiliges Spiel. Ich muss ehrlich sagen, ich war auch von Duisburg enttäuscht, wie schlecht die waren. Also gerade für Tabellenspitze fand ich die überhaupt nicht gut. Klar kann man bei uns sagen, wenig nach vorne. Aber hinten war es eigentlich größtenteils gut. Also ich hatte da nicht so das Gefühl, dass der Punkt irgendwie brennt. Und eigentlich schon ein ganz gutes Gefühl in der Halbzeit, dass wir jetzt auch einen Punkt da ziehen. Einfach weil ich jetzt, also Duisburg jetzt nicht einfach. Ich meine, da läuft es ja auch gerade nicht mehr so gut. Die haben ja jetzt auch zuletzt geschwächelt und man darf ja auch am Ende nicht vergessen, es ist ein Aufsteiger. Also klar, wir machen die jetzt groß, weil sie irgendwie an der Tabellenspitze sind und so ein bisschen das nach Durchmarsch riecht, aber ja, im Kern ist es ja immer noch eine Viertligamannschaft und ja, beachtlich sicherlich. Ich weiß nicht Florian wie du das wahrgenommen hast da waren deutlich mehr Leute da als sonst aber ich fand das auch vom, Stadion an dem Tag echt ein bisschen mau also es waren halt die Eckblöcke wie es immer da ist die Blöcke in der Mitte wie es da immer ist und nach außen hin kam da auch schon relativ wenig von den Zuschauern.
Florian Dawin
00:32:23
Ja, da war auch der Oberrang war ja also hinter dem Tor und der Heimkur war ja auch recht gut besetzt, da kam auch nicht viel. Und die Duisburger haben jetzt auch nicht so den klaren Offensivspieler. Also da hat jetzt Florian Krüger wieder gespielt von Beginn an. Und wenn man das mit den anderen Vereinen dort an der Spitze so vergleicht, Cottbus, die mit Engelhardt und Zigerzi richtige Top-Offensivspieler haben oder Hansa, die Ryan Naderi haben und andere Leute, die ja jetzt reihenweise treffen, da normalisiert sich das jetzt einfach und die werden wahrscheinlich dann irgendwo zum Ende der Saison unter den Top 10 ankommen, vielleicht ein bisschen weiter oben. Aber ich glaube, die werden nicht um den Aufstieg da mitspielen.
Thomas Otto
00:33:13
Ja, klingt ja fast ein bisschen danach, wie wenn da noch mehr drin gewesen wäre. Wäre ja fast auch gewesen, wenn wir den Elfmeter in der ersten Halbzeit bekommen hätten. Für mich eine Aktion, wo Stefaniak irgendwie mal einmal quer durch den 16er rennt und dann doch irgendwie, finde ich, relativ scharf von einem Duisburger Abwehrspieler da weggeblockt wird. Für mich eigentlich ein Elfmeter, oder? Tobias, hast du die Servition auch so wahrgenommen?
Tobias Düsterdick
00:33:40
Ja, die habe ich ziemlich genauso wahrgenommen und jetzt auch bei Magenta TV. Also von dahingehend ist es so, also das ist so ein Ding, den hätten wir bekommen können, aber es war auch keine Mussentscheidung.
Florian Dawin
00:33:52
Wie sieht das mit Handelfmeter gegen uns aus? Was sagt ihr dazu am Anfang in den ersten zehn Minuten?
Thomas Otto
00:33:59
Ich glaube, Majeczak war es, der da im eigenen Sechzehner so ein bisschen den Arm, ja, jetzt nicht rausstreckt, aber einfach so ein bisschen vom Körper abseits hält. Und da kommt halt der Ball ran. Ich finde ja immer so diese angeschossenen Handgeschichten immer ein bisschen fraglich. Aber ich glaube, in der modernen Fußballwelt ist das tatsächlich Hand. Also ich glaube, da hätten wir dann uns im Zweifel auch nicht beschweren können, wenn man die Regeln so anwendet, wie sie nun mal jetzt sind. Ich kann sie jetzt nicht nachvollziehen und finde sie nicht gut, aber wenn sie so sind, dann hätte man wahrscheinlich auch da Elfmeter pfeifen können, sodass es vielleicht dann auch eine Ausgeglichenheit auf Schiedsrichter-Ebene ist, einfach beide Elfmeter nicht zu geben. Gut, mit 0 zu 0 sind wir in die Halbzeit gegangen und ja, Tobias, du hast es auch schon gesagt, in der zweiten Halbzeit, dann einige, wenn auch nicht so viele Chancen für Duisburg. Eine letzte Chance, wo ich schon fast von der Couch hochgesprungen wurde, ganz am Ende, Jamie Collins, der da irgendwie nach einer Ecke am 16er sein Bein aushebelt und abzieht, war wahrscheinlich nochmal so ein Raunen im Gästeblock, Martin, oder? Wie habt ihr die Situation wahrgenommen?
Martin van Elten
00:35:15
Da muss ich dir sagen, da habe ich eigentlich nur noch auf die Uhr geguckt zu der Zeit. Ja, gerade weil es ja auch so eine absurde Nachspielzeit von sechs Minuten waren, aber ja, das wäre es natürlich gewesen, aber keine Ahnung, wir sind da nicht so der Verein, der nochmal den Lucky Punch macht, außer jetzt im Regensburg-Spiel vielleicht, diese Saison. Das ist ja vielleicht auch einfach das Problem, dass wir aus den Chancen, die wir dann haben, nicht genug machen. Also die Chancenverwertung ist ja durchaus ein Thema, gerade was die Stürmer angeht, aber es ist da auch, also ich finde es auch schön, dass Jamilo Collins wieder fit ist. Das ist ja schon mal gut zu sehen.
Thomas Otto
00:35:54
Einfach eine Alternative für Moritz Seifert auf der linken Seite ist. Okay. Ich glaube, Man of the Match, sowohl beim Kicker, glaube ich, als auch bei Magenta, Louis Lord, der wirklich uns hier durch einige Paraden im Spiel gehalten hat. Gerade auch der letzte Schuss geht zwar auch relativ zentral auf ihn und ich glaube, den muss er schon halten. Aber so eine Kanone musste dann halt auch erstmal nach außen hin abwehren. Hat er gut gemacht. Florian hat ja auch schon im Ingolstadt-Spiel gespielt. Hat, glaube ich, auch im Leipzig-Sachsenpokalspiel gespielt. Aktuell einer, auf den man sich schon verlassen kann, wenn Martin Mendel verletzt ist, oder?
Florian Dawin
00:36:36
Ja, das sieht ganz so aus. Hat ja in Ulm dann auch gespielt nach der Verletzung von Max Uhlicht. Da hat er ja auch schon super gespielt, war Man of the Match. Auf der Linie bärenstark. bei hohen Bällen in Strafraum manchmal ein bisschen unsicher, aber er hat ja auch noch nicht so viel Spielpraxis und, so ein bisschen zitter ich manchmal, wenn der im Spielaufbau ist, habe ich manchmal Sorge, dass da irgendwie so ein Querschläger kommt, aber auch glaube ich im Ingolstadt-Spiel mindestens ein so ein Ball, der gefühlt direkt zum Gegner ging, aber das ist schon ein guter Mann.
Thomas Otto
00:37:11
Glaube ich, auch noch relativ jung. Ich glaube, erst Anfang 20 maximal. Da kann man schon auf ihn bauen. Und auch der Trainerstab baut ja auf ihn. Max Ulich war auf der Ersatzbank. Und Louis Lord hat dann hier gespielt. Vor ihm Tristan Zobel, wo ihr gesagt hattet, dass die Familie ihn auch wieder unterstützt hat im Gästeblog. Und Ryan Malone. Und Ryan Malone stand auch vor dem Mikro, nicht vor unserem Mikro, aber unser Podcast Kumpel Max hat das für uns hinter die Kulissen aufgenommen. Hören wir mal rein, was Ryan Melon zum Spiel gesagt hat.
Interviews
00:37:45
Hartz, erkämpft es, unentschieden in Duisburg. Ganz allgemein, wie hast du das Spiel gesehen? Ja, wie du gesagt hast, war ein hart kämpferisches Spiel. Wir wussten ja schon vorher, wo das Spiel angefangen hat und mit der Vorbereitung in der Trainingswoche, wir wussten das, was auf uns zukommt. Wir hätten gerne das Spiel gewonnen, aber wir haben heute richtig Mentalität und Moral gezeigt, dass egal in welcher Situation das wir sind, wir geben immer Gas und versuchen immer unser Bestes auf den Platz zu bringen. Verdiente Punkte auf jeden Fall. Ja, nehmen wir mit. Es war ein tiefer Rasen, es war schwieriges Wetter, eigentlich für einen Stürmer eine Katastrophe. Aber ich glaube, dir hat es richtig viel Spaß gemacht, oder? Ja, natürlich. Solche Spiele, ich liebe das. Also natürlich vor eine gute Kulisse, gute Fans und dann fühlt es mir lieber besser, so ein Spiel, aber auch einen guten Platz zu haben. Aber am Ende des Tages ist mir scheißegal, wie der Platz war. Manchmal hast du gute Plätze wie Hoffenheim oder bei Ingolstadt zum Beispiel. Aber am Ende des Tages ist es scheißegal, wie der Platz ist. Wir haben uns gut reingeschmissen in jede Aktion und ein Riesenkompliment an den Jungs heute. Ich habe irgendwann aufgehört, deine Krätschen zu zählen. Aber wie ist es dann für dich? Du hast dann auch ganz viel Mentalität und auch Kampfgeister auf den Platz gebracht und auch an deinen Mitspieler mitgegeben, habe ich gesehen. Zeichnet dich das dann jetzt auch gerade so aus als erfahrener Spieler jetzt in dieser Situation? Ja, natürlich hat es so ein bisschen mit zu tun mit der Erfahrung, aber das ist einfach die Rolle für jeden Spieler in der Mannschaft, dass du die Verantwortung an nimmst und pushst dich selber und pushst deinen Mitspieler. Gerade in unserer Situation, ja, wir müssen immer wieder versuchen, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen, egal wie. Manchmal ist das mit einer Grätsche, manchmal ist das mit einem harten Zweikampf. Aber natürlich für mich hinten, natürlich, ich will jeden Zweikampf gewinnen. Und deswegen habe ich so viele Bälle reingeschmissen mit Grätsche. Und ja, wollte einfach die Jungs pushen und helfen mit meinen Aktionen und mit meiner Körpersprache. Offensiv hat es leider dann doch nicht zum Tor gereicht. Es sind auch hier zwei Punkte, vielleicht auch liegen geblieben, aber die Konkurrenz hat nicht gepunktet und jetzt nächste Woche habt ihr Schweinfurt zu Hause. Was nehmt euch da vor? Ja, also ganz klar, wir wollen das letzte Spiel in diesem Kalenderjahr gewinnen, ganz klar. Also mehr gibt es nicht so viel zu sagen. Es ist das letzte Spiel für dieses Kalenderjahr zu Hause vor allem. Wir wollen das Spiel gewinnen und mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen und regenerieren in der Pause und dann mit voller Energie, voller Fokus auf die Rückrunde und das Klassenein schaffen.
Thomas Otto
00:40:29
Sehr gut ich bin ja immer überrascht vom guten Deutsch von Ryan Melon oder? Also ich glaube es ist ja jetzt beileibe noch nicht so viele Jahre in Deutschland, aber das klingt ja schon wirklich richtig flüssig und mit ganz wenig Fehlern also richtig gut, krass, wie man da als Ami die schwere deutsche Sprache dann so schnell, so gut erlernen kann. Also richtig gut. Vielen Dank, Max, nochmal für das Interview und ich glaube, es passt, dass wirklich das Mentalitätsmonster Melon hier auch ausgezeichnet wurde vom Kicker mit der besten Note 2,5 von allen Feldspielern. Also Louis Lorde hat ein 2,0 bekommen, aber alle anderen, auch die Duisburger, hatten keine bessere Note bekommen. Also wirklich ein richtig gutes Spiel von unserem Abwehrmann da hinten drin.
Martin van Elten
00:41:17
Ist denn jetzt der Louis Lord der große Lord oder der kleine Lord?
Thomas Otto
00:41:21
Für mich ist es ja der große Lord im Tor.
Tobias Düsterdick
00:41:23
Na, natürlich der große Lord mit dem erdrückenden Handschlag.
Martin van Elten
00:41:29
Ach ja, die Anekdote. Aber was ist denn der kleine Lord? Ihr müsst mich da mal aufklären.
Tobias Düsterdick
00:41:34
Das ist doch eine kleine Weihnachtsgeschichte. Also ich meine, letztlich gesehen, das ist doch ein weißer Junge, der dann rausfindet, dass er eigentlich zu einer Adelsfamilie gehört. Und ich habe das früher mit meiner Mutter immer zusammen geschaut zu Weihnachten, als ich noch ein kleiner Junge war. Und die fahren dann ja durch den Eingangstor und sie fragen, ist denn das hier jetzt schon das Schloss? Nein, das ist das Eingangstor. Und das ist so die Szene, die mir jetzt so aus dem Film in Erinnerung geblieben ist.
Florian Dawin
00:42:06
Ja, habe ich auch wie Tobi mit Oma geguckt früher, also an Weihnachten auf ganz klares Ding und einfach diese, ja, vom kleinen Jungen, der nichts hat, zu dem Jungen, der in so einem riesen Schloss da sitzt und nicht weiß, wo er mit den ganzen Zimmern hin soll und was er da machen soll. Und der Opa, der da ist, eben der Hausherr, der auch einfach, wo diese Verbindung zwischen den beiden erstmal aufgebaut werden muss.
Thomas Otto
00:42:35
Ja, aber geht mal von aus, dass Louis Lord wahrscheinlich die Anekdote oder die Geschichten schon tausendmal gehört hat und, glaube ich, unangenehm berührt ist, wenn man ihn als kleinen Lord oder großen Lord, wie auch immer, dann anspricht. Wir tun es trotzdem, um einfach Louis zu danken für diese guten Leistungen in diesem Jahr. Unser großer Lord, Louis Lord.
Florian Dawin
00:42:57
Wisst ihr, was ich ganz spannend finde in einem Interview? Nochmal. Wir haben ja vorhin über Dissonanzen innerhalb des Trainerteams geredet oder der sportlichen Leitung ganz am Anfang. Aber im Team, wenn man das so auf dem Platz sieht und so ein bisschen links und rechts vom Rasen mitbekommt, scheint das ja eigentlich größtenteils zu funktionieren oder sehe ich das falsch?
Martin van Elten
00:43:20
Nee, das sehe ich auch so. Ich sehe auch nicht, dass es irgendwelche Grüppchen oder so gibt. Es gibt Leute, die sind mehr oder weniger integriert in der Mannschaft, aber ja, das stimmt schon insgesamt in der Truppe, glaube ich.
Thomas Otto
00:43:31
Ich glaube, man kann ja nie so wirklich von unserer Seite irgendwie hinter die Kulissen blicken. Ihr vielleicht, die dann häufiger vor Ort seid oder vielleicht auch auf der Presseturbüne oder hinter den Kulissen dann auch nochmal ein bisschen mehr mitbekommt, wenn ihr die Jungs zum Interview habt, wie die miteinander umgehen, wie die miteinander reden dann. So von der gewissen Entfernung, die ich jetzt hier habe, würde ich das auch nicht sehen, dass es da irgendwie Krüppchen gibt. Ich glaube, da hört man jetzt auch nichts. Und was mir dann in dem Bezug nochmal in Erinnerung kam, war die Aussage von Marvin Stefaniak bezüglich der Entlassung von Emmerich und Heidrich, der nämlich sagte, dass ihm das scheißegal ist, was da auf der Trainerposition passiert. Nämlich ihm ist eher bewusst, dass die Mannschaft liefern muss und dass die Mannschaft halt einfach seit Jahren oder seit ein, zwei Jahren jetzt einfach nicht liefert. Scheinbar trainieren sie überragend im Training, aber kriegen es halt am Wochenende nicht auf dem Platz. Und da sieht halt Marvin Stefaniak eher sich und das Team in der Verantwortung, endlich mal Leistungen zu bringen oder die Leistungen am Wochenende zu bringen, und nicht sich hinter irgendwie Trainern oder Sportdirektoren oder irgendwelchen anderen Sachen im Management zu verstecken, sondern sieht einfach die Verantwortung bei sich und dem Team. Und das finde ich nochmal herausragend, dass er das auch so der Pressegegenüber halt sagt, weil alles andere wäre natürlich der einfachere Weg, den er gehen könnte, tut er aber nicht und Ryan Melon klingt ja schon ähnlich.
Tobias Düsterdick
00:44:57
Naja, also ich meine, ich kann mich ja noch an diverse Aufsätze von Mermis Pepitsch erinnern, also der ja fluchend wie ein Rohrspatz, der ja teilweise in den Spielertunnel gekommen ist und irgendwie, also, ja, das kostet mich alles an hier, so eine Scheiße hier. Und der aber auch nie erklären konnte, was sein Problem da jetzt auch genau war. Aber irgendwie, der auch nie für ein Interview bereitstand. Also ich denke ja so ein bisschen, also insofern war mein Eindruck ja schon immer, dass die Mannschaft ja in sich ja schon auch zugeneigt ist. Natürlich ist es so, das ist eine Truppe von 23 Leuten, dass ja nicht jeder jeden super leiten kann und dass ja nicht alle Best Buddies werden, das ist ja auch klar und dass die sich auch alle gegenseitig heiraten werden, Das ist ja auch klar, aber trotzdem muss man ja als Team irgendwie miteinander funktionieren.
Thomas Otto
00:45:48
Ja. Gut, hoffen wir, dass sie dann im letzten Spiel des Jahres dann auch mal wieder gut funktionieren, wenn nämlich das letzte Heimspiel entsteht. Mettenschicht im Erzgebirge, Heimspiel gegen Schweinfurt. Und zu Schweinfurt gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen, als dass sie mit Abstand auf dem letzten Platz liegen. 18 Spiele, 16 Niederlagen, zwei Siege. Die letzten neun Spiele, acht verloren, nur ein Sieg. Das gegen Hoffenheim, was glaube ich schon ein Ausrufezeichen ist. Also unterschätzen darf man sie nicht. Aber im Endeffekt kommt halt wirklich die schwächste Mannschaft der dritten Liga zum aktuellen Zeitpunkt einfach jetzt ins Erzgebirge. Und wie Ryan Melones sagt, es zählt nur der Sieg, Florian. Oder hast du mehr Angst vor Schweinfurt als ich?
Florian Dawin
00:46:41
Nein, ich habe nicht mehr Angst vor Schweinfurt. Ich habe gestern mir die zweite Halbzeit gegen Havelse angeguckt. Und das hat mich jetzt nicht geschockt, auch wenn man das Spiel jetzt natürlich Letzter gegen Vorletzter auch gar nicht so richtig einschätzen kann, was die Qualität angeht. Aber die haben halt sechs Punkte. Da müssen wir einfach gegen die das Heimspiel gewinnen und damit eben vielleicht mit viel Glück noch den Sprung über den Strich schaffen. Wenn nicht, ist auch nicht so schlimm. Entscheidend sind einfach drei Punkte zu holen und da an diesem Pack von Mannschaften vor uns einfach dran zu bleiben. Das englische Pack.
Martin van Elten
00:47:25
Das Wolfpack.
Thomas Otto
00:47:27
Ja. Martin, du ein paar Spiele von Schweinfurt gesehen oder so ein paar Spiele, auf die man aufpassen muss von Schweinfurt?
Martin van Elten
00:47:36
Ich habe sogar in meiner Groundhopper-App nachgeguckt. Ich habe noch nicht ein Spiel von Schweinfurt gesehen. Das liegt aber auch daran, dass mich die Regionalliga Bayern null interessiert. Ja, ansonsten Johannes Geis kann man nennen. Ist er gebürtiger Schweinfurter. Kennt man wahrscheinlich aus seiner Zeit bei Schalke am meisten noch oder war er dann auch noch bei Köln, bei Mainz, genau, Nürnberg noch zuletzt und ja, da würde ich halt sagen, die haben so ein paar Jungs direkt aus der Region und ansonsten, ich meine, dass die jetzt so abgeschlagen sind, überrascht mich dann schon, das ist ja eher ungewöhnlich, auch aus der Regionalliga Bayern sind die Mannschaften ja meistens nicht so schlecht, wahrscheinlich noch Manuel Winsheimer muss man auch noch nennen als sehr bekannten Spieler, ja, die haben halt ein paar Namen, aber ja, vor allen Dingen halt auch Jungs aus der Region.
Thomas Otto
00:48:30
Tobias, hast du irgendeinen Bezug zu Schweinfurt? Warst du schon mal in Schweinfurt?
Tobias Düsterdick
00:48:34
Ich weiß echt gar nicht, wo Schweinfurt liegt. Ich habe ja schon mal gesagt, ich war in Geografie der 5. und 6. Klasse immer furchtbar schlecht, weil ich die Lehren so furchtbar gehasst habe und ich das alles verweigert habe. Ich habe vorhin noch mal ein bisschen was zu Schweinfurt gelesen. Also Schweinfurt gilt als sicherer Absteiger und jetzt schon rufen so die Fans Absteiger, Absteiger, Absteiger. Also da scheint jetzt auch kein Leben mehr drin zu sein. Also das Spiel, das müssen wir gewinnen. Das müssten wir ganz, ganz zwingend gewinnen.
Thomas Otto
00:49:06
Obwohl man glaube ich schon sagen kann, dass es für Schweinfurt sicherlich etwas herausragendes ist, einfach Drittliga-Fußball mal zu sehen. Also ich kann mich nicht in meiner Fußballkarriere erinnern, dass ich irgendwas mal vom 1. FC Schweinfurt gehört hätte, außer dass er irgendwo in Bayern-Liga spielt scheinbar. Ja, jetzt nochmal helfen wir nochmal Tobias Geografie. Im Norden von Bayern hätte ich es jetzt so verankert. Bamberg, Würzburg, da oben die Ecke, oder?
Martin van Elten
00:49:33
Easy. Es ist in Unterfranken und es liegt am Main und der Namensbestandteil Furt, der weist ja darauf hin, dass es an einem Fluss ist, weil Orte, die Furt heißen, ja, das ist ja immer nach einer Flussquerung sozusagen. Bin an Frankfurt, Erfurt und so weiter. Ja, jetzt fragt mich nicht, woher das Schwein in dem Namen kommt, das weiß ich nicht.
Thomas Otto
00:49:59
Von den Fans.
Tobias Düsterdick
00:50:01
Nein, das ist doch...
Florian Dawin
00:50:04
Ich habe das Pack gesagt, es ist ja klar, dass das die Furt ist, wo man früher, wo der Fluss dann sehr niedrig war, Niedrigwasser hatte und die Schweine auf die andere Seite dann geleitet und geführt werden konnten. Morphologisch sehr gut hergeleitet, Martin, aber der Geschichtsteil, den lassen wir nochmal raus.
Martin van Elten
00:50:24
Es steht bei Wikipedia, dass es auch nicht klar ist, woher der Name kommt, aber es ursprünglich wohl Suinfurte oder so hieß.
Thomas Otto
00:50:34
Okay, das heißt, das ist dann aber auch ein Crown, der dir fehlt in der dritten Liga, oder Martin? Nächstes Jahr Rückspiel.
Martin van Elten
00:50:40
Ja, das ist absolut richtig. Ich kann ja im Rückspiel die Liga wieder kompletieren.
Florian Dawin
00:50:45
Ohne Akkreditierung bestimmt, ne?
Martin van Elten
00:50:47
Ohne oder mit Akkreditierung, ich komme.
Thomas Otto
00:50:49
Aber hallo, aber hallo. Ja, was man noch dazu sagen kann, die zwei...
Tobias Düsterdick
00:50:55
Ich kann sagen, dass Würzburg zumindest eine sehr, sehr schöne Stadt ist. Da war ich nämlich schon mal.
Thomas Otto
00:51:01
Das stimmt. Was ich noch dazu sagen kann, dass die zwei offensivst schwächsten Mannschaften ja aufeinander treffen. Schweinfurt mit 16 Toren und wir mit 19 Toren. Also das kann auch ein ziemliches Gehacke werden. Dann am, wann spielen wir? Samstag, Sonntag?
Martin van Elten
00:51:17
Samstag, 14 Uhr.
Thomas Otto
00:51:19
Samstag, 14 Uhr. Aber ich glaube, vielleicht ist auch der Spruch, wer das erste Tor schießt, gewinnt. Vielleicht gar nicht so schlecht, weil scheinbar ja nicht so viele Tore fallen werden. Aber ich glaube, wir sind uns einig, wir müssen gewinnen. Das kann vielleicht auch den einen oder anderen hemmen. Das kann vielleicht auch für den einen oder anderen Pfiff sorgen, wenn es einfach vielleicht zur Halbzeit noch irgendwie unentschieden steht oder man vielleicht doch auch hinten ist. Die Hoffnung ist einfach, dass wir hinter der Mannschaft auch stehen, Egal wie es dann einfach läuft, weil wir glaube ich da auch einen wichtigen Part spielen bei diesem Spiel. Schweinfurt wird es glaube ich auch nicht so oft haben, dass man vor vielen tausend Zuschauern spielt. Da können wir eigentlich einfach die Mannschaft auch pushen und nach vorn treiben, um dann im Endeffekt, ihr habt es gesagt Florian, vielleicht sogar über den Strich überwintern, aber mal mindestens mit drei weiteren Punkten. Dann hätten wir mal über 20 Punkte bei 19 Spielen. Das ist ja dann, sagen wir mal, der Anfang einer Aufholjagd, die wir dann im nächsten Jahr starten werden, um uns da irgendwie unten rauszukämpfen. Ich bin hier gerade auch mit dem Blick auf der Tabelle, was man halt auch sagen muss, wenn man jetzt mal Havelson-Schweinfurt so ein bisschen außen vor lässt, sind es ja doch auch sehr namhafte Traditionsvereine, die da gerade unten im Drittliga-Abstiegskampf stecken. Und das macht mir tatsächlich ein bisschen Angst, Florian, wenn wir so Mannschaften wie Ulm, Aachen, Saarbrücken, Ingolstadt, Jan Regensburg da unten mit drin haben und uns und wir sagen müssen, von diesen sechs Mannschaften werden wahrscheinlich zwei davon im nächsten Jahr Regionalliga spielen. Das wird schon noch ein harter Kampf, oder?
Florian Dawin
00:53:01
Ja, ich gucke mal ein bisschen in die Glaskugel hinein und berufe mich da auf dem Magenta-Podcast, Sportpodcast, die ja sehr, sehr drückender drin sehen, dass die noch richtig runden reinrutschen, weil die ja einfach nicht diesen Abstiegskampf gewohnt sind. Die sind ja mit ganz anderen Ambitionen in die Saison gestartet. Ja, Ulm hat jetzt nach dem Dotschef da angeheutert auch noch nicht richtig das Ruder rumgerissen. Aber ich glaube, wir müssen uns auf ein... Also wir brauchen lange Atem. Also das kann wirklich sein, dass wir bis zum letzten Spieltag da zittern müssen, dass wir die Klasse erhalten. Und das wäre enorm wichtig natürlich, denn Abstieg in die Regionalliga, das will ich mir gar nicht ausmalen, was das für Folgen für die kommenden Jahre hätte.
Thomas Otto
00:53:48
Und der letzte Spieltag, da kommen wir wieder an den Punkt, fahren wir alle mit Martin nach Schweinfurt und durchqueren den Main.
Martin van Elten
00:53:57
Wir werden die Scheimauer durchbrechen.
Thomas Otto
00:53:59
So sieht es aus. Wir gucken auch noch mal kurz auf das erste Spiel dann im, neuen Jahr, denn es geht dann gleich Mitte Januar an die Ostsee nach Rostock und ich glaube das Hinspiel, wenn ich mich nicht, Unentschieden, genau. 0 zu 0. Rostock, glaube ich, gerade aktuell gut drauf, sind oben mit dran, spielen um den Aufstieg. Wird ein erwartbar schweres Auswärtsspiel, Martin, oder?
Martin van Elten
00:54:33
Ja, also Rostock hatte Aue ja über Jahre jetzt nicht verloren, bis zum letzten Spiel. Ich glaube, fast zehn Jahre. Eigentlich haben die uns immer gelegen. Daniel Brinkmann scheint aber der Trainer zu sein, der dann auch irgendwie die Wende bringt. Ist ja auch interessant, dass sie an ihm festgehalten haben und ihn nicht entlassen haben. Ich glaube, die sind aber sogar auswärts stärker als Heimstärker. Die haben schon ein paar Heimspiele dumm verloren. Und Florian, du kannst uns da ja noch ein bisschen mehr über Daniel Brinkmann erzählen. Der spielt ja bei euch in der Kreisliga.
Florian Dawin
00:55:02
Ja, Daniel Brinkmann bin ich über einen Bekannten draufgekommen, der als ersten Podcast von uns die Glendewon-Folge sich angehört hat. Also nochmal Hörerempfehlung, wer noch nicht die Glendewon-Folge gehört hat oder nochmal an gute Erinnerungen anknüpfen möchte, der sollte die Glendewon-Folge nochmal hören. Naja, und der erzählte dann, ja, hier, ich bin hier bei Schlangen, das ist mein Verein und ich bin in der Pressewart, also im Sinne von Kreisliga, dass er da die ganzen Homepage-Interviews macht. Ich habe letztes Jahr, letzte Saison in der Kreisliga, da habe ich einen hier spielen gesehen. Das ist hier der Daniel Brinkmann. Das ist richtig der beste Kicker, die ich je gesehen habe. Und der Daniel Brinkmann hat tatsächlich in der letzten Saison, also 2024, 2025, hat er hier in Hornbad-Meinberg in der Kreisliga A Detmold 17 Spiele gespielt, 30 Tore geschossen. Also ich glaube, der hat im Prinzip die Hinrunde, da war er glaube ich vereinslos, hat er dann da durchgespielt. Da spielt glaube ich auch sein Bruder, wenn ich das richtig im Kopf habe und andere Kumpels. Und tatsächlich hat er jetzt in dieser Saison auch schon drei Spiele gespielt, unter anderem drei Spiele, drei Tore. Als die Rostocker freitags in Duisburg gespielt haben, da hat er dann sonntags einfach nochmal seine Fußballschuhe geschnürt und hat dann da seine, keine Ahnung, 70, 80 Minuten abgerissen. Ja, das ist schon auch eine ganz coole Note. Da scheint ein guter Typ zu sein auf jeden Fall.
Thomas Otto
00:56:35
Sehr gut. Ja, schauen wir mal, wie viel sich dann auf den Weg machen nach Rostock, und wie dann das Spiel dort verlaufen wird. Gut, dann sind wir auch schon fast am Ende des Jahres angekommen und am Ende dieser Folge angekommen. Wir können noch vermelden, dass wir einen Nationalspieler haben mit Juna Fabich und wir ihn ja abstellen müssen wahrscheinlich im Januar. Er wird mit seinem Verein in seinem Land beim Afrika Cup spielen. Wann geht das los, weiß das jemand von euch? Wie lange wird er fehlen uns?
Martin van Elten
00:57:16
Also meiner Meinung nach fängt der Afrika Cup jetzt diese Woche an, oder? 21. Dezember, genau, bis 18. Januar.
Thomas Otto
00:57:25
Okay, das heißt, wenn es für uns gut läuft, ist Zimbabwe dann gar nicht mehr im Turnier, wenn dann für uns die Spiele wieder Mitte Januar beginnen. Also, Junaf, habe ich viel Erfolg beim Afrika Cup.
Tobias Düsterdick
00:57:38
Genau, habe ich schon mal erzählt, dass ich in meiner Studierendenzeit im Bachelor, sechs Wochen ein Praktikum in Zimbabwe gemacht habe?
Thomas Otto
00:57:47
Nein, damit kommst du jetzt erst raus.
Tobias Düsterdick
00:57:49
Ja, Doch, deswegen, das war eine, ich habe da in einem Eltzweißenhaus gearbeitet und das war eine sehr, sehr spannende Erfahrung, denn Zimbabwe ist ein Land voller Widersprüche. Also wir sind gelandet in einer Stadt namens Harare, das ist so die Hauptstadt dort und wir haben uns dann nach über Querquer irgendwie, also Querquer, das ist sowieso die zweitgrößte Stadt dort. Und dort gab es damals so ein riesiges Metallwerk und das hat so viel Strom gezogen, da gab es irgendwie so vier große Viertel und da wurde irgendwie random entschieden, welches dieser Viertel jetzt irgendwie gerade Strom hat. Und irgendwie, und das war immer so, dass irgendwie wir saßen da alle im Dunkeln da in diesem Viertel und dann auf einmal sprang das Licht an und alle Menschen von, also alle Bewohner von Zimbabwe sind dann aufgesprungen, um zum Fernseher zu laufen, um dort eine Serie zu schauen. Und dann waren wir in einem ganz, ganz kleinen Dorf. Und das war für mich damals so, als Anfang 20-Jähriger, ja, so der übelste Kulturschock. Denn dort gab es ja weder Strom noch fließend Wasser. Also wir mussten dort wirklich zum Brunnen laufen. Und irgendwie die Toiletten, das waren einfach nur Löcher im Boden, die irgendwie ummauert waren. Und ich weiß noch irgendwie, als ich mal nachts ganz um drei auf die Toilette musste, dass ich mir, oh Gott, hoffentlich werde ich jetzt nicht von irgendeinem wilden Tier gefressen, was jetzt irgendwie da war. Aber es war eine sehr, ja, wie soll ich das sagen, erdende Erfahrung, mir meine Frühstücksmilch mir da direkt von der Kuh zu holen. Aber eine dumme Kuh hatte mir einmal da den Eimer umgetreten, also... Also von dahingehend, das war schon eine besondere Erfahrung für mich.
Thomas Otto
00:59:39
Andere Welt. Und auch mal gut zu sehen, dass es solche Lebenssituationen noch gibt. Aber es ist dann halt schon ein paar Jahre her. Sonst hättest du dir schön so ein Jona Fabisch-Trikot mitnehmen können oder mitbringen können.
Martin van Elten
00:59:52
Übrigens, die Eltern von Jona Fabisch oder die Mutter von Jona Fabisch leitet jetzt die Rainer Fabisch School of Football. Und einer deren Ziele ist auch die HIV-Prävention und irgendwie Fußball und Bildung zu promoten.
Tobias Düsterdick
01:00:08
Ja genau, darf ich dazu noch kurz was sagen? Wir hatten dort dann immer irgendwelche Werbeschilder gesehen, wo dann Männer dazu aufgefordert wurden, bitte doch nur eine Frau zu haben. Und uns hatte ein Pastor begleitet, der hatte irgendwie vier Frauen gleichzeitig, aber die irgendwie nichts voneinander wussten. So, das war zumindest damals mein Eindruck.
Thomas Otto
01:00:28
Soll es vielleicht in Deutschland auch geben, aber da wahrscheinlich noch mehr gesellschaftlich akzeptiert, als es bei uns der Fall ist. Wie finde ich jetzt den Übergang zum Helge der Woche? Martin, hilf mir bitte dabei.
Martin van Elten
01:00:41
Ich lese es einfach vor. Helge der Woche, schöne Erinnerungen, mein Besuch in Moskau bei Dynamo Moskau mit meinem besten Freund Alexander O. Danke dir, mein Freund und General, Herzchen. Ich fliegte damals direkt vom Trainingslager nach Moskau und wollte Spieler verurholen. Wir taten alles, alles Denkbares machbar. Ich glaube, alles Denkbare und Machbar ist der Slogan der Leonard Group. Und ja, im Hintergrund sieht man so schön von Dynamo Moskau noch ein Bild von 2014. Aber das ist das erste Mal, dass ich das höre, dass er da hingeflogen ist und Spieler verpflichten wollte. So viel kam da ja nicht raus.
Tobias Düsterdick
01:01:20
Ja, ich wollte auch gerade sagen, hatten wir jemals einen Spieler von Dynamo Moskau?
Thomas Otto
01:01:27
Es gab ja mal diese Kooperation, wo man perspektivisch was aufbauen wollte, was aber nie passiert ist. Ich glaube, das hatte vielleicht auch eher wirtschaftliche Gründe, die da im Hintergrund die Leonard-Gruppe zu irgendwelchen Aufträgen gebracht hätte. Aber rein sportlich hat uns das, glaube ich, nichts gebracht. Und gut, ist vielleicht auch Aussage genug, wenn Heike Löhner in diesen Zeiten irgendwie einen Post über Russland macht und mit General, mein General irgendwie seine Kumpels anspricht, dann spricht das ja für sich. Gut, dann sind wir auch schon am Ende der Folge.
Martin van Elten
01:02:07
Ich möchte euch jemanden grüßen.
Thomas Otto
01:02:09
Macht das?
Martin van Elten
01:02:10
Ein Hörer, den er mich angesprochen hat aus Krefeld, den Sascha. Herzliche Grüße. Er hört uns gerne seit ein paar Jahren. Immer wieder interessant, wo wir Hörer haben. Finde ich cool. Und ja, wenn ihr uns seht, fragt gerne was.
Thomas Otto
01:02:24
Genau.
Martin van Elten
01:02:25
Ich finde das immer wieder faszinierend, dass Leute einen erkennen.
Thomas Otto
01:02:28
Genau. Sprecht uns an, wenn ihr uns erkennt im Stadion. Oder schreibt uns natürlich auch gerne über die sozialen Kanäle, wenn ihr mal Feedback habt oder wenn ihr uns einfach mal einen Gruß da lassen wollt. Gut, dann haben wir das Jahr geschafft. Machen wir vielleicht noch eine kleine Abschiedsrunde, bevor wir hier in die Weihnachtspause gehen. Was war denn euer fußballerisches Aue-Highlight des Jahres? Fangen wir mal an mit dir, Florian.
Florian Dawin
01:02:55
Das war die Glennaven-Fahrt auf jeden Fall. Das war einfach mega genial. Völlig verrückte, ja für mich waren es ja dann in Irland, Nordirland, keine Ahnung, 48 Stunden maximal, kurz vor Schuljahresende. Das war aber trotzdem einfach genial.
Thomas Otto
01:03:13
Tobias?
Tobias Düsterdick
01:03:15
Oh, du überraschst mich gerade mit dieser Frage, denn es gab ja so viele besondere Spiele. Jetzt muss ich gerade wirklich mal direkt überlegen. Also ich glaube, ich würde da gar kein Spiel jetzt hervorheben wollen, sondern es war einfach eine Saison mit Tien und Höfen, mit Tiefen und Höhen.
Martin van Elten
01:03:33
Höhen und Tiefen.
Tobias Düsterdick
01:03:35
Mit Höhen und Tiefen. Ja, das war gerade wieder so ein typischer Furchtverschwecher von mir, Aber also von dahingehend, also die Saison einfach mit Aue, das war wieder eine ganz, ganz spezielle für mich.
Thomas Otto
01:03:47
Bei dir, Martin, was ist bei dir in Erinnerung geblieben?
Martin van Elten
01:03:50
Naja, die Glenavan-Fahrt auf jeden Fall fand ich auch mega stressig, weil ich da auch viel Content produziert habe von vor Ort. Ja, und sportlich ein Spiel, um ein Spiel mal rauszunehmen, das Regenswurksspiel natürlich. In der Nachspielzeit hatte ich ja noch Besuch aus Holland da, der zum ersten Mal bei uns halt war. Der fand es mega cool. Und ich glaube, das war auch in den letzten Monaten einfach das sportliche Highlight natürlich. Ja, es waren ja auch häufig dann schwache Auftritte, auswärts und zu Hause. Und ich weiß es sonst nicht. Also das Glenelvin Ding, das hat man einmal in 100 Jahren oder ich weiß es nicht. Das erlebt man ja wahrscheinlich nicht mehr wieder. und wer es halt verpasst hat, der hat ja auch keine Chance, ja sowas irgendwie mitzumachen. Was ich ein bisschen aber schade finde, dass da jetzt nicht so groß was draus gewachsen ist bisher, sondern dass das ja dann auch immer so auf Einzelkontakte sich dann beschränkt.
Thomas Otto
01:04:49
Aber ich glaube, die Kontakte gibt es noch und die werden auch gerade, glaube ich, auch wieder ausgebaut. Aber für mich ist auch die Klenowin-Ausfahrt natürlich das große Highlight auch wirklich der letzten Jahre. Und auch da nochmal wieder schön zu sehen, was wir als Fanszener oder auch wir als Verein insgesamt doch schaffen, wenn es auch selbst Saisons mit Tiefen und Tiefen ergibt, wie es Tobi jetzt gesagt hat. Und dass wir dann trotzdem aber uns nochmal einfach solche Highlights selbst organisieren und uns selbst durchführen. Und ich glaube, wir zehren insgesamt auch als Fanszene noch immer dann von diesen Tagen und erzählen wahrscheinlich uns gegenseitig oder auch unseren Freunden, Bekannten und Kindern noch Jahre später von dieser Reise. Es gibt die Bilder, es gibt die Videos und das wird einfach auf ewig unvergesslich sein. Und in diversen Jahrbüchern, die noch kommen werden zum 80., 90., 100. Geburtstag, glaube ich, wird diese Auswärtsfahrt immer mit auftauchen und wir waren dabei. Ich glaube, wenn wir es abschließen wollen, ich hatte gehört, es gibt so eine kleine Delegation, die jetzt über Weihnachten, Silvester tatsächlich nach Nordirland fahren wollen, um mal wieder ein Spiel zu besuchen. Es gibt ja den Boxing Day dann auch in Nordirland, in der nordirrlichen Liga und ich hatte so vernommen, dass es auch ein paar Jungs gibt, die hochfahren wollen und dann wieder den Kontakt wieder aufleben lassen wollen. Also gute Reise, wenn ihr uns hört. Grüßt aus dem Erzgebirge. Gut, und ja, dann sind wir eigentlich auch schon am Ende. Gibt es noch etwas, was ihr den Hörenden mitgeben wollt?
Tobias Düsterdick
01:06:28
Also ich wünsche euch allen frohe und gewichtete Weihnachten und ein frohes neues Jahr und wir hören uns dann nächstes Jahr wieder.
Thomas Otto
01:06:35
Ich glaube, da schließen wir uns alle an. Vielen Dank für eure Treue. Vielen Dank, dass ihr uns weiterempfehlt und immer dabei seid. Und auch wenn es so schlecht einfach spielerisch läuft, glaube ich, ist Zusammenhalt hier was Wichtiges. Und das sollten wir im nächsten Jahr dann einfach auch wieder ins Stadion tragen und den Vereinen unterstützen, auf welche Art und Weise wir auch immer es tun können. In diesem Sinne, bleibt gesund, habt eine gute Zeit, wir hören uns im neuen Jahr. Macht's gut. Ciao, ciao.
Martin van Elten
01:07:02
Ciao.
Florian Dawin
01:07:03
Ciao.
Tobias Düsterdick
01:07:04
Ciao, ciao.