Auepodcast

Florian Dawin, Martin van Elten

Folge 91: Glück auf, Dabro!

11.02.2026 59 min Martin van Elten, Tobias Düsterdick, Thomas Otto

Zusammenfassung & Show Notes

Zwei bittere Spiele, ein Trainerwechsel und ein Punkt, der sich eher wie ein Trostpflaster anfühlt. Die Wismut steckt weiter im Tabellenkeller fest. Nach der schwachen zweiten Halbzeit gegen Ulm und der späten Niederlage in Havelse zieht der Verein die Reißleine – Jens Härtel muss gehen, Christoph Dabrowski übernimmt.

Im dritten 6-Punkte-Spiel in Folge gegen Saarbrücken gelingt immerhin ein Remis, doch die Lage bleibt angespannt.

Wir sprechen über die drei Spiele, den Trainerwechsel und die Frage, wie es jetzt weitergehen kann.

Viel Spaß beim Reinhören!

Transkript

Hallo und willkommen zum Aue-Podcast. Ja, heute mit Folge 91 und wir hören mal in eine entscheidende Szene rein.
Interviews
00:00:18
Ja, wir werden uns jetzt, wir werden zurückfahren, wir werden uns unterhalten und dann, und dann werden wir schauen, was passiert. Hört ihr aus? Aber nach wie vor kann ich immer sagen, dass Jens Hertel hervorragende Arbeit macht, akribisch ist mit seinem Trainerteam, wir halt keine Erfolge feiern. Das ist das größte Problem und das ist leider Gottes ein Füßball schwarz und weiß und ja, so ist es halt.
Martin van Elten
00:00:41
Ja Florian, du hast es ja auch miterlebt, es war nach dem Spiel beim TSV Havelse 1 zu 3 Niederlage, Jens Hertel wurde entlassen oder freigestellt, muss man ja heutzutage sagen. Und ja, vielleicht nimmst du uns mal mit in die Szene. Du hast das ja vor Ort sozusagen mitgemacht.
Florian Dawin
00:00:57
Ja, wir waren vor Ort und haben dann etwas länger gebraucht, bis wir tatsächlich dann eine Mixzone fanden. Die gab es dort in Havel, nein, in Hannover ist es ja, beim TSV Havel ist es nicht so richtig. Und dann standen wir da an einem Ausgang vom Stadion Richtung, muss ich vorstellen, dahinter ist der Komplex der Akademie von Hannover 96. Und dann waren die Kollegen Micha Thiele und Paul Steinbach und wir standen da und führten das Interview mit Tarnath. Und da kam natürlich offensichtlich die Frage zu dem Trainer nach diesem desaströsen Auftritt in den letzten 15 Minuten und dem desaströsen Auftritt in der zweiten Halbzeit gegen Ulm.
Martin van Elten
00:01:41
Ja, es hatte sich ja schon lange angedeutet. Ich denke mal, dass spätestens seit dem Spiel, ja, im September stand Hertel ja schon deutlich in der Kritik. Im September stand er ja schon quasi vor der Anlassung, zunetzt jetzt im Dezember, als man sich dann entschieden hat, sich von Jörg Emmerich und Matze Heidrich zu trennen und Lars Fuchs zu holen als neuen Co-Trainern. Es ist doch insgesamt dann ein bisschen unrühmlicher Abschluss für Hertel in Aue, oder?
Florian Dawin
00:02:10
Ja, auf jeden Fall. Die letzten zwei Spiele waren richtig schlecht in der Gesamtheit betrachtet. Auch wenn es gute Phasen gab, aber gerade dieses 3-1, wie man sich da hat am Ende auskontern lassen und diese saftlose zweite Halbzeit gegen Ulm, das war schon wirklich sehr, sehr traurig und tragisch und man hat es ja auch dann an der Reaktion der Fans in Hannover gesehen, die dann ja doch in einer großen Vielzahl zum Spiel gefahren waren, knapp 500 Gäste und dann auch sich schon einige in den Innenraum gemacht haben, um mit Michael Tarnath und den Spielern Klartets zu reden.
Martin van Elten
00:02:55
Würdest du sagen, die Entlassung war zu spät?
Florian Dawin
00:02:58
Nee, ich würde sagen, dass die Entlassung nicht zu spät war. Dafür war das Spiel gegen Hansa Rostock zu gut und dann eben unglücklich verloren. Hätte man dort deutlich schlechter gespielt und hätte dann so schlecht gegen Ulm gespielt, hätte ich eine Entlassung nach dem Ulm-Spiel verstanden. Und so konnte ich noch verstehen, dass man Hertel diese eine Chance gab oder der Mannschaft die eine Chance gab, um das Ruder rumzureißen.
Martin van Elten
00:03:24
Da muss ich direkt ein bisschen andere Meinungen vertreten. Also ich finde, es ist viel zu spät, wenn du siehst, dass es nicht läuft. Auch wenn natürlich jetzt, man kann jetzt bei uns alte Podcast-Folgen rausholen und wo wir natürlich auch das differenzieren, zu sagen, es gibt das Argument für Hertel weiterzumachen, das Argument dagegen. Aber insgesamt ist es dann doch so ein Abwärtstrend, der auch in der Dynamik nicht zu stoppen ist. Und ich meine ... Ich finde das auch im Nachhinein eine ganz komische Personalrochade, dass sich Hertel jetzt erst vor Weihnachten noch durchgesetzt konnte, dass man an ihm festgehalten hat, in der Konsequenz, dass er Heidrich weg ist und wir einen neuen Sportdirektor haben und der dann so komplett ins kalte Wasser fällt und ihm ja auch dann jetzt im Winter alle Hände gebunden sind, irgendwie Neuzugänge zu bekommen. Also ich finde das eine ganz komische Gemengelage insgesamt. Und normalerweise hat ja Auer auch immer sozusagen früher die Reißleine gezogen, wobei man dann ja sagen muss, es hätten ja jetzt zwei Vorstände schon die Möglichkeit gehabt, Härte zu entlassen.
Florian Dawin
00:04:30
Ja, aber dann muss man auch wirklich klar benennen, dass da der aktuelle Vorstand halt eben vor Weihnachten im Dezember wirklich im Nachhinein wirklich schwach agiert hat, indem sie halt diese Entscheidung gegen Emmerich für Lars Fuchs entschieden haben und damit dann Matze Heydrich dann den Hut genommen hat, weil er seinen Mann Emmerich nicht gehen lassen wollte. Das ist eben eine ganz, ganz schwierige Gemäldnage, die dazu führte, dass wir auch in der Winterpause einfach handlungsunfähig waren im Hinblick des Transfermarktes.
Martin van Elten
00:05:10
Ja, oder weil er halt härter lassen wollte und sich nicht durchsetzen konnte. Und das Argument dann war, wir haben ja keine Alternative geliefert bekommen. Fände ich aber auch merkwürdig, wenn ein Sportdirektor sich schon Wochen oder Monate lang immer mit Nachfolgern beschäftigen würde. Ich weiß nicht, wie du das insgesamt siehst. Also dafür ist das Geschäft doch auch viel zu schnelllebig und es gibt irgendwie Dynamiken, wo man jetzt Möglichkeiten hat oder nicht.
Florian Dawin
00:05:36
Ja, irgendwie hat man sich da echt in eine falsche Entscheidung reingesteigert. Vielleicht, nachher muss man sagen, hätte man dann Hertel damals entlassen müssen. Dann hätte man noch mehr Zeitraum gehabt, um mit Matze Heydrich einen neuen Trainer zu suchen. Dann hätte man in der Winterpause auch mehr Chancen gehabt. Dagegen spricht natürlich auch wiederum, auch wenn Matze Heydrich den Hut gezogen hat, Und wenn wir uns jetzt mal die letzten zwei Transferperioden angucken, da ist auch schon, sind die Spiele auch einiges, ja, haben sie nicht nachgewiesen, was sie können und die Matze eigentlich verpflichtet hat.
Martin van Elten
00:06:15
Ja, ich glaube einfach, das Budget ist natürlich auch deutlich enger als vielleicht. Früher, also ich weiß nicht, wie gerade aktuell so die finanziellen Möglichkeiten sind und natürlich auch, wie der Ruf des Vereins gelitten hat. Es spricht ja Bände in der Pressekonferenz, der Vorstellung des neuen Trainers wurde ja auch noch verspäht nach Verpflichtungen gefragt und es kam dann ja raus, dass keiner kommen wollte sozusagen. Das hat mich schon sehr nachdenklich gemacht, dass man dann so blank im Winter ist, oder?
Florian Dawin
00:06:52
Ja und nein. Also wenn man jetzt wirklich vom Winter redet oder um Weihnachten drum, da hätte man sicherlich noch mehr Argumente gehabt, Spieler davon zu überzeugen, zu uns zu kommen. Da sah unsere Situation doch noch ganz in Ordnung aus mit dem Sieg gegen Schweinfurt. Aber jetzt kurz vor Schluss vom Transferfenster nach der Entlassung von Jens Hertel war das natürlich auch ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt. Im Grunde kannst du dem Spieler nicht klar sagen, wer jetzt der Trainer ist. Wenn du dann eben Freitag Härtel entlässt, Samstag den Kontakt mit Christoph Dabrowski aufnimmst, dann kannst du den Spieler nur sagen, ja, es wird wahrscheinlich Christoph Dabrowski kommen, wir haben da jemanden und dann gucken die natürlich auch dahin, wo steht Auge gerade und welchen Trend haben wir in den letzten zwei Spielen und wie ist die Stimmung einfach insgesamt. Und wenn ich dann an so Leihgeschichten auch denke von irgendwelchen, ja, Zweitligisten oder, ja, Zweitligisten.
Martin van Elten
00:07:52
Du meinst jetzt Vincent Okanzi.
Florian Dawin
00:07:54
Nee, den meine ich tatsächlich nicht. Das ist eine ganz andere Nummer. Aber ambitioniertere Ausleihen muss man sagen. Ja, dann denken sie sich natürlich auch. Wollen wir den da im Abstiegskampf irgendwie verbrennen? ein Spieler. Vincent Okansi steht auf einem anderen Blatt. Er ist halt einfach Stürmer, der von Arminia Bielefeld hat, aber im Prinzip nur in der Oberliga gespielt.
Martin van Elten
00:08:17
Hat da sicherlich auch überzeugt, aber, wir haben ja einen gemeinsamen Bielefelder Freund, der ist von ihm nicht gerade überzeugt. Er meinte viel Erfolg mit ihm.
Florian Dawin
00:08:31
Es ist halt ein Oberligaspieler. Das muss man, also auch Doch ehrlich mal sagen, Oberliga Westfalen ist halt dann doch nochmal deutlich darunter. Und dann muss man sich auch fragen, warum dann andere Spieler von uns jetzt in die Regionalliga verliehen wurde, die sicherlich qualitativ besser ist als die Oberliga Westfalen. Wobei das natürlich unsere Jungspunde sind und Vincent Okanzi hat natürlich schon so eine Körperlichkeit und hat auch Argumente für sich aber man hat ja auch am Samstag dann gesehen, dass es halt auch wirklich noch sehr roh ist, was er da spielt und über die Chance, die er da vergeben hat werden wir sicherlich später noch reden.
Martin van Elten
00:09:16
Kommen wir erstmal nochmal zurück zur Ehre Erte Härtel 41 Spiele, weißt du welche Punkte unter Jadz Härtel geholt wurden?
Florian Dawin
00:09:23
43.
Martin van Elten
00:09:25
Geraten oder?
Florian Dawin
00:09:27
Geschätzt ist ja bekannt, dass er so ein 1, irgendwas Schnitt, 1,1 hat und dann war das jetzt einfach.
Martin van Elten
00:09:33
Ist genau richtig, zeigt ja auch die ganze Misere, die er sozusagen hatte, schlechte Rückrunde letztes Jahr, im Sommer eigentlich ja auch schwer unter Druck, im Nachhinein ist es nicht auch verwunderlich, dass man im Sommer nicht schon gesagt hat, Jan Tertel geht das weiter oder nicht oder oder hatte man da die Idee von, Wir wollen jetzt auch der Verein sein, der sich nicht immer ständig von seinem Trainer trennt.
Florian Dawin
00:09:58
Ja, ich glaube, das war die Idee. Und man hatte, glaube ich, mit Jens Hättel, der ja auch wirklich einen guten Namen hat, hatte man wirklich Hoffnung, dass man mit dem was aufbauen kann und dann ihm auch eine Chance mehr zu geben. Aber rückblickend betrachtet wäre es natürlich vernünftig gewesen, da den Cut zu machen. Zumal ja auch schon seine letzte Station bei Eintracht Braunschweig war ja auch wirklich sehr, sehr schwach und seine guten Zeiten bei Magdeburg oder Hansa Rostock waren ja dann doch ja schon ein bisschen her.
Martin van Elten
00:10:32
Es ging ja dann auch schnell mit dem neuen Trainer. Neuer Trainer ist Christoph Dabrowski. Christoph Dabrowski war vorher Trainer bei Rot-Weiß Essen. Was hatte der da für einen Punkteschnitt? Was denkst du?
Florian Dawin
00:10:42
Der wird nicht viel besser sein, weil irgendwo habe ich jetzt nochmal gehört, dass er die ersten fünf Spiele auf jeden Fall bei RWE nicht gewonnen hat. Ein Punkteschnitt von 1,4.
Martin van Elten
00:10:55
Ja, 1,49 und davor bei Hannover 96 war er ähnlich, gut oder schlecht, war da aber auch nur 18 Spiele Cheftrainer und von daher, ja, Hannover Connection, Michael Tarnath kennt ihn da aus dem Nachwuchs, als er da war, dann am Ende wahrscheinlich auch kein überraschender Pick, oder?
Florian Dawin
00:11:14
Nee, hat Michael Tarnert ja auch auf der Pressekonferenz gesagt, er weiß, wie Christoph Dabrowski arbeitet, was er von seinem Team erwartet und da war, glaube ich, auch ehrlich gesagt der Faktor Zeit da und ausschlaggebend und da gab es jetzt keine großartige Alternative. Michael Tarnert hätte jetzt nicht noch irgendjemand anders aus dem Hut zaubern können, von dem er vielleicht gar nicht weiß, wie er arbeitet und ja, Drittliga erfahren ist er zumindest, Abstiegskampf erfahren auch, hat ja mit Hannover und auch Essen die Klasse dann gehalten und, Ich finde eine naheliegende Lösung und ich habe ein bisschen Hoffnung, aber nicht sonderlich viel.
Martin van Elten
00:12:02
Aber ist das nicht auch ein bisschen, also wir haben gerade gesagt, man hat nicht immer ungefähr unbedingt drei Trainer in Gedanken schon im Kopf, aber ist das nicht auch ein bisschen entlarvend oder enttäuschend, wie einfach dann so Entscheidungen getroffen werden? Also, dass man einfach das Naheliegendste nimmt?
Florian Dawin
00:12:23
Ja, aber so läuft das Geschäft ja oftmals. Also wir unterhalten es ja auch immer wieder darüber, wie kommen Spieler zu Vereinen, in dem Fall zu Aue, aber auch zu anderen Vereinen. Oftmals ist es ja einfach, dass ein Berater an den Verein tritt und sagt, ich habe Spieler XY. Was haltet ihr von denen? Und gar nicht so unbedingt immer das Scouting dann den Ausschlag gibt.
Martin van Elten
00:12:49
Ja, also ich finde auf jeden Fall kulturell interessant. Christoph Dabrowski ist ja aus Polen gebürtig und in Berlin aufgewachsen. Ich denke mal, am meisten in Deutschland ist er halt aus seiner Bochumer Zeit bekannt. Da war er ja sieben Jahre. Und ich würde ja auch mal sagen, er hat das auch clever gemacht, als er sich vorgestellt hat. Hat er gesagt, Glück auf, wenn man hier sagt. Also wusste er gerade, wo er angekommen ist. und Christoph Dabrowski, da kann ich direkt noch mal eine Anekdote zu erzählen. Klassenerhalt. Kannst dich noch an 2012 erinnern?
Florian Dawin
00:13:25
Nee, aber es wird wahrscheinlich...
Martin van Elten
00:13:26
Skerdi Lazzuri. Aue gegen Bochum, 2 zu 1. Wer stand da auf dem Platz bei Bochum?
Florian Dawin
00:13:34
Christoph Dabrowski.
Martin van Elten
00:13:37
Also das war dieses Riesensolo von Suri. Und ja, Bochum hatte ja die Relegation verloren. Ja, da war Tawrowski Kapitän. Und in der Tat, ich habe dir das ja schon geschrieben, ich habe Tawrowski schon zweimal in Klassenerheit erlebt. Die Jahre davor hat er ja auch die Relegation verloren mit Bochum gegen Gladbach.
Florian Dawin
00:14:02
Mensch, Gladbach, da war ich im Stadion.
Martin van Elten
00:14:04
Ja, ich auch.
Florian Dawin
00:14:05
In Bochum.
Martin van Elten
00:14:07
Ja, ich war beim Hinspiel, siehste. Wir haben also schon beide Christoph Dabrowski den Klassenhalt sichern sehen. Und von daher ist das doch mal ein gutes Omen. Damals auch bei OEM-Tor, wer? Martin Mendel natürlich.
Florian Dawin
00:14:19
Der Ewige.
Martin van Elten
00:14:20
Der Ewige. Naja. Ich denke, dann haben wir ja jetzt einen kleinen Überblick gegeben, auch über den Trainer. Ich finde auch interessant, dass das Trainerteam bleibt. Was denkst du, ist wahrscheinlich auch finanziellen Gründen geschuldet, dass man jetzt nicht das ganze Team ersetzt, richtig, oder?
Florian Dawin
00:14:37
Ja, auf jeden Fall.
Martin van Elten
00:14:38
Dann vielleicht nochmal in die letzten Spiele zurück. Wir hatten ja gegen den SSV Ulm gespielt. Da gab es ja auch das große Wiedersehen mit Pavel Dotschev. Hast du das mit der Markierung auf dem Trainerplatz gesehen? Das fand ich ganz cool. Also, dass man ihn da gezeigt hatte, wo er seinen Platz hat, ein PD dahin geschrieben. Ich glaube, wir hören ja auch nochmal gleich ein paar Interviews rein. So ein bisschen die Knackpunkte auf jeden Fall. Ja, Mende Der stand nicht im Tor, sondern Lord, Malone Kapitän und fliegt natürlich dann auch noch vorm Platz. Zwei Ex-Auer haben getroffen, Meneß Pepisch 2-0 und Ilias Löder 3-0, 90. Minute. Ja, es war, glaube ich, ein ganz bitterer Abend. Und ja, wie hast du das Spiel insgesamt gesehen?
Florian Dawin
00:15:27
Ja, die erste Halbzeit war von Auer Seite wirklich ordentlich und gut. Wo gibt es ja auch die riesen, riesen Chance von Mika Clausen. Frei aufs Tor und wo er den Ball, ich weiß gar nicht, war es der Pfosten oder schießt dann knapp vorbei, eins von beiden daneben gelegt hat. Ich glaube, wäre der reingegangen, hätte das Spiel durchaus anders aussehen können. Zumal wir auch in der ersten Halbzeit dann auch wieder der Marcel Segert, der jetzt zum 1-0 in der zweiten Halbzeit trifft, da durchaus ein hartes Einsteigen gegen Günter Schmidt hatte, der dann verletzungsbedingt raus musste. Die erste Halbzeit war also ordentlich, da kann man gar nichts gegen sagen, aber die zweite Halbzeit war ein Totalausfall. Das war ja kein Kampf, kein... Keine Dynamik einfach drin und ja gut, dann fiel halt schnell das 1-0 durch Marcel Segert und relativ zügig auch sechs Minuten später eben von Minis Pepic und dann kam dieses selten sinnlose Einsteigen von Ryan Malone quasi Mittelkreis mit Ansage aus fünf Metern.
Martin van Elten
00:16:36
Was denkst du, was geht da mit Ryan Malone vor? Also, ich muss mich da ehrlich fragen, Kollege Michael Thiel hat ja auch in der Pressekonferenz nachgefragt, ob der da ein Zeichen setzen wollte. Da hatte jetzt Jens Hättel irgendwie nicht so richtig was zu sagen. Ich glaube, die hatten auch noch nicht gesprochen. Ich weiß nicht, also Ryan Malone schafft das ja regelmäßig durch so Vollaussetzer sich selber vom Platz zu stellen, oder? Also, für mich ist das typisch, Ryan Malone. Und ich frage mich auch immer, wie das so einem erfahrenen Spieler passieren kann.
Florian Dawin
00:17:05
Zeichen setzen glaube ich nicht, weil dafür war es halt zu heftig, das muss man wirklich sagen. Ich glaube, dem sind die Pferde durchgegangen, also der hat gesehen, ich bin hier Kapitän, obwohl das spielt jetzt unbedingt noch nicht mehr eine Rolle, aber wir liegen 2-0 hinten, der ist wie alle Spieler dort ehrgeizige Spieler und dann kommt er halt über den Kampf und dann sind einfach die Pferde mit ihm durchgegangen und er hat diese riesen Krätsche ausgefahren und Blackout, absoluter Blackout.
Martin van Elten
00:17:34
Gut, wir haben natürlich auch wieder ein paar O-Töne mitgebracht. Hören wir mal rein, was Marcel Bär zum Spiel zu sagen hatte.
Interviews
00:17:41
Also ich denke, dass wir eine ordentliche erste Halbzeit gespielt haben mit einigen Torchancen. Die haben wir nicht genutzt. Und nun ist Fußball ein Ergebnissport, da hätten wir sogar mit 2-0 in die Halbzeit gehen können. In der zweiten Halbzeit sind wir durch einen Fehler in Rückstand geraten. Ein paar Minuten später regt das 2-0-plus die rote Karte und dann war das Spiel durch. Am Ende müssen wir sagen, dass wir in Unterzahl Glück gehabt haben, dass es nicht noch höher ausgeht. Es ist ein extrem bitterer Tag für uns, wenn wir uns für eine engagierte Leistung in der ersten Halbzeit nicht belohnt haben. und ja, Fußball ist hart und das ist immer ein scheiß Gefühl, ja.
Martin van Elten
00:18:25
Ja, das war doch eine interessante Zusammenfassung, Florian, ich glaube, Marcel Bär hat es ganz gut auf den Punkt gebracht, oder?
Florian Dawin
00:18:31
Definitiv und das ist einfach das, was sich jetzt die letzten, zwei Spiele und nochmal sehr stark gezeigt hat, aber auch die Spieler vor, die spielen ordentlich, die kriegen eine Halbzeit ordentlich hinzuspielen, die kriegen auch 60 Minuten, 70 Minuten gut hinzuspielen, aber sie schießen dann finde ich die Tore. So, keine Mannschaft dominiert über 90 Minuten in der dritten Liga das Spiel, die wenigsten, aber quasi keine. Aber wenn du immer nur mit keinem Tor dann da rausgehst oder gerade mit einem 1-0 dann da rausgehst, dann wirst du irgendwann mindestens ein Gegentor oder mehr Gegentore einfangen. Das ist das A und O, dass wir keine Leute haben, die zuverlässig die Tore treffen. Das Tor.
Martin van Elten
00:19:18
Ja, Marcel Bär wurde danach auch noch gefragt, was er zu dieser ein oder zwei Stürmerdebatte hält. Da hat er sowas sinngemäß gesagt, wie ja, das muss der Trainer ja entscheiden. Aber es ist doch bemerkenswert, dass jetzt auch dann mit zwei Stürmern gespielt wurde, oder?
Florian Dawin
00:19:37
Ja, auf jeden Fall. Und ich glaube, das macht auch was durchaus aus für ihn. Wenn du den Vincent O'Kensi da eben hast, dann kriegt Marcel Bär durchaus auch nochmal mehr Freiräume. Aber man muss auch wirklich sagen, dass die Mannschaft in den letzten Spielen wirklich teilweise echt schlecht gespielt hat, phasenweise. Also gerade die letzten 15 Minuten gegen Havelse waren ja unglaublich. Da werden wir nochmal gleich drauf kommen. Oder auch jetzt am Samstag gegen Saarbrücken. Da sind einfach so Dinge, die sind einfach nicht gut. Und deswegen stehen wir ganz zurecht da in einem Tabellenkeller und müssen hoffen, dass wir irgendwie ein Erfolgserlebnis bekommen und den Kopf wieder hochbekommen, um da noch rauszukommen.
Martin van Elten
00:20:26
Ja, weiterhin im Tabellenkeller steht natürlich auch Ulm. Und wir haben ja auch einen Rückkehrer gehabt mit Mjernis Pepic. Hören wir mal rein, was Mjernis Pepic zu sagen hat.
Interviews
00:20:35
Für dich kein Spiel wie jedes andere? Nee, auf jeden Fall nicht. Also ich habe mich auf jeden Fall gefreut, wieder hierher zu kommen, die Gesichter zu sehen. Viele Gesichter zu sehen, die ich sehr, sehr lieb gewonnen habe in den letzten zwei Jahren. Und allgemein auch in meiner Zeit hier. Und klar, habe ich nicht gejubelt, weil aus Respekt. Und ja, für mich war heute nur wichtig. Es geht gar nicht um mich oder irgendwie um das Spiel, das ich hier irgendwie, keine Ahnung, wieder hierher gekommen bin. Es ging einfach darum, dass wir gewinnen. Das war das Wichtigste, heute haben wir einen super Job gemacht, haben zu Null gespielt, haben drei Tore gemacht. Und wir können einfach zufrieden sein, aber es ist erst der Anfang. Vielleicht noch ein Satz auf zur Aue. Ich kann mir auch vorstellen, dass du das trotzdem auch ein bisschen verfolgst, die Tabellensituation. Guck mal, das ist ganz einfach. Ich wünsche dem Verein nur das Beste und ich hoffe, wir beide kommen da hinten raus. Ganz einfach. Brutal. Also ich bin auf jeden Fall weggeknickt. Ich muss jetzt schauen, wie es ist. Ich habe auf jeden Fall Schmerzen, aber ich bin jetzt keiner, der wegen so Wehwehchen irgendwie nicht spielt oder sowas. Ich werde auf jeden Fall meine Zähne zusammenbeißen und wir lernen jetzt gleich mit den Ärzten und so. Auch schauen. Ich hoffe, es wird schlimmer. Hast du da mit ihm auch mal ein Wörtchen gespawnt mit dem Rheinland-Alone? Nein, hatte ich gar keine Möglichkeit. Der war schon draußen, wo ich aufgestanden bin. Du hast die Szene gesehen. Da kam er nur wirklich mit dran. Trotzdem mit einigen Anlauf angeschossen. Ja, also ich spiele ja den Ball und der haut mich komplett um. Also finde ich ein bisschen unnützig, ganz ehrlich. Weil es geht immer noch darum, es geht um Gesundheit und alles. Und ich will dem nichts unterstellen, um Gottes Willen. Aber ein bisschen Fingerspitzengefühl haben bei solchen Situationen. Vielleicht mal nicht hingehen, bevor man jemanden verletzt. Ich meine, das hätte auch viel schlimmer enden können.
Martin van Elten
00:22:09
Ja, Florian, einiges drin. Am Ende bleibt natürlich die Situation, wie er beschreibt, beim Foul hängen. Also er kriegt das quasi gar nicht mit. Ist doch, finde ich doch interessant. Vor allen Dingen, ja, es hätte natürlich auch noch mal schwerer ins Auge gehen können, oder?
Florian Dawin
00:22:31
Ja, das war eine glückliche Fügung, dass er der eben nicht schwerer verletzt dabei wurde. Deswegen rückblickend nochmal, umso unnötiger das Foul. Und ja, dass er da auch ein bisschen emotional dann in der Situation ist und in der Gesamtgesammelmenge, Gelage, da er jetzt ja zurückgekehrt ist und ein Tor geschossen hat.
Martin van Elten
00:22:56
Nicht jubelt.
Florian Dawin
00:22:56
Und gut, über das nicht jubeln will ich jetzt gar nicht so, das finde ich auch ein bisschen albern, aber das ist eine andere Debatte. Aber man merkt ja auch, er hat sich ja wohl gefühlt beim Verein und die Leute, er erkennt Leute da, er sagt Leuten Hallo und das ist eigentlich das, was uns ja als Verein auch ausmacht, dass wir halt eben eine Identität haben, dass man eben auch vernünftige Trainingsbedingungen hat. Und das ist das, was eigentlich man in den Vordergrund stellen müsste, um bei neuen Spielern oder Vertragsgesprächen eben die Spieler zu catchen. Und irgendwie ist das jetzt nochmal umso bitterer zu hören, wenn man so im Moment den Fall Richtung Regionalliga da sieht.
Martin van Elten
00:23:46
Interessante Anekdote. Er hat dann beim Gehen noch so mehr oder weniger sinngemäß gesagt, er wäre ja gerne geblieben.
Florian Dawin
00:23:53
Das glaube ich ihm auch. Also ich meine, hätte er sich nicht umstellen müssen. Er war ja auch dann drei Monate vertragslos oder so. Also von daher jetzt nach Ulm gezogen. Ich weiß gar nicht, wo sein Lebensmittelpunkt sonst eigentlich ist. Also ich kann mir das ruhig vorstellen, wenn er noch einen Vertrag unterschrieben hätte. Oder bekommen hätte bei uns, bekommen und unterschrieben hätte, wie auch immer, dann wäre das ja wahrscheinlich auch sein letzter oder vorletzter Vertrag gewesen.
Martin van Elten
00:24:24
Reutling, die Ecke kommt daher. Aber er ist ja auch immer viel in Hamburg, wenn man seinen Social-Media-Profilen glauben kann.
Florian Dawin
00:24:32
Ja.
Martin van Elten
00:24:33
Ist ja auch schön da. Ja, kommen wir mal zum nächsten Spiel. Wir waren zusammen beim TSV Havelse. Wir waren ja schon jetzt zweimal in der Eilenriede. Ich glaube, die Szenerie ist ähnlich. Nass, kalt, nebelig. Es war nicht so nebelig wie beim letzten Spiel. Es war sogar ein bisschen Schnee da. Du hattest es ja schon gesagt, für mich auch eines der kältesten Spiele des Jahres. Und natürlich, ich will jetzt gar nicht zu lange auf dem Spielverlauf rumhacken. Also, Aue war ja in Führung gegangen durch Jona Fabisch und hat dann ja in einer Viertelstunde drei Gegentore bekommen. Ich würde mal sagen, wir hören auch nochmal direkt in die Einschätzung von Michael Tarnath rein.
Interviews
00:25:11
Also ich glaube, dass wir in der ersten Halbzeit gut im Spiel waren, machen das Tor, haben kurz nach der Halbzeit die Chance zum 2-0. Ja, wir müssen die Dinge einfach reinmachen. So, wenn das 2-0 fällt, dann ist das wieder ein ganz anderes Spiel, aber wir können nicht immer von wenn und was und wie. Das ist halt enttäuschend. Also muss man ganz ehrlich sagen, so wie dann, ja, wie die Tore dann auch zustande kommen, hin und her, Ping-Pong und keiner klärt den Ball. Wie gesagt, ist enttäuschend. Aber wie stellt man denn so eine zweite Halbzeit ab? Jetzt haben wir ja wieder eine erste Halbzeit, wo wir sagen können, waren wir ordentlich. Und dann kommt eben so ein Stück weit auch eine gewisse Passibilität dann auch rein. Ich meine, klar war so generell ein schwieriges Geläuf, was so viele Körner kostet. Aber ich meine, wir müssen ja trotzdem auch gucken, man braucht ja Punkte. Und vor allem jetzt gegen die direkten Konkurrenten waren das zweite Mal in den Mitkonkurrenten dann im Endeffekt ja durch drei Punkte aufgebaut. Ja, ist ja alles richtig. Ich glaube aber, dass alle, die auf dem Platz stehen, nicht absichtlich das machen. Das ist vielleicht auch eine Blockade im Kopf, das weiß ich nicht. Das müssen wir herausfinden. Wie gesagt, Fakt ist, wir müssen das 2-0 machen. Wenn wir das 2-0 machen, gehen wir als Sieger vom Platz. Dann merkst du halt wieder, okay, dann rattert es, dann rattert es. Dann lassen wir uns weiter nach hinten drängen. Dann fallen halt Bälle vom 16er runter. Dann schießen sie aufs Tor. Irgendwie pingpong ist er drin. Dann kommt das 2-1 und dann irgendwann sind die Köpfe wieder unten. Und dann haben wir das gleiche Spiel wie Lizarow. Bei solchen Fehlern, die dann auch auf dem Platz gemacht werden, kann man ja nur schlechten, dass das Ganze dann einen Trainer angreifen. Nichtsdestotrotz ist es ja so, dass dann irgendwann, man merkt ja auch gerade bei den Fans, die dann noch ein Stück weit aufgebracht sind, irgendwann wird es dann schwierig, dann auch weiterhin Argumente zu finden. Sie haben ja trotzdem auch vor dem Spiel gesagt, also für Sie ist es jetzt kein Entscheidungsspiel, aber trotzdem, wie muss man da jetzt auch die nächsten Tage angehen? Oder wie hat man sich das dann vorzustellen? Ja, wir werden uns jetzt zurückfahren, wir werden uns unterhalten und dann werden wir schauen, was passiert. Fertig aus. Aber nach wie vor kann ich immer sagen, dass Jens Hertel hervorragende Arbeit macht, akribisch ist mit seinem Trainerteam, wir halt keine Erfolge feiern. Das ist das größte Problem. Und das ist leider Gottes ein Fußball schwarz und weiß. Und ja, so ist es halt. Noch eine Frage von mir. Waren Sie gerade auch betrieben von den Fans? Was haben die Fans gesagt? Wie haben die reagiert? Was kam da vor allem? Ja, sie sind enttäuscht. Genauso wie wir alle. Wir haben Unmut kundgetan und ist auch verständlich und das ist auch legitim. Und wir müssen uns dann, wenn wir so eine Serie haben, dann müssen wir uns auch den Leuten stellen. Das gehört dazu. Weil die haben alle Angst um ihren Klub und ich finde das auch gut, dass die das so kommunizieren. Auch den Jungs gesagt haben, vielleicht öffnet das denen nochmal die Augen oder geht denen durch den Kopf, wie die Jungs da drüben oder die Fans leiden, wenn wir die Spiele verlieren.
Martin van Elten
00:27:57
Florian, ich glaube eine ganz gute Analyse vom Spiel, gerade von den letzten 15 Minuten. Fußball ist schwarz und weiß ist mir hängen geblieben. Wir hatten uns ja direkt nach dem Interview auch so ein bisschen darüber unterhalten. Ich finde es schon interessant, wie er natürlich jede Aussage zum Trainer irgendwie versucht zu vermeiden. Außer natürlich, dass jetzt Härtel macht gute Arbeit und so weiter. Aber meinst du, es liegt daran, dass er gar nicht die Entscheidungsgewalt hatte, den Trainer zu entlassen? Oder warum ist das so wenig entschlossen?
Florian Dawin
00:28:29
Ja, das ist wahrscheinlich dieses Problem, wer hat jetzt die Verantwortung, wer hat die Entscheidungsgewalt? Das ist ja etwas, über das wir uns schon immer wieder unterhalten haben. Ich weiß gar nicht, das Rückweg von Duisburg, da haben wir uns ja auch darüber unterhalten, wer entscheidet denn, weil es ja bei uns immer dann heißt, die Gremien, die Gremien. Ja, aber wer sind die Gremien?
Martin van Elten
00:28:50
Die Greme, die man nicht wahrnimmt, vor allen Dingen im Zweifel, ne?
Florian Dawin
00:28:53
Ja, und wir waren ja auch so ein bisschen bei der Diskussion, ja, wenn der Sportdirektor schon nicht entscheiden kann, wer eine hohe Entscheidungsgewalt hat beim Trainer dabei hat, ja gut, was kann er dann überhaupt noch großartig ausrichten? Das ist ein echtes Problem. Und da hat er sich dann halt eben auf diesen Phrasen ausruhen müssen. Dann musste er die raushauen, weil er ja nun mal auch erst, wann war das jetzt? Er war ja 14 Tage erst im Amt oder vielleicht 21 Tage.
Martin van Elten
00:29:27
Vier Wochen, ja.
Florian Dawin
00:29:28
Ja, aber in der Zeit musste er auch erst mal da alles kennenlernen. Es ist ja nicht so, dass er irgendjemand, ich sag mal aus, zum Beispiel Sören Gonter, nehmen wir mal als Beispiel, Der sich ja mit der Region, also Aue, Dynamo Dresden, mit den ganzen Prinzipien da einfach so ein bisschen auskennt. Und Michael Tarnath ist ja eben komplett aus dieser Ostszene, sag ich mal, raus.
Martin van Elten
00:29:54
Ich finde auch stark, dass er das noch mal angesprochen hat. Ja, vielleicht hat das ja was gebracht, dass sich die Spieler noch mal anhören, was die Fans für Sorgen haben, dass sie sich Sorgen machen um den Klub. Das Verständnis nehme ich ihm ja auch voll ab. Er hat ja auch in der ersten Reihe mit den Fans mitdiskutiert, wenn ihr euch die Bilder da angeguckt habt oder natürlich auch selber im Blog stand. Also das rechne ich ihm schon auch hoch an, dass er da auch versucht, die Fansperspektive irgendwie aufzufangen und sich den Unmut auch dann auf den Hals, selber auf den Hals zieht.
Florian Dawin
00:30:24
Ja, er war ja selber Spieler früher und auch, wenn ich mich so erinnere, durchaus einer, der auch mal die Emotionen rausgelassen hat und auch über die Emotionen ins Spiel kam und das wird bei ihm einfach auch mit reinspielen. Und ja, es ist auch ganz clever, das dann so zu moderieren.
Martin van Elten
00:30:44
Hören wir noch mal ganz kurz rein, was Martin Mendel zum Spiel zu sagen hatte.
Interviews
00:30:48
Hat der mal die eigenen Chancen nicht genießt hatte und das Spielungsstück gemacht, dass man dann wieder als Spieler verlieren auf den Platz geht. Wie hast du es jetzt selbst an den HLM-Sinn? Ja, dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Also ich glaube, wir haben diese Bedingungen gut angenommen, was auch ein Stück weit eine Abkehr von unserem Spielstil war und eine Anpassung auf den Gegner. Wir haben in der ersten Halbzeit bis auf 1-2, ja, das waren nicht mal Chancen, aber 1-2 knifflige Situationen gut gelöst. Und dann auch in der zweiten Halbzeit, ja, eigentlich erstmal gut verteidigt und wenig zugelassen und den einzelnen Führungen kurz vor der Halbzeit und müssen einfach auch dann das zweite Tor nachlegen. Das ist der Schlüssel. Und wenn wir das machen, geht das Spiel komplett anders aus. Aber wie so oft in dieser Saison ist halt das einfach kein, ja, leben wir nicht im Konjunktiv und müssen uns angreifen, dass wir eben dieses zweite Tor nicht gemacht haben. Und dann in leider ein oder zwei Situationen, die uns dann Rückstand bringen, die Gegner zu viel Raum lassen, den er gut nutzt. Und dann in der Box müssen wir da halt ein bisschen dichter am Mann auch ran sein, um da halt zugreifen zu können, dass halt irgendwie Abschlüsse aus 7, 8 Metern zu Gegentoren führen. Das ist sehr, sehr unglücklich. In der Situation natürlich irgendwie auch schwierig zu verteidigen, weil alles dynamisch ist. Stellt dann alles so ein bisschen auf den Kopf. Und am Ende des Tages hat man das Gefühl, irgendwie hat er ein Bombenspiel gemacht vom Ergebnis her. Und die Wahrheit ist, wir haben eigentlich vieles richtig gemacht heute. Und trotzdem gehen alle, also auch der Gästeblock mit unseren Fans und wir jetzt mit einem Gefühl nach Hause, ja, das ist absolut ein Frustlasch. Hast du Verständnis für die Unmutseusungen der Fans? Ja, 100 Prozent. Also es geht uns ja ähnlich. Ich finde es ehrlich gesagt ein bisschen schwierig zu sagen, gerade heute vielleicht, dass wir nicht wollten. Ich glaube schon, dass man aufgrund der ersten Halbzeit und weiter steckt in der zweiten Halbzeit auch sagen kann, wir wollten. Das hat man bei jedem Einzelnen gesehen. Haben da vieles wegverteidigt auch und uns in den Bälle reingeschmissen, uns gefeiert für gelungene Aktionen. Dann kriegst du das 1-1, kriegst du das 2-1 und das dann so ein bisschen sich bei manchen wieder der Film wiederholt, den wir schon so oft erlebt haben. Die Saison ist vielleicht ein Stück weit nachvollziehbar, aber grundsätzlich, dass wir dieses Spiel verloren haben, auch aufgrund der Bedeutung, dass das für Frust sorgt, dass da nachholziehbar auch bei uns. Was kam noch als Reaktion von den Fans? Gab es auch aufbauende Worte oder wie hat sich das natürlich jetzt abgespielt? Es sah ja schon echt emotional aus. Ja, war es 100 Prozent und Fakt ist, dass wir weiterhin alles dafür tun müssen, dass wir diesen klassenden Halt irgendwo schaffen und ja, Ergebnisse vor allem liefern. Also muss es auch nicht immer schön sein. Es muss zu sehen sein, dass wir alles reinhauen, dass wir alles geben und dann müssen wir vor allem Ergebnisse und das ist das, was zählt. Mir war noch ganz wichtig, die Botschaft loszuwerden, dass egal was jetzt passiert, wir immer zusammenhalten müssen. Also wenn wir anfangen, unsere Fans und wir uns voneinander zu entfernen, dann haben wir in dieser Liga auch keine Chance mehr. Das heißt, auch wenn Ergebnisse uns zurückwerfen, es geht nur zusammen.
Martin van Elten
00:33:48
Ja, ich glaube, Martin Menne, er stand da noch stark unter dem Dialog mit den Fans. Ja Florian, so haben wir dann auch den Abend irgendwie abgeschlossen mit einem merkwürdigen Gefühl. Martin Männle hat ja sicherlich einen Punkt, in dem er sagt, Havel weiß selber nicht so richtig, wie wir das Spiel gewonnen haben.
Florian Dawin
00:34:10
Ja, indem wir halt billig uns die Tore angefangen haben. Das muss man auch echt sagen. Wenn man sich die beiden Gegentore zum 1-1 und zum 2-1 anguckt, es läuft ein bisschen unglücklich zwar am Anfang, wie Tan hat das gesagt, mit Ping-Pong, aber am Ende landet der Ball. Ich glaube, beides Mal nach einer Ecke, ist auch eigentlich egal, landet er halt auf dem rechten Flügel im Strafraum und ja, alle Defensivspieler orientieren sich Richtung dem Ball für den Spieler rechts außen, gucken alle da hin und dann schiebt er den Flach in die Mitte auf den Elfer und da steht halt einer. Da ist halt auch keine Raumaufteilung, das war auch tatsächlich im Spiel am Samstag gegen Saarbrücken an ein, zwei Stellen auch wieder dasselbe. Ball nach außen, alle Defensivspieler orientieren sich auf dem auf dem Ball für einen Spieler, es ist einfach keine, im Moment keine Sicherheit in Absprachen, weil ich, glaube auch, dass was Martin Menemann sagt, alle Spieler, die da jetzt auf dem Platz stehen und auf der Bank sitzen, die wollen, da will keiner absteigen, aber im Moment ist da einfach auch keine Sicherheit, kein Selbstbewusstsein da, keiner, der vorangeht. Und dann schenkt man so ein Spiel halt billig her.
Martin van Elten
00:35:25
Gehen wir mal zum nächsten Spiel. Das war das Heimspiel gegen Saarbrücken. Ich fand, ja, ein bisschen enttäuschende Zuschauerzahl auch. Ich glaube, so knapp 6.000, wenn ich es richtig im Kopf habe. Also unter 7.000, gerade bei so einem wichtigen Spiel. Ja, 6.961 hätte sicherlich ein bisschen mehr sein können. Martin Mendel war Spiel des Spiels mit seinen ganzen Paraden, Zumindest jetzt in der Kicker-Elf des Tages auch. Ich fand auch, Jamilu Collins hat ein gutes Spiel gemacht. Den hatten wir auch im Interview.
Interviews
00:36:01
Was denkst du von dem Spiel? Es war ein schwieriges Spiel, in der Situation, in der wir uns als Spieler in der Klub finden. Wir nehmen es als positive, mit einem neuen Trainer, mit einer neuen Energie, mit den Fans' Energie. Ich denke, das ist genau das, was wir wollen. Wir werden diesen ersten Punkt als ein Weg für den Breakthrough machen. Und hoffentlich gehen wir mit der gleichen Energie aus, von einem Spiel zu einem anderen Spiel, um sich zu bringen, aus unseren Situationen zu bringen. Was sind deine Erfahrungen mit deinem neuen Trainer? Alles, die Energie he bringt in der Team. Alles ist wirklich gut. Die Spieler adaptieren zu dem neuen Style wirklich schnell. Er ist hier nur vier Jahre alt. Und bereits auf der Piste, wir adaptieren zu so vielen Sachen. Das ist das zu sagen, die Erfahrung he bringt in der Team und die Leidenschaft. In der ersten Hälfte hatten wir eine Szene, wo Martin Mene und Sie waren ein bisschen confused sind. Können Sie uns das? Nein, nein. Die Situation mit Martin Mene war, dass wir die Ballen zurückgegangen sind. Und er wusste nicht, ob ein Spieler kam. Er sagte, dass wir die Ballen und wir laufen. Es war nichts. Was sind Ihre Vorbereitungen für die nächsten Mächte? Die Intention für die nächsten Mächte ist, dass wir mit dem MNH-JW gehen und gehen für die Win. Wir kämpfen für die Win. Das einzige Team, das wir spielen wollen, ist, um die Spiele zu gewinnen, um die Freude zu den Fans zurückzubringen. Und das ist unser Ziel, unser Ziel mit dem Trainer und dem Team.
Martin van Elten
00:37:23
Ja, ich fasse nochmal ganz kurz auf Deutsch zusammen. Er hat gesagt, es war auf jeden Fall ein schwieriges Spiel, sind gut reingekommen. Man sieht auf jeden Fall schon den Effekt des Trainers nach nur vier Tagen und er hat ja dann auch noch beim Ausblick auf das nächste Spiel gesagt, dass wir auf jeden Fall auch für die, dass er auf jeden Fall auch für die Fans so weitermachen will und gewinnen will und dass das Ganze als, einen guten Start sieht. Ich weiß nicht, wie hast du die Szene mit Martin Mendel und ihm gesehen, wo Dominik Baumann fast getroffen hätte? Also das war auf jeden Fall höchste Gefahr, oder?
Florian Dawin
00:37:57
Ja, das war wieder ganz seltsam. Das erinnerte mich so ein bisschen an die Situation zuvor, also Woche zuvor gegen Havelse, auch Mendel und, keine Ahnung, welcher Abwehrspiel das war, aber irgendwie keine Klarheit, keine Kommunikation, was auch so sinnbildlich einfach ist. Ja, nimm du ihn, ich hab ihn. Keiner geht so richtig hin.
Martin van Elten
00:38:19
Ja, insgesamt wenig Chancen, ja, größte Chance wahrscheinlich Oganse am Ende, der 86. Minute frei auf Menzel zulief und dann den Heber ein bisschen verunglückt. Was hattest du gesagt, Stefaniak kann ihm keinen Vorwurf machen oder was hat er gesagt?
Florian Dawin
00:38:42
Doch, doch. Nein, nein, falsch. Also tatsächlich hat bei Stefaniak dann nachher im Interview bei Magenta Sport schon deutlich gesagt so, naja, wenn wir solche Chancen nicht reinmachen, dann werden wir auch keine Tore mehr schießen, dann werden wir auch nicht mehr gewinnen, so ungefähr, weil der Dreiklang. Ob er jetzt ihm so einen richtigen Vorwurf gemacht hat, das weiß ich nicht mehr. Aber ich fand das schon recht deutlich und ich finde auch einfach, man muss, der soll einfach Schuster bleibt bei deinen Leisten, mach das Ding einfach flach. Flach einfach aufs Tor. Wenn du dann irgendwie den gegen Pfosten machst, wie Marcel Beer in der ersten Halbzeit, okay, dann passiert das halt. Aber mach den Flach und mach nicht den Messi. Und da, das ärgert mich halt auch wirklich, dass er dann so ein Ding da versucht auszupacken, wenn man in der 86. Minute so ein Geschenk bekommt, weil das ist ja jetzt so eine, kann man sagen, eine ähnliche Szene wie die Szene von Mendel und Collins, ein Geschenk. Nur, dass er halt hier um den Ball schlägt, dann macht das Ding einfach rein. Und dann kann es sich da in der Kurve feiern lassen und drum und dran, aber, mehr Messi als Oberliga Westfalen.
Martin van Elten
00:39:55
Tja, Bär trifft den Pfosten, ist ja auch so ein bisschen symptomatisch für die aktuelle Situation unserer Führungsspieler. Also ich finde, man hat das Gefühl, Stefaniak ist nicht richtig fit, Julian Guttau ist die halbe Saison verletzt, Bär war jetzt lange verletzt, kommt natürlich wieder ran, ist aber auch nicht der Alte, kann man ja auch nicht erwarten. Und dann haben wir einfach doch sehr, sehr viele Mitläufer, oder?
Florian Dawin
00:40:19
Ach, total. Also, wer sind denn die Fügungsspieler? Wer sollten die Fügungsspieler sein? Martin Mendel, Pascal Fallmann, Ede Maicak, Marvin Stefaniak, Marcel Bär. Ede ist verletzt viel, Stefaniak ist vollkommen außer Form. Bär kommt eben, wie du gerade sagst, und kann in dieser Situation natürlich auch nicht Wunder bewirken. Pascal Fallmann sehe ich jetzt auch, von denen sehe ich in den letzten 5, 6, 7 Spielen auch im Prinzip nichts mehr. Und wenn du Wenn du dann halt eben deine Topscorer Marvin Stefaniak mit drei Toren und drei Vorlagen und Julian Gutta mit drei Toren und drei Vorlagen bei 40 Prozent Spielzeit, der Gesamtspielzeit hast und Jona Fabisch dann noch auch drei Tore geschossen hat, ja gut, dann stehst du halt da unten drin und da musst du halt hoffen, dass du irgendwie über diesen Strich kommst.
Martin van Elten
00:41:10
Gilt nicht sonst immer Defense Wins Championship? Aber wenn du keine Tore schießt, kannst du auch keine Spiele gewinnen.
Florian Dawin
00:41:16
Ja, und guck dir Aachen an. Also Gegenbeispiel natürlich das absolute Extrembeispiel. Mika Schröers und Lars Gindorf. Mit zusammen jetzt, glaube ich, 31 Toren von 35 Toren. So ist natürlich auch nicht gut. Beides Leihspieler. Wenn die den Klasse halten, werden die die auch nicht weiter verpflichten können. Dann sieht es bei denen anders aus. aber du brauchst halt wirklich mal jemanden, der Sicherheit ausstrahlt, weil er halt eben ein paar Tore auf dem Buckel hat.
Martin van Elten
00:41:46
Tja, heilen wir nochmal rein, was Martin Mendel zu sagen.
Interviews
00:41:50
Lass du das Spiel allgemein erst mal gesehen werden. Ja, ich habe gesehen, dass wir heute um jeden Meter gekämpft haben. Gerade auch in der ersten Halbzeit, wie wir ins Spiel gekommen sind. Ich glaube, da waren diese Brücke auch sofort beeindruckt. Ich glaube, das war auch wichtig, danach haben wir sie eine Reaktion zu zeigen von dem Auftreten her. Und das Stadion so ein Stück weit auch, die uns von Anfang an unterstützt haben, aber auch zu zeigen, dass wir das genauso heute auf den Platz bringen wollen. Dann galt es halt in der ersten Halbzeit dann noch vor dem Abpfiff dann auch so ein Stück weit eine Druckphase, Drangphase von Saarbrücken zu überstehen. Das war mir gut gemacht, ziemlich in der zweiten Halbzeit. Und dann sind wir wieder ins Spiel gekommen und haben gut gespielt, auf Bälle festgemacht und das Torchancen erspielt. Und ja, letzten Endes kann man sogar kann man sogar das Tor machen. Wir hatten heute, glaube ich, die insgesamt klareren Möglichkeiten wahrscheinlich. Insofern ein bisschen schade, aber das ist ein erster Schritt. Ich glaube, dass man gesehen hat, dass die Mannschaft lebt und das war das, was heute wichtig war. Natürlich werden Sieg jetzt zum Auftakt dann halt auch verabschieden. Noch mal ein Stück besser gewesen. Wir haben viele Trampfasen gesehen, beide Mannschaften hatten so ihre Momente. Du hattest hinten, glaube ich, auch zwei, drei wichtige Paraden, um im Spiel zu bleiben. War das jetzt auch mal wichtig, einfach mal wieder die Null zu halten nach drei Spielen, wo es halt nicht so gut ist? Das ist grundsätzlich ja immer die Grundvoraussetzung, um erfolgreich zu sein, dass man hinten ein wenig zulässt. Da haben wir trotzdem heute relativ noch ein bisschen was durchgelassen, was vielleicht nicht hätte sein müssen. Manchmal spielt es auch einfach der Gegner gut, das muss man auch anerkennen. Ja, und so wird es immer auch Chancen geben, aber da muss man halt gucken, dass man möglichst wenig Gegentore kriegt und wenn man zu Null spielt, ist das erstmal der Grundstein dafür, dass man nicht verlieren kann. Also insofern war es wichtig heute, dass die Mannschaft kompakt steht, jeder sich dort auch defensiv einbringt und das habe ich über 90 Minuten gesehen heute. Es war jetzt aber auch so, dass beide Mannschaften ja vor dem Tor dann auch effektiv nicht getroffen haben und die Kaltschnüssigkeit vermissen lassen haben. Ist das wirklich dann auch sehr viel Kopfsache, wo man jetzt quasi besser sein muss als Saarbrücken in den nächsten Spielen? Nicht nur als Saarbrücken. Wir haben jetzt gegen Saarbrücken gespielt, sondern wir müssen im Torabschluss und in den Chancen herausspielen. Besser sein als unsere Gegner, die uns gerade gegenüberstehen. Dort immer auf andere zu schauen, wird uns glaube ich nicht weiterbringen, sondern wir müssen da auf uns schauen. Und ich sehe, dass wir trotzdem uns auch aus dem Spiel heraus viele gute Möglichkeiten herausgearbeitet haben, auch viele Standards produziert haben dadurch. Und da kann es immer gefährlich werden. Insofern, ja. War das heute, wie gesagt, ein erster Schritt in die richtige Richtung aus meiner Sicht und wir versuchen darauf aufzunehmen. Du hast die Tormöglichkeiten angesprochen. Willst du kein H in der Suppe suchen oder wird man trotzdem mal mit Winslow-Kentzer sprechen, dass vielleicht Lupfer und solche Kunststücke im Abschiedskampf nicht das richtige sind im Abschluss? Oh gut, wenn der Lupfer reingeht, dann jübeln alle. Also insofern, ich glaube, der Torwart macht unten gut zu und er versucht es oben drüber. Ist jetzt vielleicht nicht das, was jetzt optisch gesehen in der Situation das Richtige ist, aber in der Situation, wie der Torwart sich bewegt, wie es sich für Winz in der Situation angefühlt hat, vielleicht doch nicht das Falsche. Also letzten Endes, wenn der Ball reingeht, jubeln wir, wenn er nicht reingeht, sagen wir, hättest du mal. Also hinterher ist man nochmal schlauer. Er selber macht sich da, glaube ich, auch die größten Vorwürfe, aber von mir werden sie jetzt dort keine hören. Wie war denn jetzt die erste Woche insgesamt unter dem neuen Trainer? Ja, ist ja logisch, dass der neue Trainer kommt mit, also unbelastet hier herkommt mit frischer Energie und das versucht auf uns als Mannschaft zu übertragen. Und so wie wir heute ein Spiel gestartet sind, glaube ich, hat das auch ganz gut funktioniert. Und ich glaube... Wir haben jetzt auch nicht erlebt, dass irgendjemand versucht, das Rad neu zu erfinden. Das ist nach wie vor Fußball. Und wir haben dann trotzdem den Input, den er bringt. Er hat uns heute schon in vielen Phasen gut weitergeholfen. Ich habe aber auch gesehen, dass wir das noch nicht gerade in der ersten Halbzeit über 45 Minuten durchgezogen haben, sondern sind dann auch so nach 20, 25 Minuten ein bisschen davon abgegangen. Und das müssen wir uns auf dem Platz angreifen lassen, dass dann auch der Gegner ein Stück weit ein bisschen mehr aufkommt. Man muss dann auch wieder sagen, der Gegner hat auch ein Stück weit angepasst, aber man sieht halt die Dinge, die unter der Woche mit dazu kamen, die wir auch trainiert haben, die fruchten. Wenn wir die durchziehen und die weiter verfeinern, dann bin ich guter Dinge, dass das in den nächsten Wochen erfolgreicher wird. Wie hat sich vielleicht auch der Ansprache schon ein bisschen geändert dazu? Es gibt ja unterschiedliche Trainersügen, der eine ist in der Ansprache ein bisschen lauter, der andere ist wieder ein bisschen anders. Wie hat sich das so geändert? Ohne jetzt irgendwas zu sagen, was dann in irgendeiner Form gewertet wird, aber weil letzten Endes ist Christoph Dabrowski einer, den habe ich ja noch als Gegenspieler auch den Platz erlebt, der sehr emotional ist und das auch gut rüberbringt. Und genau das hat er jetzt auch unter der Woche gemacht und hat uns da einfach in vielen Einzelgesprächen dann halt auch mitgenommen.
Martin van Elten
00:46:29
Ja, interessante Punkte doch dabei, vor allen Dingen, was er dann über Christoph Dabrowski noch am Ende gesagt hat, wie viel dann auch in so nur vier Tagen, in Anführungsstrichen, schon dadurch verändert werden kann, ist bemerkenswert.
Florian Dawin
00:46:43
Auf jeden Fall. Also ich glaube auch, das sind Hertel und Dabrowski sind zwei ganz unterschiedliche Typen. Dabrowski kommt vielmehr über Emotionalität. Ich hoffe, dass er auch ein deutlich besseres In-Game-Coaching hat, wie man dann so sagt. Hatten wir uns ja auch drüber unterhalten.
Martin van Elten
00:47:03
Du meinst die Wechsel vor allen Dingen, oder?
Florian Dawin
00:47:05
Ja, es wechselt.
Martin van Elten
00:47:07
Taktische Umstellungen.
Florian Dawin
00:47:08
Taktische Umstellungen, Reaktionen, wie das Martin Mendel eben dann sagte, der Gegner hat angepasst, dass er nochmal auch dann Ideen hat, wie man da wiederum gegen anpassen kann. Da hoffe ich mir einfach, dass er da ein bisschen besser ist.
Martin van Elten
00:47:22
Was denkst du denn, warum ist da Hertel, ja, in Anführungsstrichen nicht so gut drin gewesen?
Florian Dawin
00:47:28
Ja, wenn er einen Plan aufgebaut hat und dann dieser gefruchtet hat, dann war das wirklich gut. Aber er scheint dann eben nicht so die richtigen Ideen gehabt haben, wie man dann eben Systeme umstellt. Also im Mittelfeld oder in einem Sturm oder in der Defensive, da scheint er einfach nicht so viel Erfahrung mit gehabt zu haben.
Martin van Elten
00:47:51
Ich weiß es nicht. Man könnte ja sagen, vielleicht ist er auch schon zu lange im Geschäft, aber ist ja auch Quatsch, so lange ist er noch nicht professioneller Trainer, wahrscheinlich auch erst so zehn Jahre seine Profilizenz, die er da hat oder sein Trainer, sein Fußballlehrer. Ich weiß es nicht, aber ich glaube, das hat dort Chef und Hertel auch oft vereint, sozusagen das nicht reagieren können auf Situationen.
Florian Dawin
00:48:17
Ja, und ich fand jetzt auch schon, wie sie sagten im Interview, dass die erste Halbzeit schon durchaus anders war. Es war ein bisschen weniger mit hintenrum Spielerei, sondern mehr direkt nach vorne, bedingt auch durch den zweiten Stürmer, der ja aber auch gegen Havelse schon da stand. Ich glaube, es ist schon ein anderer Spielstil zu sehen. Ich hoffe natürlich auch noch mal, dass sich beim Thema Ecken jetzt irgendwann irgendwie auch noch mal was tut. Weil das ist ja auch wirklich... Ziemliche Zumutung, was da geboten wird.
Martin van Elten
00:48:50
Gut, dann glaube ich, können wir mal das Spiel abschließen und auf die nächsten beiden Spiele gucken. Wir fahren am Freitag schon nach Köln. Freust du dich da drauf?
Florian Dawin
00:48:58
Yeah, Karnevalszeit. Ja, ich freue mich. Wie habe ich das gesagt oder dir geschrieben? Wahrscheinlich habe ich am Samstag nach dem Spiel gegen Saarbrücken überhaupt keinen Bock, nach Köln zu fahren und am Freitag fährt man dann trotzdem einfach, weil es die Gewohnheit ist. Vielleicht Ja, kommt ja die Glücksgöttin und küsst unseren FC Erzgebirge auch am Freitag wach und wir nehmen doch noch irgendwie einen Punkt mit.
Martin van Elten
00:49:30
Ich habe noch eine ganz spannende Statistik für dich. 2006, Sieg bei?
Florian Dawin
00:49:37
Viktoria Köln.
Martin van Elten
00:49:38
Nee, 1. FC Köln.
Florian Dawin
00:49:39
Natürlich nicht.
Martin van Elten
00:49:39
Da warst du doch.
Florian Dawin
00:49:41
Ja.
Martin van Elten
00:49:41
Auf dem Zaun, Juskowiak. 2016 Aufstieg in Köln bei welchem Verein?
Florian Dawin
00:49:49
Fortuna.
Martin van Elten
00:49:51
Wer erinnert sich nicht? 2026 wäre dann mal Zeit für den ersten Auswärtssieg bei Viktoria Köln. Und ich habe noch eine andere Statistik für dich. Wir haben schon mal an Karnevalsfreitag und Freitag den 13. Und zwar 2015 haben wir bei Fortuna Düsseldorf gewonnen. Auch bei einem Karnevalsverein.
Florian Dawin
00:50:15
Fortuna gewonnen?
Martin van Elten
00:50:16
Ja.
Florian Dawin
00:50:17
Kann ich ja fast nicht glauben.
Martin van Elten
00:50:18
Mit einem Bobby Wood unter Stiepich. Du wirst dich bestimmt noch erinnern.
Florian Dawin
00:50:23
Das war Bobby Wood, Stürmertor, Juskowiak, Stürmertor, gut, Aufstiegssaison nochmal ganz ausgeklammert. Das heißt also, dass am Freitag Vincent Old Cansey sein erstes Tor für uns schießt.
Martin van Elten
00:50:38
Da hat sogar Mugosa getroffen. Wer kennt ihn nicht bei Düsseldorf? Wahnsinn. Ja, und bei Fortuna Köln war, glaube ich, dann am Ende Riese doch auch einer der Torschützenaufstiegs-Torschützen. Also wir haben da an den Karnevalsvereinen eigentlich ganz gute Erinnerungen. Naja, wir blenden mal die anderen Spiele aus. Riese und Köpke haben getroffen, natürlich bei der Fortuna.
Florian Dawin
00:51:04
Aber grundsätzlich, doch freue ich mich eigentlich schon am Freitag auf Viktoria Köln. Ich war ja bis jetzt erst einmal da, und zwar zum DFB-Pokalspiel, erste Runde damals, als Nürnberg gespielt hat beim heißen Sommer. Und jetzt mal mit Aue da zu sein, ist auch, freue ich mich drauf, Ich bin gespannt, wie es wird. Und ja, schauen wir mal.
Martin van Elten
00:51:29
Ja, Viktoria Köln für mich auch ein bisschen im Fall. Haben ja Lobinger abgegeben. Die Qualität doch brutal eingebrochen. Haben gegen Schweinfurt verloren jetzt zuletzt. Gegen Waldhof unentschieden gegen Jan Regensburg. Und dann haben wir gegen Saarbrücken gewonnen. Wichtiger Sieg auch. Also es ist ein durchwachsenes Jahr.
Florian Dawin
00:51:54
Ja, aber ich glaube, mit der Mannschaft, die sie ja zusammengestellt haben und mit dem neuen Trainer, der ja scheinbar wirklich sehr gut ist, viele Vorschusslöbären hat, Marian Wilhelm, ist das, glaube ich, in Ordnung. Da ist schon Qualität da und Aue auswärts ist ja auch immer so eine besondere, spezielle Sache, aber irgendwann muss der Bock umgestoßen werden.
Martin van Elten
00:52:20
Gut, die Woche drauf geht es schon am Sonntag weiter gegen NRG Cottbus. Ein Duell, ein Oberliga-Duell. Letztes Mal gab es ja auch ein bisschen Auseinandersetzungen zwischen Cottbus und Naule-Fans. Sicherlich auch brisant. Cottbus hat jetzt den zweiten Zigerchi geholt, ne? Hast du mitbekommen?
Florian Dawin
00:52:41
Richtig.
Martin van Elten
00:52:42
Aber die doppelten Zigerchis waren noch nicht auf dem Platz. Tollgay und Tolse. Tollgay und Tolga und Tolse.
Florian Dawin
00:52:52
Jetzt hast du aber hier meinen rausgehauen. Ja, wird natürlich ein enorm schweres Spiel. Cottbus gut in die Rückrunde gestartet. Wirklich eine der Spitzenmannschaften. Aber wenn man halt eben auf das Restprogramm guckt und auf die Spiele guckt, dann musst du halt irgendwelche Heimspiele gewinnen. Irgendwo musst du ja Punkte holen, um auf deine 45 bis 46 Punkte zu kommen. Und dann kommen halt eben jetzt in den Heimspielen Energie und Osnabrück, dann noch Aachen und danach, wie es im April weitergeht, weiß ich gar nicht.
Martin van Elten
00:53:25
Aber Hoffenheim.
Florian Dawin
00:53:27
Ja, irgendwo musst du die Punkte holen. Es bleibt ja gar nichts anderes übrig. Und es ist eben ein Marathon und kein Sprint und am Ende haben wir am letzten Spieltag eben auch noch Auswärts in Schweinfurt. Solange es noch nicht rechnerisch beendet ist, soll man nicht aufgeben.
Martin van Elten
00:53:43
Naja, was ich auch noch mal krass finde, ist, dass wir ja früher gegen so Ostri-Wahlen regelmäßig Punkte geholt haben und dass ja so ein bisschen komplett die Serie vorbei ist. Also jetzt auch gegen Hansa waren wir nicht mehr so gut die letzten Jahre, gegen Cottbus, also das ist ein bisschen... Schade schon.
Florian Dawin
00:54:03
Ja, aber am Ende ist es ja egal. Hauptsache, du holst gegen irgendjemanden Punkte. Ob das jetzt Energie ist oder bei 60 oder gegen Essen. Weiß ich nicht.
Martin van Elten
00:54:15
Ja.
Florian Dawin
00:54:16
Ja.
Martin van Elten
00:54:17
Gut. Zum Ende gibt es noch eine beliebte Kategorie. Der Helge der Woche. Ich weiß nicht, ob du es wahrgenommen hast. Helge Leonhardt hat einen alten Post rausgegraben. Danke dir, Thorsten, für die Geldstirige Vertragsverlängerung als Haupt- und Trikotsponsor VETAS. Die Region hält zusammen. Glück auf Presi. Und interessant, da macht er noch mal auf, dass, Thorsten Enders ist, dass er der Geschäftsführer von Vaters den Transfer von Pascal Köpke möglich gemacht hat, der dann für ein Vielfaches zu, er hat hier Herra geschrieben, aber es ist Hertha gemeint, realisiert hat und interessanterweise weißt du, wo der Transfer fixiert wurde von Pascal Köpke zu Hertha?
Florian Dawin
00:55:04
In der Türkei im Trainingslager?
Martin van Elten
00:55:05
Nein, auf dem neutralen Boden, wie Helge Leonard schreibt, im RB-Stadion mit Michael Preetz. Was für ein Deal für uns. Ja, ich glaube, Helge Leonard hat neben Pascal Köpke, glaube ich, noch einen anderen Riesendeal gemacht und zwar, das war der Trainer natürlich mit Domenico Todesco, aber ja, wahrscheinlich auch der Top-Abgang die letzten 15 Jahre.
Florian Dawin
00:55:29
Ja, und dann auch eine leichte Spitze gegen die aktuelle Vereinsführung oder was heißt, gegen die aktuelle Vereinsführung, wo ja scheinbar jetzt niemand mehr bereit war, richtig viel Geld rauszugeben als Sponsor. Wobei, wir haben ja gehört, es wollte ja auch keiner, auf der Pressekonferenz von Tarnath haben wir gehört, dass ja keiner so richtig mit uns überhaupt reden wollte. Von den potenziellen Spielern, die da so alle im Raum standen.
Martin van Elten
00:55:55
Liest du das als Spitze oder ist es nicht einfach so, ihr schaut mal, wie gut früher alles war? Ich bin mir da nicht so sicher.
Florian Dawin
00:56:03
Ja, es ist eine Interpretationssache. Ich lese es jetzt als Spitze, kann aber auch eben Erinnerungen an gute alte Zeiten sein. Klar.
Martin van Elten
00:56:11
Aber ja, er hat ja auch noch mal hier letzte Woche hat er ja auch noch damals schöne Erinnerungen gepostet, also ich weiß nicht, ich glaube, es geht doch auch so ein bisschen darum, so eine Alternativrealität oder Erinnerung, am Leben zu halten. Ich finde ja auch immer... Jetzt als letzte Anekdote dazu, ich finde das ja auch immer ein bisschen interessant, dass Leute auch alles vergessen haben, was auch schlecht unter ihm war. Also, dass natürlich auch seine Amtszeit so ein bisschen verklärt wird und für was zum Scherbenhaufen der Verein halt auch stand, als er gegangen ist.
Florian Dawin
00:56:44
Ja, auf jeden Fall, klar. Man darf das eine sehen, das eine Extrem, aber das positive Extrem, was er ermöglicht hat. Aber dann halt eben mit dem Ausgleich, dass es halt ein extremes, negatives Extrem gab, wo der Verein wirklich vor dem Bankrott stand. Und da ja auch einige Dinge so am Rande der Legalität gelaufen sind, würde ich jetzt mal sagen.
Martin van Elten
00:57:10
Ja, oder die ganze Auseinandersetzung mit dem damaligen Geschäftsführer, der dann ja auch, wo es vor Gericht ging und so weiter, was ja auch aus der Helge-Leonard-Ära stammt. Dann würde ich sagen, danke für deine Zeit. Ich glaube, wir hören uns dann auch bald wieder. Allen Hörerinnen und Hörern, ja, viel Spaß bei den nächsten Spielen. Ich glaube, es ist jetzt wichtig, wie Martin Mendel da schon gesagt hat, dass wir auch alle hinter dem Verein stehen, dass wir uns vielleicht auch nicht selber zerfleischen. Wie teilweise in den Kommentaren ist mir auch nochmal ein Anliegen. Ich finde das dann teilweise schon krass, was so unter Videos geschrieben werden, wenn sich Spieler dann noch im Interview stellen, den fragen und dann auch noch eine Rechtfertigung abgeben. Ich hatte das ein bisschen zu dir ironisch gesagt, welchen Spieler wollen wir denn heute dem Mob vorwerfen? Also, manche Leute übertreiben dann auch ganz schön, aber ich hab schon das Gefühl, das sind auch nicht die Leute, die jetzt hier unbedingt reinhören, die was Ausgewogenes zum Verein hören wollen, sondern nur so Leute, die halt auf die, schnelle, billige Profilierung und Polarisierung setzen.
Florian Dawin
00:58:17
Internet-Trolls halt, Also, aber trotzdem haben sie ja dann eine Aufmerksamkeit von anderen Leuten, die dann wieder dankenswerterweise auch vielleicht dagegen kommentieren, sagen, was soll das, aber eigentlich sind wir ja froh, dass wir Spiele haben, die nach dem Spielen Rede und Antwort stehen und uns dann Einblicke geben, wie sie das sehen und wir das dann halt eben im Podcast als Grundlage für ein Gespräch nehmen können.
Martin van Elten
00:58:44
Ja. In diesem Sinne, Glück auf. Bleibt uns gelogen. Bis bald.
Florian Dawin
00:58:51
Bis bald.
Martin van Elten
00:58:52
Ciao.